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D5553.id14099.diff
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D5553.id14099.diff

Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.xml
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--- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.xml
+++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.xml
@@ -5,7 +5,7 @@
$FreeBSD$
$FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/config/chapter.xml,v 1.151 2011/12/19 14:55:31 bcr Exp $
- basiert auf: r41015
+ basiert auf: r42014
-->
<chapter xmlns="http://docbook.org/ns/docbook"
xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" version="5.0"
@@ -98,7 +98,7 @@
</listitem>
<listitem>
- <para>Wie Sie mit <command>sysctl</command>-Variablen &os;
+ <para>Wie Sie mit &os; mit &man.sysctl.8;-Variablen
einstellen können.</para>
</listitem>
@@ -300,23 +300,21 @@
ifconfig_fxp0="inet 10.1.1.1/8"</programlisting></listitem>
</itemizedlist>
- <para>Die <filename>rc.conf</filename> Datei kann dann auf jedes
- System mit <command>rsync</command> oder einem ähnlichen
- Programm verteilt werden, während die
- <filename>rc.conf.local</filename> Datei dabei systemspezifisch
- bleibt.</para>
+ <para><filename>/etc/rc.conf</filename> kann dann auf jedes
+ System mit <application>rsync</application> oder
+ <application>puppet</application> verteilt werden,
+ während <filename>/etc/rc.conf.local</filename> dabei
+ systemspezifisch bleibt.</para>
<para>Bei einem Upgrade des Systems mit &man.sysinstall.8; oder
- <command>make world</command> wird <filename>rc.conf</filename>
- nicht überschrieben, so dass die Systemkonfiguration
- erhalten bleibt.</para>
+ <command>make world</command> wird
+ <filename>/etc/rc.conf</filename> nicht überschrieben, so dass
+ die Systemkonfiguration erhalten bleibt.</para>
<tip>
- <para>Die Konfigurationsdatei <filename>/etc/rc.conf</filename>
- wird von &man.sh.1; gelesen. Dies erlaubt es dem
- Systemadministrator, eine bestimmte Menge an Logik dieser
- Datei hinzuzufügen, was dabei helfen kann, komplexe
- Konfigurationsszenarien zu erstellen. Lesen Sie dazu
+ <para><filename>/etc/rc.conf</filename> wird von &man.sh.1;
+ gelesen. Dies erlaubt es dem Systemadministrator, komplexe
+ Konfigurationsszenarien zu erstellen. Lesen Sie
&man.rc.conf.5;, um weitere Informationen zu diesem Thema zu
erhalten.</para>
</tip>
@@ -341,9 +339,9 @@
<para>Wenn ein Port oder ein Paket installiert wird, werden
normalerweise auch Beispiele für die Konfigurationsdateien
installiert. Diese erkennt man gewöhnlich an dem Suffix
- <filename>.default</filename>. Wenn keine Konfigurationsdateien
+ <filename>.sample</filename>. Wenn keine Konfigurationsdateien
für eine Anwendung existieren, werden sie durch Kopieren der
- <filename>.default</filename> Dateien erstellt.</para>
+ <filename>.sample</filename> Dateien erstellt.</para>
<para>Als Beispiel sei
<filename>/usr/local/etc/apache</filename> gezeigt:</para>
@@ -403,8 +401,7 @@
<para>Mit <filename>rc.d</filename> lässt sich der Start
von Anwendungen besser steuern und es sind mehr Funktionen
- verfügbar. Mit den im Abschnitt
- <link linkend="configtuning-rcd">rc.d</link>
+ verfügbar. Mit den in <xref linkend="configtuning-rcd"/>
besprochenen Schlüsselwörtern können
Anwendungen in einer bestimmten Reihenfolge gestartet werden
und Optionen können in <filename>rc.conf</filename> statt fest
@@ -436,7 +433,7 @@
run_rc_command "$1"</programlisting>
<para>Dieses Skript stellt sicher, dass
- <application>utility</application> nach den
+ <literal>utility</literal> nach den
<literal>DAEMON</literal>-Pseudodiensten gestartet wird.
Es stellt auch eine Methode bereit, die
Prozess-<acronym>ID</acronym> (<acronym>PID</acronym>)
@@ -450,43 +447,34 @@
<para>Die Methode erleichtert den Umgang mit
Kommandozeilenargumenten, bindet Funktionen aus
<filename>/etc/rc.subr</filename> ein, ist kompatibel
- zum Werkzeug &man.rcorder.8; und lässt sich
- über <filename>rc.conf</filename> leichter
- konfigurieren.</para>
+ zu &man.rcorder.8; und lässt sich über
+ <filename>rc.conf</filename> leichter konfigurieren.</para>
</sect2>
<sect2>
<title>Andere Arten, um Dienste zu starten</title>
- <para>Dienste wie <acronym>POP</acronym>3 oder
- <acronym>IMAP</acronym> können über
- &man.inetd.8; gestartet werden. Nach der Installation
- der Anwendung aus der Ports-Sammlung muss eine
- Konfigurationszeile in <filename>/etc/inetd.conf</filename>
- hinzugefügt oder in der aktuellen Konfiguration durch
- Entfernen der Kommentare aktiviert werden. Der Abschnitt
- <xref linkend="network-inetd"/> beschreibt den
- <application>inetd</application> und dessen
- Konfiguration.</para>
+ <para>Andere Dienste können über &man.inetd.8; gestartet werden.
+ Die Konfiguration von &man.inetd.8; wird in <xref
+ linkend="network-inetd"/> ausführlich beschrieben.</para>
<para>Systemdienste können auch mit &man.cron.8; gestartet
werden. Dieser Ansatz hat einige Vorteile; nicht zuletzt,
weil &man.cron.8; die Prozesse unter dem Eigentümer der
<filename>crontab</filename> startet, ist es möglich, dass
- Dienste von
- nicht-<systemitem class="username">root</systemitem> Benutzern
- gestartet und gepflegt werden können.</para>
-
- <para>Dies nutzt eine Eigenschaft von &man.cron.8;:
- Für die Zeitangabe kann <literal>@reboot</literal>
- eingesetzt werden. Damit wird das Kommando gestartet, wenn
- &man.cron.8; kurz nach dem Systemboot gestartet wird.</para>
+ Dienste von normalen Benutzern gestartet und gepflegt werden
+ können.</para>
+
+ <para>Für die Zeitangabe in &man.cron.8; kann
+ <literal>@reboot</literal> eingesetzt werden. Damit wird das
+ Kommando gestartet, wenn &man.cron.8; kurz nach dem Systemboot
+ gestartet wird.</para>
</sect2>
</sect1>
<sect1 xml:id="configtuning-cron">
<info>
- <title>Programme mit <command>cron</command> starten</title>
+ <title>&man.cron.8; konfigurieren</title>
<authorgroup>
<author>
@@ -504,23 +492,24 @@
<secondary>konfigurieren</secondary>
</indexterm>
- <para>Ein sehr nützliches Werkzeug von &os; ist &man.cron.8;.
- Dieses Programm läuft im Hintergrund und überprüft fortlaufend
+ <para>Ein sehr nützliches Werkzeug von &os; ist
+ <application>cron</application>. Dieses Programm läuft im
+ Hintergrund und überprüft fortlaufend
<filename>/etc/crontab</filename> und
<filename>/var/cron/tabs</filename>. In diesen Dateien wird
- festgelegt, welche Programme zu welchem Zeitpunkt laufen
- sollen.</para>
+ festgelegt, welche Programme zu welchem Zeitpunkt von
+ <application>cron</application> ausgeführt werden sollen.</para>
- <para>Das Werkzeug <command>cron</command> verwendet zwei
- verschiedene Konfigurationsdateien: die
+ <para>Das Werkzeug verwendet zwei verschiedene
+ Konfigurationsdateien: die
System-<filename>crontab</filename> und die
Benutzer-<filename>crontab</filename>s. Der einzige Unterschied
zwischen beiden Formaten ist das sechste Feld. In der
System-<filename>crontab</filename> gibt das
- sechste Feld den Benutzer an, mit dem <command>cron</command>
- das Kommando ausführen wird. In einer
- Benutzer-<filename>crontab</filename> werden alle Kommandos
- unter dem Benutzer ausgeführt, welcher die
+ sechste Feld den Benutzer an, mit dem
+ <application>cron</application> das Kommando ausführen wird. In
+ einer Benutzer-<filename>crontab</filename> werden alle
+ Kommandos unter dem Benutzer ausgeführt, welcher die
<filename>crontab</filename> erstellt hat. Hier ist das sechste
Feld das letzte Feld. Dies ist ein wichtiges
Sicherheitsmerkmal. Das letzte Feld bezeichnet immer das
@@ -550,24 +539,20 @@
erstellen.</para>
</note>
- <para>Der folgende Auszug aus der
- System-<filename>crontab</filename>
- <filename>/etc/crontab</filename> zeigt den Aufbau
- einer <filename>crontab</filename>-Datei:</para>
+ <para>Hier ist ein Beispieleintrag aus der
+ System-crontab, <filename>/etc/crontab</filename>:</para>
<programlisting># /etc/crontab - root's crontab for FreeBSD
#
-# &dollar;FreeBSD: src/etc/crontab,v 1.32 2002/11/22 16:13:39 tom Exp &dollar;
+#$FreeBSD$
# <co xml:id="co-comments"/>
#
SHELL=/bin/sh
PATH=/etc:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin <co xml:id="co-env"/>
-HOME=/var/log
#
#
#minute hour mday month wday who command <co xml:id="co-field-descr"/>
#
-#
*/5 * * * * root /usr/libexec/atrun <co xml:id="co-main"/></programlisting>
<calloutlist>
@@ -587,13 +572,10 @@
die Variablen <envar>SHELL</envar>, <envar>PATH</envar>
und <envar>HOME</envar> definiert. Wenn die Variable
<envar>SHELL</envar> nicht definiert wird, benutzt
- <command>cron</command> die Shell <command>sh</command>.
+ <application>cron</application> die Bourne Shell.
Wird die Variable <envar>PATH</envar> nicht gesetzt,
müssen alle Pfadangaben absolut sein, da es keinen
- Vorgabewert für <envar>PATH</envar> gibt. Der
- Vorgabewert für <envar>HOME</envar> ist das
- Heimatverzeichnis des Accounts, dem die
- <filename>crontab</filename> gehört.</para>
+ Vorgabewert für <envar>PATH</envar> gibt.</para>
</callout>
<callout arearefs="co-field-descr">
@@ -610,7 +592,9 @@
wird der Monat und im Feld <literal>wday</literal>
der Wochentag festgelegt. Alle Felder müssen
numerische Werte enthalten und die Zeitangaben sind
- im 24-Stunden-Format. Das Feld <literal>who</literal>
+ im 24-Stunden-Format. Das Zeichen <literal>*</literal>
+ repräsentiert dabei alle möglichen Werte für dieses Feld.
+ Das Feld <literal>who</literal>
gibt es nur in der Datei <filename>/etc/crontab</filename>
und gibt den Account an, unter dem das Kommando laufen
soll. Im letzten Feld wird schließlich das auszuführende
@@ -624,10 +608,10 @@
von mehreren <literal>*</literal>-Zeichen. Das Zeichen
<literal>*</literal> ist ein Platzhalter und steht
für <emphasis>jede</emphasis> mögliche Zeit.
- Diese Zeile führt <command>atrun</command> unter dem
- <systemitem class="username">root</systemitem>-Account alle
- fünf Minuten aus. Mehr über <command>atrun</command>
- erfahren Sie in der Manualpage &man.atrun.8;.</para>
+ Diese Zeile führt <command>/usr/libexec/atrun</command>
+ unter dem <systemitem
+ class="username">root</systemitem>-Account alle
+ fünf Minuten aus.</para>
<para>Bei den Kommandos können beliebige Optionen
angegeben werden. Wenn das Kommando zu lang ist und
@@ -638,10 +622,9 @@
</calloutlist>
<para>Bis auf das sechste Feld, das den Account angibt, sieht
- jede <filename>crontab</filename> so wie das Beispiel
- aus. Das sechste Feld existiert nur in der Systemdatei
- <filename>crontab</filename>. In den restlichen
- <filename>crontab</filename>-Dateien fehlt dieses Feld.</para>
+ jede &man.crontab.5; so wie das Beispiel aus. Das sechste Feld
+ existiert nur in der System-<filename>crontab</filename>. In
+ den restlichen &man.crontab.5;-Dateien fehlt dieses Feld.</para>
<sect2 xml:id="configtuning-installcrontab">
<title><filename>crontab</filename> installieren</title>
@@ -666,12 +649,12 @@
<screen>&prompt.root; <userinput>crontab crontab-datei</userinput></screen>
- <para>Das Argument zum Befehl <command>crontab</command>
+ <para>Das Argument zum Befehl &man.crontab.5;
ist die vorher erstellte
<filename>crontab-datei</filename>.</para>
<para>Der Befehl <command>crontab -l</command> zeigt
- die installierte <filename>crontab</filename>-Datei an.</para>
+ die installierte crontab-Datei an.</para>
<para>Benutzer, die eine eigene
<filename>crontab</filename>-Datei ohne Vorlage erstellen
@@ -681,7 +664,7 @@
<filename>crontab</filename>-Datei.</para>
<para>Wollen Sie die installierte
- Benutzer-<filename>crontab</filename> entfernen, rufen Sie den
+ Benutzer-crontab entfernen, rufen Sie den
<command>crontab -r</command>.</para>
</sect2>
</sect1>
@@ -701,33 +684,33 @@
</authorgroup>
</info>
- <para>2002 wurde das <application>rc.d</application>-System von
+ <para>2002 wurde das &man.rc.8;-System von
NetBSD zum Start von Systemdiensten in &os; integriert.
Die zu diesem System gehörenden Dateien sind im
Verzeichnis <filename>/etc/rc.d</filename> abgelegt.
- Die Skripten in diesem Verzeichnis akzeptieren die
- Optionen <option>start</option>, <option>stop</option>
- und <option>restart</option>. Beispielsweise kann
- &man.sshd.8; mit dem nachstehenden Kommando neu gestartet
- werden:</para>
+ Die Skripten in diesem Verzeichnis akzeptieren über das
+ Kommando &man.service.8; die Optionen <option>start</option>,
+ <option>stop</option> und <option>restart</option>.
+ Beispielsweise kann &man.sshd.8; mit dem nachstehenden Kommando
+ neu gestartet werden:</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>service sshd restart</userinput></screen>
<para>Analog können Sie andere Dienste starten und stoppen.
Normalerweise werden die Dienste beim Systemstart über
Einträge in der Datei &man.rc.conf.5; automatisch gestartet.
- Der Network Address
- Translation D&aelig;mon wird zum Beispiel mit dem folgenden
+ &man.natd.8; wird zum Beispiel mit dem folgenden
Eintrag in <filename>/etc/rc.conf</filename> aktiviert:</para>
<programlisting>natd_enable="YES"</programlisting>
<para>Wenn dort bereits die Zeile
- <option>natd_enable="NO"</option> existiert, ändern Sie einfach
- <option>NO</option> in <option>YES</option>. Die rc-Skripten
- starten, wie unten beschrieben, auch abhängige Dienste.</para>
+ <option>natd_enable="NO"</option> existiert, ändern Sie
+ <option>NO</option> in <option>YES</option>. Die
+ &man.rc.8;-Skripten starten, wie unten beschrieben, auch
+ abhängige Dienste.</para>
- <para>Da das <application>rcNG</application>-System primär
+ <para>Da das &man.rc.8;-System primär
zum automatischen Starten und Stoppen von Systemdiensten
dient, funktionieren die Optionen <option>start</option>,
<option>stop</option> und <option>restart</option> nur,
@@ -749,11 +732,10 @@
<screen>&prompt.root; <userinput>service sshd onerestart</userinput></screen>
<para>Ob ein Dienst in <filename>/etc/rc.conf</filename>
- aktiviert ist, können Sie leicht herausfinden, indem
- Sie das entsprechende <filename>rc.d</filename>-Skript
- mit der Option <option>rcvar</option> aufrufen. Ein
- Administrator kann beispielsweise wie folgt prüfen, ob
- der <command>sshd</command>-Dienst in
+ aktiviert ist, können Sie herausfinden, indem
+ Sie das entsprechende &man.rc.8;-Skript
+ mit der Option <option>rcvar</option> aufrufen. Dieses Beipiel
+ prüft, ob der <command>sshd</command>-Dienst in
<filename>/etc/rc.conf</filename> aktiviert ist:</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>service sshd rcvar</userinput>
@@ -761,9 +743,8 @@
$sshd_enable=YES</screen>
<note>
- <para>Die zweite Zeile (<literal># sshd</literal>) wird
- von <command>sshd</command> ausgegeben; sie
- kennzeichnet nicht die Eingabeaufforderung von
+ <para>Die Zeile <literal># sshd</literal> wird von dem Kommando
+ ausgegeben; sie kennzeichnet nicht die Eingabeaufforderung von
<systemitem class="username">root</systemitem>.</para>
</note>
@@ -784,24 +765,28 @@
Option unterstützen.</para>
<para>Die meisten Systemdienste werden beim Systemstart vom
- <application>rc.d</application>-System gestartet. Zum Beispiel
- aktiviert das Skript <filename>bgfsck</filename> die Prüfung
- von Dateisystemen im Hintergrund. Das Skript gibt die folgende
+ &man.rc.8;-System gestartet. Zum Beispiel aktiviert das Skript
+ <filename>/etc/rc.d/bgfsck</filename> die Prüfung von
+ Dateisystemen im Hintergrund. Das Skript gibt die folgende
Meldung aus, wenn es gestartet wird:</para>
<screen>Starting background file system checks in 60 seconds.</screen>
+ <para>Dieses Skript wird während des Systemstarts ausgeführt und
+ führt eine Überprüfung der Dateisysteme im Hintergrund
+ durch.</para>
+
<para>Viele Systemdienste hängen von anderen Diensten
- ab. NIS und andere RPC-basierende Systeme hängen
+ ab. &man.yp.8; und andere RPC-basierende Systeme hängen
beispielsweise von dem <command>rpcbind</command>-Dienst
- (portmapper) ab. Im Kopf der Startskripten befinden sich
+ ab. Im Kopf der Startskripten befinden sich
die Informationen über Abhängigkeiten von anderen
Diensten und weitere Metadaten.Mithilfe dieser Daten
bestimmt das Programm &man.rcorder.8; beim Systemstart die
Startreihenfolge der Dienste.</para>
- <para>Folgende Schlüsselwörter müssen im Kopf aller
- Startskripten verwendet werden (da sie von &man.rc.subr.8; zum
+ <para>Folgende Schlüsselwörter müssen im Kopf aller Startskripten
+ verwendet werden, da sie von &man.rc.subr.8; zum
<quote>Aktivieren</quote> des Startskripts benötigt
werden:</para>
@@ -821,16 +806,16 @@
<itemizedlist>
<listitem>
<para><literal>REQUIRE</literal>: Gibt die Namen der Dienste
- an, von denen dieser Dienst abhängt. Diese Datei wird
- <emphasis>nach</emphasis> den angegebenen Diensten
- ausgeführt.</para>
+ an, von denen dieser Dienst abhängt. Ein Skript, das dieses
+ Schlüsselwort enthält wird <emphasis>nach</emphasis> den
+ angegebenen Diensten ausgeführt.</para>
</listitem>
<listitem>
<para><literal>BEFORE</literal>: Zählt Dienste auf,
- die auf diesen Dienst angewiesen sind. Diese Datei wird
- <emphasis>vor</emphasis> den angegebenen Diensten
- ausgeführt.</para>
+ die auf diesen Dienst angewiesen sind. Ein Skript, dass
+ dieses Schlüsselwort enthält wird <emphasis>vor</emphasis>
+ den angegebenen Diensten ausgeführt.</para>
</listitem>
</itemizedlist>
@@ -841,12 +826,11 @@
anderer &unix; Systeme kämpfen zu müssen.</para>
<para>Weitere Informationen über das
- <filename>rc.d</filename>-System finden Sie in &man.rc.8; und
- &man.rc.subr.8;. Wenn Sie
- Ihre eigenen <filename>rc.d</filename>-Skripte schreiben
- wollen, sollten Sie den Artikel
- <link xlink:href="&url.articles.rc-scripting.en;">Practical rc.d
- scripting in BSD</link> lesen.</para>
+ &man.rc.8;-System finden Sie in &man.rc.8; und
+ &man.rc.subr.8;. Wenn Sie eigene
+ <filename>rc.d</filename>-Skripte schreiben wollen, sollten Sie
+ <link xlink:href="&url.articles.rc-scripting.en;">
+ diesen Artikel</link> lesen.</para>
</sect1>
<sect1 xml:id="config-network-setup">
@@ -880,14 +864,15 @@
</indexterm>
<para>Ermitteln Sie zunächst das Modell der Netzwerkkarte und
- den darin verwendeten Chip. Prüfen Sie die
+ den darin verwendeten Chip. &os; unterstützt eine Vielzahl
+ von Netzwerkkarten. Prüfen Sie die
Hardware-Kompatibilitätsliste für das &os; Release, um zu
sehen ob die Karte unterstützt wird.</para>
<para>Wenn die Karte unterstützt wird, müssen Sie den Treiber
für die Karte bestimmen.
<filename>/usr/src/sys/conf/NOTES</filename> und
- <filename>/usr/src/sys/arch/conf/NOTES</filename>
+ <filename>/usr/src/sys/<replaceable>arch</replaceable>/conf/NOTES</filename>
enthalten eine Liste der verfügbaren Treiber mit Informationen
zu den unterstützten Chipsätzen. Wenn Sie sich nicht
sicher sind, ob Sie den richtigen Treiber ausgewählt haben,
@@ -897,8 +882,9 @@
<para>Die Treiber für gebräuchliche Netzwerkkarten sind schon im
<filename>GENERIC</filename>-Kernel enthalten, so dass die
- Karte, wie in diesem Beispiel, während des Systemstarts
- erkannt werden sollte:</para>
+ Karte während des Systemstarts erkannt werden sollte. In
+ diesem Beispiel findet das System zwei Karten, die den
+ &man.dc.4;-Treiber benutzen:</para>
<screen>dc0: &lt;82c169 PNIC 10/100BaseTX&gt; port 0xa000-0xa0ff mem 0xd3800000-0xd38
000ff irq 15 at device 11.0 on pci0
@@ -915,9 +901,6 @@
dc1: Ethernet address: 00:a0:cc:da:da:db
dc1: [ITHREAD]</screen>
- <para>Im Beispiel erkennt das System zwei Karten, die den
- &man.dc.4; Treiber benutzen.</para>
-
<para>Ist der Treiber für die Netzwerkkarte nicht
in <filename>GENERIC</filename> enthalten, muss zunächst
ein Treiber geladen werden, um die Karte konfigurieren und
@@ -930,15 +913,14 @@
automatisch beim Systemstart zu laden, fügen Sie die
entsprechende Zeile in
<filename>/boot/loader.conf</filename> ein. Es gibt nicht
- für alle Karten Kernelmodule; zum Beispiel gibt es keine
- Kernelmodule für ISA-Karten.</para>
+ für alle Karten Kernelmodule.</para>
</listitem>
<listitem>
<para>Alternativ kann der Treiber für die Karte fest in den
Kernel eingebunden werden. Lesen Sie dazu
<filename>/usr/src/sys/conf/NOTES</filename>,
- <filename>/usr/src/sys/arch/conf/NOTES</filename>
+ <filename>/usr/src/sys/<replaceable>arch</replaceable>/conf/NOTES</filename>
und die Hilfeseite des Treibers, den Sie in den Kernel
einbinden möchten, an. Die Übersetzung des Kernels
wird in <xref linkend="kernelconfig"/> beschrieben. Wenn
@@ -948,16 +930,21 @@
</itemizedlist>
<sect3 xml:id="config-network-ndis">
- <title>&windows;-NDIS-Treiber einsetzen</title>
+ <title>&windows;-<acronym>NDIS</acronym>-Treiber
+ einsetzen</title>
- <indexterm><primary>NDIS</primary></indexterm>
+ <indexterm>
+ <primary><acronym>NDIS</acronym></primary>
+ </indexterm>
<indexterm><primary>NDISulator</primary></indexterm>
<indexterm><primary>&windows;-Treiber</primary></indexterm>
- <indexterm><primary>Microsoft Windows</primary></indexterm>
<indexterm>
- <primary>Microsoft Windows</primary>
- <secondary>Gerätetreiber</secondary></indexterm>
- <indexterm><primary>KLD (kernel loadable object)</primary></indexterm>
+ <primary>&microsoft.windows;</primary>
+ <secondary>Gerätetreiber</secondary>
+ </indexterm>
+ <indexterm>
+ <primary><acronym>KLD</acronym> (kernel loadable object)</primary>
+ </indexterm>
<!-- Hm. Soll man den letzten Indexterm abwandeln, d.h. die
Langversion weglassen? Keine Ahnung. Wenn ja, dann muss
@@ -973,41 +960,40 @@
<foreignphrase>Reverse Engineering</foreignphrase>
nachzubauen, oder sie versuchen, die vorhandenen
Binärtreiber der &microsoft.windows;-Plattform zu
- verwenden. Die meisten Entwickler, darunter auch die an
- &os; beteiligten, haben sich für den zweiten Ansatz
- entschieden.</para>
+ verwenden.</para>
- <para>Bill Paul (wpaul) ist es zu verdanken, dass es seit eine
- <quote>native</quote> Unterstützung der
+ <para>&os; bietet <quote>native</quote> Unterstützung für die
<foreignphrase>Network Driver Interface Specification</foreignphrase>
- (NDIS) gibt. Der &os; NDISulator (auch als Project Evil
- bekannt) nutzt den binären &windows;-Treiber, indem er
- diesem vorgibt, unter &windows; zu laufen. Da der
- &man.ndis.4;-Treiber eine &windows;-Binärdatei nutzt, kann
- er nur auf &i386;- und amd64-Systemen verwendet werden.
- Unterstützt werden PCI, CardBus, PCMCIA (PC-Card) und
- USB-Geräte.</para>
+ (<acronym>NDIS</acronym>). &man.ndisgen.8; wird benutzt, um
+ einen &windowsxp;-Treiber in ein Format zu konvertieren, das
+ von &os; verwendet werden kann. Da der &man.ndis.4;-Treiber
+ einen &windowsxp;-Binärtreiber nutzt, kann er nur auf
+ &i386;- und amd64-Systemen verwendet werden. Unterstützt
+ werden <acronym>PCI</acronym>, CardBus,
+ <acronym>PCMCIA</acronym> und
+ <acronym>USB</acronym>-Geräte.</para>
<para>Um den NDISulator zu verwenden, benötigen Sie drei
Dinge:</para>
<orderedlist>
<listitem>
- <para>Die Kernelquellen</para>
+ <para>Die &os; Kernelquellen</para>
</listitem>
<listitem>
- <para>Den &windowsxp;-Binärtreiber
- (mit der Erweiterung <filename>.SYS</filename>)</para>
+ <para>Den &windowsxp;-Binärtreiber mit der Erweiterung
+ <filename>.SYS</filename></para>
</listitem>
<listitem>
<para>Die Konfigurationsdatei des &windowsxp;-Treibers
- (mit der Erweiterung <filename>.INF</filename>)</para>
+ mit der Erweiterung <filename>.INF</filename></para>
</listitem>
</orderedlist>
- <para>Suchen Sie die Dateien für die Karte. Diese
+ <para>Laden Sie die <filename>.SYS</filename>- und
+ <filename>.INF</filename>-Dateien für die Karte. Diese
befinden sich meistens auf einer beigelegten CD-ROM, oder
können von der Internetseite des Herstellers
heruntergeladen werden. In den folgenden Beispielen werden
@@ -1024,15 +1010,15 @@
<systemitem class="username">root</systemitem>
&man.ndisgen.8; auf:</para>
- <screen>&prompt.root; <userinput>ndisgen /path/to/W32DRIVER.INF /path/to/W32DRIVER.SYS</userinput></screen>
+ <screen>&prompt.root; <userinput>ndisgen <replaceable>/path/to/W32DRIVER.INF</replaceable> <replaceable>/path/to/W32DRIVER.SYS</replaceable></userinput></screen>
- <para>&man.ndisgen.8; arbeitet interaktiv, benötigt es weitere
- Informationen, so fragt es Sie danach. Als Ergebnis
- erhalten Sie ein Kernelmodul im aktuellen
- Arbeitsverzeichnis. Benutzen Sie &man.kldload.8; um das
- neue Modul zu laden:</para>
+ <para>Dieses Kommando arbeitet interaktiv, benötigt es weitere
+ Informationen, so fragt es Sie danach. Das Ergebnis ist ein
+ neu erzeugtes Kernelmodul im aktuellen Verzeichnis.
+ Benutzen Sie &man.kldload.8; um das neue Modul zu
+ laden:</para>
- <screen>&prompt.root; <userinput>kldload ./W32DRIVER.ko</userinput></screen>
+ <screen>&prompt.root; <userinput>kldload <replaceable>./W32DRIVER.ko</replaceable></userinput></screen>
<para>Neben dem erzeugten Kernelmodul müssen auch die
Kernelmodule <filename>ndis.ko</filename> und
@@ -1044,10 +1030,10 @@
<screen>&prompt.root; <userinput>kldload ndis</userinput>
&prompt.root; <userinput>kldload if_ndis</userinput></screen>
- <para>Der erste Befehl lädt dabei den NDIS-Miniport-Treiber,
+ <para>Der erste Befehl lädt den &man.ndis.4;-Miniport-Treiber,
der zweite das tatsächliche Netzwerkgerät.</para>
- <para>Überprüfen Sie nun die Ausgabe von &man.dmesg.8;
+ <para>Überprüfen Sie die Ausgabe von &man.dmesg.8;
auf eventuelle Fehler während des Ladevorgangs. Gab es
dabei keine Probleme, sollte die Ausgabe wie folgt
aussehen:</para>
@@ -1058,14 +1044,12 @@
ndis0: 11b rates: 1Mbps 2Mbps 5.5Mbps 11Mbps
ndis0: 11g rates: 6Mbps 9Mbps 12Mbps 18Mbps 36Mbps 48Mbps 54Mbps</screen>
- <para>Ab jetzt können Sie mit dem Gerät
- <filename>ndis0</filename> wie mit jeder anderen
- Gerätedatei (etwa <filename>dc0</filename>)
- arbeiten.</para>
-
- <para>Um die NDIS-Module automatisch beim Systemstart zu
- laden, kopieren Sie das erzeugte Modul
- <filename>W32DRIVER_SYS.ko</filename> in das Verzeichnis
+ <para>Ab jetzt kann das Gerät <filename>ndis0</filename> wie
+ jede andere Netzwerkkarte konfiguriert werden.</para>
+
+ <para>Um die &man.ndis.4;-Module automatisch beim Systemstart
+ zu laden, kopieren Sie das erzeugte Modul
+ <filename>W32DRIVER_SYS.ko</filename> nach
<filename>/boot/modules</filename>. Danach fügen Sie die
folgende Zeile in <filename>/boot/loader.conf</filename>
ein:</para>
@@ -1085,8 +1069,7 @@
<para>Nachdem der richtige Treiber für die Karte geladen ist,
muss die Karte konfiguriert werden. Unter Umständen ist
die Karte schon während der Installation mit
- <application>sysinstall</application> konfiguriert
- worden.</para>
+ &man.bsdinstall.8; konfiguriert worden.</para>
<para>Das nachstehende Kommando zeigt die Konfiguration der
Netzwerkkarten an:</para>
@@ -1117,16 +1100,16 @@
<itemizedlist>
<listitem>
<para><filename>dc0</filename>: Der erste
- Ethernet-Adapter</para>
+ Ethernet-Adapter.</para>
</listitem>
<listitem>
<para><filename>dc1</filename>: Der zweite
- Ethernet-Adapter</para>
+ Ethernet-Adapter.</para>
</listitem>
<listitem>
- <para><filename>lo0</filename>: Das Loopback-Gerät</para>
+ <para><filename>lo0</filename>: Das Loopback-Gerät.</para>
</listitem>
</itemizedlist>
@@ -1155,8 +1138,8 @@
<listitem>
<para>Die Subnetzmaske ist richtig
(<systemitem class="netmask">0xffffff00</systemitem>
- entspricht
- <systemitem class="netmask">255.255.255.0</systemitem>).</para>
+ entspricht <systemitem
+ class="netmask">255.255.255.0</systemitem>).</para>
</listitem>
<listitem>
@@ -1167,7 +1150,8 @@
<listitem>
<para>Die MAC-Adresse der Karte (<literal>ether</literal>)
- lautet <systemitem class="etheraddress">00:a0:cc:da:da:da</systemitem>.</para>
+ lautet <systemitem class="etheraddress">
+ 00:a0:cc:da:da:da</systemitem>.</para>
</listitem>
<listitem>
@@ -1199,13 +1183,12 @@
media: Ethernet autoselect (100baseTX &lt;full-duplex&gt;)
status: active</screen>
- <para>Sie brauchen die Berechtigungen von
- <systemitem class="username">root</systemitem>, um die Karte
- zu konfigurieren. Die Konfiguration kann auf der
- Kommandozeile mit &man.ifconfig.8; erfolgen. Allerdings
- gehen diese Informationen bei einem Neustart verloren. Tragen
- Sie stattdessen die Konfiguration in
- <filename>/etc/rc.conf</filename> ein. Fügen Sie für jede
+ <para>Die Karte muss als Benutzer <systemitem
+ class="username">root</systemitem> konfiguriert werden. Die
+ Konfiguration kann auf der Kommandozeile mit &man.ifconfig.8;
+ erfolgen. Allerdings gehen diese Informationen bei einem
+ Neustart verloren. Tragen Sie stattdessen die Konfiguration
+ in <filename>/etc/rc.conf</filename> ein. Fügen Sie für jede
Karte im System eine Zeile hinzu, wie in diesem Beispiel zu
sehen:</para>
@@ -1213,32 +1196,33 @@
ifconfig_dc1="inet 10.0.0.1 netmask 255.255.255.0 media 10baseT/UTP"</programlisting>
<para>Ersetzen Sie <filename>dc0</filename> und
- <filename>dc1</filename> und die IP-Adressen durch die
- richtigen Werte für das System. Die Manualpages des Treibers
- und &man.ifconfig.8; enthalten weitere Einzelheiten über
- verfügbare Optionen. Die Syntax von
- <filename>/etc/rc.conf</filename> wird in &man.rc.conf.5;
- beschrieben.</para>
+ <filename>dc1</filename> und die
+ <acronym>IP</acronym>-Adressen durch die richtigen Werte für
+ das System. Die Manualpages des Treibers und &man.ifconfig.8;
+ enthalten weitere Einzelheiten über verfügbare Optionen. Die
+ Syntax von <filename>/etc/rc.conf</filename> wird in
+ &man.rc.conf.5; beschrieben.</para>
<para>Wenn das Netz während der Installation konfiguriert wurde,
existieren vielleicht schon Einträge für die Netzwerkkarte(n).
- Überprüfen Sie <filename>/etc/rc.conf</filename> bevor Sie weitere Zeilen
- hinzufügen.</para>
+ Überprüfen Sie <filename>/etc/rc.conf</filename> bevor Sie
+ weitere Zeilen hinzufügen.</para>
- <para>Wenn das Netzwerk kein DNS benutzt, können Sie in
- <filename>/etc/hosts</filename> die Namen und IP-Adressen der
- Rechner des LANs eintragen. Weitere
- Informationen entnehmen Sie &man.hosts.5; und
+ <para>Wenn das Netzwerk kein <acronym>DNS</acronym> benutzt,
+ können Sie in <filename>/etc/hosts</filename> die Namen und
+ <acronym>IP</acronym>-Adressen der Rechner des
+ <acronym>LAN</acronym>s eintragen. Weitere Informationen
+ entnehmen Sie &man.hosts.5; und
<filename>/usr/share/examples/etc/hosts</filename>.</para>
<note>
- <para>Falls kein DHCP-Server zur Verfügung steht, Sie aber
- Zugang zum Internet benötigen, müsssen Sie das
- Standard-Gateway und die Nameserver manuell
+ <para>Falls kein <acronym>DHCP</acronym>-Server zur Verfügung
+ steht, Sie aber Zugang zum Internet benötigen, müssen Sie
+ das Standard-Gateway und die Nameserver manuell
konfigurieren:</para>
- <screen>&prompt.root; <userinput>echo 'defaultrouter="Ihr_Default_Gateway"' &gt;&gt; /etc/rc.conf</userinput>
-&prompt.root; <userinput>echo 'nameserver Ihr_DNS_Server' &gt;&gt; /etc/resolv.conf</userinput></screen>
+ <screen>&prompt.root; <userinput>echo 'defaultrouter="<replaceable>Ihr_Default_Gateway</replaceable>"' &gt;&gt; /etc/rc.conf</userinput>
+&prompt.root; <userinput>echo 'nameserver <replaceable>Ihr_DNS_Server</replaceable>' &gt;&gt; /etc/resolv.conf</userinput></screen>
</note>
</sect2>
@@ -1255,9 +1239,9 @@
<screen>&prompt.root; <userinput>service netif restart</userinput></screen>
<note>
- <para>Haben Sie ein Default-Gateway definiert (in der Datei
- <filename>/etc/rc.conf</filename>), müssen Sie
- auch den folgenden Befehl ausführen:</para>
+ <para>Falls in <filename>/etc/rc.conf</filename> ein
+ Default-Gateway definiert wurde, müssen Sie auch den
+ folgenden Befehl ausführen:</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>service routing restart</userinput></screen>
</note>
@@ -1274,9 +1258,9 @@
</indexterm>
<para>Um zu prüfen, ob die Ethernet-Karte richtig konfiguriert
- ist, testen Sie zunächst mit <command>ping</command> den
- Adapter selbst und sprechen Sie dann eine andere Maschine im
- LAN an.</para>
+ ist, testen Sie zunächst mit &man.ping.8; den Adapter selbst
+ und sprechen Sie dann eine andere Maschine im
+ <acronym>LAN</acronym> an.</para>
<para>Zuerst, der Test des Adapters:</para>
@@ -1305,11 +1289,11 @@
round-trip min/avg/max/stddev = 0.700/0.729/0.766/0.025 ms</screen>
<para>Um die Namensauflösung zu testen, verwenden Sie den
- Namen der Maschine anstelle von
- <systemitem class="ipaddress">192.168.1.2</systemitem>.
- Wenn kein DNS-Server im Netzwerk vorhanden ist, muss
- <filename>/etc/hosts</filename> entsprechend eingerichtet
- sein.</para>
+ Namen der Maschine anstelle der
+ <acronym>IP</acronym>-Adresse. Wenn kein
+ <acronym>DNS</acronym>-Server im Netzwerk vorhanden ist,
+ muss <filename>/etc/hosts</filename> entsprechend
+ eingerichtet sein.</para>
</sect3>
<sect3>
@@ -1332,10 +1316,9 @@
und im Internet nach bekannten Lösungen.</para>
<para>Wenn die Karte funktioniert, die Verbindungen aber
- zu langsam sind, lesen Sie bitte die Hilfeseite
- &man.tuning.7;. Prüfen Sie auch die
- Netzwerkkonfiguration, da falsche Einstellungen die
- Ursache für langsame Verbindungen sein können.</para>
+ zu langsam sind, sollten Sie &man.tuning.7; lesen. Prüfen
+ Sie auch die Netzwerkkonfiguration, da falsche Einstellungen
+ die Ursache für langsame Verbindungen sein können.</para>
<para>Wenn Sie viele <errorname>device timeout</errorname>
Meldungen in den Systemprotokollen finden, prüfen
@@ -1345,31 +1328,31 @@
Unter Umständen benötigen Sie eine andere
Netzwerkkarte.</para>
- <para>Wenn Sie in den Systemprotokollen
- <errorname>watchdog timeout</errorname> Fehlermeldungen
- finden, kontrollieren Sie zuerst die Verkabelung.
- Überprüfen Sie dann, ob der PCI-Steckplatz der
+ <para>Bei <errorname>watchdog timeout</errorname>
+ Fehlermeldungen, kontrollieren Sie zuerst die Verkabelung.
+ Überprüfen Sie dann, ob der
+ <acronym>PCI</acronym>-Steckplatz der
Karte Bus Mastering unterstützt. Auf einigen
älteren Motherboards ist das nur für einen
Steckplatz (meistens Steckplatz 0) der Fall. Lesen Sie
- in der Dokumentation Ihrer Karte und Ihres Motherboards
+ in der Dokumentation der Karte und des Motherboards
nach, ob das vielleicht die Ursache des Problems sein
könnte.</para>
<para>Die Meldung <errorname>No route to host</errorname>
- erscheint, wenn Ihr System ein Paket nicht zustellen
+ erscheint, wenn das System ein Paket nicht zustellen
kann. Das kann vorkommen weil beispielsweise keine
Default-Route gesetzt wurde oder das Netzwerkkabel
nicht richtig steckt. Schauen Sie in der Ausgabe
von <command>netstat -rn</command> nach, ob eine
- gültige Route zu dem Zielsystem existiert. Wenn nicht, lesen
- Sie bitte das <xref linkend="advanced-networking"/>.</para>
+ gültige Route zu dem Zielsystem existiert. Wenn nicht,
+ lesen Sie <xref linkend="advanced-networking"/>.</para>
<para>Die Meldung <errorname>ping: sendto: Permission
denied</errorname> wird oft von einer falsch
konfigurierten Firewall verursacht. Wenn keine Regeln
definiert wurden, blockiert eine aktivierte Firewall alle
- Pakete, selbst einfache <command>ping</command>-Pakete.
+ Pakete, selbst einfache &man.ping.8;-Pakete.
Weitere Informationen erhalten Sie
in <xref linkend="firewalls"/>.</para>
@@ -1378,7 +1361,7 @@
(automatisch) auf das richtige Medium. In vielen Fällen
löst diese Maßnahme Leistungsprobleme. Wenn
nicht, prüfen Sie nochmal die Netzwerkeinstellungen
- und lesen Sie die Hilfeseite &man.tuning.7;.</para>
+ und lesen Sie &man.tuning.7;.</para>
</sect3>
</sect2>
</sect1>
@@ -1387,7 +1370,9 @@
<title>Virtual Hosts</title>
<indexterm><primary>virtual hosts</primary></indexterm>
- <indexterm><primary>IP-Aliase</primary></indexterm>
+ <indexterm>
+ <primary><acronym>IP</acronym>-Aliase</primary>
+ </indexterm>
<para>Ein gebräuchlicher Zweck von &os; ist das
virtuelle Hosting, bei dem ein Server im Netzwerk wie
@@ -1398,29 +1383,25 @@
<para>Ein Netzwerkinterface hat eine <quote>echte</quote>
Adresse und kann beliebig viele <quote>alias</quote> Adressen
haben. Die Aliase werden durch entsprechende alias Einträge
- in <filename>/etc/rc.conf</filename> festgelegt.</para>
-
- <para>Ein alias Eintrag für das Interface
- <filename>fxp0</filename> sieht wie folgt aus:</para>
+ in <filename>/etc/rc.conf</filename> festgelegt, wie in diesem
+ Beispiel zu sehen ist:</para>
<programlisting>ifconfig_fxp0_alias0="inet xxx.xxx.xxx.xxx netmask xxx.xxx.xxx.xxx"</programlisting>
<para>Beachten Sie, dass die Alias-Einträge mit
<literal>alias0</literal> anfangen müssen und
weiter hochgezählt werden, das heißt
- <literal>_alias1</literal>, <literal>_alias2</literal>,
+ <literal>alias1</literal>, <literal>alias2</literal>,
und so weiter. Die Konfiguration der Aliase hört
bei der ersten fehlenden Zahl auf.</para>
- <para>Die Berechnung der Alias-Netzwerkmasken ist wichtig, doch
- zum Glück einfach. Für jedes Interface muss es
- eine Adresse geben, die die Netzwerkmaske des Netzwerkes richtig
- beschreibt. Alle anderen Adressen in diesem Netzwerk haben dann
- eine Netzwerkmaske, die mit <literal>1</literal> gefüllt
- ist
- (also <systemitem class="netmask">255.255.255.255</systemitem>
- oder hexadezimal
- <systemitem class="netmask">0xffffffff</systemitem>).</para>
+ <para>Die Berechnung der Alias-Netzwerkmasken ist wichtig. Für
+ jedes Interface muss es eine Adresse geben, die die
+ Netzwerkmaske des Netzwerkes richtig beschreibt. Alle anderen
+ Adressen in diesem Netzwerk haben dann eine Netzwerkmaske, die
+ mit <literal>1</literal> gefüllt ist, also <systemitem
+ class="netmask">255.255.255.255</systemitem> oder hexadezimal
+ <systemitem class="netmask">0xffffffff</systemitem>.</para>
<para>Als Beispiel betrachten wir den Fall, in dem
<filename>fxp0</filename> mit zwei Netzwerken verbunden
@@ -1436,17 +1417,14 @@
<systemitem class="ipaddress">10.1.1.5</systemitem> und
<systemitem class="ipaddress">202.0.75.17</systemitem> bis
<systemitem class="ipaddress">202.0.75.20</systemitem> belegen.
- Nur die erste Adresse in einem
- Netzwerk (hier
- <systemitem class="ipaddress">10.0.1.1</systemitem>
- und <systemitem class="ipaddress">202.0.75.17</systemitem>)
- sollte die richtige Netzwerkmaske haben. Alle anderen Adressen
+ Nur die erste Adresse in einem Netzwerk sollte die richtige
+ Netzwerkmaske haben. Alle anderen Adressen
(<systemitem class="ipaddress">10.1.1.2</systemitem> bis
<systemitem class="ipaddress">10.1.1.5</systemitem> und
<systemitem class="ipaddress">202.0.75.18</systemitem> bis
- <systemitem class="ipaddress">202.0.75.20</systemitem>) erhalten
- die Maske
- <systemitem class="netmask">255.255.255.255</systemitem>.</para>
+ <systemitem class="ipaddress">202.0.75.20</systemitem>) müssen
+ die Maske <systemitem class="netmask">
+ 255.255.255.255</systemitem> erhalten.</para>
<para>Die folgenden Einträge in
<filename>/etc/rc.conf</filename> konfigurieren den Adapter
@@ -1482,7 +1460,7 @@
<indexterm><primary>system logging</primary></indexterm>
<indexterm><primary>syslog</primary></indexterm>
- <indexterm><primary>syslogd</primary></indexterm>
+ <indexterm><primary>&man.syslogd.8;</primary></indexterm>
<para>Das Aufzeichnen von Log-Meldungen ist ein wichtiger Aspekt
der Systemadministration. Es wird nicht nur verwendet um
@@ -1497,13 +1475,13 @@
des &os; &man.syslogd.8; Servers, und diskutiert auch die
Log-Rotation und das Management von Logdateien mit
&man.newsyslog.8;. Der Fokus wird hierbei auf die Einrichtung
- und Benutzung eines <command>syslogd</command> auf dem lokalen
+ und Benutzung eines &man.syslogd.8; auf dem lokalen
Rechner gelegt. Für erweiterte Einstellungen und die Verwendung
eines separaten Log-Servers lesen Sie bitte
<xref linkend="network-syslogd"/>.</para>
<sect2>
- <title>Verwendung von <application>syslogd</application></title>
+ <title>Verwendung von <command>syslogd</command></title>
<para>In der Standardkonfiguration von &os; wird &man.syslogd.8;
beim Booten automatisch gestartet. Dieses Verhalten wird über
@@ -1522,8 +1500,7 @@
</sect2>
<sect2>
- <title>Konfiguration von
- <application>syslogd</application></title>
+ <title>Konfiguration von <command>syslogd</command></title>
<indexterm><primary>syslog.conf</primary></indexterm>
@@ -1547,11 +1524,10 @@
bestimmten Anwendung stammen, oder von einem
spezifischen Host erzeugt wurden.</para>
- <para>Die Konfiguration von &man.syslogd.8; ist recht einfach.
- In der Konfigurationsdatei wird pro Zeile eine Aktion
- definiert und die Syntax besteht aus einem Auswahlfeld,
- gefolgt von einem Aktionsfeld. Die Syntax für das
- Auswahlfeld ist <replaceable>facility.level</replaceable>.
+ <para>Die Konfigurationsdatei von &man.syslogd.8; enthält für
+ jede Aktion eine Zeile. Die Syntax besteht aus einem
+ Auswahlfeld, gefolgt von einem Aktionsfeld. Die Syntax für
+ das Auswahlfeld ist <replaceable>facility.level</replaceable>.
Dies entspricht Log-Meldungen von
<replaceable>facility</replaceable> mit einem Level von
<replaceable>level</replaceable> oder höher. Um noch präziser
@@ -1670,7 +1646,7 @@
<para>Für weitere Informationen zu verschiedenen Level und
<foreignphrase>faclilities</foreignphrase>, lesen Sie
&man.syslog.3; und &man.syslogd.8;. Weitere Informationen
- zu <filename>syslog.conf</filename>, dessen Syntax und
+ zu <filename>/etc/syslog.conf</filename>, dessen Syntax und
erweiterten Anwendungsbeispielen, finden Sie in
&man.syslog.conf.5; und
<xref linkend="network-syslogd"/>.</para>
@@ -1678,7 +1654,7 @@
<sect2>
<title>Log-Management und Rotation mit
- <application>newsyslog</application></title>
+ <command>newsyslog</command></title>
<indexterm><primary>newsyslog</primary></indexterm>
<indexterm><primary>newsyslog.conf</primary></indexterm>
@@ -1693,7 +1669,7 @@
rotiert und komprimiert in regelmäßigen Abständen Log-Dateien.
Optional kann es auch fehlende Log-Dateien erstellen und
Programme benachrichtigen, wenn Log-Dateien verschoben wurden.
- Dabei müssen die Log-Dateien nicht unbedingt von syslog
+ Dabei müssen die Log-Dateien nicht unbedingt von &man.syslogd.8;
stammen, &man.newsyslog.8; ist auch in der Lage, Nachrichten
von anderen Programmen zu verarbeiten. Obwohl
&man.newsyslog.8; normalerweise von &man.cron.8;
@@ -1702,8 +1678,7 @@
ausgeführt.</para>
<sect3>
- <title>Konfiguration von
- <application>newsyslog</application></title>
+ <title>Konfiguration von <command>newsyslog</command></title>
<para>Um zu wissen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, liest
&man.newsyslog.8; seine Konfigurationsdatei, standardmäßig
@@ -1760,29 +1735,28 @@
<para>Jede Zeile beginnt mit dem Namen der Datei, die rotiert
werden soll, optional gefolgt von Besitzer und Gruppe für
- rotierende, als auch für neu erstellte Dateien. Das nächste
- Feld, <literal>mode</literal>, definiert die Zugriffsrechte
- der Datei. <literal>count</literal> gibt an, wie viele
+ rotierende, als auch für neu erstellte Dateien. Das Feld
+ <literal>mode</literal> definiert die Zugriffsrechte der
+ Datei. <literal>count</literal> gibt an, wie viele
rotierte Dateien aufbewahrt werden sollen. Anhand der
<literal>size</literal>- und
<literal>when</literal>-<foreignphrase>Flags</foreignphrase>
- erkennt <command>newsyslog</command>, wann die Datei rotiert
- werden muss. Eine Log-Datei wird rotiert, wenn ihre Größe
+ erkennt <application>newsyslog</application>, wann die Datei rotiert
+ werden muss. Eine Logdatei wird rotiert, wenn ihre Größe
den Wert von <literal>size</literal> überschreitet, oder
wenn die Zeit im <literal>when</literal>-Feld abgelaufen
ist. Ein <literal>*</literal> bedeutet, dass dieses Feld
ignoriert wird. Das <replaceable>flags</replaceable>-Feld
- gibt &man.newsyslog.8; weitere Instruktionen, zum Beispiel
+ gibt <application>newsyslog</application> weitere Instruktionen, zum Beispiel
wie eine Datei zu rotieren ist, oder eine Datei zu erstellen
falls diese nicht existiert. Die letzten beiden Felder sind
- optional und bestimmen die
- <acronym role="Process Identifier">PID</acronym>-Datei sowie
- eine Signalnummer, die zu diesem Prozess geschickt wird,
+ optional und bestimmen die <acronym>PID</acronym>-Datei
+ sowie
wenn die Datei rotiert wird. Weitere Informationen zu
allen Feldern, gültigen <foreignphrase>flags</foreignphrase>
und wie Sie die Rotationszeit angeben können, finden Sie in
&man.syslog.conf.5;. Denken Sie daran, dass
- <command>newsyslog</command> von <command>cron</command>
+ <application>newsyslog</application> von <command>cron</command>
aufgerufen wird und somit Dateien auch nur dann rotiert,
wenn es von &man.cron.8; aufgerufen wird, und nicht
häufiger.</para>
@@ -1807,8 +1781,8 @@
<tbody>
<row>
<entry><filename>/etc</filename></entry>
- <entry>Enthält generelle Konfigurationsinformationen,
- die Daten hier sind systemspezifisch.</entry>
+ <entry>Enthält generelle systemspezifische
+ Konfigurationsinformationen.</entry>
</row>
<row>
@@ -1819,7 +1793,8 @@
<row>
<entry><filename>/etc/mail</filename></entry>
<entry>Enthält die &man.sendmail.8; Konfiguration
- und weitere MTA Konfigurationsdateien.</entry>
+ und weitere <acronym>MTA</acronym>
+ Konfigurationsdateien.</entry>
</row>
<row>
@@ -1846,7 +1821,7 @@
<row>
<entry><filename>/usr/local/etc/rc.d</filename></entry>
- <entry>Ort für Start- und Stopskripten installierter
+ <entry>&man.rc.8;-Skripten installierter
Anwendungen.</entry>
</row>
@@ -1854,7 +1829,7 @@
<entry><filename>/var/db</filename></entry>
<entry>Automatisch generierte systemspezifische
Datenbanken, wie die Paket-Datenbank oder die
- <command>locate</command>-Datenbank.</entry>
+ &man.locate.1;-Datenbank.</entry>
</row>
</tbody>
</tgroup>
@@ -1872,8 +1847,9 @@
<indexterm><primary><filename>resolv.conf</filename></primary></indexterm>
- <para>Wie der &os;-Resolver auf das Internet Domain Name
- System (DNS) zugreift, wird in
+ <para>Wie ein &os;-System auf das <foreignphrase>Internet
+ Domain Name System</foreignphrase>
+ (<acronym>DNS</acronym>) zugreift, wird in
<filename>/etc/resolv.conf</filename> festgelegt.</para>
<para>Die gebräuchlichsten Einträge in
@@ -1908,7 +1884,7 @@
</informaltable>
<para>Beispiel für eine typische
- <filename>resolv.conf</filename>:</para>
+ <filename>/etc/resolv.conf</filename>:</para>
<programlisting>search example.com
nameserver 147.11.1.11
@@ -1920,9 +1896,10 @@
werden.</para>
</note>
- <para>Wenn Sie DHCP benutzen, überschreibt &man.dhclient.8;
- für gewöhnlich <filename>resolv.conf</filename>
- mit den Informationen vom DHCP-Server.</para>
+ <para>Wenn Sie <acronym>DHCP</acronym> benutzen, überschreibt
+ &man.dhclient.8; für gewöhnlich
+ <filename>/etc/resolv.conf</filename> mit den Informationen
+ vom <acronym>DHCP</acronym>-Server.</para>
</sect3>
<sect3>
@@ -1931,12 +1908,13 @@
<indexterm><primary>hosts</primary></indexterm>
<para><filename>/etc/hosts</filename> ist eine einfache
- textbasierte Datenbank, die aus alten Internetzeiten
- stammt. Zusammen mit DNS und NIS stellt sie eine Abbildung
- zwischen Namen und IP-Adressen zur Verfügung. Anstatt
- &man.named.8; zu konfigurieren, können hier lokale Rechner,
- die über ein LAN verbunden sind, eingetragen werden. Lokale
- Einträge für gebräuchliche Internet-Adressen in
+ textbasierte Datenbank. Zusammen mit <acronym>DNS</acronym>
+ und <acronym>NIS</acronym> stellt sie eine Abbildung
+ zwischen Namen und <acronym>IP</acronym>-Adressen zur
+ Verfügung. Anstatt &man.named.8; zu konfigurieren, können
+ hier lokale Rechner, die über ein <acronym>LAN</acronym>
+ verbunden sind, eingetragen werden. Lokale Einträge für
+ gebräuchliche Internet-Adressen in
<filename>/etc/hosts</filename> verhindern die Abfrage eines
externen Servers und beschleunigen die
Namensauflösung.</para>
@@ -1974,7 +1952,7 @@
# from your regional registry (ARIN, APNIC, LACNIC, RIPE NCC, or AfriNIC.)
#</programlisting>
- <para><filename>/etc/hosts</filename> hat ein einfaches
+ <para><filename>/etc/hosts</filename> hat das folgende
Format:</para>
<programlisting>[Internet Adresse] [Offizieller Hostname] [Alias1] [Alias2] ...</programlisting>
@@ -1987,35 +1965,6 @@
&man.hosts.5;.</para>
</sect3>
</sect2>
-
- <sect2 xml:id="configtuning-sysctlconf">
- <title><filename>sysctl.conf</filename></title>
-
- <indexterm><primary>sysctl.conf</primary></indexterm>
- <indexterm><primary>sysctl</primary></indexterm>
-
- <para><filename>sysctl.conf</filename> sieht ähnlich
- wie <filename>rc.conf</filename> aus. Werte werden in der
- Form <literal>Variable=Wert</literal> gesetzt.
- Die angegebenen Werte werden gesetzt, nachdem sich das
- System bereits im Mehrbenutzermodus befindet. Allerdings
- lassen sich im Mehrbenutzermodus nicht alle Werte
- setzen.</para>
-
- <para>Um das Protokollieren von fatalen Signalen abzustellen
- und Benutzer daran zu hindern, von anderen Benutzern
- gestartete Prozesse zu sehen, können Sie in der
- Datei <filename>sysctl.conf</filename> die folgenden
- Variablen setzen:</para>
-
- <programlisting># Do not log fatal signal exits (e.g. sig 11)
-kern.logsigexit=0
-
-# Prevent users from seeing information about processes that
-# are being run under another UID.
-security.bsd.see_other_uids=0</programlisting>
-
- </sect2>
</sect1>
<sect1 xml:id="configtuning-sysctl">
@@ -2029,7 +1978,7 @@
<para>Mit &man.sysctl.8; können Sie Änderungen an
einem laufenden &os;-System vornehmen. Unter anderem
- können Optionen des TCP/IP-Stacks oder des
+ können Optionen des <acronym>TCP/IP</acronym>-Stacks oder des
virtuellen Speichermanagements verändert werden. Unter
der Hand eines erfahrenen Systemadministrators kann dies
die Systemperformance erheblich verbessern. Über 500
@@ -2044,8 +1993,8 @@
<screen>&prompt.user; <userinput>sysctl -a</userinput></screen>
- <para>Sie können auch eine spezielle Variable, z.B.
- <varname>kern.maxproc</varname> lesen:</para>
+ <para>Um eine spezielle Variable zu lesen, geben Sie den Namen
+ an:</para>
<screen>&prompt.user; <userinput>sysctl kern.maxproc</userinput>
kern.maxproc: 1044</screen>
@@ -2057,8 +2006,8 @@
<screen>&prompt.root; <userinput>sysctl kern.maxfiles=5000</userinput>
kern.maxfiles: 2088 -&gt; 5000</screen>
- <para>Mit sysctl können Sie Strings, Zahlen oder Boolean-Werte
- setzen. Bei Boolean-Werten setzen sie <literal>1</literal>
+ <para>Mit sysctl können Strings, Zahlen oder Boolean-Werte gesetzt
+ werden. Bei Boolean-Werten steht <literal>1</literal>
für wahr und <literal>0</literal> für falsch.</para>
<para>Um die Variablen automatisch während des Systemstarts zu
@@ -2067,6 +2016,35 @@
&man.sysctl.conf.5; und in <xref
linkend="configtuning-sysctlconf"/>.</para>
+ <sect2 xml:id="configtuning-sysctlconf">
+ <title><filename>sysctl.conf</filename></title>
+
+ <indexterm><primary>sysctl.conf</primary></indexterm>
+ <indexterm><primary>sysctl</primary></indexterm>
+
+ <para><filename>/etc/sysctl.conf</filename> sieht ähnlich
+ wie <filename>/etc/rc.conf</filename> aus. Werte werden
+ in der Form <literal>Variable=Wert</literal> gesetzt.
+ Die angegebenen Werte werden gesetzt, nachdem sich das
+ System bereits im Mehrbenutzermodus befindet. Allerdings
+ lassen sich im Mehrbenutzermodus nicht alle Werte
+ setzen.</para>
+
+ <para>Um das Protokollieren von fatalen Signalen abzustellen
+ und Benutzer daran zu hindern, von anderen Benutzern
+ gestartete Prozesse zu sehen, können Sie in
+ <filename>/etc/sysctl.conf</filename> die folgenden
+ Variablen setzen:</para>
+
+ <programlisting># Do not log fatal signal exits (e.g. sig 11)
+kern.logsigexit=0
+
+# Prevent users from seeing information about processes that
+# are being run under another UID.
+security.bsd.see_other_uids=0</programlisting>
+
+ </sect2>
+
<sect2 xml:id="sysctl-readonly">
<info>
<title>Schreibgeschützte Variablen</title>
@@ -2082,8 +2060,8 @@
</authorgroup>
</info>
- <para>Schreibgeschützte sysctl-Variablen können nur
- während des Systemstarts verändert werden.</para>
+ <para>Wenn schreibgeschützte &man.sysctl.8;-Variablen verändert
+ werden, ist ein Neustart des Systems erforderlich.</para>
<para>Beispielsweise hat &man.cardbus.4; auf einigen Laptops
Schwierigkeiten, Speicherbereiche zu erkennen. Es treten
@@ -2093,22 +2071,31 @@
device_probe_and_attach: cbb0 attach returned 12</screen>
<para>Um dieses Problem zu lösen, muss eine
- schreibgeschützte sysctl-Variable verändert werden. Eine
- <acronym>OID</acronym> kann in
- <filename>/boot/loader.conf</filename> überschrieben werden.
- <filename>/boot/defaults/loader.conf</filename>
- enthält Vorgabewwerte für sysctl-Variablen.</para>
-
- <para>Das oben erwähnte Problem wird durch die Angabe von
- <option>hw.pci.allow_unsupported_io_range=1</option> in
- <filename>/boot/loader.conf</filename> gelöst.
- Danach sollte &man.cardbus.4; fehlerfrei funktionieren.</para>
+ schreibgeschützte &man.sysctl.8;-Variable verändert werden.
+ Fügen Sie <option>hw.pci.allow_unsupported_io_range=1</option>
+ in <filename>/boot/loader.conf</filename> hinzu und starten
+ Sie das System neu. Danach sollte &man.cardbus.4; fehlerfrei
+ funktionieren.</para>
</sect2>
</sect1>
<sect1 xml:id="configtuning-disk">
<title>Tuning von Laufwerken</title>
+ <para>Der folgende Abschnitt beschreibt die verschiedenen
+ Methoden zur Feinabstimmung der Laufwerke. Oft sind mechanische
+ Teile in Laufwerken, wie <acronym>SCSI</acronym>-Laufwerke,
+ verbaut. Diese können einen Flaschenhals bei der Gesamtleistung
+ des Systems darstellen. Sie können zwar auch ein Laufwerk ohne
+ mechanische Teile einbauen, wie z.B. ein
+ <foreignphrase>Solid-State-Drive</foreignphrase>, aber Laufwerke
+ mit mechanischen Teilen werden auch in naher Zukunft nicht vom
+ Markt verschwinden. Bei der Feinabstimmung ist es ratsam, die
+ Funktionen von &man.iostat.8; zu verwenden, um verschiedene
+ Änderungen zu testen und um nützliche
+ <acronym>IO</acronym>-Informationen des Systems zu
+ erhalten.</para>
+
<sect2>
<title>Sysctl Variablen</title>
@@ -2119,23 +2106,24 @@
<primary><varname>vfs.vmiodirenable</varname></primary>
</indexterm>
- <para>Die Variable <varname>vfs.vmiodirenable</varname>
- besitzt in der Voreinstellung den Wert 1. Die Variable kann
- auf den Wert 0 (ausgeschaltet) oder 1 (angeschaltet) gesetzt
- werden. Sie steuert, wie Verzeichnisse vom System
- zwischengespeichert werden. Die meisten Verzeichnisse sind
- klein und benutzen nur ein einzelnes Fragment,
- typischerweise 1&nbsp;kB, im Dateisystem. Im Buffer-Cache
- verbrauchen sie mit 512&nbsp;Bytes noch weniger Platz. Ist
- die Variable ausgeschaltet (auf 0) wird der Buffer-Cache nur
+ <para>Die &man.sysctl.8;-Variable
+ <varname>vfs.vmiodirenable</varname> besitzt in der
+ Voreinstellung den Wert <literal>1</literal>. Die Variable
+ kann auf den Wert <literal>0</literal> (deaktiviert) oder
+ <literal>1</literal> (aktiviert) gesetzt werden. Sie
+ steuert, wie Verzeichnisse vom System zwischengespeichert
+ werden. Die meisten Verzeichnisse sind klein und benutzen
+ nur ein einzelnes Fragment, typischerweise 1&nbsp;kB, im
+ Dateisystem und 512&nbsp;Bytes im Buffer-Cache. Ist
+ die Variable deaktiviert, wird der Buffer-Cache nur
eine limitierte Anzahl Verzeichnisse zwischenspeichern, auch
wenn das System über sehr viel Speicher verfügt.
- Ist die Variable aktiviert (auf 1), kann der Buffer-Cache
- den VM-Page-Cache benutzen, um Verzeichnisse
- zwischenzuspeichern. Der ganze Speicher steht damit zum
- Zwischenspeichern von Verzeichnissen zur Verfügung. Der
- Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass zum
- Zwischenspeichern eines Verzeichnisses mindestens eine
+ Ist die Variable aktiviert, kann der Buffer-Cache
+ den <acronym>VM</acronym>-Page-Cache benutzen, um
+ Verzeichnisse zwischenzuspeichern. Der ganze Speicher steht
+ damit zum Zwischenspeichern von Verzeichnissen zur
+ Verfügung. Der Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass
+ zum Zwischenspeichern eines Verzeichnisses mindestens eine
physikalische Seite im Speicher, die normalerweise 4&nbsp;kB
groß ist, anstelle von 512&nbsp;Bytes gebraucht wird. Es
wird empfohlen, diese Option aktiviert zu lassen, wenn Sie
@@ -2154,9 +2142,9 @@
<primary><varname>vfs.write_behind</varname></primary>
</indexterm>
- <para>In der Voreinstellung besitzt die Variable
- <varname>vfs.write_behind</varname> den Wert
- <literal>1</literal> (aktiviert). Mit dieser Einstellung
+ <para>In der Voreinstellung besitzt die
+ &man.sysctl.8;-Variable <varname>vfs.write_behind</varname>
+ den Wert <literal>1</literal> (aktiviert). Mit dieser Einstellung
schreibt das Dateisystem anfallende vollständige Cluster,
die besonders beim sequentiellen Schreiben großer Dateien
auftreten, direkt auf das Medium aus. Dies verhindert,
@@ -2176,25 +2164,25 @@
<primary><varname>vfs.hirunningspace</varname></primary>
</indexterm>
- <para>Die Variable <varname>vfs.hirunningspace</varname>
+ <para>Die &man.sysctl.8;-Variable <varname>vfs.hirunningspace</varname>
bestimmt systemweit die Menge ausstehender
Schreiboperationen, die dem Platten-Controller zu jedem
beliebigen Zeitpunkt übergeben werden können. Normalerweise
können Sie den Vorgabewert verwenden. Auf Systemen mit
vielen Platten kann der Wert aber auf 4 bis
5&nbsp;<emphasis>Megabyte</emphasis> erhöht werden.
- Beachten Sie, dass ein zu hoher Wert (größer
- als der Schreib-Schwellwert des Buffer-Caches) zu
- Leistungverlusten führen kann. Setzen Sie den Wert daher
+ Ein zu hoher Wert (größer
+ als der Schreib-Schwellwert des Buffer-Caches) kann zu
+ Leistungverlusten führen. Setzen Sie den Wert daher
nicht zu hoch! Hohe Werte können auch Leseoperationen
verzögern, die gleichzeitig mit Schreiboperationen
ausgeführt werden.</para>
- <para>Es gibt weitere Variablen, mit denen Sie den
- Buffer-Cache und den VM-Page-Cache beeinflussen können.
- Es wird nicht empfohlen, diese Variablen zu
- verändern, da das VM-System den virtuellen Speicher selbst
- sehr gut verwaltet.</para>
+ <para>Es gibt weitere &man.sysctl.8;-Variablen, mit denen Sie
+ den Buffer-Cache und den <acronym>VM</acronym>-Page-Cache
+ beeinflussen können. Es wird nicht empfohlen, diese
+ Variablen zu verändern, da das <acronym>VM</acronym>-System
+ den virtuellen Speicher selbst sehr gut verwaltet.</para>
</sect3>
<sect3>
@@ -2204,10 +2192,10 @@
<primary><varname>vm.swap_idle_enabled</varname></primary>
</indexterm>
- <para>Die Variable <varname>vm.swap_idle_enabled</varname>
- ist für große Mehrbenutzer-Systeme gedacht, auf
- denen sich viele Benutzer an- und abmelden und auf denen
- es viele Prozesse im Leerlauf
+ <para>Die &man.sysctl.8;-Variable
+ <varname>vm.swap_idle_enabled</varname> ist für große
+ Mehrbenutzer-Systeme gedacht, auf denen sich viele Benutzer
+ an- und abmelden und auf denen es viele Prozesse im Leerlauf
(<foreignphrase>idle</foreignphrase>) gibt. Solche Systeme
fragen kontinuierlich freien Speicher an. Wenn Sie die
Variable <varname>vm.swap_idle_enabled</varname> aktivieren,
@@ -2236,11 +2224,12 @@
<primary><varname>hw.ata.wc</varname></primary>
</indexterm>
- <para>In &os;&nbsp;4.3 wurde versucht, den
- IDE-Schreib-Zwischenspeicher abzustellen. Obwohl dies die
- Bandbreite zum Schreiben auf IDE-Platten verringerte, wurde
- es aus Gründen der Datenkonsistenz als notwenig angesehen.
- Der Kern des Problems ist, dass IDE-Platten keine
+ <para>Obwohl das Abstellen des
+ <acronym>IDE</acronym>-Schreib-Zwischenspeichers die
+ Bandbreite zum Schreiben auf die
+ <acronym>IDE</acronym>-Festplatte verringert, kann es aus
+ Gründen der Datenkonsistenz als notwendig angesehen werden.
+ Das Problem ist, dass <acronym>IDE</acronym>-Platten keine
zuverlässige Aussage über das Ende eines Schreibvorgangs
treffen. Wenn der Schreib-Zwischenspeicher aktiviert ist,
werden die Daten nicht in der Reihenfolge ihres Eintreffens
@@ -2248,17 +2237,13 @@
mancher Blöcke im Fall von starker Plattenaktivität auf
unbefristete Zeit verzögert wird. Ein Absturz oder
Stromausfall zu dieser Zeit kann die Dateisysteme erheblich
- beschädigen. Wir entschieden uns daher für die sichere
- Variante und stellten den Schreib-Zwischenspeicher ab.
- Leider war damit auch ein großer Leistungsverlust verbunden,
- so dass wir die Variable nach dem Release wieder aktiviert
- haben. Sie sollten den Wert der Variable
- <varname>hw.ata.wc</varname> auf dem System überprüfen.
- Wenn der Schreib-Zwischenspeicher abgestellt ist, können Sie
- ihn aktivieren, indem Sie die Variable auf den Wert 1
- setzen. Dies muss zum Zeitpunkt des Systemstarts im
- Boot-Loader geschehen. Eine Änderung der Variable, nachdem
- der Kernel gestartet ist, hat keine Auswirkungen.</para>
+ beschädigen. Sie sollten den Wert der
+ &man.sysctl.8;-Variable <varname>hw.ata.wc</varname> auf dem
+ System überprüfen. Wenn der Schreib-Zwischenspeicher
+ abgestellt ist, können Sie ihn beim Systemstart aktivieren,
+ indem Sie die Variable in
+ <filename>/boot/loader.conf</filename> auf den Wert
+ <literal>1</literal> setzen.</para>
<para>Weitere Informationen finden Sie in &man.ata.4;.</para>
</sect3>
@@ -2273,19 +2258,20 @@
<indexterm>
<primary>Kerneloptionen</primary>
- <secondary><literal>SCSI_DELAY</literal></secondary>
+ <secondary><literal>SCSI DELAY</literal></secondary>
</indexterm>
<para>Mit der Kerneloption <literal>SCSI_DELAY</literal> kann
die Dauer des Systemstarts verringert werden. Der
Vorgabewert ist recht hoch und er verzögert den Systemstart
- um 15 oder mehr Sekunden. Normalerweise kann dieser Wert,
- insbesondere mit modernen Laufwerken, auf 5&nbsp;Sekunden
- heruntergesetzt werden (durch Setzen der
- <command>sysctl</command>-Variable
- <varname>kern.cam.scsi_delay</varname>). Die Variable sowie
- die Kerneloption verwenden für die Zeitangabe Millisekunden
- und <emphasis>nicht</emphasis> Sekunden.</para>
+ um <literal>15</literal> oder mehr Sekunden. Normalerweise
+ kann dieser Wert, insbesondere mit modernen Laufwerken, mit
+ der &man.sysctl.8;-Variable
+ <varname>kern.cam.scsi_delay</varname> auf
+ <literal>5</literal> Sekunden heruntergesetzt werden. Die
+ Variable sowie die Kerneloption verwenden für die Zeitangabe
+ Millisekunden und <emphasis>nicht</emphasis>
+ Sekunden.</para>
</sect3>
</sect2>
@@ -2293,12 +2279,12 @@
<title>Soft Updates</title>
<indexterm><primary>Soft Updates</primary></indexterm>
- <indexterm><primary>tunefs</primary></indexterm>
+ <indexterm><primary>&man.tunefs.8;</primary></indexterm>
<para>Mit &man.tunefs.8; lassen sich Feineinstellungen an
Dateisystemen vornehmen. Das Programm hat verschiedene
- Optionen, von denen hier nur Soft Updates betrachtet werden.
- Soft Updates werden wie folgt ein- und ausgeschaltet:</para>
+ Optionen. Soft Updates werden wie folgt ein- und
+ ausgeschaltet:</para>
<screen>&prompt.root; <userinput>tunefs -n enable /filesystem</userinput>
&prompt.root; <userinput>tunefs -n disable /filesystem</userinput></screen>
@@ -2310,20 +2296,20 @@
<para>Durch Einsatz eines Zwischenspeichers wird die Performance
im Bereich der Metadaten, vorwiegend beim Anlegen und Löschen
- von Dateien, gesteigert. Wir empfehlen, Soft Updates auf
- allen Dateisystemen zu aktivieren. Allerdings sollten Sie
- sich über die zwei Nachteile von Soft Updates bewusst sein:
- Erstens garantieren Soft Updates zwar die Konsistenz der Daten
- im Fall eines Absturzes, aber es kann leicht passieren, dass
- das Dateisystem über mehrere Sekunden oder gar eine Minute
- nicht synchronisiert wurde. Im Fall eines Absturzes verlieren
- Sie mit Soft Updates unter Umständen mehr Daten als ohne.
- Zweitens verzögern Soft Updates die Freigabe von
- Datenblöcken. Eine größere Aktualisierung
- eines fast vollen Dateisystems, wie dem Root-Dateisystem,
- z.B. während eines <command>make installworld</command>,
- kann das Dateisystem vollaufen lassen. Dadurch würde
- die Aktualisierung fehlschlagen.</para>
+ von Dateien, gesteigert. Es wird empfohlen, Soft Updates auf
+ allen <acronym>UFS</acronym>-Dateisystemen zu aktivieren.
+ Allerdings sollten Sie sich über die zwei Nachteile von Soft
+ Updates bewusst sein: Erstens garantieren Soft Updates zwar
+ die Konsistenz der Daten im Fall eines Absturzes, aber es kann
+ passieren, dass das Dateisystem über mehrere Sekunden oder gar
+ eine Minute nicht synchronisiert wurde. Nicht geschriebene
+ Daten gehen dann vielleicht verloren. Zweitens verzögern Soft
+ Updates die Freigabe von Datenblöcken. Eine größere
+ Aktualisierung eines fast vollen Dateisystems, wie dem
+ Root-Dateisystem, z.B. während eines
+ <command>make installworld</command>, kann das Dateisystem
+ vollaufen lassen. Dadurch würde die Aktualisierung
+ fehlschlagen.</para>
<sect3>
<title>Details über Soft Updates</title>
@@ -2333,10 +2319,11 @@
<secondary>Details</secondary>
</indexterm>
- <para>Es gibt zwei klassische Herangehensweisen, wie
- man die Metadaten des Dateisystems (also Daten
- über Dateien, wie inode Bereiche oder Verzeichniseinträge)
- aktualisiert auf die Platte zurückschreibt:</para>
+ <para>Bei einem Metadaten-Update werden die Inodes und
+ Verzeichniseinträge aktualisiert auf die Platte
+ zurückgeschrieben. Es gibt zwei klassische Ansätze, um die
+ Metadaten des Dateisystems auf die Platte zu
+ schreiben.</para>
<para>Das historisch übliche Verfahren waren synchrone
Updates der Metadaten, d. h. wenn eine Änderung an
@@ -2345,7 +2332,7 @@
Platte zurückgeschrieben worden war. Der
<emphasis>Inhalt</emphasis> der Dateien wurde im
<quote>Buffer Cache</quote> zwischengespeichert und
- asynchron irgendwann später auf die Platte geschrieben.
+ später asynchron auf die Platte geschrieben.
Der Vorteil dieser Implementierung ist, dass sie
sicher funktioniert. Wenn während eines Updates ein
Ausfall erfolgt, haben die Metadaten immer einen
@@ -2354,7 +2341,7 @@
Datei im Fall eines Absturzes noch nicht den Weg aus dem
<quote>Buffer Cache</quote> auf die Platte gefunden haben,
kann &man.fsck.8; das Dateisystem reparieren, indem es die
- Dateilänge einfach auf 0 setzt. Außerdem
+ Dateilänge einfach auf <literal>0</literal> setzt. Außerdem
ist die Implementierung einfach und überschaubar. Der
Nachteil ist, dass Änderungen der Metadaten sehr
langsam vor sich gehen. Ein <command>rm -r</command>
@@ -2362,11 +2349,12 @@
der Reihe nach an, aber jede dieser Änderungen am
Verzeichnis (Löschen einer Datei) wird einzeln synchron
auf die Platte geschrieben. Gleiches beim Auspacken
- großer Hierarchien (<command>tar -x</command>).</para>
+ großer Hierarchien mit <command>tar -x</command>.</para>
- <para>Der zweite Fall sind asynchrone Metadaten-Updates. Das
- ist z. B. der Standard bei Linux/ext2fs oder die Variante
- <command>mount -o async</command> für *BSD UFS. Man
+ <para>Der zweite Ansatz sind asynchrone Metadaten-Updates.
+ Das ist der Standard, wenn
+ <acronym>UFS</acronym>-Dateisysteme mit
+ <command>mount -o async</command> eingehängt werden. Man
schickt die Updates der Metadaten einfach auch noch
über den <quote>Buffer Cache</quote>, sie werden also
zwischen die Updates der normalen Daten eingeschoben.
@@ -2378,28 +2366,25 @@
keinerlei Konsistenz des Dateisystems mehr gesichert ist.
Wenn mitten in einer Operation, die viele Metadaten
ändert, ein Ausfall erfolgt (Stromausfall, drücken
- des Reset-Tasters), dann ist das Dateisystem
+ des Reset-Schalters), dann ist das Dateisystem
anschließend in einem unbestimmten Zustand. Niemand
kann genau sagen, was noch geschrieben worden ist und was
nicht mehr; die Datenblöcke einer Datei können
schon auf der Platte stehen, während die inode Tabelle
oder das zugehörige Verzeichnis nicht mehr aktualisiert
- worden ist. Man kann praktisch kein <command>fsck</command>
+ worden ist. Man kann praktisch kein &man.fsck.8;
mehr implementieren, das diesen Zustand
wieder reparieren kann, da die dazu nötigen
Informationen einfach auf der Platte fehlen. Wenn ein
- Dateisystem derart beschädigt worden ist, kann man es
- nur neu erzeugen (&man.newfs.8;) und die Daten
- vom Backup zurückspielen.
- </para>
-
- <para>Der historische Ausweg aus diesem Dilemma war ein
- <emphasis>dirty region logging</emphasis> (auch als
- <emphasis>Journalling</emphasis> bezeichnet, wenngleich
- dieser Begriff nicht immer gleich benutzt und manchmal auch
- für andere Formen von Transaktionsprotokollen gebraucht
- wird). Man schreibt die Metadaten-Updates zwar synchron,
- aber nur in einen kleinen Plattenbereich, die
+ Dateisystem irreparabel beschädigt wurde, hat man nur noch
+ die Möglichkeit es neu zu erzeugen und die Daten vom Backup
+ zurückspielen.</para>
+
+ <para>Der Ausweg aus diesem Dilemma ist ein
+ <emphasis>dirty region logging</emphasis>, was auch als
+ <emphasis>Journalling</emphasis> bezeichnet wird. Man
+ schreibt die Metadaten-Updates zwar synchron, aber nur in
+ einen kleinen Plattenbereich, die
<emphasis>logging area</emphasis>. Von da aus werden sie
dann asynchron auf ihre eigentlichen Bereiche verteilt. Da
die <emphasis>logging area</emphasis> ein kleines
@@ -2425,7 +2410,8 @@
wieder zur Verfügung steht.</para>
<para>Die Lösung von Kirk McKusick, dem Schöpfer von
- Berkeley FFS, waren <emphasis>Soft Updates</emphasis>: die
+ Berkeley <acronym>FFS</acronym>, waren
+ <emphasis>Soft Updates</emphasis>: die
notwendigen Updates der Metadaten werden im Speicher
gehalten und dann sortiert auf die Platte geschrieben
(<quote>ordered metadata updates</quote>). Dadurch hat man
@@ -2464,36 +2450,32 @@
kann. Alle Dateisysteme dürfen <quote>unsauber</quote>
eingebunden werden und das System kann sofort in den
Multiuser-Modus gehen. Danach wird ein
- Hintergrund-<command>fsck</command> für die
- Dateisysteme gestartet, die dies benötigen, um
- möglicherweise irrtümlich belegte Ressourcen
- freizugeben. (Dateisysteme ohne <emphasis>Soft
- Updates</emphasis> benötigen natürlich immer noch
- den üblichen (Vordergrund-)<command>fsck</command>,
- bevor sie eingebunden werden können.)</para>
+ Hintergrund-&man.fsck.8; für die Dateisysteme gestartet, die
+ dies benötigen, um möglicherweise irrtümlich belegte
+ Ressourcen freizugeben. Dateisysteme ohne
+ <emphasis>Soft Updates</emphasis> benötigen natürlich immer
+ noch den üblichen Vordergrund-&man.fsck.8;, bevor sie
+ eingebunden werden können.</para>
<para>Der Vorteil ist, dass die Metadaten-Operationen
beinahe so schnell ablaufen wie im asynchronen Fall, also
auch schneller als beim <emphasis>logging</emphasis>, das
- die Metadaten immer zweimal schreiben muss. Als
- Nachteil stehen dem die Komplexität des Codes (mit
- einer erhöhten Fehlerwahrscheinlichkeit in einem
- bezüglich Datenverlust hoch sensiblen Bereich) und ein
- erhöhter Speicherverbrauch entgegen. Außerdem
- muss man sich an einige Eigenheiten gewöhnen: Nach einem
- Absturz ist ein etwas älterer Stand auf der
- Platte &ndash; statt einer leeren, aber bereits angelegten
- Datei (wie nach einem herkömmlichen
- <command>fsck</command> Lauf) ist auf einem Dateisystem mit
+ die Metadaten immer zweimal schreiben muss. Als Nachteil
+ stehen dem die Komplexität des Codes, ein erhöhter
+ Speicherverbrauch und einige spezielle Eigenheiten entgegen.
+ Nach einem Absturz ist ein etwas <quote>älterer</quote>
+ Stand auf der Platte &ndash; statt einer leeren, aber
+ bereits angelegten Datei, wie nach einem herkömmlichen
+ &man.fsck.8; Lauf, ist auf einem Dateisystem mit
<emphasis>Soft Updates</emphasis> keine Spur der
entsprechenden Datei mehr zu sehen, da weder die Metadaten
noch der Dateiinhalt je auf die Platte geschrieben wurden.
- Weiterhin kann der Platz nach einem <command>rm -r</command>
+ Weiterhin kann der Platz nach einem &man.rm.1;
nicht sofort wieder als verfügbar markiert werden,
sondern erst dann, wenn der Update auch auf die Platte
vermittelt worden ist. Dies kann besonders dann Probleme
bereiten, wenn große Datenmengen in einem Dateisystem
- ersetzt werden, das nicht genügend Platz hat, um alle
+ installiert werden, das nicht genügend Platz hat, um alle
Dateien zweimal unterzubringen.</para>
</sect3>
</sect2>
@@ -2518,14 +2500,14 @@
</indexterm>
<para>Abhängig von den Anforderungen an das System
- kann <varname>kern.maxfiles</varname> erhöht oder
+ kann die &man.sysctl.8;-Variable <varname>kern.maxfiles</varname> erhöht oder
gesenkt werden. Die Variable legt die maximale
Anzahl von Dateideskriptoren auf dem System fest. Wenn
die Dateideskriptoren aufgebraucht sind, werden Sie
die Meldung <errorname>file: table is full</errorname>
wiederholt im Puffer für Systemmeldungen sehen. Den
- Inhalt des Puffers können Sie sich mit
- <command>dmesg</command> anzeigen lassen.</para>
+ Inhalt des Puffers können Sie sich mit &man.dmesg.8;
+ anzeigen lassen.</para>
<para>Jede offene Datei, jedes Socket und jede FIFO verbraucht
einen Dateideskriptor. Auf <quote>dicken</quote>
@@ -2546,27 +2528,27 @@
Ressourcen ähnlich hoch wie bei einem großen Webserver
sein.</para>
- <para>Die Variable <varname>kern.maxusers</varname> wird beim
- Systemstart automatisch aus dem zur Verfügung stehenden
- Hauptspeicher bestimmt. Im laufenden Betrieb kann dieser
- Wert aus der (nur lesbaren) sysctl-Variable
- <varname>kern.maxusers</varname> ermittelt werden. Falls
- ein System für diese Variable einen anderen Wert benötigt,
- kann der Wert über den Loader angepasst werden.
- Häufig verwendete Werte sind dabei 64, 128, sowie 256.
+ <para>Die nur lesbare &man.sysctl.8;-Variable
+ <varname>kern.maxusers</varname> wird beim Systemstart
+ automatisch aus dem zur Verfügung stehenden Hauptspeicher
+ bestimmt. Im laufenden Betrieb kann dieser Wert aus
+ <varname>kern.maxusers</varname> ermittelt werden. Einige
+ Systeme benötigen für diese Variable einen anderen Wert,
+ wobei <literal>64</literal>, <literal>128</literal> und
+ <literal>256</literal> gewöhnliche Werte darstellen.
Es wird nicht empfohlen, die Anzahl der Dateideskriptoren
- auf einen Wert größer 256 zu setzen, es sei denn,
- Sie benötigen wirklich eine riesige Anzahl von ihnen.
- Viele der von <varname>kern.maxusers</varname> auf einen
- Standardwert gesetzten Parameter können beim Systemstart
- oder im laufenden Betrieb in
+ auf einen Wert größer <literal>256</literal> zu setzen, es
+ sei denn, Sie benötigen wirklich eine riesige Anzahl von
+ ihnen. Viele der von <varname>kern.maxusers</varname> auf
+ einen Standardwert gesetzten Parameter können beim
+ Systemstart oder im laufenden Betrieb in
<filename>/boot/loader.conf</filename> angepasst werden.
In &man.loader.conf.5; und
- <filename>/boot/defaults/loader.conf</filename>finden Sie
+ <filename>/boot/defaults/loader.conf</filename> finden Sie
weitere Details und Hinweise.</para>
- <para>Ältere &os;-Versionen setzen diesen Wert selbst,
- wenn Sie in der Konfigurationsdatei den Wert <literal>0</literal>
+ <para>Ältere &os;-Versionen setzen diesen Wert selbst, wenn
+ Sie in der Konfigurationsdatei den Wert <literal>0</literal>
<footnote><para>Der verwendete Algorithmus setzt
<literal>maxusers</literal> auf die Speichergröße
des Systems. Der minimale Wert beträgt dabei
@@ -2580,23 +2562,22 @@
der durch <literal>maxusers</literal> bestimmt wird, die
maximale Anzahl an Prozessen ist, die auf
<literal>20 + 16 * maxusers</literal> gesetzt wird. Wird
- <literal>maxusers</literal> auf 1 setzen, können
- gleichzeitig nur 36 Prozesse laufen, von denen ungefähr
- 18 schon beim Booten des Systems gestartet werden. Dazu
- kommen nochmals etwa 15 Prozesse beim Start von
+ <literal>maxusers</literal> auf <literal>1</literal> setzen,
+ können gleichzeitig nur <literal>36</literal> Prozesse
+ laufen, von denen ungefähr <literal>18</literal> schon beim
+ Booten des Systems gestartet werden. Dazu kommen nochmals
+ etwa <literal>15</literal> Prozesse beim Start von
<application>&xorg;</application>. Selbst eine einfache
Aufgabe wie das Lesen einer Manualpage benötigt neun
Prozesse zum Filtern, Dekomprimieren und Betrachten der
- Datei. Für die meisten
- Benutzer sollte es ausreichen, <literal>maxusers</literal>
- auf 64 zu setzen, womit 1044 gleichzeitige Prozesse zur
- Verfügung stehen. Wenn Sie allerdings den
- gefürchteten Fehler <errortype>proc table full</errortype>
- beim Start eines Programms oder auf einem Server mit einer
- großen Benutzerzahl (wie
- <systemitem class="fqdomainname">ftp.FreeBSD.org</systemitem>)
- sehen, dann sollten Sie den Wert nochmals erhöhen und den
- Kernel neu bauen.</para>
+ Datei. Für die meisten Benutzer sollte es ausreichen,
+ <literal>maxusers</literal> auf <literal>64</literal> zu
+ setzen, womit <literal>1044</literal> gleichzeitige Prozesse
+ zur Verfügung stehen. Wenn Sie allerdings den Fehler
+ <errortype>proc table full</errortype> beim Start eines
+ Programms oder auf einem Server mit einer großen
+ Benutzerzahl sehen, dann sollten Sie den Wert nochmals
+ erhöhen und den Kernel neu bauen.</para>
<note>
<para>Die Anzahl der Benutzer, die sich auf einem
@@ -2615,16 +2596,17 @@
<primary><varname>kern.ipc.somaxconn</varname></primary>
</indexterm>
- <para>Die Variable <varname>kern.ipc.somaxconn</varname>
- beschränkt die Größe der Warteschlange
- (<foreignphrase>Listen-Queue</foreignphrase>) für
- neue TCP-Verbindungen. Der Vorgabewert von
+ <para>Die &man.sysctl.8;-Variable
+ <varname>kern.ipc.somaxconn</varname> beschränkt die Größe
+ der Warteschlange
+ (<foreignphrase>Listen-Queue</foreignphrase>) für neue
+ <acronym>TCP</acronym>-Verbindungen. Der Vorgabewert von
<literal>128</literal> ist normalerweise zu klein, um neue
Verbindungen auf einem stark ausgelasteten Webserver
zuverlässig zu handhaben. Auf solchen Servern sollte
der Wert auf <literal>1024</literal> oder höher gesetzt
- werden. Ein Dienst (z.B. &man.sendmail.8;, oder
- <application>Apache</application>) kann die Größe
+ werden. Dienste wie &man.sendmail.8; oder
+ <application>Apache</application> können die Größe
der Queue selbst einschränken. Oft gibt es die
Möglichkeit, die Größe der Listen-Queue in
einer Konfigurationsdatei einzustellen. Eine große
@@ -2632,6 +2614,7 @@
Denial of Service Angriff (<abbrev>DoS</abbrev>).</para>
</sect3>
</sect2>
+
<sect2 xml:id="nmbclusters">
<title>Netzwerk Limits</title>
@@ -2640,22 +2623,25 @@
besitzt. Eine zu geringe Anzahl Mbufs auf einem Server mit
viel Netzwerkverkehr verringert die Leistung von &os;. Jeder
Mbuf-Cluster nimmt ungefähr 2&nbsp;kB Speicher in Anspruch, so
- dass ein Wert von 1024 insgesamt 2&nbsp;Megabyte Speicher für
- Netzwerkpuffer im System reserviert. Wie viele Cluster
- benötigt werden, lässt sich durch eine einfache Berechnung
- herausfinden. Ein Webserver, der maximal 1000 gleichzeitige
- Verbindungen servieren soll, wobei jede der Verbindungen einen
- 6&nbsp;kB großen Sendepuffer und einen 16&nbsp;kB großen
- Empfangspuffer benötigt, braucht ungefähr 32&nbsp;MB Speicher
- für Netzwerkpuffer. Als Daumenregel verdoppeln Sie diese
- Zahl, so dass sich für <varname>NMBCLUSTERS</varname> der Wert
- 2x32&nbsp;MB&nbsp;/&nbsp;2&nbsp;kB&nbsp;= 32768 ergibt.
- Für Maschinen mit viel Speicher werden Werte zwischen
- 4096 und 32768 empfohlen. Unter keinen Umständen sollten Sie
- diesen Wert willkürlich erhöhen, da dies zu einem Absturz beim
- Systemstart führen kann. Verwenden Sie &man.netstat.1; mit
- <option>-m</option> um den Gebrauch der Netzwerkpuffer zu
- kontrollieren.</para>
+ dass ein Wert von <literal>1024</literal> insgesamt
+ 2&nbsp;Megabyte Speicher für Netzwerkpuffer im System
+ reserviert. Wie viele Cluster benötigt werden, lässt sich
+ durch eine einfache Berechnung herausfinden. Ein Webserver,
+ der maximal <literal>1000</literal> gleichzeitige Verbindungen
+ servieren soll, wobei jede der Verbindungen einen 6&nbsp;kB
+ großen Sendepuffer und einen 16&nbsp;kB großen Empfangspuffer
+ benötigt, braucht ungefähr 32&nbsp;MB Speicher für
+ Netzwerkpuffer. Als Daumenregel verdoppeln Sie diese Zahl, so
+ dass sich für <varname>NMBCLUSTERS</varname> der Wert
+ 2x32&nbsp;MB&nbsp;/&nbsp;2&nbsp;kB=
+ 64&nbsp;MB&nbsp;/&nbsp;2&nbsp;kB=
+ <literal>32768</literal> ergibt. Für Maschinen mit viel
+ Speicher werden Werte zwischen <literal>4096</literal> und
+ <literal>32768</literal> empfohlen. Unter keinen Umständen
+ sollten Sie diesen Wert willkürlich erhöhen, da dies zu einem
+ Absturz beim Systemstart führen kann. Verwenden Sie
+ &man.netstat.1; mit <option>-m</option> um den Gebrauch der
+ Netzwerkpuffer zu kontrollieren.</para>
<para>Die Netzwerkpuffer können beim Systemstart mit der
Loader-Variablen <varname>kern.ipc.nmbclusters</varname>
@@ -2670,7 +2656,7 @@
Anzahl der Puffer in <filename>/boot/loader.conf</filename>
(siehe &man.loader.8;) setzen. Die Puffer sollten erhöht
werden, wenn Sie Prozesse im Zustand <literal>sfbufa</literal>
- sehen. Die schreibgeschützte sysctl-Variable
+ sehen. Die schreibgeschützte &man.sysctl.8;-Variable
<varname>kern.ipc.nsfbufs</varname> zeigt die Anzahl
eingerichteten Puffer im Kernel. Der Wert dieser Variablen
wird normalerweise von <varname>kern.maxusers</varname>
@@ -2691,15 +2677,17 @@
<primary>net.inet.ip.portrange.*</primary>
</indexterm>
- <para>Die sysctl-Variable
+ <para>Die &man.sysctl.8;-Variable
<varname>net.inet.ip.portrange.*</varname> legt die
- Portnummern für TCP- und UDP-Sockets fest. Es gibt drei
+ Portnummern für <acronym>TCP</acronym>- und
+ <acronym>UDP</acronym>-Sockets fest. Es gibt drei
Bereiche: den niedrigen Bereich, den normalen Bereich und
den hohen Bereich. Die meisten Netzprogramme benutzen den
normalen Bereich. Dieser Bereich umfasst in der
- Voreinstellung die Portnummern 500 bis 5000 und wird durch
- die Variablen <varname>net.inet.ip.portrange.first</varname>
- und <varname>net.inet.ip.portrange.last</varname>
+ Voreinstellung die Portnummern <literal>1024</literal> bis
+ <literal>5000</literal> und wird durch die Variablen
+ <varname>net.inet.ip.portrange.first</varname> und
+ <varname>net.inet.ip.portrange.last</varname>
festgelegt. Die festgelegten Bereiche für Portnummern
werden von ausgehenden Verbindungen benutzt. Unter
bestimmten Umständen, beispielsweise auf stark ausgelasteten
@@ -2725,32 +2713,32 @@
</sect3>
<sect3>
- <title>TCP Bandwidth Delay Product Begrenzung</title>
+ <title><literal>TCP</literal> Bandwidth Delay Product
+ Begrenzung</title>
<indexterm>
- <primary>TCP Bandwidth Delay Product Begrenzung</primary>
+ <primary><literal>TCP</literal> Bandwidth Delay Product
+ Begrenzung</primary>
<secondary>
<varname>net.inet.tcp.inflight.enable</varname>
</secondary>
</indexterm>
- <para>Die TCP Bandwidth Delay Product Begrenzung gleicht
- TCP/Vegas von NetBSD. Die
- Begrenzung wird aktiviert, indem Sie die sysctl-Variable
+ <para>Die <literal>TCP</literal> Bandwidth Delay Product
+ Begrenzung wird aktiviert, indem die &man.sysctl.8;-Variable
<varname>net.inet.tcp.inflight.enable</varname> auf den
- Wert <literal>1</literal> setzen. Das System wird dann
- versuchen, für jede Verbindung, das Produkt aus der
- Übertragungsrate und der Verzögerungszeit zu
- bestimmen. Dieses Produkt begrenzt die Datenmenge, die
- für einen optimales Durchsatz zwischengespeichert
- werden muss.</para>
+ Wert <literal>1</literal> gesetzt wird. Das System wird
+ dadurch angewiesen, für jede Verbindung, das Produkt aus der
+ Übertragungsrate und der Verzögerungszeit zu bestimmen.
+ Dieses Produkt begrenzt die Datenmenge, die für einen
+ optimales Durchsatz zwischengespeichert werden muss.</para>
<para>Diese Begrenzung ist nützlich, wenn Sie Daten
über Verbindungen mit einem hohen Produkt aus
Übertragungsrate und Verzögerungszeit wie Modems,
- Gigabit-Ethernet oder schnellen WANs, zur Verfügung
- stellen. Insbesondere wirkt sich die Begrenzung aus, wenn
- die Verbindung die TCP-Option
+ Gigabit-Ethernet oder schnellen <acronym>WAN</acronym>s, zur
+ Verfügung stellen. Insbesondere wirkt sich die Begrenzung
+ aus, wenn die Verbindung die Option
<foreignphrase>Window-scaling</foreignphrase> verwendet oder
große Sende-Fenster
(<foreignphrase>send window</foreignphrase>) benutzt.
@@ -2805,9 +2793,9 @@
<para>Ein vnode ist die interne Darstellung einer Datei oder
eines Verzeichnisses. Die Erhöhung der Anzahl der für das
Betriebssystem verfügbaren vnodes verringert also die
- Schreib- und Lesezugriffe auf Ihre Festplatte. vnodes
+ Schreib- und Lesezugriffe auf der Festplatte. vnodes
werden im Normalfall vom Betriebssystem automatisch vergeben
- und müssen nicht von Ihnen angepasst werden. In einigen
+ und müssen nicht manuell angepasst werden. In einigen
Fällen stellt der Zugriff auf eine Platte allerdings einen
Flaschenhals dar, daher sollten Sie in diesem Fall die
Anzahl der möglichen vnodes erhöhen, um dieses Problem zu
@@ -2828,14 +2816,14 @@
<para>Wenn sich die Anzahl der genutzten vnodes dem maximal
möglichen Wert nähert, sollten Sie den Wert
- <varname>kern.maxvnodes</varname> zuerst um etwa 1.000
- erhöhen. Beobachten Sie danach die Anzahl der vom
- System genutzten <varname>vfs.numvnodes</varname>.
- Nähert sich der Wert wiederum dem definierten
- Maximum, müssen Sie <varname>kern.maxvnodes</varname>
- nochmals erhöhen. Sie sollten nun eine Änderung
- Ihres Speicherverbrauches (etwa über &man.top.1;)
- registrieren können und über mehr aktiven
+ <varname>kern.maxvnodes</varname> zuerst um etwa
+ <literal>1000</literal> erhöhen. Beobachten Sie danach die
+ Anzahl der vom System genutzten
+ <varname>vfs.numvnodes</varname>. Nähert sich der Wert
+ wiederum dem definierten Maximum, müssen Sie
+ <varname>kern.maxvnodes</varname> nochmals erhöhen. Sie
+ sollten nun eine Änderung des Speicherverbrauches über
+ &man.top.1; registrieren können und über mehr aktiven
Speicher verfügen.</para>
</sect3>
</sect2>
@@ -2844,18 +2832,17 @@
<sect1 xml:id="adding-swap-space">
<title>Hinzufügen von Swap-Bereichen</title>
- <para>Egal wie vorausschauend Sie planen, manchmal entspricht ein
- System einfach nicht den Erwartungen. Es ist leicht, mehr
- Swap-Bereiche hinzuzufügen. Dazu stehen drei Wege
- offen: Sie können eine neue Platte einbauen, den Swap-Bereich
- über NFS ansprechen oder eine Swap-Datei auf einer existierenden
- Partition einrichten.</para>
+ <para>Manchmal benötigt ein System mehr Swap-Bereiche. Dieser
+ Abschnitt beschreibt zwei Methoden, um Swap-Bereiche
+ hinzuzufügen: auf einer bestehenden Partition oder auf einem
+ neuen Laufwerk, und das Hinzufügen einer Swap-Datei auf einer
+ existierenden Partition.</para>
<para>Für Informationen zur Verschlüsselung von
Swap-Partitionen, zu den dabei möglichen Optionen sowie
zu den Gründen für eine Verschlüsselung des
Auslagerungsspeichers lesen Sie
- <xref linkend="swap-encrypting"/> des Handbuchs.</para>
+ <xref linkend="swap-encrypting"/>.</para>
<sect2 xml:id="new-drive-swap">
<title>Swap auf einer neuen oder existierenden
@@ -2887,7 +2874,7 @@
</warning>
<para>Um diese Swap-Partition automatisch beim Systemstart
- hinzuzufügen, fügen Sie einen Eintrag für die Partition in
+ hinzuzufügen, fügen Sie einen Eintrag in
<filename>/etc/fstab</filename> hinzu:</para>
<programlisting><replaceable>/dev/ada1s1b</replaceable> none swap sw 0 0</programlisting>
@@ -2897,12 +2884,13 @@
</sect2>
<sect2 xml:id="nfs-swap">
- <title>Swap-Bereiche über NFS</title>
+ <title>Swap-Bereiche über <literal>NFS</literal></title>
- <para>Swap-Bereiche über NFS sollten Sie nur dann einsetzen,
+ <para>Swap-Bereiche über <literal>NFS</literal> sollten Sie nur dann einsetzen,
wenn Sie über keine lokale Platte verfügen, da es durch
die zur Verfügung stehende Bandbreite limitiert wird und
- außerdem den NFS-Server zusätzlich belastet.</para>
+ außerdem den <literal>NFS</literal>-Server zusätzlich
+ belastet.</para>
</sect2>
<sect2 xml:id="create-swapfile">
@@ -2993,7 +2981,8 @@
schlecht von Betriebssystemen gesteuert werden. Die Hardware
wurde vom <acronym>BIOS</acronym> gesteuert, was die Kontrolle
der Energieverwaltung für den Anwender erschwerte. Das
- <emphasis>Advanced Power Management (APM)</emphasis> erlaubte
+ <emphasis>Advanced Power Management
+ (<acronym>APM</acronym>)</emphasis> erlaubte
es lediglich, einige wenige Funktionen zu steuern, obwohl die
Überwachung von Energie- und Ressourcenverbrauch zu den
wichtigsten Aufgaben eines Betriebssystems gehört, um auf
@@ -3025,63 +3014,66 @@
</sect2>
<sect2 xml:id="acpi-old-spec">
- <title>Mängel des Advanced Power Managements (APM)</title>
+ <title>Mängel des Advanced Power Managements</title>
- <para>Das <emphasis><acronym>APM</acronym></emphasis>
- steuert den Energieverbrauch eines Systems auf Basis
- der Systemaktivität. Das APM-BIOS wird von dem
- Hersteller des Systems zur Verfügung gestellt
- und ist auf die spezielle Hardware angepasst. Der
- APM-Treiber des Betriebssystems greift auf das
- <emphasis>APM Software Interface</emphasis> zu, das den
- Energieverbrauch regelt. APM findet sich in der Regel
- nur noch in Systemen, die vor 2001 produziert
- wurden.</para>
+ <para>Das <acronym>APM</acronym> steuert den Energieverbrauch
+ eines Systems auf Basis der Systemaktivität. Das
+ <acronym>APM</acronym>-<acronym>BIOS</acronym> wird von dem
+ Hersteller des Systems zur Verfügung gestellt und ist auf die
+ spezielle Hardware angepasst. Der
+ <acronym>APM</acronym>-Treiber des Betriebssystems greift auf
+ das
+ <emphasis><acronym>APM</acronym> Software Interface</emphasis>
+ zu, das den Energieverbrauch regelt. <acronym>APM</acronym>
+ findet sich in der Regel nur noch in Systemen, die vor 2001
+ produziert wurden.</para>
<para>Das <acronym>APM</acronym> hat hauptsächlich
vier Probleme. Erstens läuft die Energieverwaltung
- unabhängig vom Betriebssystem in einem
- (herstellerspezifischen) BIOS. Beispielsweise kann
- das APM-BIOS die Festplatten nach einer konfigurierbaren
- Zeit ohne die Zustimmung des Betriebssystems herunterfahren.
- Zweitens befindet sich die ganze APM-Logik im BIOS; das
- Betriebssystem hat gar keine APM-Komponenten. Bei Problemen
- mit dem APM-BIOS muss das Flash-ROM aktualisiert werden.
- Diese Prozedur ist gefährlich, da sie im Fehlerfall
- das System unbrauchbar machen kann. Zum Dritten ist APM
- eine Technik, die herstellerspezifisch ist und nicht
- koordiniert wird. Fehler im BIOS eines Herstellers werden
- nicht unbedingt im BIOS anderer Hersteller korrigiert.
- Das letzte Problem ist, dass im APM-BIOS nicht genügend
+ unabhängig vom Betriebssystem in einem herstellerspezifischen
+ <acronym>BIOS</acronym>. Beispielsweise kann das
+ <acronym>APM</acronym>-<acronym>BIOS</acronym> die Festplatten
+ nach einer konfigurierbaren Zeit ohne die Zustimmung des
+ Betriebssystems herunterfahren. Zweitens befindet sich die
+ ganze <acronym>APM</acronym>-Logik im <acronym>BIOS</acronym>;
+ das Betriebssystem hat gar keine
+ <acronym>APM</acronym>-Komponenten. Bei Problemen mit dem
+ <acronym>APM</acronym>-<acronym>BIOS</acronym> muss das
+ Flash-ROM aktualisiert werden. Diese Prozedur ist gefährlich,
+ da sie im Fehlerfall das System unbrauchbar machen kann. Zum
+ Dritten ist <acronym>APM</acronym> eine Technik, die
+ herstellerspezifisch ist und nicht koordiniert wird. Fehler
+ im <acronym>BIOS</acronym> eines Herstellers werden nicht
+ unbedingt im <acronym>BIOS</acronym> anderer Hersteller
+ korrigiert. Das letzte Problem ist, dass im
+ <acronym>APM</acronym>-<acronym>BIOS</acronym> nicht genügend
Platz vorhanden ist, um eine durchdachte oder eine auf den
Zweck der Maschine zugeschnittene Energieverwaltung
zu implementieren.</para>
- <para>Das <emphasis>Plug and Play BIOS (PNPBIOS)</emphasis>
- war ebenfalls unzureichend. Das PNPBIOS verwendet eine
- 16-Bit-Technik. Damit das Betriebssystem das PNPBIOS
- ansprechen kann, muss es in einer 16-Bit-Emulation
- laufen.</para>
+ <para>Das <emphasis>Plug and Play <acronym>BIOS</acronym>
+ (<acronym>PNPBIOS</acronym>)</emphasis> war ebenfalls
+ unzureichend. Das <acronym>PNPBIOS</acronym> verwendet eine
+ 16-Bit-Technik. Damit das Betriebssystem das
+ <acronym>PNPBIOS</acronym> ansprechen kann, muss es in einer
+ 16-Bit-Emulation laufen.</para>
- <para>Der <acronym>APM</acronym>-Treiber von &os; ist in
- der Hilfeseite &man.apm.4; beschrieben.</para>
+ <para>Der <acronym>APM</acronym>-Treiber wird in &man.apm.4;
+ beschrieben.</para>
</sect2>
<sect2 xml:id="acpi-config">
<title>Konfiguration des <acronym>ACPI</acronym></title>
- <para>Das Modul <filename>acpi.ko</filename> wird
- standardmäßig beim Systemstart vom &man.loader.8;
- geladen und sollte daher <emphasis>nicht</emphasis>
- fest in den Kernel eingebunden werden. Dadurch kann
- <filename>acpi.ko</filename> ohne einen Neubau des Kernels
- ersetzt werden und das Modul ist leichter zu testen. Wenn Sie
- in der Ausgabe von &man.dmesg.8; das Wort
- <acronym>ACPI</acronym> sehen, ist das Modul geladen worden.
- Das ACPI-Modul im laufenden Betrieb zu laden, führt oft nicht
- zum gewünschten Ergebnis. Treten bei Ihrem System Probleme
- auf, kann <acronym>ACPI</acronym> auch komplett
- deaktiviert werden. Dazu definieren Sie die Variable
+ <para>Das Modul &man.acpi.4; wird standardmäßig beim Systemstart
+ vom &man.loader.8; geladen und sollte daher
+ <emphasis>nicht</emphasis> fest in den Kernel eingebunden
+ werden. Dadurch kann ein Modul ohne einen Neubau des Kernels
+ leichter ersetzt und getestet werden. Das
+ <acronym>ACPI</acronym>-Modul im laufenden Betrieb zu laden,
+ führt oft nicht zum gewünschten Ergebnis. Treten bei Ihrem
+ System Probleme auf, kann <acronym>ACPI</acronym> auch
+ komplett deaktiviert werden. Dazu definieren Sie die Variable
<literal>hint.acpi.0.disabled="1"</literal> in der Datei
<filename>/boot/loader.conf</filename>. Alternativ können
Sie die Variable auch am &man.loader.8;-Prompt eingeben.
@@ -3111,7 +3103,7 @@
<para>Verschiedene Optionen können als
&man.sysctl.8;-Variablen gesetzt werden. Lesen Sie dazu
- die Manualpages zu &man.acpi.4; sowie &man.acpiconf.8;.</para>
+ &man.acpi.4; sowie &man.acpiconf.8;.</para>
</sect2>
</sect1>
@@ -3174,8 +3166,8 @@
<note>
<para>Bevor Sie einen Fehlerbericht einreichen, stellen
- Sie bitte sicher, dass Ihr <acronym>BIOS</acronym>
- und die Firmware Ihres Controllers aktuell sind.</para>
+ Sie bitte sicher, dass das <acronym>BIOS</acronym>
+ und die Firmware des Controllers aktuell sind.</para>
</note>
<para>Wenn Sie einen Fehlerbericht einsenden wollen,
@@ -3222,12 +3214,12 @@
der <acronym>ASL</acronym> erstellen Sie mit dem
nachstehenden Befehl:</para>
- <screen>&prompt.root; <userinput>acpidump -td &gt; name-system.asl</userinput></screen>
+ <screen>&prompt.root; <userinput>acpidump -td &gt; <replaceable>name</replaceable>-<replaceable>system</replaceable>.asl</userinput></screen>
- <para>Setzen Sie bitte für <replaceable>name</replaceable>
- den Namen Ihres Kontos und für
+ <para>Setzen Sie für <replaceable>name</replaceable>
+ den Namen des Kontos und für
<replaceable>system</replaceable> den Hersteller und
- das Modell Ihres Systems ein. Zum Beispiel:
+ das Modell des Systems ein. Zum Beispiel:
<filename>njl-FooCo6000.asl</filename>.</para>
</listitem>
</itemizedlist>
@@ -3252,7 +3244,7 @@
<title><acronym>ACPI</acronym>-Grundlagen</title>
<indexterm>
- <primary>ACPI</primary>
+ <primary><acronym>ACPI</acronym></primary>
</indexterm>
<para><acronym>ACPI</acronym> gibt es in allen modernen Rechnern
@@ -3268,10 +3260,10 @@
<para>Ein <acronym>ACPI</acronym> konformes System besitzt
verschiedene Komponenten. Die <acronym>BIOS</acronym>- und
- Chipsatz-Hersteller stellen mehrere statische Tabellen bereit
- (zum Beispiel die
- Fixed-<acronym>ACPI</acronym>-Description-Table,
- <acronym>FADT</acronym>). Die Tabellen enthalten
+ Chipsatz-Hersteller stellen mehrere statische Tabellen bereit,
+ zum Beispiel die
+ Fixed-<acronym>ACPI</acronym>-Description-Table
+ (<acronym>FADT</acronym>). Die Tabellen enthalten
beispielsweise die mit <acronym>SMP</acronym>-Systemen
benutzte <acronym>APIC</acronym>-Map, Konfigurationsregister
und einfache Konfigurationen. Zusätzlich gibt es die
@@ -3285,7 +3277,7 @@
bereitstellen und die Gerätetreiber im Kernel so
modifizieren, dass sie mit dem
<acronym>ACPI</acronym>-Subsystem kommunizieren. Für &os;,
- Linux und NetBSD hat &intel; den Interpreter
+ &linux; und NetBSD hat &intel; den Interpreter
<acronym>ACPI-CA</acronym>, zur Verfügung gestellt. Der
Quelltext zu <acronym>ACPI-CA</acronym> befindet sich im
Verzeichnis <filename>src/sys/contrib/dev/acpica</filename>.
@@ -3443,9 +3435,9 @@
Zeitspannen zu setzen.</para>
<para>Die Suspend- und Resume-Funktionen können
- Sie auch auf einer neuen Linux-Distribution
+ Sie auch auf einer neuen &linux;-Distribution
mit <acronym>ACPI</acronym> testen. Wenn es mit
- Linux funktioniert, liegt das Problem wahrscheinlich
+ &linux; funktioniert, liegt das Problem wahrscheinlich
bei einem &os;-Treiber. Es hilft uns, das Problem
zu lösen, wenn Sie feststellen können, welcher
Treiber das Problem verursacht. Beachten Sie bitte,
@@ -3463,7 +3455,7 @@
noch abschalten und stattdessen <acronym>APM</acronym>
verwenden. Wenn die Suspend- und Resume-Funktionen mit
<acronym>APM</acronym> funktionieren, sollten Sie
- vielleicht besser <acronym>APM</acronym> verwenden
+ besser <acronym>APM</acronym> verwenden
(insbesondere mit alter Hardware von vor dem Jahr 2000).
Die Hersteller benötigten einige Zeit, um
<acronym>ACPI</acronym> korrekt zu implementieren, daher
@@ -3472,7 +3464,7 @@
</sect3>
<sect3>
- <title>Temporäre oder permanente Systemhänger</title>
+ <title>Systemhänger</title>
<para>Die meisten Systemhänger entstehen durch verlorene
Interrupts oder einen Interrupt-Sturm.
@@ -3512,7 +3504,7 @@
wohl am besten, <acronym>APIC</acronym> zu deaktivieren.
Tragen Sie dazu die Zeile
<literal>hint.apic.0.disabled="1"</literal> in
- <filename>loader.conf</filename> ein.</para>
+ <filename>/boot/loader.conf</filename> ein.</para>
</sect3>
<sect3>
@@ -3549,8 +3541,9 @@
<title>Nach einem Suspend oder einem Stopp startet
das System wieder</title>
- <para>Setzen Sie zuerst in &man.loader.conf.5; die Variable
- <option>hw.acpi.disable_on_poweroff</option> auf
+ <para>Setzen Sie zuerst
+ <option>hw.acpi.disable_on_poweroff="0"</option> in
+ <filename>/boot/loader.conf</filename>
<literal>0</literal>. Damit wird verhindert, dass
<acronym>ACPI</acronym> während des Systemabschlusses
die Bearbeitung verschiedener Ereignisse deaktiviert.
@@ -3566,8 +3559,8 @@
<para>Wenn Sie weitere Probleme mit <acronym>ACPI</acronym>
haben (Umgang mit einer Docking-Station, nicht erkannte
Geräte), schicken Sie bitte eine Beschreibung an die
- Mailingliste. Allerdings kann es sein, dass einige
- Probleme von noch unvollständigen Teilen des
+ Mailingliste &a.acpi.name;. Allerdings kann es sein, dass
+ einige Probleme von noch unvollständigen Teilen des
<acronym>ACPI</acronym>-Subsystems abhängen und
es etwas dauern kann bis diese Teile fertig sind.
Seien Sie geduldig und rechnen Sie damit,
@@ -3576,18 +3569,17 @@
</sect2>
<sect2 xml:id="ACPI-aslanddump">
- <title><acronym>ASL</acronym>, <command>acpidump</command> und
+ <title><acronym>ASL</acronym>, &man.acpidump.8; und
<acronym>IASL</acronym></title>
<indexterm>
- <primary>ACPI</primary>
- <secondary>ASL</secondary>
+ <primary><acronym>ACPI</acronym></primary>
+ <secondary><acronym>ASL</acronym></secondary>
</indexterm>
- <para>Ein häufiges Problem ist fehlerhafter Bytecode
- des <acronym>BIOS</acronym>-Herstellers. Dies erkennen
- Sie an Kernelmeldungen auf der Konsole wie die
- folgende:</para>
+ <para>Einige <acronym>BIOS</acronym>-Hersteller liefern einen
+ fehlerhaften Bytecode aus. Dies erkennen Sie an
+ Kernelmeldungen wie diesen:</para>
<screen>ACPI-1287: *** Error: Method execution failed [\\_SB_.PCI0.LPC0.FIGD._STA] \\
(Node 0xc3f6d160), AE_NOT_FOUND</screen>
@@ -3610,8 +3602,8 @@
statischen Tabellen anzeigen) als auch die Option
<option>-d</option> (die <acronym>AML</acronym> in
<acronym>ASL</acronym> zurückübersetzen). Ein Beispiel für
- die Syntax finden Sie im Abschnitt
- <link linkend="ACPI-submitdebug">Fehlerberichte einreichen</link>.</para>
+ die Syntax finden Sie in
+ <xref linkend="ACPI-submitdebug"/>.</para>
<para>Sie können einfach prüfen, ob sich die
<acronym>ASL</acronym> übersetzen lässt.
@@ -3629,11 +3621,11 @@
<title>Die <acronym>ASL</acronym> reparieren</title>
<indexterm>
- <primary>ACPI</primary>
- <secondary>ASL</secondary>
+ <primary><acronym>ACPI</acronym></primary>
+ <secondary><acronym>ASL</acronym></secondary>
</indexterm>
- <para>Auf lange Sicht ist es das Ziel von &os;, dass
+ <para>Es ist das Ziel von &os;, dass
<acronym>ACPI</acronym> ohne Eingriffe des Benutzers
läuft. Zurzeit werden allerdings noch Umgehungen für Fehler
der <acronym>BIOS</acronym>-Hersteller entwickelt.
@@ -3652,11 +3644,10 @@
Senden Sie bitte die mit &man.diff.1; erstellte Differenz
zwischen alter und neuer <acronym>ASL</acronym>. Die
Entwickler werden versuchen, den Interpreter
- <acronym>ACPI-CA</acronym> zu korrigieren, damit die
- Fehlerbehebung nicht mehr erforderlich ist.</para>
+ <acronym>ACPI-CA</acronym> zu korrigieren.</para>
<indexterm>
- <primary>ACPI</primary>
+ <primary><acronym>ACPI</acronym></primary>
<secondary>Fehlermeldungen</secondary>
</indexterm>
@@ -3668,11 +3659,10 @@
<title>Abhängigkeiten vom Betriebssystem</title>
<para>Einige <acronym>AML</acronym>s gehen davon aus, dass
- die Welt ausschließlich aus verschiedenen
- &windows;-Versionen besteht. &os; kann vorgeben, irgendein
- Betriebssystem zu sein. Versuchen Sie das Betriebssystem,
- das Sie in der <acronym>ASL</acronym> finden, in der
- Datei <filename>/boot/loader.conf</filename> anzugeben:
+ der Anwender eine &windows;-Versionen benutzt. Versuchen
+ Sie das Betriebssystem, das Sie in der
+ <acronym>ASL</acronym> finden, in
+ <filename>/boot/loader.conf</filename> anzugeben:
<literal>hw.acpi.osname="Windows 2001"</literal>.</para>
</sect3>
@@ -3687,7 +3677,7 @@
wissen, welcher Wert zurückgegeben werden muss,
können Sie die fehlenden Return-Anweisungen
selbst einsetzen. Die Option <option>-f</option>
- zwingt <command>iasl</command>, die <acronym>ASL</acronym>
+ zwingt &man.iasl.8;, die <acronym>ASL</acronym>
zu übersetzen.</para>
</sect3>
@@ -3701,14 +3691,14 @@
<screen>&prompt.root; <userinput>iasl ihre.asl</userinput></screen>
- <para>Mit der Option <option>-f</option> erzwingen Sie das
- Erstellen der <acronym>AML</acronym> auch wenn während
+ <para>Die Option <option>-f</option> erzwingt das Erstellen
+ der <acronym>AML</acronym> auch dann, wenn während
der Übersetzung Fehler auftreten. Einige Fehler, wie
fehlende Return-Anweisungen, werden automatisch vom
Interpreter umgangen.</para>
<para>In der Voreinstellung erstellt der Befehl
- <command>iasl</command> die Ausgabedatei
+ &man.iasl.8; die Ausgabedatei
<filename>DSDT.aml</filename>. Wenn Sie diese Datei
anstelle der fehlerhaften Kopie des <acronym>BIOS</acronym>
laden wollen, editieren Sie
@@ -3777,7 +3767,7 @@
<para>Installieren Sie anschließend
<filename>acpi.ko</filename> im Verzeichnis
<filename>/boot/kernel</filename>.
- In der Datei <filename>loader.conf</filename> stellen Sie
+ In <filename>/boot/loader.conf</filename> stellen Sie
<quote>level</quote> und <quote>layer</quote> ein. Das
folgende Beispiel aktiviert die Ausgabe von Fehlern für
alle <acronym>ACPI-CA</acronym>-Komponenten und alle
@@ -3792,11 +3782,10 @@
wird, können Sie die Einstellungen für
<quote>level</quote> und <quote>layer</quote> auch mit dem
Kommando <command>sysctl</command> vornehmen. In diesem
- Fall müssen Sie <filename>loader.conf</filename>
- nicht editieren. Auf der
- <command>sysctl</command>-Kommandozeile geben Sie dieselben
- Variablennamen wie in <filename>loader.conf</filename>
- an.</para>
+ Fall müssen Sie <filename>/boot/loader.conf</filename>
+ nicht editieren. Auf der Kommandozeile geben Sie über
+ &man.sysctl.8; dieselben Variablennamen wie in
+ <filename>/boot/loader.conf</filename> an.</para>
</sect2>
<sect2 xml:id="ACPI-References">
@@ -3826,16 +3815,13 @@
</listitem>
<listitem>
- <para>in den nachstehenden &os;-Hilfeseiten:
- &man.acpi.4;, &man.acpi.thermal.4;, &man.acpidump.8;,
+ <para>&man.acpi.4;, &man.acpi.thermal.4;, &man.acpidump.8;,
&man.iasl.8; und &man.acpidb.8;,</para>
</listitem>
<listitem>
<para><link xlink:href="http://www.cpqlinux.com/acpi-howto.html#fix_broken_dsdt">
- <acronym>DSDT</acronym> debugging resource</link>
- (als Beispiel wird Compaq erläutert, die
- Ressource ist aber dennoch nützlich).</para>
+ <acronym>DSDT</acronym> debugging resource</link>.</para>
</listitem>
</itemizedlist>
</sect2>

File Metadata

Mime Type
text/plain
Expires
Wed, Jan 21, 3:54 PM (12 h, 22 m)
Storage Engine
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