Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.xml =================================================================== --- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.xml (revision 54190) +++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.xml (revision 54191) @@ -1,1811 +1,1826 @@ Multimedia Ross Lippert Überarbeitet von Übersicht &os; unterstützt viele unterschiedliche Soundkarten, die Benutzern den Genuss von Highfidelity-Klängen auf dem Computer ermöglichen. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, Tonquellen in den Formaten MPEG Audio Layer 3 (MP3), Waveform Audio File (WAV), Ogg Vorbis und vielen weiteren Formaten aufzunehmen und wiederzugeben. Darüber hinaus enthält die &os; Ports-Sammlung Anwendungen, die das Bearbeiten von aufgenommenen Tonspuren, das Hinzufügen von Klangeffekten und die Kontrolle der angeschlossenen MIDI-Geräte erlauben. &os; unterstützt auch die Wiedergabe von Videos und DVDs. Die &os; Ports-Sammlung enthält Anwendungen, um verschiedene Video-Medien wiederzugeben, zu kodieren und zu konvertieren. Dieses Kapitel beschreibt die Einrichtung von Soundkarten, Video-Wiedergabe, TV-Tuner Karten und Scannern unter &os;. Es werden auch einige Anwendungen beschrieben, die für die Verwendung dieser Geräte zur Verfügung stehen. Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte: Konfiguration einer Soundkarte in &os;. Fehlersuche bei Sound Einstellungen. Wiedergabe und Kodierung von MP3s und anderen Audio-Formaten. Vorbereitung des Systems für die Wiedergabe von Videos. Wiedergabe von DVDs, .mpg- und .avi-Dateien. Rippen von CDs und DVDs. Konfiguration von TV-Karten. Installation und Konfiguration von MythTV. Konfiguration von Scannern Konfiguration von Bluetooth-Kopfhörern Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: Wissen, wie Sie Anwendungen installieren (). Soundkarten einrichten Moses Moore Von Marc Fonvieille Aktualisiert von Benedikt Köhler Übersetzt von Uwe Pierau PCI Soundkarten Bevor Sie die Konfiguration beginnen, sollten Sie in Erfahrung bringen welches Soundkartenmodell und welcher Chip benutzt wird. &os; unterstützt eine Reihe Soundkarten. Die Hardware-Notes zählen alle unterstützten Karten und deren Treiber für &os; auf. Kernel Konfiguration Um die Soundkarte benutzen zu können, muss der richtige Gerätetreiber geladen werden. Am einfachsten ist es, das Kernelmodul für die Soundkarte mit &man.kldload.8; zu laden. Dieses Beispiel lädt den Treiber für einen integrierten Chipsatz, basierend auf der Intel Spezifikation: &prompt.root; kldload snd_hda Um den Treiber automatisch beim Systemstart zu laden, fügen Sie folgende Zeile in /boot/loader.conf ein: snd_hda_load="YES" Weitere ladbare Soundmodule sind in /boot/defaults/loader.conf aufgeführt. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Gerätetreiber Sie laden müssen, laden Sie das Modul snd_driver: &prompt.root; kldload snd_driver Der Treiber snd_driver ist ein Meta-Treiber, der alle gebräuchlichen Treiber lädt und die Suche nach dem richtigen Treiber vereinfacht. Durch Hinzufügen des Meta-Treibers in /boot/loader.conf können alternativ alle Audio-Treiber geladen werden. Um zu ermitteln, welcher Treiber für die Soundkarte vom Meta-Treiber snd_driver geladen wurde, geben Sie cat /dev/sndstat ein. Soundkarten in der Kernelkonfiguration einrichten Die Unterstützung für die Soundkarte kann auch direkt in den Kernel kompiliert werden. Weitere Informationen über den Bau eines Kernels finden Sie im . Bei der Verwendung eines eigenen Kernels müssen Sie sicherstellen, dass der Treiber für das Audio-Framework in der Kernelkonfigurationsdatei vorhanden ist: device sound Als Nächstes muss die Unterstützung für die Soundkarte hinzugefügt werden. Um das Beispiel mit dem integrierten Intel Audio-Chipsatz aus dem vorherigen Abschnitt fortzusetzen, verwenden Sie die folgende Zeile in der Kernelkonfigurationsdatei: device snd_hda Lesen Sie die Manualpage des Treibers, um den entsprechenden Gerätenamen herauszufinden. Nicht PnP-fähige ISA-Soundkarten benötigen eventuell Einstellungen, wie IRQ und I/O-Port in /boot/device.hints. Während des Systemstarts liest der &man.loader.8; diese Datei und reicht die Einstellungen an den Kernel weiter. Für eine alte Creative &soundblaster; 16 ISA-Karte, die sowohl den &man.snd.sbc.4;- als auch den snd_sb16-Treiber benötigt, müssen die folgenden Zeilen in die Kernelkonfigurationsdatei eingetragen werden: device snd_sbc device snd_sb16 Wenn die Karte den I/O-Port 0x220 und IRQ 5 benutzt, müssen folgende Zeilen zusätzlich in /boot/device.hints hinzugefügt werden: hint.sbc.0.at="isa" hint.sbc.0.port="0x220" hint.sbc.0.irq="5" hint.sbc.0.drq="1" hint.sbc.0.flags="0x15" Die Syntax für /boot/device.hints wird in &man.sound.4;, sowie in der Manualpage des jeweiligen Treibers beschrieben. Das Beispiel verwendet die vorgegebenen Werte. Falls die Karteneinstellungen andere Werte vorgeben, müssen die Werte in der Kernelkonfiguration angepasst werden. Weitere Informationen zu dieser Soundkarte finden Sie in &man.snd.sbc.4;. Die Soundkarte testen Nachdem Sie den neuen Kernel gestartet oder das erforderliche Modul geladen haben, sollte die Soundkarte erkannt werden. Führen Sie dmesg | grep pcm aus, um dies zu überprüfen. Diese Ausgabe stammt von einem System mit einem integrierten Conexant CX20590 Chipsatz: pcm0: <NVIDIA (0x001c) (HDMI/DP 8ch)> at nid 5 on hdaa0 pcm1: <NVIDIA (0x001c) (HDMI/DP 8ch)> at nid 6 on hdaa0 pcm2: <Conexant CX20590 (Analog 2.0+HP/2.0)> at nid 31,25 and 35,27 on hdaa1 Der Status der Karte kann auch mit diesem Kommando geprüft werden: &prompt.root; cat /dev/sndstat FreeBSD Audio Driver (newpcm: 64bit 2009061500/amd64) Installed devices: pcm0: <NVIDIA (0x001c) (HDMI/DP 8ch)> (play) pcm1: <NVIDIA (0x001c) (HDMI/DP 8ch)> (play) pcm2: <Conexant CX20590 (Analog 2.0+HP/2.0)> (play/rec) default Die Ausgabe kann für jede Soundkarte anders aussehen. Wenn das Gerät pcm nicht erscheint, prüfen Sie die Kernelkonfigurationsdatei und stellen Sie sicher, dass der richtige Treiber geladen oder in den Kernel kompiliert wurde. Im nächsten Abschnitt werden häufig auftretende Probleme sowie deren Lösungen besprochen. Jetzt sollte die Soundkarte unter &os; funktionieren. Wenn ein CD- oder DVD-Laufwerk an die Soundkarte angeschlossen ist, können Sie jetzt mit &man.cdcontrol.1; eine CD abspielen: &prompt.user; cdcontrol -f /dev/acd0 play 1 Audio CDs besitzen eine spezielle Kodierung. Daher sollten sie nicht mit &man.mount.8; in das Dateisystem eingehangen werden. Es gibt viele Anwendungen, wie audio/workman, die eine bessere Benutzerschnittstelle besitzen. Zur Wiedergabe von MP3-Audiodateien kann audio/mpg123 installiert werden. Eine weitere schnelle Möglichkeit die Karte zu prüfen, ist es, Daten an das Gerät /dev/dsp zu senden: &prompt.user; cat Datei > /dev/dsp Für Datei kann eine beliebige Datei verwendet werden. Wenn Sie einige Geräusche hören, funktioniert die Soundkarte. Die Gerätedateien /dev/dsp* werden automatisch erzeugt, wenn sie das erste Mal benötigt werden. Werden sie nicht verwendet, sind sie hingegen nicht vorhanden und tauchen daher auch nicht in der Ausgabe von &man.ls.1; auf. Konfiguration von Bluetooth-Soundgeräten Bluetooth Audio Die Verbindung zu einem Bluetooth-Gerät wird in diesem Abschnitt nicht erläutert. Dazu finden Sie weitere Informationen in . Damit Bluetooth zusammen mit dem Soundsystem von &os; funktioniert, müssen Benutzer zuerst audio/virtual_oss installieren: &prompt.root; pkg install virtual_oss audio/virtual_oss setzt voraus, dass cuse in den Kernel geladen wird: &prompt.root; kldload cuse Führen Sie folgenden Befehl aus, damit cuse beim Systemstart automatisch geladen wird: &prompt.root; sysrc -f /boot/loader.conf cuse_load=yes Um Kopfhörer mit audio/virtual_oss zu benutzten, muss nach der Verbindung mit einem Bluetooth-Audiogerät ein virtuelles Gerät erstellt werden: &prompt.root; virtual_oss -C 2 -c 2 -r 48000 -b 16 -s 768 -R /dev/null -P /dev/bluetooth/headphones -d dsp headphones ist in diesem Beispiel ein Hostname aus /etc/bluetooth/hosts. Stattdessen kann auch BT_ADDR verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie in &man.virtual_oss.8;. Fehlerbehebung Device Node Gerätedatei I/O port IRQ DSP zeigt typische Fehlermeldungen sowie deren Lösungen: Typische Fehlermeldungen Fehler Lösung sb_dspwr(XX) timed out Der I/O-Port ist nicht korrekt angegeben. bad irq XX Der IRQ ist falsch angegeben. Stellen Sie sicher, dass der angegebene IRQ mit dem Sound IRQ übereinstimmt. xxx: gus pcm not attached, out of memory Es ist nicht genug Speicher verfügbar, um das Gerät zu betreiben. xxx: can't open /dev/dsp! Überprüfen Sie mit fstat | grep dsp ob eine andere Anwendung das Gerät geöffnet hat. Häufige Störenfriede sind esound oder die Sound-Unterstützung von KDE.
Moderne Grafikkarten beinhalten oft auch ihre eigenen Soundtreiber, um HDMI zu verwenden. Diese Audiogeräte werden manchmal vor der eigentlichen, separaten Soundkarte aufgeführt und dadurch nicht als das Standardgerät zum Abspielen von Tönen benutzt. Um zu prüfen, ob das der Fall ist, führen Sie dmesg aus und suchen Sie nach der Zeichenfolge pcm. Die Ausgabe sieht in etwa so aus: ... hdac0: HDA Driver Revision: 20100226_0142 hdac1: HDA Driver Revision: 20100226_0142 hdac0: HDA Codec #0: NVidia (Unknown) hdac0: HDA Codec #1: NVidia (Unknown) hdac0: HDA Codec #2: NVidia (Unknown) hdac0: HDA Codec #3: NVidia (Unknown) pcm0: <HDA NVidia (Unknown) PCM #0 DisplayPort> at cad 0 nid 1 on hdac0 pcm1: <HDA NVidia (Unknown) PCM #0 DisplayPort> at cad 1 nid 1 on hdac0 pcm2: <HDA NVidia (Unknown) PCM #0 DisplayPort> at cad 2 nid 1 on hdac0 pcm3: <HDA NVidia (Unknown) PCM #0 DisplayPort> at cad 3 nid 1 on hdac0 hdac1: HDA Codec #2: Realtek ALC889 pcm4: <HDA Realtek ALC889 PCM #0 Analog> at cad 2 nid 1 on hdac1 pcm5: <HDA Realtek ALC889 PCM #1 Analog> at cad 2 nid 1 on hdac1 pcm6: <HDA Realtek ALC889 PCM #2 Digital> at cad 2 nid 1 on hdac1 pcm7: <HDA Realtek ALC889 PCM #3 Digital> at cad 2 nid 1 on hdac1 ... In diesem Beispiel wurde die Grafikkarte (NVidia) vor der Soundkarte (Realtek ALC889) aufgeführt. Um die Soundkarte als Standardabspielgerät einzusetzen, ändern Sie hw.snd.default_unit auf die Einheit, welche für das Abspielen benutzt werden soll: &prompt.root; sysctl hw.snd.default_unit=n Hier repräsentiert n die Nummer der Soundkarte, die verwendet werden soll, in diesem Beispiel also 4. Sie können diese Änderung dauerhaft machen, indem Sie die folgende Zeile in /etc/sysctl.conf hinzufügen: hw.snd.default_unit=4
Mehrere Tonquellen abspielen Munish Chopra Beigetragen von Oft sollen mehrere Tonquellen gleichzeitig abgespielt werden. &os; verwendet dazu virtuelle Tonkanäle. Virtuelle Kanäle mischen die Tonquellen im Kernel, sodass mehrere Kanäle benutzt werden können, als von der Hardware unterstützt werden. Drei &man.sysctl.8; Optionen stehen zur Konfiguration der virtuellen Kanäle zur Verfügung: &prompt.root; sysctl dev.pcm.0.play.vchans=4 &prompt.root; sysctl dev.pcm.0.rec.vchans=4 &prompt.root; sysctl hw.snd.maxautovchans=4 Im Beispiel werden vier virtuelle Kanäle eingerichtet, eine im Normalfall ausreichende Anzahl. Sowohl dev.pcm.0.play.vchans=4 und dev.pcm.0.rec.vchans=4 sind die Anzahl der virtuellen Kanäle des Geräts pcm0, die fürs Abspielen und Aufnehmen verwendet werden und sie können konfiguriert werden, sobald das Gerät existiert. Da das Modul pcm unabhängig von den Hardware-Treibern geladen werden kann, gibt hw.snd.maxautovchans die Anzahl der virtuellen Kanäle an, die später eingerichtete Audiogeräte erhalten. Lesen Sie &man.pcm.4; für weitere Informationen. Die Anzahl der virtuellen Kanäle kann nicht geändert werden, solange das Gerät genutzt wird. Schließen Sie daher zuerst alle Programme wie Musikabspielprogramme oder Sound-Daemonen, die auf dieses Gerät zugreifen. Die korrekte pcm-Gerätedatei wird automatisch zugeteilt, wenn ein Programm das Gerät /dev/dsp0 anfordert. Den Mixer einstellen Josef El-Rayes Beigetragen von Die Voreinstellungen des Mixers sind im Treiber &man.pcm.4; fest kodiert. Es gibt zwar viele Anwendungen und Dienste, die den Mixer einstellen können und die eingestellten Werte bei jedem Start wieder setzen, am einfachsten ist es allerdings, die Standardwerte für den Mixer direkt im Treiber einzustellen. Der Mixer kann mit den entsprechenden Werten in /boot/device.hints eingestellt werden: hint.pcm.0.vol="50" Die Zeile setzt die Lautstärke des Mixers beim Laden des Moduls &man.pcm.4; auf den Wert 50.
MP3-Audio Chern Lee Ein Beitrag von Benedikt Köhler Übersetzt von Dieser Abschnitt beschreibt einige unter &os; verfügbare MP3-Player. Zudem wird beschrieben, wie Audio-CDs gerippt und MP3s kodiert und dekodiert werden. MP3-Player Ein beliebter graphischer MP3-Player ist Audacious, welcher WinAmp-Skins und zusätzliche Plugins unterstützt. Die Benutzerschnittstelle ist leicht zu erlernen und enthält eine Playlist, einen graphischen Equalizer und vieles mehr. Diejenigen, die bereits mit WinAmp vertraut sind, werden Audacious sehr leicht zu benutzen finden. Unter &os; kann Audacious als Port oder Paket multimedia/audacious installiert werden. Audacious ist ein Ableger von XMMS. Das Paket audio/mpg123 ist ein alternativer, kommandozeilenorientierter MP3-Player. Nach der Installation kann die abzuspielende MP3-Datei auf der Kommandozeile angegeben werden. Geben Sie auch das entsprechende Soundkarte an, falls das System über mehrere Audiogeräte verfügt: &prompt.root; mpg123 -a /dev/dsp1.0 Foobar-GreatestHits.mp3 High Performance MPEG 1.0/2.0/2.5 Audio Player for Layer 1, 2 and 3 version 1.18.1; written and copyright by Michael Hipp and others free software (LGPL) without any warranty but with best wishes Playing MPEG stream from Foobar-GreatestHits.mp3 ... MPEG 1.0 layer III, 128 kbit/s, 44100 Hz joint-stereo Weitere MP3-Player stehen in der &os; Ports-Sammlung zur Verfügung. <acronym>CD</acronym>-Audio Tracks rippen Bevor eine ganze CD oder einen CD-Track in das MP3-Format umgewandelt werden kann, müssen die Audiodaten von der CD auf die Festplatte gerippt werden. Dabei werden die CDDA (CD Digital Audio) Rohdaten in WAV-Dateien kopiert. Die Anwendung cdda2wav, die im sysutils/cdrtools Paket enthalten ist, kann zum Rippen der Audiodaten von CDs genutzt werden. Wenn die Audio CD in dem Laufwerk liegt, kann der folgende Befehl als root ausgeführt werden, um eine ganze CD in einzelne WAV-Dateien zu rippen: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -B In diesem Beispiel bezieht sich der Schalter auf das SCSI-Gerät 0,1,0, das die zu rippende CD enthält. Benutzen Sie cdrecord -scanbus um die richtigen Geräteparameter für das System zu bestimmen. Um einzelne Tracks zu rippen, benutzen Sie wie folgt: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 7 Um mehrere Tracks zu rippen, zum Beispiel die Tracks eins bis sieben, können Sie wie folgt einen Bereich angeben: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 1+7 Wenn Sie von einem ATAPI (IDE) CD-ROM-Laufwerk rippen, geben Sie den Gerätenamen anstelle der SCSI-Gerätenummer an. Dieses Beispiel rippt Track 7 von einem IDE-Laufwerk: &prompt.root; cdda2wav -D /dev/acd0 -t 7 Alternativ können mit dd ebenfalls Audio-Stücke von ATAPI-Laufwerken kopiert werden. Dies wird in erläutert. MP3-Dateien kodieren und dekodieren Lame ist ein weitverbreiteter MP3-Encoder, der als Port audio/lame installiert werden kann. Wegen Patentproblemen ist kein Paket verfügbar. Der folgende Befehl konvertiert die gerippte WAV-Datei audio01.wav in audio01.mp3 um: &prompt.root; lame -h -b 128 --tt "Foo Liedtietel" --ta "FooBar Künstler" --tl "FooBar Album" \ --ty "2014" --tc "Gerippt und kodiert von Foo" --tg "Musikrichtung" audio01.wav audio01.mp3 128 kbits ist die gewöhnliche MP3-Bitrate, wohingegen die Bitraten 160 und 192 kbits eine höhere Qualität bieten. Je höher die Bitrate ist, desto mehr Speicherplatz benötigt die resultierende MP3-Datei. Die Option verwendet den higher quality but a little slower (höhere Qualität, aber etwas langsamer) Modus. Die Schalter, die mit beginnen, sind ID3-Tags, die in der Regel Informationen über das Lied enthalten und in die MP3-Datei eingebettet sind. Weitere Optionen können in der Manualpage von lame nachgelesen werden. Um aus MP3-Dateien eine Audio CD zu erstellen, müssen diese zuerst in ein nicht komprimiertes Format umgewandelt werden. Verwenden Sie XMMS um die Datei im WAV-Format zu schreiben und mpg123, um die MP3-Datei in rohe PCM-Audiodaten umzuwandeln. Um audio01.mp3 mit mpg123 umzuwandeln, geben Sie den Namen der PCM-Datei an: &prompt.root; mpg123 -s audio01.mp3 > audio01.pcm So verwenden Sie XMMS um eine MP3-Datei in das WAV-Format zu konvertieren: Mit <application>XMMS</application> in das <acronym>WAV</acronym>-Format konvertieren Starten Sie XMMS. Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um das XMMS-Menu zu öffnen. Wählen Sie Preferences im Untermenü Options. Ändern Sie das Output-Plugin in Disk Writer Plugin. Drücken Sie Configure. Geben Sie ein Verzeichnis ein, in das Sie die unkomprimierte Datei schreiben wollen. Laden Sie die MP3-Datei wie gewohnt in XMMS mit einer Lautstärke von 100% und einem abgeschalteten EQ. Drücken Sie Play und es wird so aussehen, als spiele XMMS die MP3-Datei ab, aber keine Musik ist zu hören. Der Player überspielt die MP3-Datei in eine Datei. Vergessen Sie nicht, das Output-Plugin wieder in den Ausgangszustand zurückzusetzen um wieder MP3-Dateien anhören zu können. cdrecord kann mit beiden Formaten Audio-CDs erstellen. Der Dateikopf von WAV-Dateien erzeugt am Anfang des Stücks ein Knacken. Der Dateikopf mit dem Port oder Paket audio/sox entfernt werden: &prompt.user; sox -t wav -r 44100 -s -w -c 2 track.wav track.raw Lesen Sie , um mehr Informationen zur Benutzung von CD-Brennern mit &os; zu erhalten. Videos wiedergeben Ross Lippert Beigetragen von Bevor Sie beginnen, sollten Sie das Modell und den benutzten Chip der Videokarte kennen. Obwohl &xorg; viele Videokarten unterstützt, können nicht alle Karten Videos schnell genug wiedergeben. Eine Liste der Erweiterungen, die der &xorg;-Server für eine Videokarte unterstützt, erhalten Sie unter laufendem &xorg; mit xdpyinfo. Halten Sie eine kurze MPEG-Datei bereit, mit der Sie Wiedergabeprogramme und deren Optionen testen können. Da einige DVD-Spieler in der Voreinstellung das DVD-Gerät mit /dev/dvd ansprechen oder diesen Namen fest einkodiert haben, ist es vielleicht hilfreich symbolische Links auf die richtigen Geräte anzulegen: &prompt.root; ln -sf /dev/acd0 /dev/dvd Aufgrund der Beschaffenheit &man.devfs.5; gehen gesondert angelegte Links wie diese bei einem Neustart des Systems verloren. Damit die symbolischen Links automatisch beim Neustart des Systems angelegt werden, fügen Sie die folgende Zeile in /etc/devfs.conf ein: link acd0 dvd Das Entschlüsseln von DVDs erfordert den Aufruf bestimmter Funktionen, sowie Schreibzugriff auf das DVD-Gerät. &xorg; benutzt Shared-Memory und es wird empfohlen, die nachstehenden &man.sysctl.8;-Variablen auf die gezeigten Werte zu erhöhen: kern.ipc.shmmax=67108864 kern.ipc.shmall=32768 Video-Schnittstellen XVideo SDL DGA Es gibt einige Möglichkeiten, Videos unter &xorg; abzuspielen. Welche Möglichkeit funktioniert, hängt stark von der verwendeten Hardware ab. Gebräuchliche Video-Schnittstellen sind: &xorg;: normale Ausgabe über Shared-Memory. XVideo: Eine Erweiterung der &xorg;-Schnittstelle, die Videos in jedem X11-Drawable anzeigen kann. Diese Erweiterung bietet auch auf leistungsschwachen Maschinen eine gute Qualität der Wiedergabe. Der nächste Abschnitt beschreibt, wie Sie feststellen, ob diese Erweiterung ausgeführt wird. SDL: Simple DirectMedia Layer ist eine portable Schnittstelle für verschiedene Betriebssysteme, mit denen Anwendungen plattformunabhängig und effizient Ton und Grafik benutzen können. SDL bietet eine hardwarenahe Schnittstelle, die manchmal schneller ist als die &xorg;-Schnittstelle. Unter &os; kann SDL über das Paket oder den Port devel/sdl20 installiert werden. DGA: Direct Graphics Access ist eine &xorg;-Erweiterung die es Anwendungen erlaubt, am &xorg;-Server vorbei direkt in den Framebuffer zu schreiben. Da die Anwendung und der &xorg;-Server auf gemeinsame Speicherbereiche zugreifen, müssen die Anwendungen unter dem Benutzer root laufen. Die DGA-Erweiterung kann mit &man.dga.1; getestet werden. Wenn DGA ausgeführt wird, ändert sich die Farbe des Bildschrims, wenn eine Taste gedrückt wird. Drücken Sie zum Beenden q. SVGAlib: Eine Schnittstelle zur Grafikausgabe auf der Konsole. XVideo Ob die Erweiterung läuft, entnehmen Sie der Ausgabe von xvinfo: &prompt.user; xvinfo XVideo wird untertsützt, wenn die Ausgabe in etwa wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 Adaptor #0: "Savage Streams Engine" number of ports: 1 port base: 43 operations supported: PutImage supported visuals: depth 16, visualID 0x22 depth 16, visualID 0x23 number of attributes: 5 "XV_COLORKEY" (range 0 to 16777215) client settable attribute client gettable attribute (current value is 2110) "XV_BRIGHTNESS" (range -128 to 127) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) "XV_CONTRAST" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_SATURATION" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_HUE" (range -180 to 180) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) maximum XvImage size: 1024 x 1024 Number of image formats: 7 id: 0x32595559 (YUY2) guid: 59555932-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: YUV (packed) id: 0x32315659 (YV12) guid: 59563132-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x30323449 (I420) guid: 49343230-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x36315652 (RV16) guid: 52563135-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x3e0, 0x7c00 id: 0x35315652 (RV15) guid: 52563136-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x7e0, 0xf800 id: 0x31313259 (Y211) guid: 59323131-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 6 number of planes: 3 type: YUV (packed) id: 0x0 guid: 00000000-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 0 number of planes: 0 type: RGB (packed) depth: 1 red, green, blue masks: 0x0, 0x0, 0x0 Einige der aufgeführten Formate, wie YUV2 oder YUV12 existieren in machen XVideo-Implementierungen nicht. Dies kann zu Problemen mit einigen Spielern führen. XVideo wird wahrscheinlich von der Karte nicht unterstützt, wenn die Ausgabe wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 no adaptors present Wenn die XVideo-Erweiterung auf der Karte nicht läuft, wird es nur etwas schwieriger, die Anforderungen für die Wiedergabe von Videos zu erfüllen. Video-Anwendungen Video-Anwendungen Dieser Abschnitt behandelt Anwendungen aus der &os;-Ports-Sammlung, die für die Wiedergabe von Videos genutzt werden können. <application>MPlayer</application> und <application>MEncoder</application> MPlayer ist ein auf Geschwindigkeit und Flexibilität ausgelegter Video-Spieler für die Kommandozeile mit optionaler graphischer Oberfläche. Weitere graphische Oberflächen für MPlayer stehen in der &os; Ports-Sammlung zur Verfügung. MPlayer MPlayer kann als Paket oder Port multimedia/mplayer installiert werden. Der Bau von MPlayer berücksichtigt die vorhandene Hardware und es können zahlreiche Optionen ausgewählt werden. Aus diesen Gründen ziehen es manche Benutzer vor, den Port zu übersetzen, anstatt das Paket zu installieren. Die Optionen sollten beim Bau des Ports überprüft werden, um dem Umfang der Unterstützung, mit dem der Port gebaut wird, zu bestimmen. Wenn eine Option nicht ausgewählt wird, ist MPlayer nicht in der Lage, diese Art von Video-Format wiederzugeben. Mit den Pfeiltasten und der Leertaste können die erforderlichen Formate ausgewählt werden. Wenn Sie fertig sind, drücken Sie Enter, um den Bau und die Installation fortzusetzen. In der Voreinstellung wird das Paket oder der Port das mplayer-Kommandozeilenprogramm und das graphische Programm gmplayer bauen. Um Videos zu dekodieren, installieren Sie den Port multimedia/mencoder. Aus lizenzrechtlichen Gründen steht ein Paket von MEncoder nicht zur Verfügung. MPlayer erstellt beim ersten Start ~/.mplayer im Heimatverzeichnis des Benutzers. Dieses Verzeichnis enthält die voreingestellten Konfigurationseinstellungen für den Benutzer. Dieser Abschnitt beschreibt nur ein paar wenige Anwendungsmöglichkeiten. Eine vollständige Beschreibung der zahlreichen Möglichkeiten finden Sie in der Manualpage von mplayer(1). Um die Datei testfile.avi abzuspielen, geben Sie die Video-Schnittstelle mit an: &prompt.user; mplayer -vo xv testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo sdl testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo x11 testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo dga testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo 'sdl:dga' testfile.avi Es lohnt sich, alle Option zu testen. Die erzielte Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab und variiert beträchtlich je nach eingesetzter Hardware. Wenn Sie eine DVD abspielen wollen, ersetzen Sie testfile.avi durch . N ist die Nummer des Stücks, das Sie abspielen wollen und Gerät gibt den Gerätenamen der DVD an. Das nachstehende Kommando spielt das dritte Stück von /dev/dvd: &prompt.root; mplayer -vo dga -dvd://3 /dev/dvd Das standardmäßig verwendete DVD-Laufwerk kann beim Bau des MPlayer-Ports mit der Option WITH_DVD_DEVICE=/pfad/zum/gerät festgelegt werden. Die Voreinstellung verwendet das Gerät /dev/cd0. Weitere Details finden Sie in Makefile.options des Ports. Die Tastenkombinationen zum Abbrechen, Anhalten und Weiterführen der Wiedergabe entnehmen Sie der Ausgabe von mplayer -h oder der mplayer(1) Manualpage. Weitere nützliche Optionen für die Wiedergabe sind zur Wiedergabe im Vollbild-Modus und zur Steigerung der Geschwindigkeit. Jeder Benutzer kann häufig verwendete Optionen in seine ~/.mplayer/config eintragen: vo=xv fs=yes zoom=yes mplayer kann verwendet werden, um DVD-Stücke in .vob-Dateien zu rippen. Das zweite Stück einer DVD wandeln Sie wie folgt in eine Datei um: &prompt.root; mplayer -dumpstream -dumpfile out.vob -dvd://2 /dev/dvd Die Ausgabedatei out.vob wird im MPEG-Format abgespeichert. Jeder Benutzer, der mehr Informationen über Video unter &unix; sammeln möchte, sollte mplayerhq.hu/DOCS konsultieren, da es technisch sehr informativ ist. Diese Dokumentation sollte ebenfalls studiert werden, bevor Fehlerberichte eingereicht werden. mencoder Vor der Verwendung von mencoder ist es hilfreich, sich mit den auf mplayerhq.hu/DOCS/HTML/en/mencoder.html beschriebenen Optionen vertraut zu machen. Es gibt unzählige Möglichkeiten die Qualität zu verbessern, die Bitrate zu verringern und Formate zu konvertieren. Einige davon haben erhebliche Auswirkungen auf die Geschwindigkeit. Falsche Kombinationen von Kommandozeilenparametern ergeben eventuell Dateien, die selbst mplayer nicht mehr wiedergeben kann. Hier ist ein Beispiel für eine einfache Kopie: &prompt.user; mencoder input.avi -oac copy -ovc copy -o output.avi Wenn Sie in eine Datei rippen, benutzen Sie die Option von mplayer. Um input.avi nach MPEG4 mit MPEG3 für den Ton zu konvertieren, muss zunächst der Port audio/lame installiert werden. Aus lizenzrechtlichen Gründen ist ein Paket nicht verfügbar. Wenn der Port installiert ist, geben Sie ein: &prompt.user; mencoder input.avi -oac mp3lame -lameopts br=192 \ -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:vhq -o output.avi Die Ausgabedatei lässt sich mit Anwendungen wie mplayer oder xine abspielen. input.avi kann durch ersetzt und das Kommando als root ausgeführt werden, um ein DVD-Stück direkt zu konvertieren. Da vielleicht ein paar Versuche nötig sind, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten, empfiehlt es sich das Stück zuerst in eine Datei zu schreiben und anschließend die Datei weiter zu bearbeiten. Der Video-Spieler <application>xine</application> xine ist ein Video-Spieler mit einer wiederverwendbaren Bibliothek und ein Programm, das durch Plugins erweitert werden kann. Es kann als Paket oder Port multimedia/xine installiert werden. Für einen reibungslosen Betrieb benötigt xine entweder eine schnelle CPU mit einer schnellen Grafikkarte, oder die XVideo-Erweiterung. Am schnellsten läuft xine mit der XVideo-Erweiterung. In der Voreinstellung startet xine eine grafische Benutzeroberfläche. Über die Menüs können dann bestimmte Dateien geöffnet werden. Alternativ kann xine auch über die Kommandozeile aufgerufen werden, um Dateien direkt wiederzugeben: &prompt.user; xine -g -p mymovie.avi Weitere Informationen und Tipps zur Fehlerbehebung finden Sie unter xine-project.org/faq. Die <application>Transcode</application>-Werkzeuge Transcode ist eine Sammlung von Werkzeugen zur Umwandlung von Video- und Audio-Dateien. Transcode mischt Video-Dateien und kann kaputte Video-Dateien reparieren. Die Werkzeuge werden als Filter verwendet, das heißt die Ein- und Ausgaben verwenden stdin/stdout. Unter &os; kann Transcode als Paket oder Port multimedia/transcode installiert werden. Viele Benutzer bevorzugen es den Port zu bauen, da er ein Menü bereitstellt, wo die entsprechenden Formate für den Bau ausgewählt werden können. Mit den Pfeiltasten und der Leertaste können die erforderlichen Formate ausgewählt werden. Wenn Sie fertig sind, drücken Sie Enter, um den Bau und die Installation fortzusetzen. Dieses Beispiel zeigt, wie eine DivX-Datei in eine PAL MPEG-1-Datei konvertiert wird: &prompt.user; transcode -i input.avi -V --export_prof vcd-pal -o output_vcd &prompt.user; mplex -f 1 -o output_vcd.mpg output_vcd.m1v output_vcd.mpa Die daraus resultierende MPEG-Datei, output_vcd.mpg, kann beispielsweise mit MPlayer abgespielt werden. Die Datei kann auch mit einem Programm wie multimedia/vcdimager oder sysutils/cdrdao als Video-CD auf eine CD-R gebrannt werden. Zusätzlich zu der Manualpage von transcode, sollten Sie auch die Informationen und Beispiele im transcoding.org/cgi-bin/transcode lesen. TV-Karten Josef El-Rayes Beigetragen von Marc Fonvieille Überarbeitet von TV-Karten Mit TV-Karten können Sie mit dem Rechner über Kabel oder Antenne fernsehen. Die meisten Karten besitzen einen RCA- oder S-Video-Eingang. Einige Karten haben auch einen FM-Radio-Empfänger. Der &man.bktr.4;-Treiber von &os; unterstützt PCI-TV-Karten mit einem Brooktree Bt848/849/878/879 Chip. Dieser Teiber unterstützt die meisten Pinnacle PCTV Karten. Die Karte sollte einen der unterstützten Empfänger besitzen, die in &man.bktr.4; aufgeführt sind. Den Treiber laden Um die Karte benutzen zu können, muss der &man.bktr.4;-Treiber geladen werden. Damit dies beim Systemstart automatisch erfolgt, muss die folgende Zeile in /boot/loader.conf hinzugefügt werden: bktr_load="YES" Alternativ kann der Treiber für die TV-Karte auch fest in den Kernel kompiliert werden. In diesem Fall müssen folgende Zeilen in die Kernelkonfigurationsdatei aufgenommen werden: device bktr device iicbus device iicbb device smbus Die zusätzlichen Treiber werden benötigt, da die Komponenten der Karte über einen I2C-Bus verbunden sind. Bauen und installieren Sie dann den neuen Kernel. Um den Treiber zu testen, muss das System neu gestartet werden. Während des Neustarts sollte die TV-Karte erkannt werden: bktr0: <BrookTree 848A> mem 0xd7000000-0xd7000fff irq 10 at device 10.0 on pci0 iicbb0: <I2C bit-banging driver> on bti2c0 iicbus0: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only iicbus1: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only smbus0: <System Management Bus> on bti2c0 bktr0: Pinnacle/Miro TV, Philips SECAM tuner. Abhängig von der verwendeten Hardware können die Meldungen natürlich anders aussehen. Die entdeckten Geräte lassen sich mit &man.sysctl.8; oder in der Kernelkonfigurationsdatei überschreiben. Wenn Sie beispielsweise einen Philips-SECAM-Empfänger erzwingen wollen, fügen Sie die folgende Zeile zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu: options OVERRIDE_TUNER=6 Alternativ können Sie &man.sysctl.8; benutzen: &prompt.root; sysctl hw.bt848.tuner=6 Weitere Informationen zu den verschiedenen Kerneloptionen und &man.sysctl.8;-Parametern finden Sie in &man.bktr.4;. Nützliche Anwendungen Um die TV-Karte zu benutzen, installieren Sie eine der nachstehenden Anwendungen: multimedia/fxtv lässt das Fernsehprogramm in einem Fenster laufen und kann Bilder, Audio und Video aufzeichnen. multimedia/xawtv eine weitere TV-Anwendung mit vergleichbaren Funktionen. Mit audio/xmradio lässt sich der FM-Radio-Empfänger, der sich auf TV-Karten befindet, benutzen. Weitere Anwendungen finden Sie in der &os; Ports-Sammlung. Fehlersuche Wenn Sie Probleme mit der TV-Karte haben, prüfen Sie zuerst, ob der Video-Capture-Chip und der Empfänger vom &man.bktr.4;-Treiber unterstützt werden und ob Sie die richtigen Optionen verwenden. Weitere Hilfe zu unterstützten TV-Karten finden Sie auf der Mailingliste &a.multimedia.name;. MythTV MythTV ist eine beliebte Open Source PVR-Anwendung. Dieser Abschnitt beschreibt die Installation und Konfiguration von MythTV unter &os;. Weitere Informationen zur Benutzung von MythTV finden Sie unter mythtv.org/wiki. MythTV benötigt ein Frontend und ein Backend. Diese Komponenten können entweder auf dem gleichen System, oder auf unterschiedlichen Maschinen installiert werden. Das Frontend kann unter &os; über den Port oder das Paket multimedia/mythtv-frontend installiert werden. Zudem muss &xorg;, wie in beschrieben, installiert und konfiguriert sein. Idealerweise besitzt das System auch eine Videokarte, die X-Video Motion Compensation (XvMC) unterstützt, sowie optional eine LIRC-kompatible Fernbedienung. Benutzen Sie multimedia/mythtv, um sowohl das Frontend als auch das Backend zu installieren. Ein &mysql; Datenbank-Server ist ebenfalls erforderlich und sollte automatisch als Abhängigkeit installiert werden. Optional sollte das System einen Empfänger und ausreichend Speicherplatz haben, um die aufgezeichneten Daten speichern zu können. Hardware MythTV verwendet V4L um auf Videoeingabegeräte, wie Kodierer und Empfänger zuzugreifen. Unter &os; funktioniert MythTV am besten mit USB DVB-S/C/T Karten, die von multimedia/webcamd unterstützt werden, da dies eine V4L-Anwendung zur Verfügung stellt, die als Benutzerprogramm läuft. Jede DVB-Karte, die von webcamd unterstützt wird, sollte mit MythTV funktionieren, jedoch gibt es eine Liste von Karten, die unter wiki.freebsd.org/WebcamCompat abgerufen werden kann. Es existieren auch Treiber für Hauppauge-Karten in den folgenden Paketen: multimedia/pvr250 und multimedia/pvrxxx, allerdings liefern diese nur eine Treiberschnittstelle, die nicht dem Standard entspricht und die nicht mit MythTV-Versionen grösser als 0.23 funktionieren. Aus lizenzrechtlichen Gründen ist ein Paket nicht verfügbar, sodass die beiden Ports übersetzt werden müssen. Die wiki.freebsd.org/HTPC enthält eine Liste von allen verfügbaren DVB-Treibern. MythTV Backend einrichten Geben Sie folgendes ein, um MythTV als Binärpaket zu installieren: &prompt.root; pkg install mythtv Alternativ können Sie den Port installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/multimedia/mythtv &prompt.root; make install Richten Sie anschließend die MythTV-Datenbank ein: &prompt.root; mysql -uroot -p < /usr/local/share/mythtv/database/mc.sql Konfigurieren Sie dann das Backend: &prompt.root; mythtv-setup Zum Schluss starten Sie das Backend: &prompt.root; sysrc mythbackend_enable=yes &prompt.root; service mythbackend start Scanner Marc Fonvieille Beigetragen von Scanner Unter &os; stellt SANE (Scanner Access Now Easy) aus der Ports-Sammlung eine einheitliche Schnittstelle (API) für den Zugriff auf Scanner bereit. SANE wiederum greift auf Scanner mithilfe einiger &os;-Treiber zu. &os; unterstützt sowohl SCSI- als auch USB-Scanner. Abhängig von der Schnittstelle des Scanners, werden unterschiedliche Treiber benötigt. Prüfen Sie vor der Konfiguration mithilfe der Liste der unterstützten Geräte ob der Scanner von SANE unterstützt wird. Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie feststellen können, ob der Scanner von &os; erkannt wurde. Zudem enthält es einen Überblick über die Konfiguration und Verwendung von SANE unter &os;. Den Scanner überprüfen Im GENERIC-Kernel sind schon alle, für einen USB-Scanner notwendigen Treiber enthalten. Benutzer mit einem angepassten Kernel sollten sicherstellen, dass die Kernelkonfiguration die nachstehenden Zeilen enthält: device usb device uhci device ohci -device ehci +device ehci +device xhci Um zu überprüfen ob der Scanner erkannt wird, schließen Sie den USB-Scanner an. Prüfen Sie dann mit &man.dmesg.8;, ob der Scanner in den Systemmeldungen erscheint: ugen0.2: <EPSON> at usbus0 In diesem Beispiel wurde ein &epson.perfection; 1650 USB-Scanner an /dev/ugen0.2 erkannt. Wenn der Scanner eine SCSI-Schnittstelle besitzt, ist die Kernelkonfiguration abhängig vom verwendeten SCSI-Controller. Der GENERIC-Kernel unterstützt die gebräuchlichen SCSI-Controller. Den richtigen Treiber finden Sie in /usr/src/sys/conf/NOTES. Neben dem SCSI-Treiber muss die Kernelkonfiguration noch die nachstehenden Zeilen enthalten: device scbus device pass Nachdem Sie einen Kernel gebaut und installiert haben, sollte der Scanner beim Neustart in den Systemmeldungen erscheinen: pass2 at aic0 bus 0 target 2 lun 0 pass2: <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> Fixed Scanner SCSI-2 device pass2: 3.300MB/s transfers Wenn der Scanner während des Systemstarts ausgeschaltet war, können Sie die Geräteerkennung erzwingen, indem Sie den SCSI-Bus erneut absuchen. Verwenden Sie dazu camcontrol: &prompt.root; camcontrol rescan all Re-scan of bus 0 was successful Re-scan of bus 1 was successful Re-scan of bus 2 was successful Re-scan of bus 3 was successful Der Scanner sollte jetzt in der SCSI-Geräteliste erscheinen: &prompt.root; camcontrol devlist <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 5 lun 0 (pass0,da0) <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 6 lun 0 (pass1,da1) <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> at scbus1 target 2 lun 0 (pass3) <PHILIPS CDD3610 CD-R/RW 1.00> at scbus2 target 0 lun 0 (pass2,cd0) Weitere Informationen über SCSI-Geräte unter &os; finden Sie in &man.scsi.4; und &man.camcontrol.8;. <application>SANE</application> konfigurieren - SANE besteht aus zwei - Teilen, den Backends - (graphics/sane-backends) - und den Frontends - (graphics/sane-frontends oder - graphics/xsane). - Das Backend greift auf den Scanner zu. Lesen Sie Das SANE-System ermöglicht den + Zugriff auf den Scanner über Backends + (graphics/sane-backends). Lesen Sie http://www.sane-project.org/sane-supported-devices.html um herauszufinden, welches Backend welchen Scanner - unterstützt. Die Frontends sind die Anwendungen, mit denen - gescannt wird. graphics/sane-frontends - installiert xscanimage, während - graphics/xsane - xsane installiert. + unterstützt. Eine graphische Oberfläche wird über Anwendungen + von Drittanbietern wie Kooka + (graphics/kooka) oder + XSane + (graphics/xsane) bereitgestellt. Die + Backends von SANE reichen aus, um + den Scanner zu testen. - Installieren Sie die beiden Komponenten als Paket: + Installieren Sie die Backends als Paket: - &prompt.root; pkg install xsane sane-frontends + &prompt.root; pkg install sane-backends - Alternativ können Sie die Komponenten aus der + Alternativ können Sie die Backends aus der Ports-Sammlung installieren: - &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/sane-frontends -&prompt.root; make install clean -&prompt.root; cd /usr/ports/graphics/xsane + &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/sane-backends &prompt.root; make install clean Nachdem Sie den Port oder das Paket graphics/sane-backends installiert haben, können Sie mit dem Befehl sane-find-scanner prüfen, ob SANE den Scanner erkennt: &prompt.root; sane-find-scanner -q found SCSI scanner "AGFA SNAPSCAN 600 1.10" at /dev/pass3 Die Ausgabe zeigt die Schnittstelle und die verwendete Gerätedatei des Scanners. Der Hersteller und das Modell können in der Ausgabe fehlen. Bei einigen USB-Scannern muss die Firmware geladen werden. Lesen Sie sane-find-scanner(1) und sane(7) für weitere Details. Als nächstes müssen Sie prüfen, ob der Scanner vom Frontend erkannt wird. Die SANE-Backends werden mit dem Kommandozeilenwerkzeug scanimage geliefert. Mit diesem Werkzeug können Sie sich Scanner anzeigen lassen und den Scan-Prozess von der Kommandozeile starten. Die Option zeigt die Scanner an. Das erste Beispiel ist für einen SCSI-Scanner, das zweite ist für einen USB-Scanner: &prompt.root; scanimage -L device `snapscan:/dev/pass3' is a AGFA SNAPSCAN 600 flatbed scanner &prompt.root; scanimage -L -device 'epson2:libusb:/dev/usb:/dev/ugen0.2' is a Epson GT-8200 flatbed scanner +device 'epson2:libusb:000:002' is a Epson GT-8200 flatbed scanner - Die Zeile - 'epson2:libusb:/dev/usb:/dev/ugen0.2' im - zweiten Beispiel nennt das Backend (epson2) - und die Gerätedatei (/dev/ugen0.2), die der - Scanner verwendet. + Im zweiten Beispiel ist epson2 der + Backend-Name. libusb:000:002 bedeutet, + dass /dev/ugen0.2 die vom Scanner + verwendete Gerätedatei ist. Wenn scanimage den Scanner nicht erkennen kann, erscheint folgende Meldung: &prompt.root; scanimage -L No scanners were identified. If you were expecting something different, check that the scanner is plugged in, turned on and detected by the sane-find-scanner tool (if appropriate). Please read the documentation which came with this software (README, FAQ, manpages). Wenn das passiert, müssen Sie in der Konfigurationsdatei des Backends unterhalb von /usr/local/etc/sane.d/ den verwendeten Scanner eintragen. Wenn der Scanner &epson.perfection; 1650, der das Backend epson2 benutzt, nicht erkannt wurde, muss /usr/local/etc/sane.d/epson2.conf angepasst werden. Fügen Sie eine Zeile mit der Schnittstelle und dem Gerätenamen in die Datei ein. In diesem Beispiel wurde die nachstehende Zeile eingefügt: usb /dev/ugen0.2 Speichern Sie die Änderungen und prüfen Sie, ob der Scanner mit dem richtigen Backend und Gerätenamen erkannt wird: &prompt.root; scanimage -L -device 'epson2:libusb:/dev/usb:/dev/ugen0.2' is a Epson GT-8200 flatbed scanner +device 'epson2:libusb:000:002' is a Epson GT-8200 flatbed scanner Wenn scanimage -L den Scanner erkannt hat, ist der Scanner eingerichtet und bereit, zu scannen. Obwohl scanimage von der Kommandozeile scannen kann, ist eine graphische Anwendung - zum Scannen besser geeignet. SANE - bietet ein einfaches und effizientes Werkzeug: - xscanimage. - - Alternativ ist xsane, das über - den Port oder das Paket graphics/xsane - installiert wird, eine weitere beliebte graphische Anwendung. - Dieses Frontend besitzt erweiterte Funktionen wie den - Scan-Modus, eine Farbkorrektur und Batch-Scans. Beide - Anwendungen lassen sich als - GIMP-Plugin verwenden. + zum Scannen besser geeignet. Bekannte Programme sind + Koka oder + XSane. Diese Frontends besitzten + erweiterte Funktionen wie den Scan-Modus, Farbkorrektur und + Batch-Scans. XSane lässt sich auch + als GIMP-Plugin verwenden. Berechtigungen für den Scanner Wenn andere Benutzer den Scanner benutzen sollen, müssen sie Lese- und Schreibrechte auf die Gerätedatei des Scanners besitzen. Im vorherigen Beispiel wird die Datei /dev/ugen0.2 verwendet, die faktisch nur ein Symlink auf die echte Gerätedatei, /dev/usb/0.2.0 genannt, darstellt. Sowohl der Symlink als auch die Gerätedatei sind jeweils im Besitz der Gruppen wheel und operator. Damit ein Benutzer den Scanner benutzen kann, muss er Mitglied in einer der beiden Gruppen sein. Allerdings sollte aus Sicherheitsgründen genau überlegt werden, welche Benutzer zu welcher Gruppe hinzugefügt werden, besonders bei der Gruppe wheel. Eine bessere Lösung ist es, eine spezielle Gruppe für den Zugriff anzulegen und den Scanner für Mitglieder dieser Gruppe zugänglich zu machen. Dieses Beispiel erstellt eine Gruppe namens usb: &prompt.root; pw groupadd usb Anschließend muss der /dev/ugen0.2-Symlink und der Gerätename /dev/usb/0.2.0 für die Gruppe usb mit den Schreibrechten 0660 oder 0664 ausgestattet werden. All dies kann durch das Hinzufügen der folgenden Zeilen in /etc/devfs.rules erreicht werden: [system=5] add path ugen0.2 mode 0660 group usb -add path usb/0.2.0 mode 0660 group usb +add path usb/0.2.0 mode 0666 group usb + + + Es kommt vor, dass sich der Gerätename mit dem + Hinzufügen oder Entfernen von Geräten ändert, so dass man + stattdessen vielleicht allen USB-Geräten mit diesem + Regelsatz Zugriff gewähren möchte: + + [system=5] +add path 'ugen*' mode 0660 group usb +add path 'usb/*' mode 0666 group usb + + + Weitere Informationen zu dieser Datei finden Sie + in &man.devfs.rules.5;. + + Als nächstes aktivieren Sie den Regelsatz in + /etc/rc.conf: + + devfs_system_ruleset="system" + + Starten Sie anschließend das &man.devfs.8;-System + neu: + + &prompt.root; service devfs restart Jetzt müssen nur noch Benutzer zur Gruppe usb hinzugefügt werden, um ihnen den Zugriff auf den Scanner zu erlauben: &prompt.root;pw groupmod usb -m joe Weitere Details finden Sie in &man.pw.8;.