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Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.xml
===================================================================
--- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.xml
+++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.xml
@@ -5,7 +5,7 @@
$FreeBSD$
$FreeBSDde:$
- basiert auf: r44160
+ basiert auf: r44162
-->
<chapter xmlns="http://docbook.org/ns/docbook"
xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" version="5.0"
@@ -3071,76 +3071,60 @@
<primary>Bridge</primary>
</indexterm>
- <para>Manchmal ist es nützlich, ein physikalisches Netzwerk, wie
- ein Ethernetsegment, in zwei separate Netzwerke aufzuteilen,
+ <para>Manchmal ist es nützlich, ein Netzwerk, wie
+ ein Ethernetsegment, in separate Netzwerke aufzuteilen,
ohne gleich <acronym>IP</acronym>-Subnetze zu erzeugen, die
über einen Router miteinander verbunden sind. Ein Gerät, das
zwei Netze auf diese Weise verbindet, wird als
- <quote>Bridge</quote> bezeichnet. Jedes &os;-System
- mit zwei Netzwerkkarten kann als Bridge fungieren.</para>
+ <quote>Bridge</quote> bezeichnet.</para>
- <para>Die Bridge arbeitet, indem sie die
- <acronym>MAC</acronym>-Layeradressen (Ethernet) der Geräte in
+ <para>Eine Bridge arbeitet, indem sie die
+ <acronym>MAC</acronym>-Adressen der Geräte in
ihren Netzwerksegmenten lernt. Der Verkehr wird nur dann
zwischen zwei Segmenten weitergeleitet, wenn sich Sender und
- Empfänger in verschiedenen Netzwerksegmenten befinden.</para>
+ Empfänger in verschiedenen Netzwerksegmenten befinden. Jedes
+ &os;-System mit zwei Netzwerkkarten kann als Bridge
+ fungieren.</para>
- <para>In vielerlei Hinsicht entspricht eine Bridge daher einem
- Ethernet-Switch mit sehr wenigen Ports.</para>
-
- <para><emphasis>Bridging</emphasis> kann in den folgenden
- Situationen sinnvoll sein:</para>
+ <para>Bridging kann in den folgenden Situationen sinnvoll
+ sein:</para>
<variablelist>
<varlistentry>
<term>Verbinden von Netzwerken</term>
<listitem>
- <para>Die Hauptaufgabe einer Bridge ist die Verbindung von zwei
- oder mehreren Netzwerksegmenten zu einem gemeinsamen Netzwerk.
- Es ist oft sinnvoller, eine hostbasierte Bridge anstelle
- normaler Netzwerkkomponenten, wie beispielsweise
- Kabelverbindungen, Firewalls oder Pseudonetzwerken über die
- Schnittstelle einer virtuellen Maschine einzusetzen.
- Eine Bridge kann außerdem ein drahtloses Gerät mit
- einem Kabelnetzwerk verbinden. Diese Fähigkeit der
- Bridge wird als <foreignphrase>HostAP-Modus</foreignphrase>
- bezeichnet. Die Bridge agiert in diesem Fall als
- Access Point für das drahtlose Gerät.</para>
+ <para>Die Hauptaufgabe einer Bridge ist die Verbindung von
+ zwei oder mehreren Netzwerksegmenten. Es gibt viele
+ Gründe, eine hostbasierte Bridge einzusetzen, anstelle
+ von Netzwerkkomponenten, wie beispielsweise
+ Kabelverbindungen oder Firewalls. Eine Bridge kann
+ außerdem ein drahtloses Gerät mit einem Kabelnetzwerk
+ verbinden. Diese Fähigkeit der Bridge wird als
+ <foreignphrase>HostAP-Modus</foreignphrase> bezeichnet.
+ Die Bridge agiert in diesem Fall als Access Point für
+ das drahtlose Gerät.</para>
</listitem>
</varlistentry>
<varlistentry>
- <term>Filtering/Traffic Shaping Firewall</term>
+ <term>Filtering / Traffic Shaping Firewall</term>
<listitem>
- <para>Häufig kommt es vor, dass Firewallfunktionen
- benötigt werden, ohne dass Routing oder
- <foreignphrase>Network Adress Translation</foreignphrase>
- (<acronym>NAT</acronym>) verwendet werden soll.</para>
-
- <para>Ein Beispiel dafür wäre ein kleines Unternehmen,
- das über <acronym>DSL</acronym> oder <acronym>ISDN</acronym>
- an einen <acronym>ISP</acronym> angebunden ist. Es
- verfügt über 13 weltweit erreichbare
- <acronym>IP</acronym>-Adressen und das Netzwerk besteht aus
- 10 Rechnern. In dieser Situation ist der Einsatz von
- Subnetzen sowie einer routerbasierten Firewall
- schwierig.</para>
-
- <indexterm>
- <primary>Router</primary>
- </indexterm>
- <indexterm>
- <primary><acronym>DSL</acronym></primary>
- </indexterm>
- <indexterm>
- <primary><acronym>ISDN</acronym></primary>
- </indexterm>
-
- <para>Eine brigdebasierte Firewall kann konfiguriert und in
- den <acronym>ISDN</acronym>- oder
- <acronym>DSL</acronym>-Downstreampfad des Routers
- eingebunden werden, ohne dass Sie sich um die
- <acronym>IP</acronym>-Adressierung kümmern müssen.</para>
+ <para>Eine Bridge kann eingesetzt werden, wenn
+ Firewallfunktionen benötigt werden, ohne dabei
+ Routing oder <foreignphrase>Network Adress
+ Translation</foreignphrase> (<acronym>NAT</acronym>)
+ zu verwenden.</para>
+
+ <para>Ein Beispiel dafür wäre ein kleines Unternehmen,
+ das über <acronym>DSL</acronym> oder
+ <acronym>ISDN</acronym> an einen <acronym>ISP</acronym>
+ angebunden ist. Es verfügt über 13 erreichbare
+ <acronym>IP</acronym>-Adressen und das Netzwerk besteht
+ aus 10 Rechnern. In dieser Situation ist der Einsatz
+ von Subnetzen sowie einer routerbasierten Firewall
+ aufgrund der <acronym>IP</acronym>-Adressierung
+ schwierig. Eine Bridge-basierte Firewall kann hingegen
+ ohne Probleme konfiguriert werden.</para>
</listitem>
</varlistentry>
@@ -3174,48 +3158,37 @@
<para>Die Systeme eines Netzwerks können über das
<foreignphrase>Spanning Tree Protocol</foreignphrase>
(<acronym>STP</acronym>) redundant miteinander verbunden
- sein, um redundante Pfade zu blockieren. Damit ein
- Ethernetnetzwerk korrekt arbeitet, darf immer nur ein
- aktiver Pfad zwischen zwei Geräten des Netzwerks existieren.
- <acronym>STP</acronym> wird Schleifen entdecken und
- redundante Links in den Status
- <emphasis>blockiert</emphasis> versetzen. Fällt ein
- aktiver Link aus, so berechnet <acronym>STP</acronym> einen
- neuen Pfad. Dazu wird ein blockierter Pfad in den Status
- <emphasis>aktiv</emphasis> versetzt, damit alle Systeme des
- Netzwerks wieder miteinander kommunizieren können.</para>
+ sein, um redundante Pfade zu blockieren.</para>
</listitem>
</varlistentry>
</variablelist>
- <para>Dieser Abschnitt beschreibt die
- &man.if.bridge.4;-Implementierung. Ein
+ <para>Dieser Abschnitt beschreibt, wie ein &os;-System mit Hilfe
+ von &man.if.bridge.4; als Bridge konfiguriert wird. Ein
netgraph-Bridge-Treiber ist ebenfalls verfügbar und wird in
&man.ng.bridge.4; beschrieben.</para>
- <para>In &os; handelt es sich bei &man.if.bridge.4; um ein
- Kernelmodul, das von &man.ifconfig.8; automatisch geladen
- wird, wenn ein Bridge-Interface erzeugt wird. Alternativ ist
- es aber auch möglich, die Unterstützung für den Treiber in
- den Kernel zu kompilieren. Dazu fügen Sie die Zeile
- <literal>device if_bridge</literal> in die
- Kernelkonfigurationsdatei hinzu.</para>
-
- <para>Paketfilter können mit allen Firewallpaketen verwendet
- werden, die das &man.pfil.9;-Framework benutzen. Die Firewall
- kann dabei entweder als Kernelmodul geladen oder in den Kernel
- kompiliert werden.</para>
-
- <para>Eine Bridge kann auch als <foreignphrase>Traffic
- Shaper</foreignphrase> verwendet werden, wenn Sie
- &man.altq.4; oder &man.dummynet.4; einsetzen.</para>
+ <note>
+ <para>Paketfilter können mit allen Firewallpaketen verwendet
+ werden, die das &man.pfil.9;-Framework benutzen. Eine Bridge
+ kann auch als <foreignphrase>Traffic Shaper</foreignphrase>
+ verwendet werden, wenn Sie &man.altq.4; oder
+ &man.dummynet.4; einsetzen.</para>
+ </note>
<sect2>
<title>Die Bridge aktivieren</title>
+ <para>In &os; handelt es sich bei &man.if.bridge.4; um ein
+ Kernelmodul, das von &man.ifconfig.8; automatisch geladen
+ wird, wenn eine Bridge-Schnittstelle erzeugt wird. Es ist
+ auch möglich, die Unterstützung für den Treiber in den Kernel
+ zu kompilieren, indem die Zeile
+ <literal>device if_bridge</literal> in die
+ Kernelkonfigurationsdatei hinzugefügt wird.</para>
+
<para>Eine Bridge wird durch das Klonen von Schnittstellen
- erzeugt. Um eine Bridge zu erzeugen, verwenden Sie
- &man.ifconfig.8;:</para>
+ erzeugt. Um eine Bridge zu erzeugen, verwenden Sie:</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge create</userinput>
bridge0
@@ -3263,12 +3236,15 @@
werden und nicht der Schnittstelle der gekoppelten
Netzwerksegmente. Die <acronym>IP</acronym>-Adresse kann
manuell gesetzt, oder über <acronym>DHCP</acronym> bezogen
- werden.</para>
+ werden. Dieses Beispiel verwendet eine statische
+ <acronym>IP</acronym>-Adresse:</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 inet 192.168.0.1/24</userinput></screen>
<para>Es ist auch möglich der Bridge-Schnittstelle eine
- <acronym>IPv6</acronym>-Adresse zuzuweisen.</para>
+ <acronym>IPv6</acronym>-Adresse zuzuweisen. Um die Änderungen
+ dauerhaft zu speichern, fügen Sie die Adressinformationen in
+ <filename>/etc/rc.conf</filename> ein.</para>
<note>
<para>Nachdem ein Paketfilter aktiviert wurde, können
@@ -3290,19 +3266,24 @@
</sect2>
<sect2>
- <title>Spanning Tree</title>
+ <title>Spanning Tree aktivieren</title>
- <para>Der Bridge-Treiber implementiert das <foreignphrase>Rapid
- Spanning Tree Protocol</foreignphrase>
- (<acronym>RSTP</acronym> oder 802.1w), das abwärtskompatibel
- zum veralteten <acronym>STP</acronym> ist.
- <acronym>STP</acronym> dient dazu, Schleifen in einer
- Netzwerktopologie zu entdecken und zu entfernen.
- <acronym>RSTP</acronym> arbeitet dabei schneller als das
- veraltete <acronym>STP</acronym>. <acronym>RSTP</acronym>
- tauscht Informationen mit benachbarten Switchen aus, um Pakete
- korrekt weiterzuleiten und eine Schleifenbildung zu
- verhindern. &os; unterstützt die Betriebsmodi
+ <para>Damit ein Ethernet-Netzwerk richtig funktioniert, kann nur
+ ein aktiver Pfad zwischen zwei Geräten existieren. Das
+ <acronym>STP</acronym>-Protokoll erkennt Schleifen in einer
+ Netzwerktopologie und setzt redundante Pfade in einen
+ blockierten Zustand. Sollte eine der aktiven Verbindungen
+ ausfallen, berechnet <acronym>STP</acronym> einen anderen Baum
+ und ermöglicht es dann einem blockierten Pfad, alle
+ Netzwerkverbindungen wiederherzustellen.</para>
+
+ <para>Das <foreignphrase>Rapid Spanning Tree
+ Protocol</foreignphrase> (<acronym>RSTP</acronym> oder
+ 802.1w), ist abwärtskompatibel zum veralteten
+ <acronym>STP</acronym>. <acronym>RSTP</acronym> arbeitet
+ schneller und tauscht Informationen mit benachbarten Switchen
+ aus, um Pakete korrekt weiterzuleiten und eine Schleifenbildung
+ zu verhindern. &os; unterstützt die Betriebsmodi
<acronym>RSTP</acronym> und <acronym>STP</acronym>, wobei
<acronym>RSTP</acronym> als Standardmodus voreingestellt
ist.</para>
@@ -3355,8 +3336,21 @@
<literal>400000</literal>, wobei der Pfad zur Root-Bridge
über <literal>port 4</literal> geht, der wiederum
der Schnittstelle <filename>fxp0</filename> entspricht.</para>
+ </sect2>
- <note>
+ <sect2>
+ <title>Parameter der Bridge-Schnittstelle</title>
+
+ <para>Einige Paramenter von <command>ifconfig</command> dienen
+ ausschließlich der Konfiguration von Bridge-Schnittstellen.
+ Dieser Abschnitt fasst die Verwendung dieser Parameter
+ zusammen. Die vollständige Liste der verfügbaren Parameter
+ wird in &man.ifconfig.8; beschrieben.</para>
+
+ <variablelist>
+ <varlistentry>
+ <term>private</term>
+ <listitem>
<para>Eine private Schnittstelle leitet keine Daten an einen
Port weiter, bei dem es sich ebenfalls um eine private
Schnittstelle handelt. Der Datenverkehr wird dabei komplett
@@ -3364,58 +3358,32 @@
<acronym>ARP</acronym>-Pakete werden nicht weitergeleitet.
Wollen Sie hingegen nur spezifische Datenpakete blockieren,
sollten Sie eine Firewall einsetzen.</para>
- </note>
- </sect2>
-
- <sect2>
- <title>Den Datenfluss rekonstruieren</title>
-
- <para>Die Bridge unterstützt den Monitormodus. Dabei
- werden alle Pakete verworfen, nachdem sie von &man.bpf.4;
- verarbeitet wurden. In diesem Modus erfolgt keine weitere
- Bearbeitung und auch keine Weiterleitung von Datenpaketen.
- Es ist daher möglich, die Eingabe von zwei oder mehr
- Netzwerkschnittstellen in einen einzigen gemeinsamen
- &man.bpf.4;-Stream zu vereinen. Ein solcher Datenstrom
- ist beispielsweise nützlich, um den Datenverkehr für
- ""network taps"" zu rekonstruieren, die ihre RX/TX-Signale
- über verschiedene Schnittstellen senden.</para>
-
- <para>Um die Eingabe von vier Netzwerkschnittstellen in einzigen
- gemeinsamen Datenstrom zu vereinen, geben Sie Folgendes
- ein:</para>
-
- <screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 addm fxp0 addm fxp1 addm fxp2 addm fxp3 monitor up</userinput>
-&prompt.root; <userinput>tcpdump -i bridge0</userinput></screen>
- </sect2>
-
- <sect2>
- <title>Span Ports</title>
-
- <para>Eine Kopie jedes Ethernet-Rahmens, der an der Bridge
- ankommt, wird über einen festgelegten
- <foreignphrase>Span Port</foreignphrase> verschickt.
- Auf einer Bridge können
- beliebig viele Span Ports festgelegt werden. Wird
- eine Schnittstelle als Span Port konfiguriert, kann
- sie nicht mehr als normaler Bridge-Port verwendet werden.
- Eine derartige Konfiguration ist beispielsweise sinnvoll,
- um den Datenverkehr, der in einem Netzwerk über die
- Bridge läuft, auf einen Rechner zu übertragen,
- der mit einem Span Port der Bridge verbunden
- ist.</para>
-
- <para>Um eine Kopie aller Ethernet-Rahmen über die
- Schnittstelle <filename>fxp4</filename> zu verschicken,
- geben Sie Folgendes ein:</para>
+ </listitem>
+ </varlistentry>
- <screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 span fxp4</userinput></screen>
- </sect2>
+ <varlistentry>
+ <term>span</term>
+ <listitem>
+ <para>Ein <foreignphrase>Span Port</foreignphrase>
+ übertragt eine Kopie jedes Ethernet-Rahmens, der an der
+ Bridge ankommt. Auf einer Bridge können beliebig viele
+ Span Ports festgelegt werden. Wird eine Schnittstelle
+ als Span Port konfiguriert, kann sie nicht mehr als
+ normaler Bridge-Port verwendet werden. Eine derartige
+ Konfiguration ist beispielsweise sinnvoll, um den
+ Datenverkehr, der in einem Netzwerk über die Bridge
+ läuft, auf einen Rechner zu übertragen, der mit einem
+ Span Port der Bridge verbunden ist. Um beispielsweise
+ eine Kopie aller Ethernet-Rahmen über die Schnittstelle
+ <filename>fxp0</filename> zu übertragen:</para>
- <sect2>
- <title>Schnittstellen als
- <foreignphrase>sticky</foreignphrase> kennzeichnen</title>
+ <screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 span fxp4</userinput></screen>
+ </listitem>
+ </varlistentry>
+ <varlistentry>
+ <term>sticky</term>
+ <listitem>
<para>Wenn die Schnittstelle eines über eine Bridge
verbundenen Netzwerksegments als
<foreignphrase>sticky</foreignphrase> gekennzeichnet wird,
@@ -3431,18 +3399,19 @@
verwalteten Segmente befinden, können dabei nicht in ein
anderes Segment wechseln.</para>
- <para>Ein weiteres Beispiel für den Einsatz von
- Sticky-Adressen wäre die Kombination einer Bridge mit
- mehreren <acronym>VLAN</acronym>s, um einen Router zu konfigurieren, der in
- in der Lage ist, einzelne Kundennetzwerke voneinander zu
- trennen, ohne <acronym>IP</acronym>-Adressbereiche zu verschwenden. Für das
- folgende Beispiel nehmen wir an, dass sich der Client
- <systemitem class="fqdomainname">CustomerA</systemitem> im VLAN
- <literal>vlan100</literal> und der Client
- <systemitem class="fqdomainname">CustomerB</systemitem> im VLAN
- <literal>vlan101</literal> befinden. Die Bridge hat die
- IP-Adresse <systemitem class="ipaddress">192.168.0.1</systemitem> und ist
- als Internet-Router konfiguriert.</para>
+ <para>Ein Beispiel für den Einsatz von Sticky-Adressen ist
+ die Kombination einer Bridge mit mehreren
+ <acronym>VLAN</acronym>s, um einen Router zu konfigurieren,
+ der einzelne Kundennetzwerke voneinander trennt, ohne dabei
+ <acronym>IP</acronym>-Adressbereiche zu verschwenden. Für
+ das folgende Beispiel nehmen wir an, dass sich der Client
+ <systemitem class="fqdomainname">CustomerA</systemitem> im
+ <acronym>VLAN</acronym> <literal>vlan100</literal> und der
+ Client <systemitem
+ class="fqdomainname">CustomerB</systemitem> im
+ <acronym>VLAN</acronym> <literal>vlan101</literal> befinden.
+ Die Bridge hat die <acronym>IP</acronym>-Adresse <systemitem
+ class="ipaddress">192.168.0.1</systemitem>:</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 addm vlan100 sticky vlan100 addm vlan101 sticky vlan101</userinput>
&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 inet 192.168.0.1/24</userinput></screen>
@@ -3464,10 +3433,6 @@
der komplette <systemitem class="netmask">/24</systemitem>-Adressbereich
kann zugewiesen werden, ohne dass Subnetze eingesetzt
werden.</para>
- </sect2>
-
- <sect2>
- <title>Adressen-Limitierung</title>
<para>Die maximale mögliche Anzahl an eindeutigen
<acronym>MAC</acronym>-Adressen hinter einer Schnittstelle
@@ -3482,6 +3447,25 @@
das VLAN <literal>vlan100</literal> auf 10.</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 ifmaxaddr vlan100 10</userinput></screen>
+ </listitem>
+ </varlistentry>
+ </variablelist>
+
+ <para>Die Bridge unterstützt auch den Monitormodus. Dabei
+ werden alle Pakete verworfen, nachdem sie von &man.bpf.4;
+ verarbeitet wurden. In diesem Modus erfolgt keine weitere
+ Bearbeitung und auch keine Weiterleitung von Datenpaketen.
+ Es ist daher möglich, die Eingabe von zwei oder mehr
+ Netzwerkschnittstellen in einen einzigen gemeinsamen
+ &man.bpf.4;-Stream zu vereinen. Ein solcher Datenstrom
+ ist beispielsweise nützlich, um den Datenverkehr für
+ <quote>network taps</quote> zu rekonstruieren, die ihre
+ RX/TX-Signale über verschiedene Schnittstellen senden. Um
+ beispielsweise die Eingabe von vier Netzwerkschnittstellen
+ in einzigen gemeinsamen Datenstrom zu vereinen:</para>
+
+ <screen>&prompt.root; <userinput>ifconfig bridge0 addm fxp0 addm fxp1 addm fxp2 addm fxp3 monitor up</userinput>
+&prompt.root; <userinput>tcpdump -i bridge0</userinput></screen>
</sect2>
<sect2>
@@ -3491,19 +3475,30 @@
<acronym>STP</acronym>-Parameter können durch den im
Basissystem enthaltenen &man.bsnmpd.1; überwacht werden.
Die exportierten Bridge-<acronym>MIB</acronym>s entsprechen
- den <acronym>IETF</acronym>-Standards, daher können Sie
- einen beliebigen <acronym>SNMP</acronym>-Client oder ein
- beliebiges Monitoring-Werkzeug einsetzen, um die benötigten
- Daten zu erhalten.</para>
-
- <para>Aktivieren Sie auf der Bridge die Zeile
- <literal>begemotSnmpdModulePath."bridge" =
- "/usr/lib/snmp_bridge.so"</literal>
- in <filename>/etc/snmp.config</filename> und starten Sie
- &man.bsnmpd.1;. Eventuell müssen noch weitere
- Konfigurationsparameter wie Community-Namen und
- Zugriffslisten angepasst werden. Weitere Informationen
- finden Sie in &man.bsnmpd.1; und &man.snmp.bridge.3;.</para>
+ den <acronym>IETF</acronym>-Standards, daher kann ein
+ beliebiger <acronym>SNMP</acronym>-Client oder ein
+ beliebiges Monitoring-Werkzeug eingesetzt werden, um die
+ benötigten Daten zu erhalten.</para>
+
+ <para>Um das Monitoring auf der Bridge zu aktivieren,
+ kommentieren Sie diese Zeile in
+ <filename>/etc/snmp.config</filename> aus, indem Sie das
+ Zeichen <literal>#</literal> entfernen:</para>
+
+ <programlisting>begemotSnmpdModulePath."bridge" = "/usr/lib/snmp_bridge.so"</programlisting>
+
+ <para>Weitere Konfigurationsparameter wie Community-Namen und
+ Zugriffslisten müssen ebenfalls in dieser Datei angepasst
+ werden. Weitere Informationen finden Sie in &man.bsnmpd.1;
+ und &man.snmp.bridge.3;. Nachdem die Änderungen gespeichert
+ wurden, fügen Sie folgende Zeile in
+ <filename>/etc/rc.conf</filename> hinzu:</para>
+
+ <programlisting>bsnmpd_enable="YES"</programlisting>
+
+ <para>Danach starten Sie &man.bsnmpd.1;:</para>
+
+ <screen>&prompt.root; <userinput>service bsnmpd start</userinput></screen>
<para>Die folgenden Beispiele verwenden das Softwarepaket
<application>Net-SNMP</application>
@@ -3710,7 +3705,7 @@
<para>Dieser Modus verteilt ausgehenden Verkehr mittels
einer Round-Robin-Zuteilung über alle aktiven Ports und
akzeptiert eingehenden Verkehr auf jedem aktiven Port.
- Da dieser Modus die Reihenfolge von Ethernet-Frames
+ Da dieser Modus die Reihenfolge von Ethernet-Rahmen
verletzt, sollte er mit Vorsicht eingesetzt
werden.</para>
</listitem>
File Metadata
Details
Attached
Mime Type
text/plain
Expires
Mon, Apr 6, 7:47 AM (5 h, 51 m)
Storage Engine
blob
Storage Format
Raw Data
Storage Handle
30948805
Default Alt Text
D5374.id13568.diff (20 KB)
Attached To
Mode
D5374: Update de_DE/books/handbook/advanced-networking/chapter.xml to r44162
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