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Konfiguration und TuningChernLeeGeschrieben von MikeSmithNach einem Tutorium von MattDillonBasiert ebenfalls auf tuning(7) von MartinHeinenÜbersetzt von ÜbersichtSystem-KonfigurationSystem-OptimierungDie richtige Systemkonfiguration ist einer der wichtigsten
Aspekte unter &os;. Dieses Kapitel beschreibt die
Konfiguration von &os; sowie Maßnahmen zur Leistungssteigerung
von &os;-Systemen.Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben,
werden Sie Folgendes wissen:Die Grundlagen der Konfiguration von
rc.conf und die Skripte zum Starten
von Anwendungen in
/usr/local/etc/rc.d.Wie Sie Netzwerkkarten konfigurieren und testen.Wie Sie virtuelle Hosts und Netzwerkgeräte
konfigurieren.Wie Sie die verschiedenen Konfigurationsdateien
in /etc benutzen.Wie Sie mit &os; mit &man.sysctl.8;-Variablen
einstellen können.Wie Sie die Platten-Performance einstellen und
Kernel-Parameter modifizieren können.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Siedie Grundlagen von &unix; und
&os; () verstehen.Damit vertraut sein, wie Sie einen Kernel konfigurieren
und kompilieren ().Start von DienstenTomRhodesBeigetragen von DiensteViele Benutzer installieren Software Dritter auf &os;
mithilfe der Ports-Sammlung. Häufig soll die
Software bei einem Systemstart mitgestartet werden.
Beispielsweise sollen die Dienste
mail/postfix oder
www/apache22 nach
einem Systemstart laufen. Dieser Abschnitt stellt
die Startprozeduren für Software Dritter vor.Unter &os; werden die meisten der im System enthaltenen
Dienste wie &man.cron.8; mithilfe von Systemskripten
gestartet.Dienste über das rc.d-System
startenMit rc.d lässt sich der Start
von Anwendungen besser steuern und es sind mehr Funktionen
verfügbar. Mit den in
besprochenen Schlüsselwörtern können
Anwendungen in einer bestimmten Reihenfolge gestartet werden
und Optionen können in rc.conf statt fest
im Startskript der Anwendung festgelegt werden. Ein einfaches
Startskript sieht wie folgt aus:#!/bin/sh
#
# PROVIDE: utility
# REQUIRE: DAEMON
# KEYWORD: shutdown
. /etc/rc.subr
name=utility
rcvar=utility_enable
command="/usr/local/sbin/utility"
load_rc_config $name
#
# DO NOT CHANGE THESE DEFAULT VALUES HERE
# SET THEM IN THE /etc/rc.conf FILE
#
utility_enable=${utility_enable-"NO"}
pidfile=${utility_pidfile-"/var/run/utility.pid"}
run_rc_command "$1"Dieses Skript stellt sicher, dass
utility nach den
DAEMON-Pseudodiensten gestartet wird.
Es stellt auch eine Methode bereit, die
Prozess-ID (PID)
der Anwendung in einer Datei zu speichern.In /etc/rc.conf könnte für diese
Anwendung die folgende Zeile stehen:utility_enable="YES"Die Methode erleichtert den Umgang mit
Kommandozeilenargumenten, bindet Funktionen aus
/etc/rc.subr ein, ist kompatibel
zu &man.rcorder.8; und lässt sich über
rc.conf leichter konfigurieren.Andere Arten, um Dienste zu startenAndere Dienste können über &man.inetd.8; gestartet werden.
Die Konfiguration von &man.inetd.8; wird in ausführlich beschrieben.Systemdienste können auch mit &man.cron.8; gestartet
werden. Dieser Ansatz hat einige Vorteile; nicht zuletzt,
weil &man.cron.8; die Prozesse unter dem Eigentümer der
crontab startet, ist es möglich, dass
Dienste von normalen Benutzern gestartet und gepflegt werden
können.Für die Zeitangabe in &man.cron.8; kann
@reboot eingesetzt werden. Damit wird das
Kommando gestartet, wenn &man.cron.8; kurz nach dem Systemboot
gestartet wird.&man.cron.8; konfigurierenTomRhodesBeigetragen von cronkonfigurierenEin sehr nützliches Werkzeug von &os; ist
cron. Dieses Programm läuft im
Hintergrund und überprüft fortlaufend
/etc/crontab und
/var/cron/tabs. In diesen Dateien wird
festgelegt, welche Programme zu welchem Zeitpunkt von
cron ausgeführt werden sollen.
Jede Zeile in diesen Dateien definiert eine auszuführende
Aufgabe, die auch als Cronjob bezeichnet
wird.Das Werkzeug verwendet zwei verschiedene
Konfigurationsdateien: die System-crontab, welche nicht
verändert werden sollte und die Benutzer-crontabs, die nach
Bedarf erstellt und geändert werden können. Das Format, dass
von diesen beiden Dateien verwendet wird, ist in &man.crontab.5;
dokumentiert. Das Format der System-crontab in
/etc/crontab enthält das Feld
who, das in der Benutzer-crontab nicht
existiert. Dieses Feld gibt den Benutzer an, mit dem die
Aufgabe ausgeführt wird. Die Aufgaben in den Benutzer-crontabs
laufen unter dem Benutzer, der die crontab erstellt hat.Benutzer-crontabs erlauben es den Benutzern, ihre eigenen
Aufgaben zu planen. Der Benutzer root kann auch seine eigene
Benutzer-crontab haben, um Aufgaben zu planen, die nicht in der
System-crontab existieren.Hier ist ein Beispieleintrag aus der
System-crontab, /etc/crontab:# /etc/crontab - root's crontab for FreeBSD
#
# $FreeBSD$
#
SHELL=/bin/sh
PATH=/etc:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin
#
#
#minute hour mday month wday who command
#
*/5 * * * * root /usr/libexec/atrun Das Zeichen # am Zeilenanfang leitet
einen Kommentar
ein. Benutzen Sie Kommentare, um die Funktion eines
Eintrags zu erläutern. Kommentare müssen in einer extra
Zeile stehen. Sie können nicht in derselben Zeile wie ein
Kommando stehen, da sie sonst Teil des Kommandos wären.
Leerzeilen in dieser Datei werden ignoriert.Umgebungsvariablen werden mit dem Gleichheits-Zeichen
(=) festgelegt. Im Beispiel werden
die Variablen SHELL, PATH
und HOME definiert. Wenn die Variable
SHELL nicht definiert wird, benutzt
cron die Bourne Shell.
Wird die Variable PATH nicht gesetzt,
müssen alle Pfadangaben absolut sein, da es keinen
Vorgabewert für PATH gibt.In dieser Zeile werden sieben Felder der System-crontab
beschrieben: minute,
hour, mday,
month, wday,
who und command. Das
Feld minute legt die Minute fest in der
die Aufgabe ausgeführt wird, das Feld
hour die Stunde, das Feld
mday den Tag des Monats. Im Feld
month wird der Monat und im Feld
wday der Wochentag festgelegt. Alle
Felder müssen numerische Werte enthalten und die Zeitangaben
sind im 24-Stunden-Format. Das Zeichen *
repräsentiert dabei alle möglichen Werte für dieses Feld.
Das Feld who gibt es nur in der
System-crontab und gibt den Account an, unter dem das
Kommando laufen soll. Im letzten Feld wird schließlich das
auszuführende Kommando angegeben.Diese Zeile definiert die Werte für den Cronjob. Die
Zeichenfolge */5 gefolgt von mehreren
*-Zeichen bedeutet, dass
/usr/libexec/atrun von root alle fünf Minuten
aufgerufen wird.Bei den Kommandos können beliebig viele Optionen
angegeben werden. Wenn das Kommando zu lang ist und
auf der nächsten Zeile fortgesetzt werden soll,
muss am Ende der Zeile das Fortsetzungszeichen
(\) angegeben werden.Eine Benutzer-crontab erstellenRufen Sie crontab im Editor-Modus auf,
um eine Benutzer-crontab zu erstellen:&prompt.user; crontab -eDies wird die crontab des Benutzers mit dem
voreingestellten Editor öffnen. Wenn der Benutzer diesen
Befehl zum ersten Mal ausführt, wird eine leere Datei
geöffnet. Nachdem der Benutzer eine crontab erstellt hat,
wird die Datei mit diesem Kommando zur Bearbeitung
geöffnet.Es empfiehlt sich, die folgenden Zeilen an den Anfang der
crontab-Datei hinzuzufügen, um die Umgebungsvariablen zu
setzen und die einzelnen Felder zu beschreiben:SHELL=/bin/sh
PATH=/etc:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin
# Order of crontab fields
# minute hour mday month wday commandFügen Sie dann für jedes Kommando oder Skript eine Zeile
hinzu, mit der Angabe wann das Kommando ausgeführt werden
soll. In diesem Beispiel wird ein Bourne Shell Skript täglich
um 14:00 Uhr ausgeführt. Da der Pfad zum Skript nicht in
PATH enthalten ist, wird der vollständige
Pfad zum Skript angegeben:0 14 * * * /usr/home/dru/bin/mycustomscript.shBevor Sie ein eigenes Skript verwenden, stellen Sie
sicher, dass es ausführbar ist und dass es mit den wenigen
Umgebungsvariablen von cron
funktioniert. Um die Umgebung nachzubilden, die der obige
cron-Eintrag bei der Ausführung
verwenden würde, benutzen Sie dieses Kommando:&prompt.user; env -i SHELL=/bin/sh PATH=/etc:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin HOME=/home/dru LOGNAME=dru/usr/home/dru/bin/mycustomscript.shDie Umgebung von cron wird in
&man.crontab.5; beschrieben. Es ist wichtig, dass
sichergestellt wird, dass die Skripte in der Umgebung von
cron korrekt arbeiten, besonders
wenn Befehle enthalten sind, welche Dateien mit Wildcards
löschen.Wenn Sie mit der Bearbeitung der crontab fertig sind,
speichern Sie die Datei. Sie wird automatisch installiert
und cron wird die darin enthalten
Cronjobs zu den angegebenen Zeiten ausführen. Um die Cronjobs
in einer crontab aufzulisten, verwenden Sie diesen
Befehl:&prompt.user; crontab -l
0 14 * * * /usr/home/dru/bin/mycustomscript.shUm alle Cronjobs einer Benutzer-crontab zu löschen,
verwenden Sie diesen Befehl:&prompt.user; crontab -r
remove crontab for dru? yDienste unter &os; verwaltenTomRhodesBeigetragen von &os; verwendet die vom &man.rc.8;-System bereit gestellten
Startskripten beim Systemstart und für die Verwaltung von
Diensten. Die Skripte sind in /etc/rc.d
abgelegt und bieten grundlegende Dienste an, die über die
Optionen , und
des &man.service.8; Kommandos
kontrolliert werden können. Beispielsweise kann &man.sshd.8;
mit dem nachstehenden Kommando neu gestartet werden:&prompt.root; service sshd restartAnalog können Sie andere Dienste starten und stoppen.
Normalerweise werden die Dienste beim Systemstart über
Einträge in der Datei &man.rc.conf.5; automatisch gestartet.
&man.natd.8; wird zum Beispiel mit dem folgenden
Eintrag in /etc/rc.conf aktiviert:natd_enable="YES"Wenn dort bereits die Zeile
existiert, ändern Sie
in . Die
&man.rc.8;-Skripten starten, wie unten beschrieben, auch
abhängige Dienste.Da das &man.rc.8;-System primär
zum automatischen Starten und Stoppen von Systemdiensten
dient, funktionieren die Optionen ,
und nur,
wenn die entsprechenden Variablen in
/etc/rc.conf gesetzt sind. Beispielsweise
funktioniert sshd restart nur dann, wenn in
/etc/rc.conf die Variable
sshd_enable auf gesetzt
wurde. Wenn Sie die Optionen ,
oder
unabhängig von den Einstellungen in
/etc/rc.conf benutzen wollen,
müssen Sie den Optionen mit dem Präfix
one verwenden. Um beispielsweise
sshd unabhängig von den
Einstellungen in /etc/rc.conf neu
zu starten, benutzen Sie das nachstehende Kommando:&prompt.root; service sshd onerestartOb ein Dienst in /etc/rc.conf
aktiviert ist, können Sie herausfinden, indem
Sie das entsprechende &man.rc.8;-Skript
mit der Option aufrufen. Dieses Beispiel
prüft, ob der sshd-Dienst in
/etc/rc.conf aktiviert ist:&prompt.root; service sshd rcvar
# sshd
#
sshd_enable="YES"
# (default: "")Die Zeile # sshd wird von dem Kommando
ausgegeben; sie kennzeichnet nicht die Eingabeaufforderung von
root.Ob ein Dienst läuft, kann mit
abgefragt werden. Das folgende
Kommando überprüft, ob sshd
auch wirklich gestartet wurde:&prompt.root; service sshd status
sshd is running as pid 433.Einige Dienste können über die Option
neu initialisiert werden. Dazu wird
dem Dienst über ein Signal mitgeteilt,
dass er seine Konfigurationsdateien neu einlesen soll.
Oft wird dazu das Signal SIGHUP
verwendet. Beachten Sie aber, dass nicht alle Dienste diese
Option unterstützen.Die meisten Systemdienste werden beim Systemstart vom
&man.rc.8;-System gestartet. Zum Beispiel aktiviert das Skript
/etc/rc.d/bgfsck die Prüfung von
Dateisystemen im Hintergrund. Das Skript gibt die folgende
Meldung aus, wenn es gestartet wird:Starting background file system checks in 60 seconds.Dieses Skript wird während des Systemstarts ausgeführt und
führt eine Überprüfung der Dateisysteme im Hintergrund
durch.Viele Systemdienste hängen von anderen Diensten
ab. &man.yp.8; und andere RPC-basierende Systeme hängen
beispielsweise von dem rpcbind-Dienst
ab. Im Kopf der Startskripten befinden sich
die Informationen über Abhängigkeiten von anderen
Diensten und weitere Metadaten. Mithilfe dieser Daten
bestimmt das Programm &man.rcorder.8; beim Systemstart die
Startreihenfolge der Dienste.Folgende Schlüsselwörter müssen im Kopf aller Startskripten
verwendet werden, da sie von &man.rc.subr.8; zum
Aktivieren des Startskripts benötigt
werden:PROVIDE: Gibt die Namen der Dienste
an, die mit dieser Datei zur Verfügung gestellt
werden.Die folgenden Schlüsselwörter können im Kopf
des Startskripts angegeben werden. Sie sind zwar nicht
unbedingt notwendig, sind aber hilfreich beim Umgang mit
&man.rcorder.8;:REQUIRE: Gibt die Namen der Dienste
an, von denen dieser Dienst abhängt. Ein Skript, das dieses
Schlüsselwort enthält wird nach den
angegebenen Diensten ausgeführt.BEFORE: Zählt Dienste auf,
die auf diesen Dienst angewiesen sind. Ein Skript, dass
dieses Schlüsselwort enthält wird vor
den angegebenen Diensten ausgeführt.Durch das Verwenden dieser Schlüsselwörter kann
ein Administrator die Startreihenfolge von Systemdiensten
feingranuliert steuern, ohne mit den
Schwierigkeiten des runlevel-Systems
anderer &unix; Systeme kämpfen zu müssen.Weitere Informationen über das
&man.rc.8;-System finden Sie in &man.rc.8; und
&man.rc.subr.8;. Wenn Sie eigene
rc.d-Skripte schreiben wollen, sollten Sie
diesen Artikel lesen.Systemspezifische Konfigurationrc-Dateienrc.confInformationen zur Systemkonfiguration sind hauptsächlich
in /etc/rc.conf, die meist beim Start
des Systems verwendet wird, abgelegt. Sie enthält die
Konfigurationen für die
rc* Dateien.In rc.conf werden die Vorgabewerte
aus /etc/defaults/rc.conf überschrieben.
Die Vorgabedatei sollte nicht editiert werden. Stattdessen
sollten alle systemspezifischen Änderungen in
rc.conf vorgenommen werden.Um den administrativen Aufwand gering zu halten,
existieren in geclusterten Anwendungen mehrere Strategien,
globale Konfigurationen von systemspezifischen Konfigurationen
zu trennen. Der empfohlene Weg hält die globale Konfiguration
in einer separaten Datei z.B.
/etc/rc.conf.local. Zum Beispiel
so:/etc/rc.conf:sshd_enable="YES"
keyrate="fast"
defaultrouter="10.1.1.254"/etc/rc.conf.local:hostname="node1.example.org"
ifconfig_fxp0="inet 10.1.1.1/8"/etc/rc.conf kann dann auf jedes
System mit rsync oder
puppet verteilt werden,
während /etc/rc.conf.local dabei
systemspezifisch bleibt.Bei einem Upgrade des Systems wird
/etc/rc.conf nicht überschrieben, so dass
die Systemkonfiguration erhalten bleibt./etc/rc.conf und
/etc/rc.conf.local werden von
&man.sh.1; gelesen. Dies erlaubt es dem
Systemadministrator, komplexe Konfigurationsszenarien zu
erstellen. Lesen Sie &man.rc.conf.5;, um weitere
Informationen zu diesem Thema zu erhalten.Einrichten von NetzwerkkartenMarcFonvieilleBeigetragen von NetzwerkkarteneinrichtenDie Konfiguration einer Netzwerkkarte gehört zu
den alltäglichen Aufgaben eines &os; Administrators.Bestimmen des richtigen TreibersNetzwerkkartenTreiberErmitteln Sie zunächst das Modell der Netzwerkkarte und
den darin verwendeten Chip. &os; unterstützt eine Vielzahl
von Netzwerkkarten. Prüfen Sie die
Hardware-Kompatibilitätsliste für das &os; Release, um zu
sehen ob die Karte unterstützt wird.Wenn die Karte unterstützt wird, müssen Sie den Treiber
für die Karte bestimmen.
/usr/src/sys/conf/NOTES und
/usr/src/sys/arch/conf/NOTES
enthalten eine Liste der verfügbaren Treiber mit Informationen
zu den unterstützten Chipsätzen. Wenn Sie sich nicht
sicher sind, ob Sie den richtigen Treiber ausgewählt haben,
lesen Sie die Hilfeseite des Treibers. Sie enthält weitere
Informationen über die unterstützten Geräte und bekannte
Einschränkungen des Treibers.Die Treiber für gebräuchliche Netzwerkkarten sind schon im
GENERIC-Kernel enthalten, so dass die
Karte während des Systemstarts erkannt werden sollte. Die
Systemmeldungen können Sie sich mit
more /var/run/dmesg.boot ansehen. Mit der
Leertaste können Sie durch den Text blättern. In diesem
Beispiel findet das System zwei Karten, die den
&man.dc.4;-Treiber benutzen:dc0: <82c169 PNIC 10/100BaseTX> port 0xa000-0xa0ff mem 0xd3800000-0xd38
000ff irq 15 at device 11.0 on pci0
miibus0: <MII bus> on dc0
bmtphy0: <BCM5201 10/100baseTX PHY> PHY 1 on miibus0
bmtphy0: 10baseT, 10baseT-FDX, 100baseTX, 100baseTX-FDX, auto
dc0: Ethernet address: 00:a0:cc:da:da:da
dc0: [ITHREAD]
dc1: <82c169 PNIC 10/100BaseTX> port 0x9800-0x98ff mem 0xd3000000-0xd30
000ff irq 11 at device 12.0 on pci0
miibus1: <MII bus> on dc1
bmtphy1: <BCM5201 10/100baseTX PHY> PHY 1 on miibus1
bmtphy1: 10baseT, 10baseT-FDX, 100baseTX, 100baseTX-FDX, auto
dc1: Ethernet address: 00:a0:cc:da:da:db
dc1: [ITHREAD]Ist der Treiber für die Netzwerkkarte nicht
in GENERIC enthalten, muss zunächst
ein Treiber geladen werden, um die Karte konfigurieren und
benutzen zu können. Dafür gibt es zwei Methoden:Am einfachsten ist es, das Kernelmodul für
die Karte mit &man.kldload.8; zu laden. Um den Treiber
automatisch beim Systemstart zu laden, fügen Sie die
entsprechende Zeile in
/boot/loader.conf ein. Es gibt nicht
für alle Karten Kernelmodule.Alternativ kann der Treiber für die Karte fest in den
Kernel eingebunden werden. Lesen Sie dazu
/usr/src/sys/conf/NOTES,
/usr/src/sys/arch/conf/NOTES
und die Hilfeseite des Treibers, den Sie in den Kernel
einbinden möchten, an. Die Übersetzung des Kernels
wird in beschrieben. Wenn
die Karte während des Systemstarts vom Kernel erkannt
wurde, muss der Kernel nicht neu übersetzt werden.&windows;-NDIS-Treiber
einsetzenNDISNDISulator&windows;-Treiberµsoft.windows;GerätetreiberKLD
(kernel loadable object)Leider stellen nach wie vor viele Unternehmen die
Spezifikationen ihrer Treiber der Open Source Gemeinde
nicht zur Verfügung, weil sie diese Informationen
als Geschäftsgeheimnisse betrachten. Daher haben die
Entwickler von &os; und anderen Betriebssystemen nur
zwei Möglichkeiten. Entweder versuchen sie in einem
aufwändigen Prozess den Treiber durch
Reverse Engineering
nachzubauen, oder sie versuchen, die vorhandenen
Binärtreiber der µsoft.windows;-Plattform zu
verwenden.&os; bietet native Unterstützung für die
Network Driver Interface
Specification (NDIS).
&man.ndisgen.8; wird benutzt, um einen &windowsxp;-Treiber
in ein Format zu konvertieren, das von &os; verwendet werden
kann. Da der &man.ndis.4;-Treiber einen
&windowsxp;-Binärtreiber nutzt, kann er nur auf &i386;- und
amd64-Systemen verwendet werden. Unterstützt werden
PCI, CardBus, PCMCIA
und USB-Geräte.Um den NDISulator zu verwenden, benötigen Sie drei
Dinge:Die &os; KernelquellenDen &windowsxp;-Binärtreiber mit der Erweiterung
.SYSDie Konfigurationsdatei des &windowsxp;-Treibers
mit der Erweiterung .INFLaden Sie die .SYS- und
.INF-Dateien für die Karte. Diese
befinden sich meistens auf einer beigelegten CD-ROM, oder
können von der Internetseite des Herstellers
heruntergeladen werden. In den folgenden Beispielen werden
die Dateien W32DRIVER.SYS und
W32DRIVER.INF verwendet.Die Architektur des Treibers muss zur jeweiligen
Version von &os; passen. Benutzen Sie einen &windows;
32-bit Treiber für &os;/i386. Für &os;/amd64 wird ein
&windows; 64-bit Treiber benötigt.Als Nächstes kompilieren Sie den binären Treiber, um ein
Kernelmodul zu erzeugen. Dazu rufen Sie als
root
&man.ndisgen.8; auf:&prompt.root; ndisgen /path/to/W32DRIVER.INF/path/to/W32DRIVER.SYSDieses Kommando arbeitet interaktiv, benötigt es weitere
Informationen, so fragt es Sie danach. Das Ergebnis ist ein
neu erzeugtes Kernelmodul im aktuellen Verzeichnis.
Benutzen Sie &man.kldload.8; um das neue Modul zu
laden:&prompt.root; kldload ./W32DRIVER.koNeben dem erzeugten Kernelmodul müssen auch die
Kernelmodule ndis.ko und
if_ndis.ko geladen werden. Dies
passiert automatisch, wenn Sie ein von &man.ndis.4;
abhängiges Modul laden. Andernfalls können die Module mit
den folgenden Kommandos manuell geladen werden:&prompt.root; kldload ndis
&prompt.root; kldload if_ndisDer erste Befehl lädt den &man.ndis.4;-Miniport-Treiber,
der zweite das tatsächliche Netzwerkgerät.Überprüfen Sie die Ausgabe von &man.dmesg.8;
auf eventuelle Fehler während des Ladevorgangs. Gab es
dabei keine Probleme, sollte die Ausgabe wie folgt
aussehen:ndis0: <Wireless-G PCI Adapter> mem 0xf4100000-0xf4101fff irq 3 at device 8.0 on pci1
ndis0: NDIS API version: 5.0
ndis0: Ethernet address: 0a:b1:2c:d3:4e:f5
ndis0: 11b rates: 1Mbps 2Mbps 5.5Mbps 11Mbps
ndis0: 11g rates: 6Mbps 9Mbps 12Mbps 18Mbps 36Mbps 48Mbps 54MbpsAb jetzt kann das Gerät ndis0 wie
jede andere Netzwerkkarte konfiguriert werden.Um die &man.ndis.4;-Module automatisch beim Systemstart
zu laden, kopieren Sie das erzeugte Modul
W32DRIVER_SYS.ko nach
/boot/modules. Danach fügen Sie die
folgende Zeile in /boot/loader.conf
ein:W32DRIVER_SYS_load="YES"Konfiguration von NetzwerkkartenNetzwerkkarteneinrichtenNachdem der richtige Treiber für die Karte geladen ist,
muss die Karte konfiguriert werden. Unter Umständen ist
die Karte schon während der Installation mit
&man.bsdinstall.8; konfiguriert worden.Das nachstehende Kommando zeigt die Konfiguration der
Netzwerkkarten an:&prompt.user; ifconfig
dc0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> metric 0 mtu 1500
options=80008<VLAN_MTU,LINKSTATE>
ether 00:a0:cc:da:da:da
inet 192.168.1.3 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.1.255
media: Ethernet autoselect (100baseTX <full-duplex>)
status: active
dc1: flags=8802<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> metric 0 mtu 1500
options=80008<VLAN_MTU,LINKSTATE>
ether 00:a0:cc:da:da:db
inet 10.0.0.1 netmask 0xffffff00 broadcast 10.0.0.255
media: Ethernet 10baseT/UTP
status: no carrier
lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> metric 0 mtu 16384
options=3<RXCSUM,TXCSUM>
inet6 fe80::1%lo0 prefixlen 64 scopeid 0x4
inet6 ::1 prefixlen 128
inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000
nd6 options=3<PERFORMNUD,ACCEPT_RTADV>Im Beispiel werden Informationen zu den folgenden Geräten
angezeigt:dc0: Der erste
Ethernet-Adapter.dc1: Der zweite
Ethernet-Adapter.lo0: Das Loopback-Gerät.Der Name der Netzwerkkarte wird aus dem Namen des Treibers
und einer Zahl zusammengesetzt. Die Zahl gibt die Reihenfolge
an, in der die Geräte beim Systemstart erkannt wurden. Die
dritte Karte, die den &man.sis.4; Treiber benutzt, würde
beispielsweise sis2 heißen.Der Adapter dc0 aus dem Beispiel ist
aktiv. Sie erkennen das an den folgenden Hinweisen:UP bedeutet, dass die Karte
konfiguriert und aktiv ist.Der Karte wurde die Internet-Adresse
(inet)
192.168.1.3
zugewiesen.Die Subnetzmaske ist richtig
(0xffffff00
entspricht 255.255.255.0).Die Broadcast-Adresse
192.168.1.255
ist richtig.Die MAC-Adresse der Karte (ether)
lautet
00:a0:cc:da:da:da.Die automatische Medienerkennung ist aktiviert
(media: Ethernet autoselect (100baseTX
<full-duplex>)). Der Adapter
dc1 benutzt das Medium
10baseT/UTP. Weitere Informationen
über die einstellbaren Medien entnehmen
Sie der Hilfeseite des Treibers.Der Verbindungsstatus (status) ist
active, das heißt es wurde ein
Trägersignal entdeckt. Für dc1 wird
status: no carrier angezeigt. Das ist
normal, wenn kein Kabel an der Karte angeschlossen
ist.Wäre die Karte nicht konfiguriert, würde die Ausgabe
von &man.ifconfig.8; so aussehen:dc0: flags=8843<BROADCAST,SIMPLEX,MULTICAST> metric 0 mtu 1500
options=80008<VLAN_MTU,LINKSTATE>
ether 00:a0:cc:da:da:da
media: Ethernet autoselect (100baseTX <full-duplex>)
status: activeDie Karte muss als Benutzer root konfiguriert werden. Die
Konfiguration kann auf der Kommandozeile mit &man.ifconfig.8;
erfolgen. Allerdings gehen diese Informationen bei einem
Neustart verloren. Tragen Sie stattdessen die Konfiguration
in /etc/rc.conf ein. Wenn es im
LAN einen DHCP-Server
gibt, fügen Sie einfach folgende Zeile hinzu:ifconfig_dc0="DHCP"Ersetzen Sie >dc0 durch die
richtigen Werte für das System.Nachdem Sie die Zeile hinzugefügt haben, folgen Sie den
Anweisungen in .Wenn das Netzwerk während der Installation konfiguriert
wurde, existieren vielleicht schon Einträge für die
Netzwerkkarte(n). Überprüfen Sie
/etc/rc.conf bevor Sie weitere Zeilen
hinzufügen.Falls kein DHCP-Server zur Verfügung
steht, müssen die Netzwerkkarten manuell konfiguriert werden.
Fügen Sie für jede Karte im System eine Zeile hinzu, wie in
diesem Beispiel zu sehen:ifconfig_dc0="inet 192.168.1.3 netmask 255.255.255.0"
ifconfig_dc1="inet 10.0.0.1 netmask 255.255.255.0 media 10baseT/UTP"Ersetzen Sie dc0 und
dc1 und die
IP-Adressen durch die richtigen Werte für
das System. Die Manualpages des Treibers, &man.ifconfig.8;
und &man.rc.conf.5; enthalten weitere Einzelheiten über
verfügbare Optionen und die Syntax von
/etc/rc.conf.Wenn das Netzwerk kein DNS benutzt,
können Sie in /etc/hosts die Namen und
IP-Adressen der Rechner des
LANs eintragen. Weitere Informationen
entnehmen Sie &man.hosts.5; und
/usr/share/examples/etc/hosts.Falls kein DHCP-Server zur Verfügung
steht, Sie aber Zugang zum Internet benötigen, müssen Sie
das Standard-Gateway und die Nameserver manuell
konfigurieren:&prompt.root; echo 'defaultrouter="Ihr_Default_Gateway"' >> /etc/rc.conf
&prompt.root; echo 'nameserver Ihr_DNS_Server' >> /etc/resolv.confTest und FehlersucheNachdem die notwendigen Änderungen in
/etc/rc.conf gespeichert wurden, kann das
System neu gestartet werden, um die Konfiguration zu testen
und zu überprüfen, ob das System ohne Fehler neu gestartet
wurde. Alternativ können Sie mit folgenden Befehl die
Netzwerkeinstellungen neu initialisieren:&prompt.root; service netif restartFalls in /etc/rc.conf ein
Default-Gateway definiert wurde, müssen Sie auch den
folgenden Befehl ausführen:&prompt.root; service routing restartWenn das System gestartet ist, sollten Sie die
Netzwerkkarten testen.Test der Ethernet-KarteNetzwerkkartentestenUm zu prüfen, ob die Ethernet-Karte richtig konfiguriert
ist, testen Sie zunächst mit &man.ping.8; den Adapter selbst
und sprechen Sie dann eine andere Maschine im
LAN an.Zuerst, der Test des Adapters:&prompt.user; ping -c5 192.168.1.3
PING 192.168.1.3 (192.168.1.3): 56 data bytes
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=0 ttl=64 time=0.082 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.074 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.076 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.108 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=4 ttl=64 time=0.076 ms
--- 192.168.1.3 ping statistics ---
5 packets transmitted, 5 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 0.074/0.083/0.108/0.013 ms&prompt.user; ping -c5 192.168.1.2
PING 192.168.1.2 (192.168.1.2): 56 data bytes
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=0 ttl=64 time=0.726 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.766 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.700 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.747 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=4 ttl=64 time=0.704 ms
--- 192.168.1.2 ping statistics ---
5 packets transmitted, 5 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 0.700/0.729/0.766/0.025 msUm die Namensauflösung zu testen, verwenden Sie den
Namen der Maschine anstelle der
IP-Adresse. Wenn kein
DNS-Server im Netzwerk vorhanden ist,
muss /etc/hosts entsprechend
eingerichtet sein. Fügen Sie dazu die Namen und
IP-Adressen der Rechner im
LAN in /etc/hosts
hinzu, falls sie nicht bereits vorhanden sind. Weitere
Informationen finden Sie in &man.hosts.5; und
/usr/share/examples/etc/hosts.FehlersucheNetzwerkkartenFehlersucheFehler zu beheben, ist immer sehr mühsam.
Indem Sie die einfachen Sachen zuerst prüfen,
erleichtern Sie sich die Aufgabe. Steckt das Netzwerkkabel?
Sind die Netzwerkdienste richtig konfiguriert? Funktioniert
die Firewall? Wird die Netzwerkkarte von &os;
unterstützt? Lesen Sie immer die Hardware-Informationen
des Releases, bevor Sie einen Fehlerbericht einsenden.
Aktualisieren Sie die &os;-Version auf die neueste -STABLE
Version. Suchen Sie in den Archiven der Mailinglisten
und im Internet nach bekannten Lösungen.Wenn die Karte funktioniert, die Verbindungen aber
zu langsam sind, sollten Sie &man.tuning.7; lesen. Prüfen
Sie auch die Netzwerkkonfiguration, da falsche Einstellungen
die Ursache für langsame Verbindungen sein können.Wenn Sie viele device timeout
Meldungen in den Systemprotokollen finden, prüfen
Sie, dass es keinen Konflikt zwischen der Netzwerkkarte
und anderen Geräten des Systems gibt.
Überprüfen Sie nochmals die Verkabelung.
Unter Umständen benötigen Sie eine andere
Netzwerkkarte.Bei watchdog timeout
Fehlermeldungen, kontrollieren Sie zuerst die Verkabelung.
Überprüfen Sie dann, ob der
PCI-Steckplatz der
Karte Bus Mastering unterstützt. Auf einigen
älteren Motherboards ist das nur für einen
Steckplatz (meistens Steckplatz 0) der Fall. Lesen Sie
in der Dokumentation der Karte und des Motherboards
nach, ob das vielleicht die Ursache des Problems sein
könnte.Die Meldung No route to host
erscheint, wenn das System ein Paket nicht zustellen
kann. Das kann vorkommen weil beispielsweise keine
Default-Route gesetzt wurde oder das Netzwerkkabel
nicht richtig steckt. Schauen Sie in der Ausgabe
von netstat -rn nach, ob eine
gültige Route zu dem Zielsystem existiert. Wenn nicht,
lesen Sie .Die Meldung ping: sendto: Permission
denied wird oft von einer falsch
konfigurierten Firewall verursacht. Wenn keine Regeln
definiert wurden, blockiert eine aktivierte Firewall alle
Pakete, selbst einfache &man.ping.8;-Pakete.
Weitere Informationen erhalten Sie
in .Falls die Leistung der Karte schlecht ist, setzen
Sie die Medienerkennung von autoselect
(automatisch) auf das richtige Medium. In vielen Fällen
löst diese Maßnahme Leistungsprobleme. Wenn
nicht, prüfen Sie nochmal die Netzwerkeinstellungen
und lesen Sie &man.tuning.7;.Virtual Hostsvirtual hostsIP-AliaseEin gebräuchlicher Zweck von &os; ist das
virtuelle Hosting, bei dem ein Server im Netzwerk wie
mehrere Server aussieht. Dies wird dadurch erreicht,
dass einem Netzwerkinterface mehrere Netzwerk-Adressen
zugewiesen werden.Ein Netzwerkinterface hat eine echte
Adresse und kann beliebig viele alias Adressen
haben. Die Aliase werden durch entsprechende alias Einträge
in /etc/rc.conf festgelegt, wie in diesem
Beispiel zu sehen ist:ifconfig_fxp0_alias0="inet xxx.xxx.xxx.xxx netmask xxx.xxx.xxx.xxx"Beachten Sie, dass die Alias-Einträge mit
alias0 anfangen
müssen und weiter hochgezählt werden, das heißt
alias1, alias2, und so
weiter. Die Konfiguration der Aliase hört bei der ersten
fehlenden Zahl auf.Die Berechnung der Alias-Netzwerkmasken ist wichtig. Für
jedes Interface muss es eine Adresse geben, die die
Netzwerkmaske des Netzwerkes richtig beschreibt. Alle anderen
Adressen in diesem Netzwerk haben dann eine Netzwerkmaske, die
mit 1 gefüllt ist, also 255.255.255.255 oder hexadezimal
0xffffffff.Als Beispiel betrachten wir den Fall, in dem
fxp0 mit zwei Netzwerken verbunden
ist: dem Netzwerk
10.1.1.0 mit der
Netzwerkmaske
255.255.255.0 und dem
Netzwerk 202.0.75.16
mit der Netzwerkmaske
255.255.255.240. Das
System soll die Adressen
10.1.1.1 bis
10.1.1.5 und
202.0.75.17 bis
202.0.75.20 belegen.
Nur die erste Adresse in einem Netzwerk sollte die richtige
Netzwerkmaske haben. Alle anderen Adressen
(10.1.1.2 bis
10.1.1.5 und
202.0.75.18 bis
202.0.75.20) müssen
die Maske
255.255.255.255 erhalten.Die folgenden Einträge in
/etc/rc.conf konfigurieren den Adapter
entsprechend dem Beispiel:ifconfig_fxp0="inet 10.1.1.1 netmask 255.255.255.0"
ifconfig_fxp0_alias0="inet 10.1.1.2 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias1="inet 10.1.1.3 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias2="inet 10.1.1.4 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias3="inet 10.1.1.5 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias4="inet 202.0.75.17 netmask 255.255.255.240"
ifconfig_fxp0_alias5="inet 202.0.75.18 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias6="inet 202.0.75.19 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias7="inet 202.0.75.20 netmask 255.255.255.255"Dies kann mit einer durch Leerzeichen getrennten Liste
von IP-Adressbereichen auch einfacher
ausgedrückt werden. Die erste Adresse hat wieder die angegebene
Netzwerkmaske und die zusätzlichen Adressen haben die
Netzwerkmaske 255.255.255.255.ifconfig_fxp0_aliases="inet 10.1.1.1-5/24 inet 202.0.75.17-20/28"Konfiguration der SystemprotokollierungNiclasZeisingBeigetragen von system loggingsyslog&man.syslogd.8;Die Aufzeichnung und Kontrolle von Log-Meldungen ist ein
wichtiger Aspekt der Systemadministration. Die Informationen
werden nicht nur verwendet um Hard- und Softwarefehler ausfindig
zu machen, auch zur Überwachung der Sicherheit und der Reaktion
bei einem Zwischenfall spielen diese Aufzeichnungen eine
wichtige Rolle. Die meisten Systemdienste und Anwendungen
erzeugen Log-Meldungen.&os; stellt mit syslogd ein
Werkzeug zur Verwaltung von Protokollen bereit. In der
Voreinstellung wird syslogd beim
Booten automatisch gestartet. Dieses Verhalten wird über die
Variable syslogd_enable in
/etc/rc.conf gesteuert. Dazu gibt es noch
zahlreiche Argumente, die in der Variable
syslogd_flags in
/etc/rc.conf gesetzt werden können. Lesen
Sie &man.syslogd.8; für weitere Informationen über die
verfügbaren Argumente.Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration und Verwendung
des &os; Protokollservers, und diskutiert auch die Log-Rotation
und das Management von Logdateien.Konfiguration der lokalen Protokollierungsyslog.confDie Konfigurationsdatei
/etc/syslog.conf steuert, was
syslogd mit Log-Meldungen macht,
sobald sie empfangen werden. Es gibt verschiedene Parameter,
die das Verhalten bei eingehenden Ereignissen kontrollieren.
facility beschreibt das
Subsystem, welches das Ereignis generiert hat. Beispielsweise
der Kernel, oder ein Daemon.
level hingegen beschreibt den
Schweregrad des aufgetretenen Ereignisses. Dies macht es
möglich, Meldungen in verschiedenen Logdateien zu
protokollieren, oder Meldungen zu verwerfen, je nach
Konfiguration von facility und
level. Ebenfalls besteht die
Möglichkeit auf Meldungen zu reagieren, die von einer
bestimmten Anwendung stammen, oder von einem
spezifischen Host erzeugt wurden.Die Konfigurationsdatei von &man.syslogd.8; enthält für
jede Aktion eine Zeile. Die Syntax besteht aus einem
Auswahlfeld, gefolgt von einem Aktionsfeld. Die Syntax für
das Auswahlfeld ist facility.level.
Dies entspricht Log-Meldungen von
facility mit einem Level von
level oder höher. Um noch präziser
festzulegen was protokolliert wird, kann dem Level optional
ein Vergleichsflag vorangestellt werden. Mehrere Auswahlen
können, durch Semikolon (;) getrennt, für
die gleiche Aktion verwendet werden. *
wählt dabei alles aus. Das Aktionsfeld definiert, wohin die
Log-Meldungen gesendet werden, beispielsweise in eine Datei
oder zu einem entfernten Log-Server. Als Beispiel dient hier
/etc/syslog.conf aus &os;:# $&os;$
#
# Spaces ARE valid field separators in this file. However,
# other *nix-like systems still insist on using tabs as field
# separators. If you are sharing this file between systems, you$
# may want to use only tabs as field separators here.
# Consult the syslog.conf(5) manpage.
*.err;kern.warning;auth.notice;mail.crit /dev/console
*.notice;authpriv.none;kern.debug;lpr.info;mail.crit;news.err /var/log/messages
security.* /var/log/security
auth.info;authpriv.info /var/log/auth.log
mail.info /var/log/maillog
lpr.info /var/log/lpd-errs
ftp.info /var/log/xferlog
cron.* /var/log/cron
!-devd
*.=debug /var/log/debug.log
*.emerg *
# uncomment this to log all writes to /dev/console to /var/log/console.log
#console.info /var/log/console.log
# uncomment this to enable logging of all log messages to /var/log/all.log
# touch /var/log/all.log and chmod it to mode 600 before it will work
#*.* /var/log/all.log
# uncomment this to enable logging to a remote loghost named loghost
#*.* @loghost
# uncomment these if you're running inn
# news.crit /var/log/news/news.crit
# news.err /var/log/news/news.err
# news.notice /var/log/news/news.notice
# Uncomment this if you wish to see messages produced by devd
# !devd
# *.>=info
!ppp
*.* /var/log/ppp.log
!*In diesem Beispiel:Zeile 8 selektiert alle Meldungen vom Level
err, sowie
kern.warning,
auth.notice und
mail.crit und schickt diese zur Konsole
(/dev/console).Zeile 12 selektiert alle Meldungen von
mail ab dem Level
info oder höher und schreibt diese in
/var/log/maillog.Zeile 17 benutzt ein Vergleichsflag
(=), um nur Meldungen vom Level
debug zu selektieren und schreibt
diese in /var/log/debug.log.Zeile 33 zeigt ein Beispiel für die Nutzung einer
Programmspezifikation. Die
nachfolgenden Regeln sind dann nur für Programme gültig,
welche der Programmspezifikation stehen. In diesem Fall
werden alle Meldungen von ppp
(und keinem anderen Programm) in
/var/log/ppp.log geschrieben.Die verfügbaren level,
beginnend mit den höchst kritischen, hin zu den weniger
kritischen, sind:
emerg, alert,
crit, err,
warning, notice,
info und
debug.Die facilities, in
beliebiger Reihenfolge, sind: auth,
authpriv, console,
cron, daemon,
ftp, kern,
lpr, mail,
mark, news,
security, syslog,
user, uucp, sowie
local0 bis local7.
Beachten Sie, dass andere Betriebssysteme hiervon abweichende
facilities haben
können.Um alle Meldungen vom Level notice und
höher in /var/log/daemon.log zu
protokollieren, fügen Sie folgenden Eintrag hinzu:daemon.notice /var/log/daemon.logFür weitere Informationen zu verschiedenen Level und
faclilities, lesen Sie
&man.syslog.3; und &man.syslogd.8;. Weitere Informationen
zu /etc/syslog.conf, dessen Syntax und
erweiterten Anwendungsbeispielen, finden Sie in
&man.syslog.conf.5;.Management und Rotation von Logdateiennewsyslognewsyslog.conflog rotationlog managementLogdateien können schnell wachsen und viel Speicherplatz
belegen, was es schwieriger macht, nützliche Informationen
zu finden. Log-Management versucht,
diesen Effekt zu mildern. &os; verwendet
newsyslog für die Verwaltung von
Logdateien. Dieses in &os; integrierte Programm
rotiert und komprimiert in regelmäßigen Abständen Logdateien.
Optional kann es auch fehlende Logdateien erstellen und
Programme benachrichtigen, wenn Logdateien verschoben wurden.
Die Logdateien können von syslogd
oder einem anderen Programm generiert werden. Obwohl
newsyslog normalerweise von
&man.cron.8; aufgerufen wird, ist es kein Systemdämon. In der
Standardkonfiguration wird dieser Job jede Stunde
ausgeführt.Um zu wissen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, liest
newsyslog seine Konfigurationsdatei
/etc/newsyslog.conf. Diese
Konfigurationsdatei enthält eine Zeile für jede Datei, die von
newsyslog verwaltet wird. Jede
Zeile enthält Informationen über den Besitzer der Datei, die
Dateiberechtigungen, wann die Datei rotiert wird, optionale
Flags, welche die Log-Rotation
beeinflussen (bspw. Komprimierung) und Programme, denen ein
Signal geschickt wird, wenn Logdateien rotiert werden. Hier
folgt die Standardkonfiguration in &os;:# configuration file for newsyslog
# $FreeBSD$
#
# Entries which do not specify the '/pid_file' field will cause the
# syslogd process to be signalled when that log file is rotated. This
# action is only appropriate for log files which are written to by the
# syslogd process (ie, files listed in /etc/syslog.conf). If there
# is no process which needs to be signalled when a given log file is
# rotated, then the entry for that file should include the 'N' flag.
#
# The 'flags' field is one or more of the letters: BCDGJNUXZ or a '-'.
#
# Note: some sites will want to select more restrictive protections than the
# defaults. In particular, it may be desirable to switch many of the 644
# entries to 640 or 600. For example, some sites will consider the
# contents of maillog, messages, and lpd-errs to be confidential. In the
# future, these defaults may change to more conservative ones.
#
# logfilename [owner:group] mode count size when flags [/pid_file] [sig_num]
/var/log/all.log 600 7 * @T00 J
/var/log/amd.log 644 7 100 * J
/var/log/auth.log 600 7 100 @0101T JC
/var/log/console.log 600 5 100 * J
/var/log/cron 600 3 100 * JC
/var/log/daily.log 640 7 * @T00 JN
/var/log/debug.log 600 7 100 * JC
/var/log/kerberos.log 600 7 100 * J
/var/log/lpd-errs 644 7 100 * JC
/var/log/maillog 640 7 * @T00 JC
/var/log/messages 644 5 100 @0101T JC
/var/log/monthly.log 640 12 * $M1D0 JN
/var/log/pflog 600 3 100 * JB /var/run/pflogd.pid
/var/log/ppp.log root:network 640 3 100 * JC
/var/log/devd.log 644 3 100 * JC
/var/log/security 600 10 100 * JC
/var/log/sendmail.st 640 10 * 168 B
/var/log/utx.log 644 3 * @01T05 B
/var/log/weekly.log 640 5 1 $W6D0 JN
/var/log/xferlog 600 7 100 * JCJede Zeile beginnt mit dem Namen der Protokolldatei, die
rotiert werden soll, optional gefolgt von Besitzer und Gruppe
für rotierende, als auch für neu erstellte Dateien. Das Feld
mode definiert die Zugriffsrechte der
Datei. count gibt an, wie viele rotierte
Dateien aufbewahrt werden sollen. Anhand der
size- und
when-Flags
erkennt newsyslog, wann die Datei
rotiert werden muss. Eine Logdatei wird rotiert, wenn ihre
Größe den Wert von size überschreitet, oder
wenn die Zeit im when-Feld abgelaufen ist.
Ein * bedeutet, dass dieses Feld ignoriert
wird. Das flags-Feld gibt
newsyslog weitere Instruktionen,
zum Beispiel wie eine Datei zu rotieren ist, oder eine Datei
zu erstellen falls diese nicht existiert. Die letzten beiden
Felder sind optional und bestimmen die
PID-Datei und wann die Datei rotiert
wird.Weitere Informationen zu allen Feldern, gültigen
Flags und wie Sie die
Rotationszeit angeben können, finden Sie in
&man.newsyslog.conf.5;. Denken Sie daran, dass
newsyslog von &man.cron.8;
aufgerufen wird und somit Dateien auch nur dann rotiert, wenn
es von &man.cron.8; aufgerufen wird, und nicht
häufiger.Protokollierung von anderen HostsTomRhodesBeigetragen von BenedictReuschlingÜbersetzt von Die Überwachung der Protokolldateien kann bei steigender
Anzahl von Rechnern sehr unhandlich werden. Eine zentrale
Protokollierung kann manche administrativen Belastungen bei
der Verwaltung von Protokolldateien reduzieren.Die Aggregation, Zusammenführung und Rotation von
Protokolldateien kann in &os; mit
syslogd und
newsyslog konfiguriert werden. In
der folgenden Beispielkonfiguration sammelt Host
A, genannt logserv.example.com,
Protokollinformationen für das lokale Netzwerk. Host
B, genannt logclient.example.com wird
seine Protokollinformationen an den Server
weiterleiten.Konfiguration des ProtokollserversEin Protokollserver ist ein System, welches
Protokollinformationen von anderen Hosts akzeptiert. Bevor
Sie diesen Server konfigurieren, prüfen Sie
folgendes:Falls eine Firewall zwischen dem
Protokollserver und den -Clients steht, muss das
Regelwerk der Firewall UDP auf Port
514 sowohl auf Client- als auch auf Serverseite
freigegeben werden.Der syslogd-Server und alle
Clientrechner müssen gültige Einträge für sowohl
Vorwärts- als auch Umkehr-DNS
besitzen. Falls im Netzwerk kein
DNS-Server vorhanden ist, muss auf
jedem System die Datei /etc/hosts
mit den richtigen Einträgen gepflegt werden. Eine
funktionierende Namensauflösung ist zwingend
erforderlich, ansonsten würde der Server die
Protokollnachrichten ablehnen.Bearbeiten Sie /etc/syslog.conf auf
dem Server. Tragen Sie den Namen des Clients ein, den
Verbindungsweg und den Namen der Protokolldatei. Dieses
Beispiel verwendet den Rechnernamen
B, alle Verbindungswege, und die
Protokolle werden in
/var/log/logclient.log
gespeichert.Einfache Server Konfiguration+logclient.example.com
*.* /var/log/logclient.logFügen Sie für jeden Client zwei Zeilen hinzu, falls Sie
mehrere Clients in diese Datei aufnehmen. Weitere
Informationen über die verfügbaren Verbindungswege finden
Sie in &man.syslog.conf.5;.Konfigurieren Sie als nächstes
/etc/rc.conf:syslogd_enable="YES"
syslogd_flags="-a logclient.example.com -v -v"Der erste Eintrag startet syslogd
während des Bootens. Der zweite Eintrag erlaubt es, Daten
von dem spezifizierten Client auf diesem Server zu
akzeptieren. Die Verwendung von
erhöht die Anzahl von Protokollnachrichten. Dies ist
hilfreich für die Feineinstellung der Verbindungswege, da
Administratoren auf diese Weise erkennen, welche Arten von
Nachrichten von welchen Verbindungswegen protokolliert
werden.Mehrere -Optionen können angegeben
werden, um die Protokollierung von mehreren Clients zu
erlauben. IP-Adressen und ganze
Netzblöcke können ebenfalls spezifiziert werden. Eine
vollständige Liste der Optionen finden Sie in
&man.syslogd.8;.Zum Schluss muss die Protokolldatei erstellt
werden:&prompt.root; touch /var/log/logclient.logZu diesem Zeitpunkt sollte syslogd
neu gestartet und überprüft werden:&prompt.root; service syslogd restart
&prompt.root; pgrep syslogWenn eine PID zurückgegeben wird,
wurde der Server erfolgreich neu gestartet und die
Clientkonfiguration kann beginnen. Wenn der Server nicht
neu gestartet wurde, suchen Sie in
/var/log/messages nach dem
Fehler.Konfiguration des ProtokollclientsEin Protokollclient sendet Protokollinformationen
an einen Protokollserver. Zusätzlich behält er eine
lokale Kopie seiner eigenen Protokolle.Sobald der Server konfiguriert ist, bearbeiten Sie
/etc/rc.conf auf dem Client:syslogd_enable="YES"
syslogd_flags="-s -v -v"Der erste Eintrag aktiviert den
syslogd-Dienst während des Systemstarts.
Der zweite Eintrag erhöht die Anzahl der
Protokollnachrichten. Die Option
verhindert, dass dieser Client Protokolle von anderen
Hosts akzeptiert.Als nächstes muss der Protokollserver in der
/etc/syslog.conf des Clients
eingetragen werden. In diesem Beispiel wird das
@-Symbol benutzt, um sämtliche
Protokolldaten an einen bestimmten Server zu senden:*.* @logserv.example.comNachdem die Änderungs gespeichert wurden, muss
syslogd neu gestartet werden, damit die
Änderungen wirksam werden:&prompt.root; service syslogd restartUm zu testen, ob Protokollnachrichten über das Netzwerk
gesendet werden, kann &man.logger.1; auf dem Client benutzt
werden, um eine Nachricht an
syslogd zu schicken:&prompt.root; logger "Test message from logclient"Diese Nachricht sollte jetzt sowohl in
/var/log/messages auf dem Client, als
auch in /var/log/logclient.log auf dem
Server vorhanden sein.Fehlerbehebung beim ProtokollserverWenn der Server keine Nachrichten empfängt, ist die
Ursache wahrscheinlich ein Netzwerkproblem, ein Problem bei
der Namensauflösung oder ein Tippfehler in einer
Konfigurationsdatei. Um die Ursache zu isolieren, müssen
Sie sicherstellen, dass sich Server und Client über den in
/etc/rc.conf konfigurierten Hostnamen
mit ping erreichen lässt. Falls dies
nicht gelingt sollten Sie die Netzwerkverkabelung
überprüfen, außerdem Firewallregeln sowie die Einträge für
Hosts im DNS und
/etc/hosts. Überprüfen Sie diese Dinge
auf dem Server und dem Client, bis der
ping von beiden Hosts erfolgreich
ist.Wenn sich die Hosts gegenseitig mit
ping erreichen können, der Server aber
immer noch keine Nachrichten empfängt, können Sie
vorübergehend die Ausführlichkeit der Protokollierung
erhöhen, um die Ursache für das Problem weiter einzugrenzen.
In dem folgenden Beispiel ist auf dem Server die Datei
/var/log/logclient.log leer und in der
Datei /var/log/messages auf dem Client
ist keine Ursache für das Problem erkennbar. Um nun die
Ausführlichkeit der Protokollierung zu erhöhen, passen Sie
auf dem Server den Eintrag syslogd_flags
an. Anschließend starten Sie den Dienst neu:syslogd_flags="-d -a logclient.example.com -v -v"&prompt.root; service syslogd restartInformationen wie diese werden sofort nach dem Neustart
auf der Konsole erscheinen:logmsg: pri 56, flags 4, from logserv.example.com, msg syslogd: restart
syslogd: restarted
logmsg: pri 6, flags 4, from logserv.example.com, msg syslogd: kernel boot file is /boot/kernel/kernel
Logging to FILE /var/log/messages
syslogd: kernel boot file is /boot/kernel/kernel
cvthname(192.168.1.10)
validate: dgram from IP 192.168.1.10, port 514, name logclient.example.com;
rejected in rule 0 due to name mismatch.In diesem Beispiel werden die Nachrichten aufgrund eines
fehlerhaften Namens abgewiesen. Der Hostname sollte
logclient und nicht
logclien sein. Beheben Sie den
Tippfehler, starten Sie den Dienst neu und überprüfen Sie
das Ergebnis:&prompt.root; service syslogd restart
logmsg: pri 56, flags 4, from logserv.example.com, msg syslogd: restart
syslogd: restarted
logmsg: pri 6, flags 4, from logserv.example.com, msg syslogd: kernel boot file is /boot/kernel/kernel
syslogd: kernel boot file is /boot/kernel/kernel
logmsg: pri 166, flags 17, from logserv.example.com,
msg Dec 10 20:55:02 <syslog.err> logserv.example.com syslogd: exiting on signal 2
cvthname(192.168.1.10)
validate: dgram from IP 192.168.1.10, port 514, name logclient.example.com;
accepted in rule 0.
logmsg: pri 15, flags 0, from logclient.example.com, msg Dec 11 02:01:28 trhodes: Test message 2
Logging to FILE /var/log/logclient.log
Logging to FILE /var/log/messagesZu diesem Zeitpunkt werden die Nachrichten korrekt
empfangen und in die richtige Datei geschrieben.SicherheitsbedenkenWie mit jedem Netzwerkdienst, müssen
Sicherheitsanforderungen in Betracht gezogen werden, bevor
ein Protokollserver eingesetzt wird. Manchmal enthalten
Protokolldateien sensitive Daten über aktivierte Dienste auf
dem lokalen Rechner, Benutzerkonten und Konfigurationsdaten.
Daten, die vom Client an den Server geschickt werden, sind
weder verschlüsselt noch mit einem Passwort geschützt. Wenn
ein Bedarf für Verschlüsselung besteht, ist es möglich
security/stunnel zu verwenden, welches
die Protokolldateien über einen verschlüsselten Tunnel
versendet.Lokale Sicherheit ist ebenfalls ein Thema.
Protokolldateien sind während der Verwendung oder nach ihrer
Rotation nicht verschlüsselt. Lokale Benutzer versuchen
vielleicht, auf diese Dateien zuzugreifen, um zusätzliche
Einsichten in die Systemkonfiguration zu erlangen. Es ist
absolut notwendig, die richtigen Berechtigungen auf diesen
Dateien zu setzen. Das Werkzeug
newsyslog unterstützt
das Setzen von Berechtigungen auf gerade erstellte oder
rotierte Protokolldateien. Protokolldateien mit
Zugriffsmodus 600 sollten verhindern,
dass lokale Benutzer darin herumschnüffeln. Zusätzliche
Informationen finden Sie in &man.newsyslog.conf.5;.Konfigurationsdateien/etc LayoutKonfigurationsdateien finden sich in einigen
Verzeichnissen unter anderem in:/etcEnthält generelle systemspezifische
Konfigurationsinformationen./etc/defaultsDefault Versionen der
Konfigurationsdateien./etc/mailEnthält die &man.sendmail.8; Konfiguration
und weitere MTA
Konfigurationsdateien./etc/pppHier findet sich die Konfiguration für
die User- und Kernel-ppp Programme./usr/local/etcInstallierte Anwendungen legen hier ihre
Konfigurationsdateien ab. Dieses Verzeichnis kann
Unterverzeichnisse für bestimmte Anwendungen
enthalten./usr/local/etc/rc.d&man.rc.8;-Skripten installierter
Anwendungen./var/dbAutomatisch generierte systemspezifische
Datenbanken, wie die Paket-Datenbank oder die
&man.locate.1;-Datenbank.HostnamenhostnameDNS/etc/resolv.confresolv.confWie ein &os;-System auf das
Internet Domain Name System
(DNS) zugreift, wird in
/etc/resolv.conf festgelegt.Die gebräuchlichsten Einträge in
/etc/resolv.conf sind:nameserverDie IP-Adresse eines Nameservers, den
der Resolver abfragen soll. Bis zu drei Server
werden in der Reihenfolge, in der sie aufgezählt
sind, abgefragt.searchSuchliste mit Domain-Namen zum Auflösen von
Hostnamen. Die Liste wird normalerweise durch den
Domain-Teil des lokalen Hostnamens
festgelegt.domainDer lokale Domain-Name.Beispiel für eine typische
/etc/resolv.conf:search example.com
nameserver 147.11.1.11
nameserver 147.11.100.30Nur eine der Anweisungen search
oder domain sollte benutzt
werden.Wenn Sie DHCP benutzen, überschreibt
&man.dhclient.8; für gewöhnlich
/etc/resolv.conf mit den Informationen
vom DHCP-Server./etc/hostshosts/etc/hosts ist eine einfache
textbasierte Datenbank. Zusammen mit DNS
und NIS stellt sie eine Abbildung
zwischen Namen und IP-Adressen zur
Verfügung. Anstatt &man.named.8; zu konfigurieren, können
hier lokale Rechner, die über ein LAN
verbunden sind, eingetragen werden. Lokale Einträge für
gebräuchliche Internet-Adressen in
/etc/hosts verhindern die Abfrage eines
externen Servers und beschleunigen die
Namensauflösung.# $&os;$
#
#
# Host Database
#
# This file should contain the addresses and aliases for local hosts that
# share this file. Replace 'my.domain' below with the domainname of your
# machine.
#
# In the presence of the domain name service or NIS, this file may
# not be consulted at all; see /etc/nsswitch.conf for the resolution order.
#
#
::1 localhost localhost.my.domain
127.0.0.1 localhost localhost.my.domain
#
# Imaginary network.
#10.0.0.2 myname.my.domain myname
#10.0.0.3 myfriend.my.domain myfriend
#
# According to RFC 1918, you can use the following IP networks for
# private nets which will never be connected to the Internet:
#
# 10.0.0.0 - 10.255.255.255
# 172.16.0.0 - 172.31.255.255
# 192.168.0.0 - 192.168.255.255
#
# In case you want to be able to connect to the Internet, you need
# real official assigned numbers. Do not try to invent your own network
# numbers but instead get one from your network provider (if any) or
# from your regional registry (ARIN, APNIC, LACNIC, RIPE NCC, or AfriNIC.)
#/etc/hosts hat das folgende
Format:[Internet Adresse] [Offizieller Hostname] [Alias1] [Alias2] ...Zum Beispiel:10.0.0.1 myRealHostname.example.com myRealHostname foobar1 foobar2Weitere Informationen entnehmen Sie bitte
&man.hosts.5;.Einstellungen mit &man.sysctl.8;sysctlEinstellungenmit sysctlMit &man.sysctl.8; können Sie Änderungen an
einem laufenden &os;-System vornehmen. Unter anderem
können Optionen des TCP/IP-Stacks oder des
virtuellen Speichermanagements verändert werden. Unter
der Hand eines erfahrenen Systemadministrators kann dies
die Systemperformance erheblich verbessern. Über 500
Variablen können mit &man.sysctl.8; gelesen und gesetzt
werden.Der Hauptzweck von &man.sysctl.8; besteht darin,
Systemeinstellungen zu lesen und zu verändern.Alle auslesbaren Variablen werden wie folgt
angezeigt:&prompt.user; sysctl -aUm eine spezielle Variable zu lesen, geben Sie den Namen
an:&prompt.user; sysctl kern.maxproc
kern.maxproc: 1044Um eine Variable zu setzen, benutzen Sie die Syntax
Variable=
Wert:&prompt.root; sysctl kern.maxfiles=5000
kern.maxfiles: 2088 -> 5000Mit sysctl können Strings, Zahlen oder Boolean-Werte gesetzt
werden. Bei Boolean-Werten steht 1
für wahr und 0 für falsch.Um die Variablen automatisch während des Systemstarts zu
setzen, fügen Sie sie in /etc/sysctl.conf
ein. Weitere Informationen finden Sie in der Hilfeseite
&man.sysctl.conf.5; und in .sysctl.confsysctl.confsysctl/etc/sysctl.conf sieht ähnlich
wie /etc/rc.conf aus. Werte werden
in der Form Variable=Wert gesetzt.
Die angegebenen Werte werden gesetzt, nachdem sich das
System bereits im Mehrbenutzermodus befindet. Allerdings
lassen sich im Mehrbenutzermodus nicht alle Werte
setzen.Um das Protokollieren von fatalen Signalen abzustellen
und Benutzer daran zu hindern, von anderen Benutzern
gestartete Prozesse zu sehen, können Sie in
/etc/sysctl.conf die folgenden
Variablen setzen:# Do not log fatal signal exits (e.g. sig 11)
kern.logsigexit=0
# Prevent users from seeing information about processes that
# are being run under another UID.
security.bsd.see_other_uids=0Schreibgeschützte VariablenTomRhodesContributed by Wenn schreibgeschützte &man.sysctl.8;-Variablen verändert
werden, ist ein Neustart des Systems erforderlich.Beispielsweise hat &man.cardbus.4; auf einigen Laptops
Schwierigkeiten, Speicherbereiche zu erkennen. Es treten
dann Fehlermeldungen wie die folgende auf:cbb0: Could not map register memory
device_probe_and_attach: cbb0 attach returned 12Um dieses Problem zu lösen, muss eine
schreibgeschützte &man.sysctl.8;-Variable verändert werden.
Fügen Sie
in /boot/loader.conf hinzu und starten
Sie das System neu. Danach sollte &man.cardbus.4; fehlerfrei
funktionieren.Tuning von LaufwerkenDer folgende Abschnitt beschreibt die verschiedenen
Methoden zur Feinabstimmung der Laufwerke. Oft sind mechanische
Teile in Laufwerken, wie SCSI-Laufwerke,
verbaut. Diese können einen Flaschenhals bei der Gesamtleistung
des Systems darstellen. Sie können zwar auch ein Laufwerk ohne
mechanische Teile einbauen, wie z.B. ein
Solid-State-Drive, aber Laufwerke
mit mechanischen Teilen werden auch in naher Zukunft nicht vom
Markt verschwinden. Bei der Feinabstimmung ist es ratsam, die
Funktionen von &man.iostat.8; zu verwenden, um verschiedene
Änderungen zu testen und um nützliche
IO-Informationen des Systems zu
erhalten.Sysctl Variablenvfs.vmiodirenablevfs.vmiodirenableDie &man.sysctl.8;-Variable
vfs.vmiodirenable besitzt in der
Voreinstellung den Wert 1. Die Variable
kann auf den Wert 0 (deaktiviert) oder
1 (aktiviert) gesetzt werden. Sie
steuert, wie Verzeichnisse vom System zwischengespeichert
werden. Die meisten Verzeichnisse sind klein und benutzen
nur ein einzelnes Fragment, typischerweise 1 kB, im
Dateisystem und 512 Bytes im Buffer-Cache. Ist
die Variable deaktiviert, wird der Buffer-Cache nur
eine limitierte Anzahl Verzeichnisse zwischenspeichern, auch
wenn das System über sehr viel Speicher verfügt.
Ist die Variable aktiviert, kann der Buffer-Cache
den VM-Page-Cache benutzen, um
Verzeichnisse zwischenzuspeichern. Der ganze Speicher steht
damit zum Zwischenspeichern von Verzeichnissen zur
Verfügung. Der Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass
zum Zwischenspeichern eines Verzeichnisses mindestens eine
physikalische Seite im Speicher, die normalerweise 4 kB
groß ist, anstelle von 512 Bytes gebraucht wird. Es
wird empfohlen, diese Option aktiviert zu lassen, wenn Sie
Dienste zur Verfügung stellen, die viele Dateien
manipulieren. Beispiele für solche Dienste sind Web-Caches,
große Mail-Systeme oder Netnews. Die aktivierte
Variable vermindert, trotz des verschwendeten Speichers,
in aller Regel nicht die Leistung des Systems, obwohl Sie
das nachprüfen sollten.vfs.write_behindvfs.write_behindIn der Voreinstellung besitzt die
&man.sysctl.8;-Variable vfs.write_behind
den Wert 1 (aktiviert). Mit dieser
Einstellung schreibt das Dateisystem anfallende vollständige
Cluster, die besonders beim sequentiellen Schreiben großer
Dateien auftreten, direkt auf das Medium aus. Dies
verhindert, dass sich im Buffer-Cache veränderte Puffer
(dirty buffers) ansammeln,
die die I/O-Verarbeitung nicht mehr beschleunigen würden.
Unter bestimmten Umständen blockiert diese Funktion
allerdings Prozesse. Setzen Sie in diesem Fall die Variable
vfs.write_behind auf den Wert
0.vfs.hirunningspacevfs.hirunningspaceDie &man.sysctl.8;-Variable
vfs.hirunningspace bestimmt systemweit
die Menge ausstehender Schreiboperationen, die dem
Platten-Controller zu jedem beliebigen Zeitpunkt übergeben
werden können. Normalerweise können Sie den Vorgabewert
verwenden. Auf Systemen mit vielen Platten kann der Wert
aber auf 4 bis 5 Megabyte erhöht
werden. Ein zu hoher Wert (größer als der
Schreib-Schwellwert des Buffer-Caches) kann zu
Leistungsverlusten führen. Setzen Sie den Wert daher nicht
zu hoch! Hohe Werte können auch Leseoperationen verzögern,
die gleichzeitig mit Schreiboperationen ausgeführt
werden.Es gibt weitere &man.sysctl.8;-Variablen, mit denen Sie
den Buffer-Cache und den VM-Page-Cache
beeinflussen können. Es wird nicht empfohlen, diese
Variablen zu verändern, da das VM-System
den virtuellen Speicher selbst sehr gut verwaltet.vm.swap_idle_enabledvm.swap_idle_enabledDie &man.sysctl.8;-Variable
vm.swap_idle_enabled ist für große
Mehrbenutzer-Systeme gedacht, auf denen sich viele Benutzer
an- und abmelden und auf denen es viele Prozesse im Leerlauf
(idle) gibt. Solche Systeme
fragen kontinuierlich freien Speicher an. Wenn Sie die
Variable vm.swap_idle_enabled aktivieren,
können Sie die Auslagerungs-Hysterese von Seiten mit
den Variablen vm.swap_idle_threshold1 und
vm.swap_idle_threshold2 einstellen. Die
Schwellwerte beider Variablen geben die Zeit in Sekunden an,
in denen sich ein Prozess im Leerlauf befinden muss. Wenn
die Werte so eingestellt sind, dass Seiten früher als nach
dem normalen Algorithmus ausgelagert werden, verschafft das
dem Auslagerungs-Prozess mehr Luft. Aktivieren Sie diese
Funktion nur, wenn Sie sie wirklich benötigen: Die
Speicherseiten werden eher früher als später ausgelagert.
Der Platz im Swap-Bereich wird dadurch schneller verbraucht
und die Plattenaktivitäten steigen an. Auf kleinen
Systemen hat diese Funktion spürbare Auswirkungen. Auf
großen Systemen, die sowieso schon Seiten auslagern müssen,
können ganze Prozesse leichter in den Speicher geladen oder
ausgelagert werden.hw.ata.wchw.ata.wcObwohl das Abstellen des
IDE-Schreib-Zwischenspeichers die
Bandbreite zum Schreiben auf die
IDE-Festplatte verringert, kann es aus
Gründen der Datenkonsistenz als notwendig angesehen werden.
Das Problem ist, dass IDE-Platten keine
zuverlässige Aussage über das Ende eines Schreibvorgangs
treffen. Wenn der Schreib-Zwischenspeicher aktiviert ist,
werden die Daten nicht in der Reihenfolge ihres Eintreffens
geschrieben. Es kann sogar passieren, dass das Schreiben
mancher Blöcke im Fall von starker Plattenaktivität auf
unbefristete Zeit verzögert wird. Ein Absturz oder
Stromausfall zu dieser Zeit kann die Dateisysteme erheblich
beschädigen. Sie sollten den Wert der
&man.sysctl.8;-Variable hw.ata.wc auf dem
System überprüfen. Wenn der Schreib-Zwischenspeicher
abgestellt ist, können Sie ihn beim Systemstart aktivieren,
indem Sie die Variable in
/boot/loader.conf auf den Wert
1 setzen.Weitere Informationen finden Sie in &man.ata.4;.SCSI_DELAY
(kern.cam.scsi_delay)kern.cam.scsi_delayKerneloptionenSCSI DELAYMit der Kerneloption SCSI_DELAY kann
die Dauer des Systemstarts verringert werden. Der
Vorgabewert ist recht hoch und er verzögert den Systemstart
um 15 oder mehr Sekunden. Normalerweise
kann dieser Wert, insbesondere mit modernen Laufwerken, mit
der &man.sysctl.8;-Variable
kern.cam.scsi_delay auf
5 Sekunden heruntergesetzt werden. Die
Variable sowie die Kerneloption verwenden für die Zeitangabe
Millisekunden und nicht
Sekunden.Soft UpdatesSoft Updates&man.tunefs.8;Mit &man.tunefs.8; lassen sich Feineinstellungen an
Dateisystemen vornehmen. Das Programm hat verschiedene
Optionen. Soft Updates werden wie folgt ein- und
ausgeschaltet:&prompt.root; tunefs -n enable /filesystem
&prompt.root; tunefs -n disable /filesystemEin eingehängtes Dateisystem kann nicht mit &man.tunefs.8;
modifiziert werden. Soft Updates werden am besten im
Single-User Modus aktiviert, bevor Partitionen eingehangen
sind.Durch Einsatz eines Zwischenspeichers wird die Performance
im Bereich der Metadaten, vorwiegend beim Anlegen und Löschen
von Dateien, gesteigert. Es wird empfohlen, Soft Updates auf
allen UFS-Dateisystemen zu aktivieren.
Allerdings sollten Sie sich über die zwei Nachteile von Soft
Updates bewusst sein: Erstens garantieren Soft Updates zwar
die Konsistenz der Daten im Fall eines Absturzes, aber es kann
passieren, dass das Dateisystem über mehrere Sekunden oder gar
eine Minute nicht synchronisiert wurde. Nicht geschriebene
Daten gehen dann vielleicht verloren. Zweitens verzögern Soft
Updates die Freigabe von Datenblöcken. Eine größere
Aktualisierung eines fast vollen Dateisystems, wie dem
Root-Dateisystem, z.B. während eines
make installworld, kann das Dateisystem
vollaufen lassen. Dadurch würde die Aktualisierung
fehlschlagen.Details über Soft UpdatesSoft UpdatesDetailsBei einem Metadaten-Update werden die Inodes und
Verzeichniseinträge aktualisiert auf die Platte
zurückgeschrieben. Es gibt zwei klassische Ansätze, um die
Metadaten des Dateisystems auf die Platte zu
schreiben.Das historisch übliche Verfahren waren synchrone
Updates der Metadaten, d. h. wenn eine Änderung an
einem Verzeichnis nötig war, wurde anschließend
gewartet, bis diese Änderung tatsächlich auf die
Platte zurückgeschrieben worden war. Der
Inhalt der Dateien wurde im
Buffer Cache zwischengespeichert und
später asynchron auf die Platte geschrieben.
Der Vorteil dieser Implementierung ist, dass sie
sicher funktioniert. Wenn während eines Updates ein
Ausfall erfolgt, haben die Metadaten immer einen
konsistenten Zustand. Eine Datei ist entweder komplett
angelegt oder gar nicht. Wenn die Datenblöcke einer
Datei im Fall eines Absturzes noch nicht den Weg aus dem
Buffer Cache auf die Platte gefunden haben,
kann &man.fsck.8; das Dateisystem reparieren, indem es die
Dateilänge einfach auf 0 setzt. Außerdem
ist die Implementierung einfach und überschaubar. Der
Nachteil ist, dass Änderungen der Metadaten sehr
langsam vor sich gehen. Ein rm -r
beispielsweise fasst alle Dateien eines Verzeichnisses
der Reihe nach an, aber jede dieser Änderungen am
Verzeichnis (Löschen einer Datei) wird einzeln synchron
auf die Platte geschrieben. Gleiches beim Auspacken
großer Hierarchien mit tar -x.Der zweite Ansatz sind asynchrone Metadaten-Updates.
Das ist der Standard, wenn
UFS-Dateisysteme mit
mount -o async eingehängt werden. Man
schickt die Updates der Metadaten einfach auch noch
über den Buffer Cache, sie werden also
zwischen die Updates der normalen Daten eingeschoben.
Vorteil ist, dass man nun nicht mehr auf jeden Update
warten muss, Operationen, die zahlreiche Metadaten
ändern, werden also viel schneller. Auch
hier ist die Implementierung sehr einfach und wenig
anfällig für Fehler. Nachteil ist, dass
keinerlei Konsistenz des Dateisystems mehr gesichert ist.
Wenn mitten in einer Operation, die viele Metadaten
ändert, ein Ausfall erfolgt (Stromausfall, drücken
des Reset-Schalters), dann ist das Dateisystem
anschließend in einem unbestimmten Zustand. Niemand
kann genau sagen, was noch geschrieben worden ist und was
nicht mehr; die Datenblöcke einer Datei können
schon auf der Platte stehen, während die inode Tabelle
oder das zugehörige Verzeichnis nicht mehr aktualisiert
worden ist. Man kann praktisch kein &man.fsck.8;
mehr implementieren, das diesen Zustand
wieder reparieren kann, da die dazu nötigen
Informationen einfach auf der Platte fehlen. Wenn ein
Dateisystem irreparabel beschädigt wurde, hat man nur noch
die Möglichkeit es neu zu erzeugen und die Daten vom Backup
zurückspielen.Der Ausweg aus diesem Dilemma ist ein
dirty region logging, was auch als
Journalling bezeichnet wird. Man
schreibt die Metadaten-Updates zwar synchron, aber nur in
einen kleinen Plattenbereich, die
logging area. Von da aus werden sie
dann asynchron auf ihre eigentlichen Bereiche verteilt. Da
die logging area ein kleines
zusammenhängendes Stückchen ist, haben die
Schreibköpfe der Platte bei massiven Operationen auf
Metadaten keine allzu großen Wege zurückzulegen,
so dass alles ein ganzes Stück schneller geht als
bei klassischen synchronen Updates. Die Komplexität
der Implementierung hält sich ebenfalls in Grenzen,
somit auch die Anfälligkeit für Fehler. Als
Nachteil ergibt sich, dass Metadaten zweimal auf die
Platte geschrieben werden müssen (einmal in die
logging area, einmal an die richtige
Stelle), so dass das im Falle regulärer
Arbeit (also keine gehäuften Metadatenoperationen) eine
Pessimisierung des Falls der synchronen
Updates eintritt, es wird alles langsamer. Dafür hat man
als Vorteil, dass im Falle eines Absturzes der
konsistente Zustand dadurch erzielbar ist, dass die
angefangenen Operationen aus dem dirty region
log entweder zu Ende ausgeführt oder
komplett verworfen werden, wodurch das Dateisystem schnell
wieder zur Verfügung steht.Die Lösung von Kirk McKusick, dem Schöpfer von
Berkeley FFS, waren
Soft Updates: die
notwendigen Updates der Metadaten werden im Speicher
gehalten und dann sortiert auf die Platte geschrieben
(ordered metadata updates). Dadurch hat man
den Effekt, dass im Falle massiver
Metadaten-Änderungen spätere Operationen die
vorhergehenden, noch nicht auf die Platte geschriebenen
Updates desselben Elements im Speicher
einholen. Alle Operationen, auf ein
Verzeichnis beispielsweise, werden also in der Regel noch im
Speicher abgewickelt, bevor der Update überhaupt auf
die Platte geschrieben wird (die dazugehörigen
Datenblöcke werden natürlich auch so sortiert,
dass sie nicht vor ihren Metadaten auf der Platte
sind). Im Fall eines Absturzes hat man ein implizites
log rewind: alle Operationen, die noch nicht
den Weg auf die Platte gefunden haben, sehen danach so aus,
als hätten sie nie stattgefunden. Man hat so also den
konsistenten Zustand von ca. 30 bis 60 Sekunden früher
sichergestellt. Der verwendete Algorithmus garantiert
dabei, dass alle tatsächlich benutzten Ressourcen
auch in den entsprechenden Bitmaps (Block- und inode
Tabellen) als belegt markiert sind. Der einzige Fehler, der
auftreten kann, ist, dass Ressourcen noch als
belegt markiert sind, die tatsächlich
frei sind. &man.fsck.8; erkennt dies und
korrigiert diese nicht mehr belegten Ressourcen. Die
Notwendigkeit eines Dateisystem-Checks darf aus diesem
Grunde auch ignoriert und das Dateisystem mittels
mount -f zwangsweise eingebunden werden.
Um noch allozierte Ressourcen freizugeben muss
später ein &man.fsck.8; nachgeholt werden. Das ist
dann auch die Idee des background fsck:
beim Starten des Systems wird lediglich ein
Schnappschuss des Dateisystems
gemacht, mit dem &man.fsck.8; dann später arbeiten
kann. Alle Dateisysteme dürfen unsauber
eingebunden werden und das System kann sofort in den
Multiuser-Modus gehen. Danach wird ein
Hintergrund-&man.fsck.8; für die Dateisysteme gestartet, die
dies benötigen, um möglicherweise irrtümlich belegte
Ressourcen freizugeben. Dateisysteme ohne
Soft Updates benötigen natürlich immer
noch den üblichen Vordergrund-&man.fsck.8;, bevor sie
eingebunden werden können.Der Vorteil ist, dass die Metadaten-Operationen
beinahe so schnell ablaufen wie im asynchronen Fall, also
auch schneller als beim logging, das
die Metadaten immer zweimal schreiben muss. Als Nachteil
stehen dem die Komplexität des Codes, ein erhöhter
Speicherverbrauch und einige spezielle Eigenheiten entgegen.
Nach einem Absturz ist ein etwas älterer
Stand auf der Platte – statt einer leeren, aber
bereits angelegten Datei, wie nach einem herkömmlichen
&man.fsck.8; Lauf, ist auf einem Dateisystem mit
Soft Updates keine Spur der
entsprechenden Datei mehr zu sehen, da weder die Metadaten
noch der Dateiinhalt je auf die Platte geschrieben wurden.
Weiterhin kann der Platz nach einem &man.rm.1;
nicht sofort wieder als verfügbar markiert werden,
sondern erst dann, wenn der Update auch auf die Platte
vermittelt worden ist. Dies kann besonders dann Probleme
bereiten, wenn große Datenmengen in einem Dateisystem
installiert werden, das nicht genügend Platz hat, um alle
Dateien zweimal unterzubringen.Einstellungen von Kernel LimitsEinstellungenvon Kernel LimitsDatei und Prozeß Limitskern.maxfileskern.maxfilesAbhängig von den Anforderungen an das System kann die
&man.sysctl.8;-Variable kern.maxfiles
erhöht oder gesenkt werden. Die Variable legt die maximale
Anzahl von Dateideskriptoren auf dem System fest. Wenn die
Dateideskriptoren aufgebraucht sind, werden Sie die Meldung
file: table is full wiederholt im
Puffer für Systemmeldungen sehen. Den Inhalt des Puffers
können Sie sich mit &man.dmesg.8; anzeigen lassen.Jede offene Datei, jedes Socket und jede FIFO verbraucht
einen Dateideskriptor. Auf dicken
Produktionsservern können leicht Tausende Dateideskriptoren
benötigt werden, abhängig von der Art und Anzahl der
gleichzeitig laufenden Dienste.In älteren &os;-Versionen wurde die Voreinstellung
von kern.maxfile aus der
Kernelkonfigurationsoption maxusers
bestimmt. kern.maxfiles wächst
proportional mit dem Wert von maxusers.
Wenn Sie einen angepassten Kernel kompilieren, empfiehlt es
sich diese Option entsprechend der maximalen Benutzerzahl
des Systems einzustellen. Obwohl auf einer
Produktionsmaschine vielleicht nicht 256 Benutzer
gleichzeitig angemeldet sind, können die benötigten
Ressourcen ähnlich hoch wie bei einem großen Webserver
sein.Die nur lesbare &man.sysctl.8;-Variable
kern.maxusers wird beim Systemstart
automatisch aus dem zur Verfügung stehenden Hauptspeicher
bestimmt. Im laufenden Betrieb kann dieser Wert aus
kern.maxusers ermittelt werden. Einige
Systeme benötigen für diese Variable einen anderen Wert,
wobei 64, 128 und
256 gewöhnliche Werte darstellen.
Es wird nicht empfohlen, die Anzahl der Dateideskriptoren
auf einen Wert größer 256 zu setzen, es
sei denn, Sie benötigen wirklich eine riesige Anzahl von
ihnen. Viele der von kern.maxusers auf
einen Standardwert gesetzten Parameter können beim
Systemstart oder im laufenden Betrieb in
/boot/loader.conf angepasst werden.
In &man.loader.conf.5; und
/boot/defaults/loader.conf finden Sie
weitere Details und Hinweise.Ältere &os;-Versionen setzen diesen Wert selbst, wenn
Sie in der Konfigurationsdatei den Wert 0Der verwendete Algorithmus setzt
maxusers auf die Speichergröße des
Systems. Der minimale Wert beträgt dabei
32, das Maximum ist
384.
angeben. Wenn Sie den Wert selbst bestimmen wollen,
sollten Sie maxusers mindestens auf
4 setzen. Dies gilt insbesondere dann,
wenn Sie beabsichtigen, &xorg; zu
benutzen oder Software zu kompilieren. Der wichtigste Wert,
der durch maxusers bestimmt wird, die
maximale Anzahl an Prozessen ist, die auf
20 + 16 * maxusers gesetzt wird. Wird
maxusers auf 1 setzen,
können gleichzeitig nur 36 Prozesse
laufen, von denen ungefähr 18 schon beim
Booten des Systems gestartet werden. Dazu kommen nochmals
etwa 15 Prozesse beim Start von
&xorg;. Selbst eine einfache
Aufgabe wie das Lesen einer Manualpage benötigt neun
Prozesse zum Filtern, Dekomprimieren und Betrachten der
Datei. Für die meisten Benutzer sollte es ausreichen,
maxusers auf 64 zu
setzen, womit 1044 gleichzeitige Prozesse
zur Verfügung stehen. Wenn Sie allerdings den Fehler
proc table full beim Start eines
Programms oder auf einem Server mit einer großen
Benutzerzahl sehen, dann sollten Sie den Wert nochmals
erhöhen und den Kernel neu bauen.Die Anzahl der Benutzer, die sich auf einem
Rechner anmelden kann, wird durch
maxusersnicht
begrenzt. Der Wert dieser Variablen legt neben der
möglichen Anzahl der Prozesse eines Benutzers weitere
sinnvolle Größen für bestimmte Systemtabellen fest.kern.ipc.soacceptqueuekern.ipc.soacceptqueueDie &man.sysctl.8;-Variable
kern.ipc.soacceptqueue beschränkt die
Größe der Warteschlange
(Listen-Queue) für neue
TCP-Verbindungen. Der Vorgabewert von
128 ist normalerweise zu klein, um neue
Verbindungen auf einem stark ausgelasteten Webserver
zuverlässig zu handhaben. Auf solchen Servern sollte
der Wert auf 1024 oder höher gesetzt
werden. Dienste wie &man.sendmail.8; oder
Apache können die Größe
der Queue selbst einschränken. Oft gibt es die
Möglichkeit, die Größe der Listen-Queue in
einer Konfigurationsdatei einzustellen. Eine große
Listen-Queue übersteht vielleicht auch einen
Denial of Service Angriff (DoS).Netzwerk LimitsDie Kerneloption NMBCLUSTERS schreibt
die Anzahl der Netzwerkpuffer (Mbufs) fest, die das System
besitzt. Eine zu geringe Anzahl Mbufs auf einem Server mit
viel Netzwerkverkehr verringert die Leistung von &os;. Jeder
Mbuf-Cluster nimmt ungefähr 2 kB Speicher in Anspruch, so
dass ein Wert von 1024 insgesamt
2 Megabyte Speicher für Netzwerkpuffer im System
reserviert. Wie viele Cluster benötigt werden, lässt sich
durch eine einfache Berechnung herausfinden. Ein Webserver,
der maximal 1000 gleichzeitige Verbindungen
servieren soll, wobei jede der Verbindungen einen 6 kB
großen Sendepuffer und einen 16 kB großen Empfangspuffer
benötigt, braucht ungefähr 32 MB Speicher für
Netzwerkpuffer. Als Daumenregel verdoppeln Sie diese Zahl, so
dass sich für NMBCLUSTERS der Wert
2x32 MB / 2 kB=
64 MB / 2 kB=
32768 ergibt. Für Maschinen mit viel
Speicher werden Werte zwischen 4096 und
32768 empfohlen. Unter keinen Umständen
sollten Sie diesen Wert willkürlich erhöhen, da dies zu einem
Absturz beim Systemstart führen kann. Verwenden Sie
&man.netstat.1; mit um den Gebrauch der
Netzwerkpuffer zu kontrollieren.Die Netzwerkpuffer können beim Systemstart mit der
Loader-Variablen kern.ipc.nmbclusters
eingestellt werden. Nur auf älteren &os;-Systemen
müssen Sie die Kerneloption NMBCLUSTERS
verwenden.Die Anzahl der &man.sendfile.2; Puffer muss auf
ausgelasteten Servern, die den Systemaufruf &man.sendfile.2;
oft verwenden, vielleicht erhöht werden. Dazu können Sie die
Kerneloption NSFBUFS verwenden oder die
Anzahl der Puffer in /boot/loader.conf
(siehe &man.loader.8;) setzen. Die Puffer sollten erhöht
werden, wenn Sie Prozesse im Zustand sfbufa
sehen. Die schreibgeschützte &man.sysctl.8;-Variable
kern.ipc.nsfbufs zeigt die Anzahl
eingerichteten Puffer im Kernel. Der Wert dieser Variablen
wird normalerweise von kern.maxusers
bestimmt. Manchmal muss die Pufferanzahl jedoch manuell
eingestellt werden.Auch wenn ein Socket nicht blockierend angelegt wurde,
kann der Aufruf von &man.sendfile.2; blockieren, um auf
freie struct sf_buf Puffer zu
warten.net.inet.ip.portrange.*net.inet.ip.portrange.*Die &man.sysctl.8;-Variable
net.inet.ip.portrange.* legt die
Portnummern für TCP- und
UDP-Sockets fest. Es gibt drei
Bereiche: den niedrigen Bereich, den normalen Bereich und
den hohen Bereich. Die meisten Netzprogramme benutzen den
normalen Bereich. Dieser Bereich umfasst in der
Voreinstellung die Portnummern 1024 bis
5000 und wird durch die Variablen
net.inet.ip.portrange.first und
net.inet.ip.portrange.last
festgelegt. Die festgelegten Bereiche für Portnummern
werden von ausgehenden Verbindungen benutzt. Unter
bestimmten Umständen, beispielsweise auf stark ausgelasteten
Proxy-Servern, sind alle Portnummern für ausgehende
Verbindungen belegt. Bereiche
für Portnummern spielen auf Servern keine Rolle, die
hauptsächlich eingehende Verbindungen verarbeiten (wie ein
normaler Webserver) oder nur eine begrenzte Anzahl
ausgehender Verbindungen öffnen (beispielsweise ein
Mail-Relay). Wenn keine freien Portnummern mehr vorhanden
sind, sollte die Variable
net.inet.ip.portrange.last langsam
erhöht werden. Ein Wert von 10000,
20000 oder 30000 ist
angemessen. Beachten Sie auch eine vorhandene Firewall,
wenn Sie die Bereiche für Portnummern ändern. Einige
Firewalls sperren große Bereiche (normalerweise aus den
kleinen Portnummern) und erwarten, dass hohe Portnummern für
ausgehende Verbindungen verwendet werden. Daher kann es
erforderlich sein, den Wert von
net.inet.ip.portrange.first zu
erhöhen.TCP Bandwidth Delay Product
BegrenzungTCP Bandwidth Delay Product
Begrenzungnet.inet.tcp.inflight.enableDie TCP Bandwidth Delay Product
Begrenzung wird aktiviert, indem die &man.sysctl.8;-Variable
net.inet.tcp.inflight.enable auf den
Wert 1 gesetzt wird. Das System wird
dadurch angewiesen, für jede Verbindung, das Produkt aus der
Übertragungsrate und der Verzögerungszeit zu bestimmen.
Dieses Produkt begrenzt die Datenmenge, die für einen
optimalen Durchsatz zwischengespeichert werden muss.Diese Begrenzung ist nützlich, wenn Sie Daten
über Verbindungen mit einem hohen Produkt aus
Übertragungsrate und Verzögerungszeit wie Modems,
Gigabit-Ethernet oder schnellen WANs, zur
Verfügung stellen. Insbesondere wirkt sich die Begrenzung
aus, wenn die Verbindung die Option
Window-scaling verwendet oder
große Sende-Fenster
(send window) benutzt.
Schalten Sie die Debug-Meldungen aus, wenn Sie die
Begrenzung aktiviert haben. Dazu setzen Sie die Variable
net.inet.tcp.inflight.debug auf
0. Auf Produktions-Systemen sollten Sie
zudem die Variable
net.inet.tcp.inflight.min mindestens auf
den Wert 6144 setzen. Allerdings kann
ein zu hoher Wert, abhängig von der Verbindung, die
Begrenzungsfunktion unwirksam machen. Die Begrenzung
reduziert die Datenmenge in den Queues von Routern und
Switches, sowie die Datenmenge in der Queue der lokalen
Netzwerkkarte. Die Verzögerungszeit
(Round Trip Time) für
interaktive Anwendungen sinkt, da weniger Pakete
zwischengespeichert werden. Dies gilt besonders für
Verbindungen über langsame Modems. Die Begrenzung
wirkt sich allerdings nur auf das Versenden von Daten aus
(Uploads, Server). Auf den Empfang von Daten (Downloads)
hat die Begrenzung keine Auswirkungen.Die Variable
net.inet.tcp.inflight.stab sollte
nicht angepasst werden. Der
Vorgabewert der Variablen beträgt 20,
das heißt es werden maximal zwei Pakete zu dem Produkt
aus Übertragungsrate und Verzögerungszeit addiert.
Dies stabilisiert den Algorithmus und verbessert die
Reaktionszeit auf Veränderungen. Bei langsamen
Verbindungen können sich aber die Laufzeiten der Pakete
erhöhen (ohne diesen Algorithmus wären sie allerdings noch
höher). In solchen Fällen können Sie versuchen, den Wert
der Variablen auf 15,
10 oder 5
herabzusetzen. Gleichzeitig müssen Sie vielleicht auch
net.inet.tcp.inflight.min auf einen
kleineren Wert (beispielsweise 3500)
setzen. Ändern Sie diese Variablen nur ab, wenn Sie
keine anderen Möglichkeiten mehr haben.Virtueller Speicher (Virtual
Memory)kern.maxvnodesEin vnode ist die interne Darstellung einer Datei oder
eines Verzeichnisses. Die Erhöhung der Anzahl der für das
Betriebssystem verfügbaren vnodes verringert also die
Schreib- und Lesezugriffe auf der Festplatte. vnodes
werden im Normalfall vom Betriebssystem automatisch vergeben
und müssen nicht manuell angepasst werden. In einigen
Fällen stellt der Zugriff auf eine Platte allerdings einen
Flaschenhals dar, daher sollten Sie in diesem Fall die
Anzahl der möglichen vnodes erhöhen, um dieses Problem zu
beheben. Beachten Sie dabei aber die Größe des inaktiven
und freien Hauptspeichers.Um die Anzahl der derzeit verwendeten vnodes zu sehen,
geben Sie Folgendes ein:&prompt.root; sysctl vfs.numvnodes
vfs.numvnodes: 91349Die maximal mögliche Anzahl der vnodes erhalten Sie
durch die Eingabe von:&prompt.root; sysctl kern.maxvnodes
kern.maxvnodes: 100000Wenn sich die Anzahl der genutzten vnodes dem maximal
möglichen Wert nähert, sollten Sie den Wert
kern.maxvnodes zuerst um etwa
1000 erhöhen. Beobachten Sie danach die
Anzahl der vom System genutzten
vfs.numvnodes. Nähert sich der Wert
wiederum dem definierten Maximum, müssen Sie
kern.maxvnodes nochmals erhöhen. Sie
sollten nun eine Änderung des Speicherverbrauches über
&man.top.1; registrieren können und über mehr aktiven
Speicher verfügen.Hinzufügen von Swap-BereichenManchmal benötigt ein System mehr Swap-Bereiche. Dieser
Abschnitt beschreibt zwei Methoden, um Swap-Bereiche
hinzuzufügen: auf einer bestehenden Partition oder auf einem
neuen Laufwerk, und das Hinzufügen einer Swap-Datei auf einer
existierenden Partition.Für Informationen zur Verschlüsselung von
Swap-Partitionen, zu den dabei möglichen Optionen sowie
zu den Gründen für eine Verschlüsselung des
Auslagerungsspeichers lesen Sie
.Swap auf einer neuen Festplatte oder einer existierenden
PartitionDas Hinzufügen einer neuen Festplatte für den Swap-Bereich
bietet eine bessere Leistung, als die Verwendung
einer Partition auf einem vorhandenem Laufwerk. Die
Einrichtung von Partitionen und Laufwerken wird in
beschrieben.
diskutiert Aspekte über
die Anordnung und Größe von Swap-Bereichen.Benutzen Sie swapon um eine
Swap-Partition zum System hinzuzufügen. Zum Beispiel:&prompt.root; swapon /dev/ada1s1bSie können jede Partition verwenden, sofern sie nicht
schon eingehangen ist. Das gilt auch dann, wenn die
Partition bereits Daten enthält. Wird
swapon auf
einer Partition ausgeführt die Daten enthält, werden
die vorhandenen Daten überschrieben und sind unweigerlich
verloren. Stellen Sie sicher, dass die Partition, die Sie
als Swap-Bereich hinzufügen möchten, wirklich die gewünschte
Partition ist, bevor Sie swapon
ausführen.Um diese Swap-Partition automatisch beim Systemstart
hinzuzufügen, fügen Sie einen Eintrag in
/etc/fstab hinzu:/dev/ada1s1b none swap sw 0 0Die einzelnen Einträge von /etc/fstab
werden in &man.fstab.5; erläutert. Weitere Informationen zu
swapon finden Sie in &man.swapon.8;.Swap-Dateien erstellenAnstatt eine Partition zu verwenden, erstellen diese
Beispiele eine 64 MB große Swap-Datei mit dem Namen
/usr/swap0.Die Verwendung von Swap-Dateien macht es erforderlich,
dass das Modul &man.md.4; entweder im Kernel vorhanden oder
geladen wird, bevor Swap aktiviert ist. enthält Informationen zum Bau eines
angepassten Kernels.Erstellen einer Swap-Datei unter
&os; 10.X und neuerErstellen Sie die Swap-Datei:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/usr/swap0 bs=1024k count=64Setzen Sie die richtigen Berechtigungen für die neue
Datei:&prompt.root; chmod 0600 /usr/swap0Fügen Sie einen Eintrag in
/etc/fstab hinzu:md99 none swap sw,file=/usr/swap0,late 0 0Das &man.md.4; Gerät md99 wird
verwendet, damit die niedrigeren Gerätenummer für die
interaktive Benutzung frei bleiben.Der Swap-Speicher wird nun automatisch beim
Systemstart hinzugefügt. Benutzen Sie &man.swapon.8; um
den Swap-Speicher direkt zu aktivieren:&prompt.root; swapon -aLErstellen einer Swap-Datei unter
&os; 9.X und älterErstellen Sie die Swap-Datei
/usr/swap0:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/usr/swap0 bs=1024k count=64Setzen Sie die richtigen Berechtigungen für die neue
Datei:&prompt.root; chmod 0600 /usr/swap0Aktivieren Sie die Swap-Datei in
/etc/rc.conf:swapfile="/usr/swap0" # Set to name of swap fileUm die Swap-Datei sofort zu aktivieren,
spezifizieren Sie ein speicherbasiertes Laufwerk.
enthält weitere
Informationen.&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /usr/swap0 -u 0 && swapon /dev/md0Energie- und RessourcenverwaltungHitenPandyaVerfasst von TomRhodesEs ist wichtig, Hardware effizient einzusetzen. Energie-
und Ressourcenverwaltung ermöglicht es dem System auf
verschiedene Ereignisse, beispielsweise einen unerwarteten
Temperaturanstieg, reagieren zu können. Eine frühe
Spezifikation für die Energieverwaltung war das
Advanced Power Management
(APM). APM steuert den
Energieverbrauch eines Systems auf Basis der Systemaktivität.
Ursprünglich konnten Stromverbrauch und Wärmeabgabe eines
Systems nur schlecht von Betriebssystemen gesteuert werden.
Die Hardware wurde vom BIOS gesteuert, was
die Kontrolle der Energieverwaltung für den Anwender erschwerte.
Das APM-BIOS wird von dem
Hersteller des Systems zur Verfügung gestellt und ist auf die
spezielle Hardware angepasst. Der
APM-Treiber des Betriebssystems greift auf
das
APM Software Interface
zu, das den Energieverbrauch regelt.APM hat hauptsächlich vier Probleme.
Erstens läuft die Energieverwaltung unabhängig vom
Betriebssystem in einem herstellerspezifischen
BIOS. Beispielsweise kann das
APM-BIOS die Festplatten
nach einer konfigurierbaren Zeit ohne die Zustimmung des
Betriebssystems herunterfahren. Zweitens befindet sich die
ganze APM-Logik im BIOS;
das Betriebssystem hat gar keine
APM-Komponenten. Bei Problemen mit dem
APM-BIOS muss das
Flash-ROM aktualisiert werden. Diese Prozedur ist gefährlich,
da sie im Fehlerfall das System unbrauchbar machen kann. Zum
Dritten ist APM eine Technik, die
herstellerspezifisch ist und nicht koordiniert wird. Fehler im
BIOS eines Herstellers werden nicht unbedingt
im BIOS anderer Hersteller korrigiert. Das
letzte Problem ist, dass im
APM-BIOS nicht genügend
Platz vorhanden ist, um eine durchdachte oder eine auf den Zweck
der Maschine zugeschnittene Energieverwaltung zu
implementieren.Das Plug and Play BIOS
(PNPBIOS) war in vielen
Situationen ebenfalls unzureichend. Das
PNPBIOS verwendet eine 16-Bit-Technik. Damit
das Betriebssystem das PNPBIOS ansprechen
kann, muss es in einer 16-Bit-Emulation laufen. &os; stellt
einen APM-Treiber zur Verfügung, welcher für
Systeme benutzt werden sollte, die vor dem Jahr 2000 hergestellt
wurden. Der Treiber wird in &man.apm.4; beschrieben.ACPIAPMDer Nachfolger von APM ist das
Advanced Configuration and Power Interface
(ACPI). ACPI ist ein
Standard verschiedener Hersteller, welcher die Verwaltung von
Hardware und Energiesparfunktionen festlegt. Die
ACPI-Funktionen, die mehr Kontrolle und
Flexibilität bieten, können vom Betriebssystem gesteuert
werden.Dieser Abschnitt zeigt die Konfiguration von
ACPI unter &os;. Zudem werden einige Tipps
zur Fehlersuche vorgestellt und wie Sie Problemberichte
einreichen können, sodass Entwickler
ACPI-Probleme erfassen und beheben
können.Konfiguration des ACPIDer &man.acpi.4;-Treiber wird standardmäßig beim
Systemstart vom &man.loader.8; geladen und sollte daher
nicht fest in den Kernel eingebunden
werden. Der Treiber kann im laufenden Betrieb nicht entfernt
werden, da er zur Kommunikation mit der Hardware verwendet
wird. Falls jedoch Probleme auftreten, kann
ACPI auch komplett deaktiviert werden.
Dazu muss hint.acpi.0.disabled="1" in
/boot/loader.conf gesetzt und
anschließend das System neu gestartet werden. Alternativ
können Sie diese Variable auch am &man.loader.8;-Prompt
eingeben, wie in
beschrieben.ACPI und APM
können nicht zusammen verwendet werden. Das zuletzt
geladene Modul beendet sich, sobald es bemerkt, dass das
andere Modul geladen ist.Mit acpiconf können Sie das System in
einen Ruhemodus (sleep mode)
versetzen. Es gibt verschiedene Modi
(von 1 bis 5), die Sie
auf der Kommandozeile mit angeben können.
Für die meisten Anwender sind die Modi 1
und 3 völlig ausreichend. Der Modus
5 schaltet das System
aus (Soft-off) und entspricht
dem Befehl halt -p.Verschiedene Optionen können mit sysctl
gesetzt werden. Lesen Sie dazu &man.acpi.4; sowie
&man.acpiconf.8;.Häufige ProblemeACPIACPI gibt es in allen modernen Rechnern
der ia32- (x86), ia64- (Itanium) und amd64-
(AMD) Architektur.
Der vollständige Standard bietet Funktionen zur Steuerung und
Verwaltung der CPU-Leistung, der
Stromversorgung, von Wärmebereichen, Batterien, eingebetteten
Controllern und Bussen. Auf den meisten Systemen wird nicht
der vollständige Standard implementiert. Arbeitsplatzrechner
besitzen meist nur Funktionen zur Verwaltung der Busse,
während Notebooks Funktionen zur Temperaturkontrolle und
Ruhezustände besitzen.Ein ACPI konformes System besitzt
verschiedene Komponenten. Die BIOS- und
Chipsatz-Hersteller stellen mehrere statische Tabellen bereit,
zum Beispiel die
Fixed-ACPI-Description-Table
(FADT). Die Tabellen enthalten
beispielsweise die mit SMP-Systemen
benutzte APIC-Map, Konfigurationsregister
und einfache Konfigurationen. Zusätzlich gibt es die
Differentiated-System-Description-Table
(DSDT), die Bytecode enthält. Die Tabelle
ordnet Geräte und Methoden in einem baumartigen Namensraum
an.Ein ACPI-Treiber muss die statischen
Tabellen einlesen, einen Interpreter für den Bytecode
bereitstellen und die Gerätetreiber im Kernel so
modifizieren, dass sie mit dem
ACPI-Subsystem kommunizieren. Für &os;,
&linux; und NetBSD hat &intel; den Interpreter
ACPI-CA, zur Verfügung gestellt. Der
Quelltext zu ACPI-CA befindet sich im
Verzeichnis src/sys/contrib/dev/acpica.
Die Schnittstelle von ACPI-CA zu &os;
befindet sich unter
src/sys/dev/acpica/Osd. Treiber, die
verschiedene ACPI-Geräte implementieren,
befinden sich im Verzeichnis
src/sys/dev/acpica.ACPIProbleme mitDamit ACPI richtig funktioniert,
müssen alle Teile funktionieren. Im Folgenden
finden Sie eine Liste mit Problemen und möglichen
Abhilfen oder Korrekturen. Die Liste ist nach
der Häufigkeit, mit der die Probleme auftreten,
sortiert. Wenn eine Korrektur das Problem nicht
behebt, finden Sie in
Anweisungen, wie Sie einen Problembericht einreichen
können.MausproblemeEs kann vorkommen, dass die Maus nicht mehr
funktioniert, wenn Sie nach einem Suspend weiterarbeiten
wollen. Ist dies bei Ihnen der Fall, reicht es meistens
aus, den Eintrag
hint.psm.0.flags="0x3000" in
/boot/loader.conf aufzunehmen.Suspend/ResumeACPI kennt drei
Suspend-to-RAM-Zustände
(STR),
S1-S3 sowie einen
Suspend-to-Disk-Zustand (STD)
S4. STD kann auf zwei
Arten implementiert werden:
S4BIOS und
S4OS. Im ersten Fall
wird der Suspend-to-Disk-Zustand durch das
BIOS hergestellt im zweiten Fall alleine
durch das Betriebssystem. Der Zustand S5
wird Soft off genannt. In diesem Zustand
befindet sich ein Rechner, wenn die Stromversorgung
angeschlossen ist, der Rechner aber nicht hochgefahren
ist.Benutzen Sie sysctl hw.acpi um die
Suspend-Zustände zu ermitteln. Diese Beispielausgabe stammt
von einem Thinkpad:hw.acpi.supported_sleep_state: S3 S4 S5
hw.acpi.s4bios: 0Diese Ausgabe besagt, dass mit dem Befehl
acpiconf -s die Zustände
S3, S4
und S5 eingestellt werden können.
Hätte den Wert
1, gäbe es den Zustand
S4BIOS anstelle
von S4.Wenn Sie die Suspend- und Resume-Funktionen
testen, fangen Sie mit dem S1-Zustand
an, wenn er angeboten wird. Dieser Zustand wird
am ehesten funktionieren, da der Zustand wenig
Treiber-Unterstützung benötigt. Der Zustand
S2 ist ähnlich wie
S1, allerdings hat ihn noch niemand
implementiert. Als nächstes sollten Sie den
Zustand S3 ausprobieren. Dies
ist der tiefste STR-Schlafzustand.
Dieser Zustand ist auf massive Treiber-Unterstützung
angewiesen, um die Geräte wieder richtig zu
initialisieren.Ein häufiges Problem mit Suspend/Resume ist,
dass viele Gerätetreiber ihre Firmware, Register
und Gerätespeicher nicht korrekt speichern,
wiederherstellen und/oder reinitialisieren. Um dieses
Problem zu lösen, sollten Sie zuerst die
folgenden Befehle ausführen:&prompt.root; sysctl debug.bootverbose=1
&prompt.root; sysctl debug.acpi.suspend_bounce=1
&prompt.root; acpiconf -s 3Dieser Test emuliert einen Suspend/Resume-Zyklus für
alle Geräte (ohne dass diese dabei wirklich in den Status
S3 wechseln). In vielen Fällen
reicht dies bereits aus, um Probleme (beispielsweise
verlorener Firmware-Status, Timeouts, hängende Geräte)
zu entdecken. Beachten Sie dabei, dass das Gerät bei
diesem Test nicht wirklich in den Status
S3 wechseln. Es kann also vorkommen,
dass manche Geräte weiterhin mit Strom versorgt werden (dies
wäre bei einem wirklichen Wechsel in den Status
S3 NICHT möglich.
Andere Geräte werden normal weiterarbeiten, weil sie
über keine Suspend/Resume-Funktionen verfügen.Schwierigere Fälle können den Einsatz
zusätzlicher Hardware (beispielsweise serielle
Ports/Kabel für die Verbindung über eine
serielle Konsole oder Firewire-Ports/Kabel für
&man.dcons.4;) sowie Kenntnisse im Bereich
Kerneldebugging erforderlich machen.Um das Problem einzugrenzen, entladen Sie soviele
Treiber wie möglich. Wenn das funktioniert, laden Sie einen
Treiber nach dem anderen, bis der Fehler wieder auftritt.
Typischerweise verursachen binäre Treiber wie
nvidia.ko, Grafiktreiber und
USB-Treiber die meisten Fehler,
hingegen laufen Ethernet-Treiber für gewöhnlich
sehr zuverlässig. Wenn ein Treiber
zuverlässig geladen und entfernt werden kann,
können Sie den Vorgang automatisieren, indem
Sie die entsprechenden Kommandos in
/etc/rc.suspend und
/etc/rc.resume einfügen.
In den Dateien finden Sie ein deaktiviertes Beispiel,
das einen Treiber lädt und wieder entfernt.
Ist die Bildschirmanzeige bei der Wiederaufnahme
des Betriebs gestört, setzen Sie die
Variable auf
1. Versuchen Sie auch, die Variable
auf kürzere
Zeitspannen zu setzen.Die Suspend- und Resume-Funktionen können
Sie auch auf einer neuen &linux;-Distribution
mit ACPI testen. Wenn es mit
&linux; funktioniert, liegt das Problem wahrscheinlich
bei einem &os;-Treiber. Es hilft uns, das Problem
zu lösen, wenn Sie feststellen können, welcher
Treiber das Problem verursacht. Beachten Sie bitte,
dass die ACPI-Entwickler normalerweise
keine anderen Treiber pflegen (beispielsweise Sound- oder
ATA-Treiber). Es ist wohl das beste,
die Ergebnisse der Fehlersuche an die Mailingliste
&a.current.name; und den Entwickler des Treibers
zu schicken. Erfahrene Benutzer können versuchen, den
Fehler in der Resume-Funktion zu finden, indem
sie einige &man.printf.3;-Anweisungen in den Code
des fehlerhaften Treibers einfügen.Schließlich können Sie ACPI
noch abschalten und stattdessen APM
verwenden. Wenn die Suspend- und Resume-Funktionen mit
APM funktionieren, sollten Sie
besser APM verwenden
(insbesondere mit alter Hardware von vor dem Jahr 2000).
Die Hersteller benötigten einige Zeit, um
ACPI korrekt zu implementieren, daher
gibt es mit älterer Hardware oft
ACPI-Probleme.SystemhängerDie meisten Systemhänger entstehen durch verlorene
Interrupts oder einen Interrupt-Sturm.
Probleme werden verursacht durch die Art, in der das
BIOS Interrupts vor dem Systemstart
konfiguriert, durch eine fehlerhafte
APIC-Tabelle und durch die
Zustellung des System-Control-Interrupts
(SCI).Interrupt-SturmAnhand der Ausgabe des Befehls
vmstat -i können Sie verlorene
Interrupts von einem Interrupt-Sturm unterscheiden.
Untersuchen Sie die Ausgabezeile, die
acpi0 enthält. Ein Interrupt-Sturm liegt
vor, wenn der Zähler öfter als ein paar Mal pro Sekunde
hochgezählt wird. Wenn sich das System aufgehangen hat,
versuchen Sie mit der Tastenkombination
CtrlAltEsc in den Debugger DDB
zu gelangen. Geben Sie dort den Befehl
show interrupts ein.APICdeaktivierenWenn Sie Interrupt-Probleme haben, ist es vorerst
wohl am besten, APIC zu deaktivieren.
Tragen Sie dazu die Zeile
hint.apic.0.disabled="1" in
/boot/loader.conf ein.Abstürze (Panics)Panics werden so
schnell wie möglich behoben; mit ACPI
kommt es aber selten dazu. Zuerst sollten Sie
die Panic reproduzieren und dann versuchen einen
backtrace (eine
Rückverfolgung der Funktionsaufrufe) zu erstellen.
Richten Sie dazu den DDB über
die serielle Schnittstelle (siehe
) oder eine gesonderte
&man.dump.8;-Partition ein. In DDB
können Sie den backtrace
mit dem Kommando tr erstellen.
Falls Sie den backtrace
vom Bildschirm abschreiben müssen, schreiben
Sie bitte mindestens die fünf ersten und die
fünf letzten Zeile der Ausgabe auf.Versuchen Sie anschließend, das Problem
durch einen Neustart ohne ACPI
zu beseitigen. Wenn das funktioniert hat, können
Sie versuchen, das verantwortliche
ACPI-Subsystem durch Setzen der
Variablen
herauszufinden. Die Hilfeseite &man.acpi.4; enthält
dazu einige Beispiele.Nach einem Suspend oder einem Stopp startet
das System wiederSetzen Sie zuerst
in
/boot/loader.conf. Damit wird
verhindert, dass ACPI während des
Systemabschlusses die Bearbeitung verschiedener Ereignisse
deaktiviert. Auf manchen Systemen muss die Variable den
Wert 1 besitzen (die Voreinstellung).
Normalerweise wird der unerwünschte Neustart des Systems
durch Setzen dieser Variablen behoben.BIOS mit fehlerhaftem BytecodeACPIASLEinige BIOS-Hersteller liefern einen
fehlerhaften Bytecode aus. Dies erkennen Sie an
Kernelmeldungen wie diesen:ACPI-1287: *** Error: Method execution failed [\\_SB_.PCI0.LPC0.FIGD._STA] \\
(Node 0xc3f6d160), AE_NOT_FOUNDOft können Sie das Problem dadurch lösen, dass Sie eine
aktuelle BIOS-Version einspielen. Die
meisten Meldungen auf der Konsole sind harmlos, wenn aber
beispielsweise der Batteriestatus falsch angezeigt wird,
können Sie in den Meldungen nach Problemen suchen.Die voreingestellte ASL
überschreibenDer BIOS-Bytecode, bekannt als
ACPI Maschine Language
(AML) wird aus der Sprache namens
ACPI Source Language
(ASL) übersetzt. Die
AML ist in einer Tabelle, bekannt als
Differentiated System Description Table
(DSDT), abgelegt.ACPIASLEs ist das Ziel von &os;, dass
ACPI ohne Eingriffe des Benutzers
läuft. Zurzeit werden allerdings noch Abhilfen für Fehler
der BIOS-Hersteller entwickelt.
Der µsoft;-Interpreter (acpi.sys
und acpiec.sys) prüft die
ASL nicht streng gegen den Standard.
Daher reparieren BIOS-Hersteller,
die ACPI nur unter &windows; testen,
ihre ASL nicht. Die &os; Entwickler
hoffen, dass sie das vom Standard abweichende Verhalten des
µsoft;-Interpreters dokumentieren und in &os; replizieren
können. Dadurch müssen Benutzer ihre
ASL nicht selbst reparieren.Um bei der Fehlersuche zu helfen und das Problem
möglicherweise zu beheben, kann eine Kopie der
ASL gemacht werden. Dazu nutzen Sie
acpidump zusammen mit ,
um den Inhalt der Tabelle anzuzeigen und ,
um die AML zu zerlegen:&prompt.root; acpidump -td > my.aslEinige AMLs gehen davon aus, dass
der Anwender eine &windows;-Versionen benutzt. Versuchen
Sie das Betriebssystem, das Sie in der ASL
finden, in /boot/loader.conf anzugeben:
hw.acpi.osname="Windows 2009".Manche Abhilfen erfordern eine Anpassung von
my.asl. Wenn diese Datei bearbeitet
wird, erstellen Sie die neue ASL mit dem
folgenden Befehl. Warnung können meistens ignoriert werden,
aber Fehler verhindern die ordnungsgemäße Funktion von
ACPI.&prompt.root; iasl -f my.aslDie Option erzwingt das Erstellen der
AML auch dann, wenn während der Übersetzung
Fehler auftreten. Einige Fehler, wie fehlende
Return-Anweisungen, werden automatisch vom &os; Interpreter
umgangen.Die voreingestellte Ausgabedatei von
iasl ist DSDT.aml.
Wenn Sie diese Datei anstelle der fehlerhaften Kopie des
BIOS laden wollen, editieren Sie
/boot/loader.conf wie folgt:acpi_dsdt_load="YES"
acpi_dsdt_name="/boot/DSDT.aml"Stellen Sie bitte sicher, dass sich
DSDT.aml in
/boot befindet und starten Sie das
System neu. Wenn dadurch das Problem behoben wird, schicken
Sie einen &man.diff.1; der alten und der neuen
ASL an &a.acpi.name;, damit die
Entwickler das Problem in acpica
umgehen können.Abrufen und Einreichen von Informationen zur
FehlersucheNateLawsonGeschrieben von PeterSchultzMit Beiträgen von TomRhodesACPIProbleme mitACPIFehlersucheDer ACPI-Treiber besitzt
flexible Möglichkeiten zur Fehlersuche. Sie
können sowohl die zu untersuchenden Subsysteme
als auch die zu erzeugenden Ausgaben festlegen. Die zu
untersuchenden Subsysteme werden als layer
angegeben und in Komponenten
(ACPI_ALL_COMPONENTS) und
ACPI-Hardware
(ACPI_ALL_DRIVERS) aufgeteilt.
Welche Meldungen ausgegeben werden, wird über
level gesteuert. Die Level reichen von von
ACPI_LV_ERROR (es werden nur Fehler
ausgegeben) bis zu ACPI_LV_VERBOSE (alles
wird ausgegeben). Das Level ist eine Bitmaske, sodass
verschiedene Stufen auf einmal (durch Leerzeichen getrennt)
angegeben werden können. Die erzeugte Ausgabemenge passt
vielleicht nicht in den Konsolenpuffer. In diesem Fall sollte
die Ausgabe mithilfe einer seriellen Konsole gesichert werden.
Die möglichen Werte für layers und
level werden in &man.acpi.4;
beschrieben.Die Ausgaben zur Fehlersuche sind in der Voreinstellung
nicht aktiviert. Wenn ACPI im Kernel
enthalten ist, fügen Sie options ACPI_DEBUG
zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu. Sie können die
Ausgaben zur Fehlersuche global aktivieren, indem Sie in der
Datei /etc/make.conf die Zeile
ACPI_DEBUG=1 einfügen. Das Modul
acpi.ko können Sie wie folgt
neu übersetzen:&prompt.root; cd /sys/modules/acpi/acpi && make clean && make ACPI_DEBUG=1Kopieren Sie anschließend
acpi.ko ins Verzeichnis
/boot/kernel.
In /boot/loader.conf stellen Sie
level und layer ein. Das
folgende Beispiel aktiviert die Ausgabe von Fehlern für
alle ACPI-Komponenten und alle
Hardwaretreiber:debug.acpi.layer="ACPI_ALL_COMPONENTS ACPI_ALL_DRIVERS"
debug.acpi.level="ACPI_LV_ERROR"Wenn ein Problem durch ein bestimmtes Ereignis,
beispielsweise den Start nach einem Ruhezustand, hervorgerufen
wird, können Sie die Einstellungen für
level und layer auch mit dem
Kommando sysctl vornehmen. In diesem
Fall müssen Sie /boot/loader.conf
nicht editieren. Auf der Kommandozeile geben Sie über
sysctl dieselben Variablennamen wie in
/boot/loader.conf an.ACPIProbleme mitSobald Sie die Fehlerinformationen gesammelt haben,
schicken Sie diese an &a.acpi.name;, sodass die Betreuer des
&os;-ACPI-Subsystems diese Informationen
zur Analyse und für die Entwicklung einer Lösung verwenden
können.Bevor Sie einen Fehlerbericht an diese Mailingliste
einreichen, stellen Sie bitte sicher, dass das
BIOS und die Firmware des Controllers
aktuell sind.Wenn Sie einen Fehlerbericht einsenden, fügen Sie bitte
die folgenden Informationen ein:Beschreiben Sie den Fehler und alle Umstände,
unter denen der Fehler auftritt. Geben Sie
ebenfalls den Typ und das Modell Ihres Systems
an. Wenn Sie einen neuen Fehler entdeckt haben,
versuchen Sie möglichst genau zu beschreiben,
wann der Fehler das erste Mal aufgetreten ist.Die Ausgabe von dmesg nach der
Eingabe von boot -v.
Geben Sie auch alle Fehlermeldungen an, die erscheinen,
wenn Sie den Fehler provozieren.Die Ausgabe von dmesg nach der
Eingabe von boot -v und mit
deaktiviertem ACPI, wenn das Problem
ohne ACPI nicht auftritt.Die Ausgabe von sysctl hw.acpi.
Dieses Kommando zeigt die vom System unterstützten
ACPI-Funktionen an.Die URL, unter der die
ASL liegt. Schicken Sie
bitte nicht die
ASL an die Mailingliste, da die
ASL sehr groß sein kann. Eine Kopie
der ASL erstellen Sie mit dem
nachstehenden Befehl:&prompt.root; acpidump -td > name-system.aslSetzen Sie für name
den Namen des Kontos und für
system den Hersteller und
das Modell des Systems ein. Zum Beispiel:
njl-FooCo6000.asl.Obwohl die meisten Entwickler die Mailingliste
&a.current.name; lesen, sollten Sie Fehlerberichte an
die Liste &a.acpi.name; schicken. Seien Sie bitte
geduldig; wir haben alle Arbeit außerhalb des Projekts.
Wenn der Fehler nicht offensichtlich ist, bitten
wir Sie vielleicht, einen offiziellen Fehlerbericht
- (PR) mit &man.send-pr.1; einzusenden.
+ (PR) einzusenden.
Geben Sie im Fehlerbericht bitte dieselben Informationen
wie oben an. Mithilfe der PRs
verfolgen und lösen wir Probleme. Senden Sie
bitte keinen PR ein, ohne vorher
den Fehlerbericht an die Liste &a.acpi.name; zu senden.
Es kann sein, dass der Fehler schon von
jemand anderem gemeldet wurde.ReferenzenWeitere Informationen über ACPI finden
Sie hier:Die &os; ACPI Mailingliste
(https://lists.freebsd.org/pipermail/freebsd-acpi/)Die ACPI 2.0 Spezifikation (http://acpi.info/spec.htm)&man.acpi.4;, &man.acpi.thermal.4;, &man.acpidump.8;,
&man.iasl.8; und &man.acpidb.8;
Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.xml
===================================================================
--- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.xml (revision 52476)
+++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.xml (revision 52477)
@@ -1,2161 +1,2161 @@
Elektronische Post (E-Mail)BillLloydUrsprüglicher Text von JimMockNeugeschrieben von RobertDrehmelÜbersetzt von TerminologieE-MailTerminologieDas Akronym MTA steht für
Mail Transfer Agent was übersetzt
Mailübertragungs-Agent bedeutet.Während die Bezeichnung Server-Dämon
die Komponente eines MTA benennt, die für
eingehende Verbindungen zuständig ist, wird mit dem Begriff
Mailer öfters die Komponente des
MTA bezeichnet, die E-Mails versendet.ÜbersichtE-MailElektronische Post, besser bekannt als
E-Mail, ist eine der am weit verbreitetsten Formen der
Kommunikation heutzutage. Dieses Kapitel bietet eine
grundlegende Einführung in das Betreiben eines E-Mail-Servers
unter &os;. Ebenfalls wird der Versand und Empfang von E-Mails
unter &os; behandelt. Eine umfassende Betrachtung zu diesem
Thema finden Sie in den Büchern, die in aufgelistet sind.Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte:Welche Software-Komponenten beim Senden und
Empfangen von elektronischer Post involviert sind.Wo sich grundlegende Sendmail
Konfigurationsdateien in &os; befinden.Den Unterschied zwischen entfernten und lokalen
Postfächern.Wie man Versender von Spam daran hindern kann,
E-Mail-Server illegalerweise als Weiterleitung zu
verwenden.Wie man einen alternativen MTA
installiert und konfiguriert, um
Sendmail zu ersetzen.Wie man oft auftretende E-Mail-Server Probleme
behebt.Wie E-Mails über einen Relay verschickt werden.Wie E-Mails über eine Einwahlverbindung gehandhabt
werden.Wie SMTP-Authentifizierung einrichtet wird.Den Empfang und den Versand von E-Mails mithilfe
von Programmen wie mutt.Wie E-Mails von einem entfernten Server mit
POP oder IMAP
abgeholt werden.Wie eingehende E-Mail automatisch gefiltert wird.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie:Die Netzwerk-Verbindung richtig einrichten.
().Die DNS-Information für einen
E-Mail-Server einstellen
().Wissen, wie man zusätzliche Dritthersteller-Software
installiert ().E-Mail KomponentenPOPIMAPDNSE-Mail-Server DämonenSendmailE-Mail-Server DämonenPostfixE-Mail-Server DämonenqmailE-Mail-Server DämonenEximE-MailsempfangenMX-EintragE-Mail-ServerEs gibt fünf größere Komponenten die am Austausch von
E-Mails beteiligt sind: der Mail User
Agent (MUA), der
Mail Transfer Agent
(MTA), der
Mail Host, ein entferntes
oder lokales Postfach, sowie DNS. Dieser
Abschnitt enthält eine Übersicht über diese
Komponenten.Mail User Agent (MUA)Der Mail User Agent
(MUA) ist das Benutzerprogramm zum
Verfassen, Senden und Empfangen von E-Mails. Diese
Anwendung kann ein Kommandozeilenprogramm sein, wie das
in &os; enthaltene Programm mail,
oder ein Programm aus der Ports-Sammlung wie
beispielsweise mutt,
alpine oder
elm. In der Ports-Sammlung
sind auch dutzende von grafischen Programmen verfügbar,
darunter ClawsMail,
Evolution und
Thunderbird. Einige
Unternehmen bieten auch ein Web-Mail-Programm an, das
über einen Webbrowser verwaltet werden kann. Weitere
Informationen zur Installation und Verwendung von
MUAs unter &os; finden Sie im
.Mail Transfer Agent (MTA)Der
Mail Transfer Agent
(MTA) ist ein E-Mail-Server Daemon,
welcher für dem Empfang von eingehenden E-Mails und für
den Versand von ausgehenden E-Mails verantwortlich ist.
&os; wird mit Sendmail als
Standard-MTA ausgeliefert, aber es
unterstützt auch weitere E-Mail-Server, darunter
Exim,
Postfix und
qmail. Die Konfiguration von
Sendmail wird im beschrieben. Wenn Sie einen
anderen MTA aus der Ports-Sammlung
installieren, lesen Sie die Nachrichten die nach der
Installation der Anwendung ausgegeben werden, wenn Sie
&os; spezifische Informationen benötigen. Allgemeine
Informationen zur Konfiguration finden Sie in der Regel
auf der Webseite des Herstellers.Mail Host und PostfächerDer Mail Host ist für
die Zustellung und das Empfangen von E-Mails für den
Rechner oder eines Netzwerks zuständig. Der Mail Host
empfängt alle E-Mails für eine Domäne und speichert
diese entweder im voreingestellten
mbox-Format, oder im
Maildir-Format. Diese E-Mails können lokal mit einem
Benutzerprogramm MUA gelesen werden.
Mithilfe von Protokollen wie POP oder
IMAP können die E-Mails auch von
entfernten Rechnern gelesen werden. Wenn die E-Mails
direkt auf dem Mail Host gelesen werden, wird kein
POP- oder
IMAP-Server benötigt.Um auf entfernte Postfächer zuzugreifen, wird ein
Zugang zu einem POP- oder
IMAP-Server benötigt. Beide
Protokolle ermöglichen es Benutzern, auf ein entferntes
Postfach zuzugreifen. IMAP bietet
gegenüber POP einige Vorteiler. Dazu
zählt die Fähigkeit eine Kopie aller Nachrichten auf
einem entfernten Server zu speichern, sowie gleichzeitig
ablaufende Aktualisierungen. IMAP
kann auch über langsame Verbindungen nützlich sein, da
nicht gleich die komplette Nachricht heruntergeladen
wird. Weiterhin können E-Mails auf dem Server
durchsucht werden, was den Datenverkehr zwischen Clients
und dem Server minimiert.Die Ports-Sammlung enthält einige
POP- und
IMAP-Server, darunter
mail/qpopper,
mail/imap-uw,
mail/courier-imap und
mail/dovecot2.Beachten Sie, dass sowohl POP
als auch IMAP Daten, wie den
Benutzernamen und das Passwort, im Klartext
übertragen. Um die Übermittlung von Daten über diese
Protokolle zu schützen, können Sie Sitzungen über
&man.ssh.1; ()
tunneln oder SSL
() verwenden.Domain Name System (DNS)Das
Domain Name System
(DNS) und sein Daemon
named spielen eine große Rolle bei
der Auslieferung von E-Mails. Um E-Mails auszuliefern,
fragt der MTA im
DNS den Rechner ab, der E-Mails für
das Zielsystem entgegennimmt. Der gleiche Vorgang läuft
ab, wenn eine E-Mail von einem entfernten Server zum
MTA zugestellt wird.Im DNS werden Rechnernamen auf
IP-Adressen abgebildet. Daneben werden
spezielle Informationen für das Mail-System gespeichert,
die MX-Einträge
(MX record) genannt werden.
Der MX-Eintrag (von
Mail eXchanger) gibt an,
welche Rechner E-Mails für eine Domäne annehmen.Mit &man.host.1; können die
MX-Einträge für eine Domäne abgefragt
werden:&prompt.root; host -t mx FreeBSD.org
FreeBSD.org mail is handled by 10 mx1.FreeBSD.orgWeitere Informationen zu DNS und
dessen Konfiguration finden Sie im .Sendmail-KonfigurationsdateienChristopherShumwayBeigesteuert von SendmailSendmail ist der standardmäßig in
&os; installierte MTA. Es nimmt E-Mails von
E-Mail-Benutzerprogrammen (MUA)
entgegen und liefert diese zu den entsprechenden Mail Hosts, die
in der Konfigurationsdatei definiert sind.
Sendmail kann auch
Netzwerkverbindungen annehmen und E-Mails an lokale
Mailboxen, oder an andere Programme
ausliefern.Die Konfigurationsdateien von
Sendmail befinden sich in
/etc/mail. In diesem Abschnitt werden
diese Dateien im Detail beschrieben./etc/mail/access/etc/mail/aliases/etc/mail/local-host-names/etc/mail/mailer.conf/etc/mail/mailertable/etc/mail/sendmail.cf/etc/mail/virtusertable/etc/mail/accessDiese Datenbank bestimmt, welche Rechner oder
IP-Adressen Zugriff auf den lokalen
Mail-Server haben und welche Art von Zugriff ihnen
gestattet wird. Rechner die als
aufgelistet sind, was der Standard ist, sind berechtigt
E-Mails zu diesem Rechner zu schicken, solange die
endgültige Zieladresse der lokale Rechner ist. Rechner
die als aufgelistet sind, werden
abgelehnt. Rechner die als
aufgelistet sind, wird es erlaubt Post für jede
Zieladresse durch diesen Mail-Server zu senden. Rechner
die als aufgelistet sind, bekommen
ihre E-Mail mit einem speziellen Fehler zurück. Wenn ein
Rechner als aufgelistet ist, wird
Sendmail die aktuelle Suche
abbrechen, ohne die E-Mail zu akzeptieren oder abzulehnen.
E-Mails von Rechnern die als
aufgelistet sind, werden vorerst zurückgehalten. Dem
sendenden Rechner wird ein festgelegter Text als Grund für
die Quarantäne zurückgeschickt.Beispiele für die Verwendung dieser Optionen für
IPv4-
und IPv6-Adressen finden Sie in der
Beispielkonfiguration
/etc/mail/access.sample:# $FreeBSD$
#
# Mail relay access control list. Default is to reject mail unless the
# destination is local, or listed in /etc/mail/local-host-names
#
## Examples (commented out for safety)
#From:cyberspammer.com ERROR:"550 We don't accept mail from spammers"
#From:okay.cyberspammer.com OK
#Connect:sendmail.org RELAY
#To:sendmail.org RELAY
#Connect:128.32 RELAY
#Connect:128.32.2 SKIP
#Connect:IPv6:1:2:3:4:5:6:7 RELAY
#Connect:suspicious.example.com QUARANTINE:Mail from suspicious host
#Connect:[127.0.0.3] OK
#Connect:[IPv6:1:2:3:4:5:6:7:8] OKUm die Datenbank zu konfigurieren, verwenden Sie das
im Beispiel gezeigte Format, um Einträge in
/etc/mail/access hinzuzufügen, aber
setzen Sie kein Kommentarsymbol (#) vor
die Einträge. Erstellen Sie einen Eintrag für jeden
Rechner, dessen Zugriff konfiguriert werden soll.
E-Mail-Versender, die mit der linken Spalte der Tabelle
übereinstimmen, sind betroffen von der Aktion in der
rechten Spalte.Immer wenn diese Datei verändert wurde, muss die
Datenbank aktualisiert und
Sendmail neu gestartet
werden:&prompt.root; makemap hash /etc/mail/access < /etc/mail/access
&prompt.root; service sendmail restart/etc/mail/aliasesDiese Datenbank enthält eine Liste der virtuellen
Mailboxen, die in andere Benutzer, Dateien, Programme oder
andere Aliase expandiert werden. Hier sind ein paar
Beispiele, die das Dateiformat verdeutlichen:root: localuser
ftp-bugs: joe,eric,paul
bit.bucket: /dev/null
procmail: "|/usr/local/bin/procmail"Der Name der Mailbox auf der linken Seite des
Doppelpunkts wird mit den Zielen auf der rechten Seite
ersetzt. Der erste Eintrag ersetzt die Mailbox
root mit der
Mailbox localuser, die dann
in der Datenbank /etc/mail/aliases
gesucht wird. Wird kein passender Eintrag gefunden, wird
die Nachricht zum localuser geliefert. Der
zweite Eintrag zeigt eine E-Mail-Verteilerliste. E-Mails
an ftp-bugs
werden zu den drei lokalen Mailboxen joe,
eric und
paul gesendet.
Eine entfernte Mailbox kann auch als
user@example.com angegeben werden. Der
dritte Eintrag zeigt wie E-Mails in eine Datei geschrieben
werden, in diesem Fall /dev/null.
Der letzte Eintrag verdeutlicht das Senden von E-Mails an
ein Programm. Hier wird die Nachricht über eine &unix;
Pipe an /usr/local/bin/procmail
gesendet. Weitere Informationen zu dem Format dieser
Datei finden Sie in &man.aliases.5;.Wenn diese Datei geändert wird, muss
newaliases ausgeführt werden, um die
Datenbank zu aktualisieren./etc/mail/sendmail.cfDies ist die Hauptkonfigurations-Datei von
Sendmail. Sie kontrolliert das
allgemeine Verhalten von
Sendmail, einschließlich allem
vom Umschreiben von E-Mail Adressen bis hin zum Übertragen
von Ablehnungsnachrichten an entfernte E-Mail-Server.
Dementsprechend ist die Konfigurationsdatei ziemlich
komplex. Glücklicherweise muss diese Datei selten für
Standard E-Mail-Server geändert werden.Die Sendmail
Hauptkonfigurationsdatei kann mit &man.m4.1; Makros
erstellt werden, die Eigenschaften und Verhalten von
Sendmail definieren. Einige
der Details finden Sie in
/usr/src/contrib/sendmail/cf/README.Wenn Änderungen an dieser Datei vorgenommen werden,
muss Sendmail neu gestartet
werden, damit die Änderungen Wirkung zeigen./etc/mail/virtusertableDiese Datenbank ordnet Adressen für virtuelle Domänen
und Benutzern reellen Mailboxen zu. Diese Mailboxen
können lokal, auf entfernten Systemen, Aliase in
/etc/mail/aliases oder eine Datei
sein. Dadurch können mehrere virtuelle Domains auf einem
Rechner gehostet werden.&os; enthält eine Beispielkonfiguration in
/etc/mail/virtusertable.sample, die
das Format genauer beschreibt. Das folgende Beispiel
zeigt, wie benutzerdefinierte Einträge in diesem Format
erstellt werden:root@example.com root
postmaster@example.com postmaster@noc.example.net
@example.com joeDiese Datei wird nach dem ersten übereinstimmenden
Eintrag durchsucht. Wenn eine E-Mail-Adresse mit der
Adresse auf der linken Seite übereinstimmt, wird sie
dem Eintrag auf der rechten Seite zugeordnet. Der erste
Eintrag in diesem Beispiel ordnet eine bestimmte
E-Mail-Adresse einer lokalen Mailbox zu, während der
zweite Eintrag eine bestimmte E-Mail-Adresse einer
entfernten Mailbox zuordnet. Zuletzt wird jede
E-Mail-Adresse von example.com, welche
nicht mit einem der vorherigen Einträge übereinstimmt, mit
dem letzten Eintrag übereinstimmen und der lokalen Mailbox
joe zugeordnet. Benutzen Sie dieses
Format, wenn Sie neue Einträge in
/etc/mail/virtusertable hinzufügen.
Jedes Mal, wenn diese Datei bearbeitet wurde, muss die
Datenbank aktualisiert und
Sendmail neu gestartet
werden:&prompt.root; makemap hash /etc/mail/virtusertable < /etc/mail/virusertable
&prompt.root; service sendmail restart/etc/mail/relay-domainsIn der standardmäßigen &os;-Installation wird
Sendmail nur dazu konfiguriert,
E-Mails von dem Rechner, auf dem es läuft, zu senden.
Wenn zum Beispiel ein POP-Server
installiert ist, können Benutzer ihre E-Mails von
entfernten Standorten überprüfen. Sie werden jedoch keine
E-Mails von außen verschicken können. Typischerweise
wird ein paar Sekunden nach dem Versuch eine E-Mail
von MAILER-DAEMON mit einer
5.7 Relaying Denied Fehlermeldung
versendet werden.Die einfachste Lösung ist, wie im folgenden Beispiel
gezeigt, den FQDN des
Internet-Dienstanbieters und gegebenenfalls weitere
Adressen in /etc/mail/relay-domains
einzutragen:your.isq.example.com
other.isp.example.net
users.isp.example.org
www.example.orgNachdem diese Datei erstellt oder editiert wurde, muss
Sendmail mittels
service sendmail restart neu gestartet
werden.Ab jetzt wird jede E-Mail, die von einem in der Liste
eingetragenen Rechner durch das System geschickt wird,
ihr Ziel erreichen, vorausgesetzt der Benutzer
hat einen Account auf dem System. Dies erlaubt es
Benutzern aus der Ferne, E-Mails über das System zu
versenden, ohne dem Massenversand
(SPAM) die Tür zu öffnen.Wechseln des Mailübertragungs-AgentenAndrewBoothmanGeschrieben von GregoryNeil ShapiroInformationen entnommen aus E-Mails geschrieben von E-MailMTA, wechseln&os; enthält mit Sendmail bereits
einen MTA, der für die ein- und ausgehenden
E-Mails verantwortlich ist. Der Systemadministrator kann aber
den MTA des Systems wechseln. Eine große
Auswahl an alternativen MTAs ist in der
Kategorie mail der &os; Ports-Sammlung
verfügbar.Sobald ein neuer MTA installiert ist,
können Sie die neue Software konfigurieren und testen, bevor Sie
Sendmail ersetzen. Informationen
über die Konfiguration des neu gewählten MTA
finden Sie in der dazugehörigen Dokumentation.Sobald der neue MTA wie gewünscht
funktioniert, benutzen Sie die Anweisungen in diesem Abschnitt,
um Sendmail zu deaktivieren und
stattdessen den neuen MTA zu
verwenden.Sendmail deaktivierenWenn der ausgehende Mail-Dienst von
Sendmail deaktiviert ist, muss
für den E-Mail-Versand ein alternatives System installiert
werden. Andernfalls sind Systemfunktionen wie
&man.periodic.8; nicht mehr in der Lage, ihre Resulate und
Meldungen als E-Mail zu versenden. Aber auch viele andere
Teile des Systems erwarten einen funktionalen
MTA. Sind Programme auf die
deaktivierten
Sendmail-Binärdateien angewiesen,
landen deren E-Mails ansonsten in einer inaktiven
Sendmail-Warteschlange und
können nicht ausgeliefert werden.Um Sendmail komplett zu
deaktivieren, müssen folgende Zeilen in
/etc/rc.conf hinzugefügt oder editiert
werden:sendmail_enable="NO"
sendmail_submit_enable="NO"
sendmail_outbound_enable="NO"
sendmail_msp_queue_enable="NO"Um lediglich die Funktion zum Empfang von E-Mails
durch Sendmail zu deaktivieren,
muss folgender Eintrag in /etc/rc.conf
gesetzt werden:sendmail_enable="NO"Weitere Informationen zu den Startoptionen von
Sendmail finden Sie in der
Manualpage &man.rc.sendmail.8;.Den voreingestellten MTA
ersetzenWenn ein neuer MTA über die
Ports-Sammlung installiert wird, werden auch die Startskripten
installiert. Die Anweisungen zum starten dieser Skripte
werden in den Paketnachrichten erwähnt. Bevor Sie den neuen
MTA in Betrieb nehmen, stoppen Sie alle
laufenden Sendmail-Prozesse. In
diesem Beispiel werden alle notwendigen Dienste gestoppt und
danach der Postfix Dienst
gestartet:&prompt.root; service sendmail stop
&prompt.root; service postfix startDamit der angegebene MTA automatisch
beim Hochfahren des Systems gestartet wird, fügen Sie dessen
Konfigurationszeile in /etc/rc.conf
hinzu. Dieser Eintrag startet den
Postfix
MTA:postfix_enable="YES"Da Sendmail allgegenwärtig ist
und manche Anwendungen einfach davon ausgehen es bereits
installiert und konfiguriert, wird einige zusätzliche
Konfiguration benötigt. Überprüfen Sie
/etc/periodic.conf und stellen Sie
sicher, dass diese Werte auf NO gesetzt
werden. Wenn die Datei nicht existiert, erstellen Sie sie
mit folgenden Einträgen:daily_clean_hoststat_enable="NO"
daily_status_mail_enable="NO"
daily_status_include_submit_mailq="NO"
daily_submit_queuerun="NO"Viele alternative MTAs stellen ihre
eigenen kompatiblen Implementierungen der
Sendmail
Kommandozeilen-Schnittstelle zur Verfügung, was die Verwendung
als drop-in Ersatz für
Sendmail vereinfacht. Allerdings
versuchen einige MUAs
Sendmails Standard-Dateien
auszuführen, anstelle der Dateien des neuen
MTAs. &os; verwendet
/etc/mail/mailer.conf um die erwarteten
Sendmail Dateien auf die neuen Dateien
abzubilden. Weitere Informationen über diese Zuordnungen
können in &man.mailwrapper.8; gefunden werden.In der Voreinstellung sieht
/etc/mail/mailer.conf wie folgt
aus:# $FreeBSD$
#
# Execute the "real" sendmail program, named /usr/libexec/sendmail/sendmail
#
sendmail /usr/libexec/sendmail/sendmail
send-mail /usr/libexec/sendmail/sendmail
mailq /usr/libexec/sendmail/sendmail
newaliases /usr/libexec/sendmail/sendmail
hoststat /usr/libexec/sendmail/sendmail
purgestat /usr/libexec/sendmail/sendmailWenn eines der Kommandos auf der linken Seite ausgeführt
werden soll, führt das System tatsächlich den damit
verbundenen Befehl auf der rechten Seite aus. Mit diesem
System lassen sich Programme, die für die
Sendmail-Funktionen gestartet
werden, leicht ändern.Einige MTAs aus der Ports-Sammlung
können diese Datei aktualisieren. Zum Beispiel würde
Postfix die Datei wie folgt
aktualisieren:#
# Execute the Postfix sendmail program, named /usr/local/sbin/sendmail
#
sendmail /usr/local/sbin/sendmail
send-mail /usr/local/sbin/sendmail
mailq /usr/local/sbin/sendmail
newaliases /usr/local/sbin/sendmailFalls die Installation des MTA nicht
automatisch /etc/mail/mailer.conf
aktualisiert, bearbeiten Sie diese Datei in einem Texteditor,
so dass auf die neuen Dateien verwiesen wird. Dieses Beispiel
zeigt auf die Dateien, die von mail/ssmtp
installiert wurden:sendmail /usr/local/sbin/ssmtp
send-mail /usr/local/sbin/ssmtp
mailq /usr/local/sbin/ssmtp
newaliases /usr/local/sbin/ssmtp
hoststat /usr/bin/true
purgestat /usr/bin/trueSobald alles konfiguriert ist, wird empfohlen, das System
neu zu starten. Ein Neustart bietet auch die Möglichkeit
sicherzustellen, dass das System korrekt konfiguriert wurde,
um den neuen MTA automatisch beim
Hochfahren zu starten.FehlerbehebungHier finden sich ein paar häufig gestellte Fragen und ihre
Antworten, die von der FAQ übernommen
wurden.Warum muss ich einen FQDN (fully-qualified domain
name / voll ausgeschriebenen Domänennamen) für meine
Rechner verwenden?Vielleicht befindet sich der Rechner in einer anderen
Domäne. Um beispielsweise von einem Rechner in
foo.bar.edu
einen Rechner namens mumble in
der Domäne
foo.bar.edu
zu erreichen, geben Sie seinen voll ausgeschriebenen
Domänennamen (FQDN)
mumble.bar.edu,
anstelle von mumble an.Das liegt daran, dass die aktuelle Version von
BINDBIND, die mit &os;
ausgeliefert wird, keine Standardabkürzungen für nicht
komplett angegebene Domänennamen außerhalb der lokalen
Domäne unterstützt. Daher muss ein nicht-qualifizierter
Rechner, wie mumble, entweder als
mumble.foo.bar.edu
gefunden werden, oder er wird in der root Domäne
gesucht.In älteren Versionen von
BIND lief die Suche über
mumble.bar.edu und
mumble.edu.
RFC 1535 erklärt, warum dieses Verhalten als schlechte
Praxis oder sogar als Sicherheitsloch angesehen
wird.Um das zu umgehen, setzen Sie die Zeile:search foo.bar.edu bar.eduanstatt der vorherigendomain foo.bar.eduin /etc/resolv.conf ein. Stellen
Sie jedoch sicher, dass die Suchordnung nicht die
Begrenzung von
lokaler und öffentlicher Administration,
wie RFC 1535 sie nennt, überschreitet.Wie kann ich einen E-Mail-Server auf einem
Anwahl-PPPPPP
Rechner betreiben?Sie wollen sich mit einem &os; E-Mail
Gateway im LAN
verbinden. Die PPP-Verbindung ist keine
Standleitung.Ein Weg dies zu tun ist, von einem immer mit dem
Internet verbundenen Server einen sekundären
MX-DienstMX-Eintrag
für die Domäne zur Verfügung gestellt zu bekommen. In
diesem Beispiel heißt die Domäne example.com, und der
Internet-Dienstanbieter hat example.net so
eingestellt, dass er für die Domäne einen sekundären
MX-Dienst zur Verfügung stellt:example.com. MX 10 bigco.com.
MX 20 example.net.Nur ein Rechner sollte als Endempfänger angegeben
sein. Sendmail fügen Sie
Cw example.com zu
/etc/sendmail.cf auf
example.com
hinzu.Wenn der MTA des Versenders
versucht die E-Mail zuzustellen, wird es versuchen das
System example.com über die
PPP-Verbindung zu erreichen. Es kommt zu einer
Zeitüberschreitung, wenn das Zielsystem offline ist. Der
MTA wird die E-Mail automatisch der
sekundären MX-Seite des
Internet-Providers example.net zustellen.
Die sekundäre MX-Seite wird periodisch
versuchen, eine Verbindung zur primären
MX-Seite example.com
aufzubauen.Verwenden Sie etwas wie dies als Login-Skript:#!/bin/sh
# Put me in /usr/local/bin/pppmyisp
( sleep 60 ; /usr/sbin/sendmail -q ) &
/usr/sbin/ppp -direct pppmyispWenn Sie ein separates Login-Skript für einen Benutzer
erstellen, benutzen Sie stattdessen
sendmail -qRexample.com in dem oben
gezeigten Skript. Das erzwingt die sofortige Verarbeitung
der E-Mails in der Warteschlange für example.comEine weitere Verfeinerung der Situation kann an diesem
Beispiel von &a.isp; entnommen werden:> wir stellen einem Kunden den sekundären MX zur Verfügung.
> Der Kunde verbindet sich mit unseren Diensten mehrmals am Tag
> automatisch um die E-Mails zu seinem primären MX zu holen
> (wir wählen uns nicht bei ihm ein, wenn E-Mails für seine
> Domäne eintreffen). Unser sendmail sendet den Inhalt der
> E-Mail-Warteschlange alle 30 Minuten. Momentan muss er 30 Minuten
> eingewählt bleiben um sicher zu sein, dass alle seine E-Mails
> beim primären MX eingetroffen sind.
>
> Gibt es einen Befehl, der sendmail dazu bringt, alle E-Mails sofort
> zu senden? Der Benutzer hat natürlich keine root-Rechte auf
> unserer Maschine.
In der privacy flags Sektion von sendmail.cf befindet sich die
Definition Opgoaway,restrictqrun
Entferne restrictqrun um nicht-root Benutzern zu erlauben, die Verarbeitung
der Nachrichten-Warteschlangen zu starten. Möglicherweise willst du
auch die MX neu sortieren. Wir sind der primäre MX für unsere
Kunden mit diesen Wünschen und haben definiert:
# Wenn wir der beste MX für einen Rechner sind, versuche es direkt
# anstatt einen lokalen Konfigurationsfehler zu generieren.
OwTrue
Auf diesem Weg liefern Gegenstellen direkt zu dir, ohne die Kundenverbindung
zu versuchen. Dann sendest du zu deinem Kunden. Das funktioniert nur
für Rechner, du musst also deinen Kunden dazu bringen,
ihre E-Mail Maschine customer.com zu nennen, sowie
hostname.customer.com im DNS. Setze einfach einen A-Eintrag
in den DNS für customer.com.Weiterführende ThemenDieser Abschnitt behandelt kompliziertere Themen wie
E-Mail-Konfiguration und Einrichtung von E-Mail für eine
ganze Domäne.Grundlegende KonfigurationMit der Software im Auslieferungszustand sollte es möglich
sein, E-Mails an externe Rechner zu senden, vorausgesetzt
/etc/resolv.conf ist konfiguriert, oder
das Netzwerk hat Zugriff auf einen konfigurierten
DNS-Server. Um E-Mails an den
MTA auf dem Rechner auszuliefern, stehen
zwei Möglichkeiten zur Auswahl:Betreiben Sie einen DNS-Server für
die Domäne.Lassen Sie die E-Mails direkt über den
FQDN des Rechners ausliefern.Um E-Mails direkt zu einem Rechner geliefert zu bekommen,
wird eine permanente statische IP-Adresse (keine dynamische
IP-Adresse) benötigt. Befindet sich das System hinter einer
Firewall, muss diese den SMTP-Verkehr weiterleiten. Um
E-Mails direkt am Rechner zu empfangen, muss eines der
folgenden Dinge konfiguriert werden:Vergewissern Sie sich, dass der
MXMX-Eintrag-Eintrag mit der kleinsten Nummer im
DNS auf die statische IP-Adresse des
Rechners zeigt.Stellen Sie sicher, dass für den Rechner kein
MX-Eintrag im DNS
existiert.Jede der erwähnten Konfigurationsmöglichkeiten erlaubt es,
E-Mails direkt auf dem Rechner zu empfangen.Versuchen Sie das:&prompt.root; hostname
example.FreeBSD.org
&prompt.root; host example.FreeBSD.org
example.FreeBSD.org has address 204.216.27.XXIn diesem Beispiel sollte es funktionieren, E-Mails direkt
an yourlogin@example.FreeBSD.org
zu senden, vorausgesetzt dass
Sendmail auf example.FreeBSD.org korrekt
läuft.In diesem Beispiel:&prompt.root; host example.FreeBSD.org
example.FreeBSD.org has address 204.216.27.XX
example.FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by devnull.FreeBSD.orgHier wird jede an den Rechner example.FreeBSD.org
gesandte E-Mail auf hub unter dem
gleichen Benutzernamen gesammelt, anstatt diese direkt zu
Ihrem Rechner zu senden.Die obige Information wird von einem
DNS-Server verwaltet. Der
DNS-Eintrag, der die Information zum
E-Mail-Routing enthält, ist der MX-Eintrag.
Existiert kein MX-Eintrag, werden E-Mails
direkt über die IP-Adresse an den Rechner geliefert.Der MX-Eintrag für freefall.FreeBSD.org sah
einmal so aus:freefall MX 30 mail.crl.net
freefall MX 40 agora.rdrop.com
freefall MX 10 freefall.FreeBSD.org
freefall MX 20 who.cdrom.comfreefall hatte viele
MX-Einträge. Die kleinste
MX-Nummer definiert de Rechner, der die
E-Mails direkt empfängt, wobei die anderen Rechner temporär
E-Mails in Warteschlangen einreihen, falls
freefall beschäftigt oder
unerreichbar ist.Es ist sehr sinnvoll, dass stellvertretende
MX-Seiten separate Internet-Verbindungen
verwenden. Ihr ISP kann diesen Dienst zur
Verfügung stellen.E-Mails für eine DomäneWird ein MTA für ein Netzwerk
konfiguriert, dann sollte jede E-Mail die an einen Rechner in
dieser Domäne geschickt wird, an den MTA
umgeleitet werden, damit die Benutzer ihre E-Mails vom
zentralen Mail-Server empfangen können.Am einfachsten ist es, wenn Accounts mit gleichen
Benutzernamen sowohl auf dem
MTA, als auch auf dem System mit dem
MUA existieren. Verwenden Sie
&man.adduser.8;, um Benutzerkonten anzulegen.Der MTA muss auf jeder Workstation im
Netzwerk als der zuständige Rechner für den E-Mail-Austausch
gekennzeichnet werden. Dies wird in der
DNS-Konfiguration über den
MX-Eintrag gesteuert:example.FreeBSD.org A 204.216.27.XX ; Workstation
MX 10 devnull.FreeBSD.org ; MailhostDiese Einstellung wird E-Mails für die Workstations zum
MTA weiterleiten, egal wo der A-Eintrag
hinzeigt. Die E-Mails werden zum
MX-Rechner gesendet.Diese Einstellung muss auf dem
DNS-Server konfiguriert werden. Besitzt
das Netzwerk keinen eigenen DNS-Server,
kontaktieren Sie Ihren ISP oder
DNS-Verwalter.Im Folgenden ist ein Beispiel für virtuelles
E-Mail-Hosting. Nehmen wir an, dass für einen Kunden mit der
Domäne customer1.org, alle
E-Mails für customer1.org an
mail.myhost.com
gesendet werden sollen. Der entsprechende
DNS-Eintrag sollte wie folgt
aussehen:customer1.org MX 10 mail.myhost.comWenn für die Domäne nur E-Mails verarbeitet werden sollen,
wird für customer1.orgkeinA-Eintrag
benötigt. Allerdings wird ein ping gegen
customer1.org
nur dann funktionieren, wenn ein A-Eintrag
existiert.Teilen Sie dem MTA mit, für welche
Domänen bzw. Hostnamen Post entgegengenommen werden soll. Die
beiden folgenden Methoden funktionieren für
Sendmail:Fügen Sie die Rechnernamen in
/etc/mail/local-host-names hinzu,
wenn FEATURE(use_cw_file) verwendet
wird.Fügen Sie eine Zeile
Cwyour.host.com in
/etc/sendmail.cf hinzu.Ausgehende E-Mail über einen Relay versendenBillMoranBeigetragen von In vielen Fällen möchte man E-Mail nur über
einen Relay verschicken. Zum Beispiel:Der Rechner ist ein Arbeitsplatzrechner und benutzt
- Programme wie &man.send-pr.1; über ein Relay des
+ Programme wie &man.mail.1; über ein Relay des
ISP.Ein Server, der E-Mails nicht selbst verarbeitet,
soll alle E-Mails zu einem Relay schicken.Obwohl jeder MTA diese Aufgabe erfüllen
kann, ist es oft schwierig einen vollwertigen
MTA so zu konfigurieren, dass er lediglich
ausgehende E-Mails weiterleitet. Es ist übertrieben, Programme
wie Sendmail und
Postfix nur für diesen Zweck
einzusetzen.Weiterhin kann es sein, dass die Bestimmungen des
Internetzugangs es verbieten, einen eigenen Mail-Server
zu betreiben.Um die hier beschriebenen Anforderungen zu erfüllen,
installieren Sie einfach den Port
mail/ssmtp:&prompt.root; cd /usr/ports/mail/ssmtp
&prompt.root; make install replace cleanNach der Installation kann
mail/ssmtp über
/usr/local/etc/ssmtp/ssmtp.conf
konfiguriert werden:root=yourrealemail@example.com
mailhub=mail.example.com
rewriteDomain=example.com
hostname=_HOSTNAME_Verwenden Sie eine gültige E-Mail-Adresse für
root. Geben Sie für
mail.example.com
den Mail-Relay des ISPs an. Einige
ISPs nennen den Relay
Postausgangsserver oder
SMTP-Server.Deaktivieren Sie Sendmail,
einschließlich des Services für den Postausgang. Details finden
Sie in .mail/ssmtp verfügt über weitere Optionen.
Die Beispiele in /usr/local/etc/ssmtp oder
die Manualpage von ssmtp enthalten
weitere Informationen.Wird ssmtp wie hier
beschrieben eingerichtet, können Anwendungen E-Mails von dem
lokalen Rechner verschicken. Man verstößt damit auch nicht
gegen Bestimmungen des ISPs und läuft
nicht Gefahr, dass der Rechner zum Versenden von Spam
missbraucht wird.E-Mail über Einwahl-VerbindungenWird eine feste IP-Adresse verwendet, müssen die
Standardeinstellungen wahrscheinlich gar nicht geändert
werden. Stellen Sie den Hostnamen auf den entsprechend
zugeordneten Internetnamen ein und
Sendmail übernimmt
das Übrige.Bei der Verwendung einer dynamisch zugewiesenen IP-Adresse
und einer PPP-Wählverbindung mit dem
Internet, hat man in der Regel ein Postfach auf dem Mailserver
des ISP. In diesem Beispiel ist die Domäne
des ISP example.net, der
Benutzername ist user,
der Rechnername ist bsd.home und der
ISP erlaubt es, relay.example.net als
Mail-Relayhost zu benutzen.Um Mails aus der Mailbox des ISPs
abzuholen, muss ein gesondertes Programm aus der Ports-Sammlung
installiert werden. mail/fetchmail ist eine
gute Wahl, weil es viele verschiedene Protokolle unterstützt.
Für gewöhnlich stellt der ISP
POP zur Verfügung. Falls
User-PPP verwendet wird, können durch
folgenden Eintrag in /etc/ppp/ppp.linkup
E-Mails automatisch abgerufen werden, sobald eine Verbindung zum
Netz aufgebaut wird:MYADDR:
!bg su user -c fetchmailWird Sendmail benutzt, um E-Mails
an nicht-lokale Benutzer zu versenden, konfigurieren Sie es so,
dass die Warteschlange abgearbeitet wird, sobald eine Verbindung
mit dem Internet besteht. Um dies zu erreichen, müssen folgende
Zeilen nach dem fetchmail-Eintrag in
/etc/ppp/ppp.linkup hinzugefügt
werden.!bg su user -c "sendmail -q"In diesem Beispiel existiert auf bsd.home ein Benutzer
user.
Erstellen Sie auf bsd.home im
Heimatverzeichnis von user die Datei
.fetchmailrc mit folgender
Zeile:poll example.net protocol pop3 fetchall pass MySecret;Diese Datei sollte für niemandem außer
user lesbar sein, weil sie das
Passwort MySecret enthält.Um Mails mit dem richtigen from:-Header
zu versenden, müssen Sie Sendmail so
konfigurieren, dass es user@example.net und nicht
user@bsd.home benutzen soll und das alle Mails
über relay.example.net versendet
werden, um eine schnellere Übertragung von Mails zu
gewährleisten.Die folgende .mc sollte
ausreichen:VERSIONID(`bsd.home.mc version 1.0')
OSTYPE(bsd4.4)dnl
FEATURE(nouucp)dnl
MAILER(local)dnl
MAILER(smtp)dnl
Cwlocalhost
Cwbsd.home
MASQUERADE_AS(`example.net')dnl
FEATURE(allmasquerade)dnl
FEATURE(masquerade_envelope)dnl
FEATURE(nocanonify)dnl
FEATURE(nodns)dnl
define(`SMART_HOST', `relay.example.net')
Dmbsd.home
define(`confDOMAIN_NAME',`bsd.home')dnl
define(`confDELIVERY_MODE',`deferred')dnlIm vorherigen Abschnitt finden Sie Details dazu, wie
Sie diese Datei in das Format sendmail.cf
konvertieren können. Vergessen Sie nicht,
Sendmail neu zu starten,
nachdem sendmail.cf verändert wurde.SMTP-AuthentifizierungJamesGorhamGeschrieben von Die Konfiguration von
SMTP-Authentifizierung auf dem
MTA bietet einige Vorteile. Die
erforderliche Authentifizierung erhöht die Sicherheit von
Sendmail und mobilen Benutzern, die
auf entfernten Rechnern arbeiten. Diese Benutzer können
denselben MTA verwenden, ohne jedes Mal das
Benutzerprogramm neu konfigurieren zu müssen.Installieren Sie security/cyrus-sasl2
aus der Ports-Sammlung. Dieser Port verfügt über einige
Optionen, die während der Übersetzung festgelegt werden.
Für die in diesem Abschnitt beschriebene Methode zur
SMTP-Authentifizierung muss die Option
aktiviert werden.Nach der Installation von
security/cyrus-sasl2 editieren Sie
/usr/local/lib/sasl2/Sendmail.conf.
Erstellen Sie die Datei, wenn sie nicht existiert und fügen
Sie die folgende Zeile hinzu:pwcheck_method: saslauthdAls nächstes installieren Sie
security/cyrus-sasl2-saslauthd,
und fügen die folgende Zeile in
/etc/rc.conf ein:saslauthd_enable="YES"Abschließend starten Sie den saslauthd-Dämon:&prompt.root; service saslauthd startDieser Dämon agiert als Broker zwischen
Sendmail und der
&os;-passwd-Datenbank. Dadurch
müssen zum Versenden von E-Mails keine zusätzlichen
Accounts und Passwörter angelegt werden. Die Benutzer
verwenden dasselbe Passwort zum Anmelden wie zum Verschicken
von E-Mails.Fügen Sie danach in /etc/make.conf
die folgenden Zeilen hinzu:SENDMAIL_CFLAGS=-I/usr/local/include/sasl -DSASL
SENDMAIL_LDFLAGS=-L/usr/local/lib
SENDMAIL_LDADD=-lsasl2Beim Übersetzen von Sendmail
werden damit die cyrus-sasl2-Bibliotheken
benutzt. Stellen Sie daher vor dem Übersetzen von
Sendmail sicher, dass
cyrus-sasl2 installiert
ist.Übersetzen Sie Sendmail mit
den nachstehenden Kommandos:&prompt.root; cd /usr/src/lib/libsmutil
&prompt.root; make cleandir && make obj && make
&prompt.root; cd /usr/src/lib/libsm
&prompt.root; make cleandir && make obj && make
&prompt.root; cd /usr/src/usr.sbin/sendmail
&prompt.root; make cleandir && make obj && make && make installDie Übersetzung sollte keine Probleme bereiten, wenn
/usr/src nicht umfangreich verändert
wurde und die benötigten Bibliotheken installiert
sind.Nachdem Sendmail übersetzt
und installiert wurde, editieren Sie
/etc/mail/freebsd.mc beziehungsweise
die lokale .mc-Datei. Viele
Administratoren verwenden die Ausgabe von &man.hostname.1;,
um der .mc einen eindeutigen
Namen zu geben. Fügen Sie die folgenden Zeilen
hinzu:dnl set SASL options
TRUST_AUTH_MECH(`GSSAPI DIGEST-MD5 CRAM-MD5 LOGIN')dnl
define(`confAUTH_MECHANISMS', `GSSAPI DIGEST-MD5 CRAM-MD5 LOGIN')dnlDiese Anweisungen konfigurieren die Methoden, die
Sendmail zur Authentifizierung
von Benutzern verwendet. Lesen Sie die
Sendmail Dokumentation, wenn eine
andere Methode als verwendet werden
soll.Abschließend rufen Sie &man.make.1; in
/etc/mail auf. Damit wird aus der
.mc-Datei eine neue
.cf-Datei erzeugt. Der Name ist
entweder freebsd.cf oder der Name der
lokalen .mc-Datei.
make install restart installiert die
Datei nach /etc/mail/sendmail.cf und
startet Sendmail neu. Weitere
Informationen zu diesem Vorgang entnehmen Sie bitte
/etc/mail/Makefile.Um die Konfiguration zu testen, verwenden Sie einen
MUA, um eine Testnachricht zu senden.
Mail-Benutzerprogramm das Passwort für die Authentifizierung ein
und versenden Sie zum Testen eine E-Mail. Zur Fehlersuche,
setzen Sie den von
Sendmail auf 13
und untersuchen die Fehlermeldungen in
/var/log/maillog.Weitere Information finden Sie unter
SMTP-Authentifizierung.E-Mail-ProgrammeMarcSilverBeigetragen von Mail-User-AgentsE-Mail-ProgrammeAnwendungen, die E-Mails versenden und empfangen, werden als
E-Mail-Programme oder Mail-User-Agents (MUA)
bezeichnet. Mit der Entwicklung und Ausbreitung von E-Mail
wachsen auch die E-Mail-Programme und bieten Benutzern mehr
Funktionen und höhere Flexibilität. Die Kategorie
mail der &os; Ports-Sammlung enthält
zahlreiche E-Mail-Programme. Dazu gehören grafische Programme,
wie beispielsweise Evolution oder
Balsa und Konsolen basierte Programme
wie mutt oder
alpine.mailDas standardmäßig unter &os; installierte
E-Mail-Programm ist &man.mail.1;. Das Programm ist
konsolenorientiert und enthält alle Funktionen,
die zum Versand und Empfang textbasierter
E-Mails erforderlich sind. Es bietet eine begrenzte
Unterstützung für Anhänge und kann auf lokale Postfächer
zugreifen.mail kann nicht direkt auf
POP- oder IMAP-Server
zugreifen. Entfernte Postfächer können aber
mit einer Anwendung wie fetchmail
in eine lokale mbox geladen
werden.Um E-Mails zu versenden oder zu empfangen, starten
Sie einfach mail wie im nachstehenden
Beispiel:&prompt.user; mailmail liest automatisch
den Inhalt des Benutzer-Postfachs im Verzeichnis
/var/mail. Sollte
das Postfach leer sein, beendet sich mail
mit der Nachricht, dass keine E-Mails vorhanden sind.
Wenn E-Mails vorhanden sind, wird die Benutzeroberfläche
gestartet und eine Liste der E-Mails angezeigt.
Die E-Mails werden automatisch nummeriert wie
im folgenden Beispiel gezeigt:Mail version 8.1 6/6/93. Type ? for help.
"/var/mail/marcs": 3 messages 3 new
>N 1 root@localhost Mon Mar 8 14:05 14/510 "test"
N 2 root@localhost Mon Mar 8 14:05 14/509 "user account"
N 3 root@localhost Mon Mar 8 14:05 14/509 "sample"Einzelne Nachrichten können nun durch Eingabe von
t gefolgt von der Nummer der Nachricht
gelesen werden. Im nachstehenden Beispiel wird die erste
E-Mail gelesen:& t 1
Message 1:
From root@localhost Mon Mar 8 14:05:52 2004
X-Original-To: marcs@localhost
Delivered-To: marcs@localhost
To: marcs@localhost
Subject: test
Date: Mon, 8 Mar 2004 14:05:52 +0200 (SAST)
From: root@localhost (Charlie Root)
Das ist eine Test-Nachricht. Antworte bitte!Wie in diesem Beispiel zu sehen ist, wird die Nachricht
zusammen mit dem vollständigen Nachrichtenkopf angezeigt.
Um die Liste der E-Mails erneut zu sehen, drücken Sie wieder
die Taste h.Um auf eine E-Mail zu antworten, benutzen Sie
entweder R oder r.
R weist mail an, dem
Versender der Nachricht zu antworten, während mit
r allen Empfängern der Nachricht geantwortet
wird. Den Kommandos kann die Zahl der E-Mail, auf die
geantwortet werden soll, mitgegeben werden. Nachdem die
Antwort E-Mail verfasst worden ist, sollte die Eingabe mit
einem einzelnen Punkt (.) auf einer neuen
Zeile abgeschlossen werden. Hierzu ein Beispiel:& R 1
To: root@localhost
Subject: Re: test
Danke, ich habe deine E-Mail erhalten.
.
EOTNeue E-Mails können mit m, gefolgt von
der E-Mail-Adresse des Empfängers verschickt werden. Mehrere
Empfänger werden durch Kommata (,) getrennt,
angegeben. Der Betreff
(subject) der Nachricht kann
dann, gefolgt vom Inhalt der Nachricht eingegeben werden.
Die Nachricht wird dann mit einem einzelnen Punkt
(.) auf einer neuen Zeile
abgeschlossen.& mail root@localhost
Subject: Ich habe die E-Mails im Griff!
Jetzt kann ich E-Mails versenden und empfangen ... :)
.
EOTDie Taste ? zeigt zu jeder Zeit
einen Hilfetext an. Lesen Sie &man.mail.1;, wenn Sie weitere
Hilfe zur Benutzung von mail erhalten
möchten.&man.mail.1; wurde nicht für den Umgang mit Anhängen
entworfen und kann daher sehr schlecht mit Anhängen umgehen.
Neuere MUAs gehen wesentlich besser
mit Anhängen um. Benutzer, die mail
bevorzugen, werden vielleicht den Port
converters/mpack zu schätzen
wissen.muttmutt ist ein leistungsfähiges
E-Mail-Programm mit vielen Funktionen, darunter:mutt kann den Verlauf
einer Diskussion
(threading)
darstellen.Unterstützung von PGP für das digitale
signieren und verschlüsseln von E-Mail.MIME-Unterstützung.Maildir-Unterstützung.mutt lässt sich
im höchsten Maße an lokale Bedürfnisse
anpassen.Mehr über mutt erfahren Sie auf
der Seite
http://www.mutt.org.mutt kann über den Port
mail/mutt installiert werden. Nachdem der
Port installiert ist, kann mutt
mit dem folgenden Befehl gestartet werden:&prompt.user; muttmutt liest automatisch den
Inhalt des Benutzer-Postfachs im Verzeichnis
/var/mail. Sind keine E-Mails vorhanden,
wartet mutt auf Benutzereingaben.
Das folgende Beispiel zeigt, wie
mutt eine Nachrichten-Liste
darstellt:Um eine E-Mail zu lesen, wählen Sie die Nachricht einfach
mit den Pfeiltasten aus und drücken
Enter. mutt
zeigt E-Mails wie folgt an:Änlich wie &man.mail.1;, kann auch
mutt verwendet werden, um nur dem
Absender, oder auch allen anderen Empfängern zu antworten. Um
nur dem Absender der E-Mail zu antworten, drücken Sie
r. Um sowohl dem Absender, als auch allen
anderen Empfängern zu antworten, drücken Sie
g.Zum Erstellen oder zum Beantworten von E-Mails
ruft mutt den Editor
&man.vi.1; auf. Jeder Benutzer kann diese Einstellung
anpassen, indem die Variable editor in
.muttrc im Heimatverzeichnis gesetzt
wird, oder die Umgebungsvariable EDITOR
entsprechend angepasst wird. Weitere Informationen zur
Konfiguration von mutt finden Sie
unter
http://www.mutt.org/.Drücken Sie m, um eine neue Nachricht zu
verfassen. Nachdem der Betreff
(subject) eingegeben wurde,
startet mutt den &man.vi.1; und
die Nachricht kann verfasst werden. Wenn Sie fertig sind,
speichern Sie die Nachricht und verlassen den &man.vi.1;.
mutt wird dann wieder aktiv
und zeigt eine Zusammenfassung der zu sendenden Nachricht
an. Drücken Sie y, um die E-Mail
zu versenden. Der nachstehende Bildschirmabzug zeigt die
Zusammenfassung der E-Mail:mutt verfügt über
eine umfangreiche Hilfestellung. Aus fast jedem Menü
können Hilfeseiten mit ? aufgerufen werden.
In der oberen Statuszeile werden zudem die
verfügbaren Tastenkombinationen angezeigt.alpinealpine wendet sich an
Anfänger bietet aber ebenfalls einige Funktionen
für Profis.In der Vergangenheit wurden in
alpine mehrere Schwachstellen
gefunden. Die Schwachstellen gestatteten entfernten
Benutzern, durch das Versenden einer besonders verfassten
E-Mail, Programme auf dem lokalen System laufen
zu lassen. Alle bekannten
Schwachstellen sind beseitigt worden, doch wird im
Quellcode von alpine ein
sehr riskanter Programmierstil verwendet, sodass der
&os;-Security-Officer von weiteren unbekannten
Schwachstellen ausgeht. Benutzer installieren
alpine auf eigene
Verantwortung!Der Port mail/alpine
enthält die aktuelle Version von
alpine. Nach der Installation
können Sie alpine mit dem
nachstehenden Kommando starten:&prompt.user; alpineBeim ersten Start von alpine,
zeigt das Programm eine Seite mit einer kurzen Einführung an.
Um die alpine-Benutzer zu zählen,
bitten die Entwickler auf dieser Seite um eine anonyme E-Mail.
Sie können diese anonyme E-Mail senden, indem Sie
Enter drücken oder den
Begrüßungsbildschirm mit der Taste
E verlassen, ohne die anonyme E-Mail
zu senden. Der Begrüßungsbildschirm
sieht wie folgt aus:Nach dem Begrüßungsbildschirm wird das
Hauptmenü dargestellt, das sich mit den
Pfeiltasten bedienen lässt. Über Tastenkombinationen
können aus dem Hauptmenü neue E-Mails erstellt, Postfächer
angezeigt und das Adressbuch verwaltet werden. Unterhalb des
Menüs werden die Tastenkombinationen für die verfügbaren
Aktionen angezeigt.In der Voreinstellung öffnet
alpine das Verzeichnis
inbox.
Die Taste I oder der Menüpunkt
MESSAGE INDEX führt
zu einer Nachrichten-Liste:Die Liste zeigt die Nachrichten im Arbeitsverzeichnis.
Sie können Nachrichten mit den Pfeiltasten markieren.
Um eine Nachricht zu lesen, drücken Sie
Enter.Im nächsten Bildschirmabzug sehen Sie, wie
alpine eine Nachricht darstellt.
Die unteren Bildschirmzeilen zeigen die verfügbaren
Tastenkombinationen. Mit r
können Sie zum Beispiel auf die gerade angezeigte
Nachricht antworten.Zum Antworten auf eine E-Mail wird in
alpine der Editor
pico, der mit installiert wird,
benutzt. pico ist leicht
zu bedienen und gerade für Anfänger besser
geeignet als &man.vi.1; oder &man.mail.1;. Die Antwort
wird mit der Tastenkombination
CtrlX
versendet. Vor dem Versand bittet alpine
noch um eine Bestätigung.Über den Menüpunkt SETUP
des Hauptmenüs können Sie alpine
an Ihre Bedürfnisse anpassen. Erläuterungen
dazu finden Sie auf der Seite
http://www.washington.edu/pine/.E-Mails mit fetchmail
abholenMarcSilverBeigetragen von fetchmailfetchmail ist ein vollwertiger
IMAP- und POP-Client.
Mit fetchmail können Benutzer
E-Mails von entfernten IMAP- und
POP-Servern in leichter zugängliche
lokale Postfächer laden. fetchmail
wird aus dem Port mail/fetchmail
installiert. Das Programm bietet unter anderem folgende
Funktionen:fetchmail beherrscht die
Protokolle POP3,
APOP, KPOP,
IMAP, ETRN und
ODMR.E-Mails können mit SMTP
weiterverarbeitet werden. Dadurch ist garantiert, dass
Filter, Weiterleitungen und Aliase weiterhin
funktionieren.Das Programm kann als Dienst laufen und periodisch
neue Nachrichten abrufen.fetchmail kann mehrere
Postfächer abfragen und je nach Konfiguration
die E-Mails an verschiedene lokale Benutzer
zustellen.Dieser Abschnitt erklärt einige grundlegende Funktionen von
fetchmail. Das Programm benötigt
eine Konfigurationsdatei .fetchmailrc im
Heimatverzeichnis des Benutzers. In dieser Datei werden
Informationen über Server wie auch Benutzerdaten und Passwörter
hinterlegt. Wegen des kritischen Inhalts dieser Datei ist es
ratsam, diese nur für den Benutzer lesbar zu machen:&prompt.user; chmod 600 .fetchmailrcDie folgende .fetchmailrc zeigt, wie
das Postfach eines einzelnen Benutzers mit
POP heruntergeladen wird.
fetchmail wird angewiesen, eine
Verbindung zu example.com herzustellen und
sich dort als Benutzer joesoap mit dem Passwort
XXX anzumelden. Das Beispiel setzt voraus,
dass der Benutzer joesoap auch auf dem lokalen
System existiert.poll example.com protocol pop3 username "joesoap" password "XXX"Im folgenden Beispiel werden mehrere POP-
und IMAP-Server benutzt. Wo notwendig,
werden E-Mails auf andere lokale Konten umgeleitet:poll example.com proto pop3:
user "joesoap", with password "XXX", is "jsoap" here;
user "andrea", with password "XXXX";
poll example2.net proto imap:
user "john", with password "XXXXX", is "myth" here;fetchmail kann als Dämon
gestartet werden. Verwendet wird dazu die Kommandozeilenoption
gefolgt von einer Zeitspanne in Sekunden,
die angibt, wie oft die Server aus
.fetchmailrc abgefragt werden sollen.
Mit dem nachstehenden Befehl fragt
fetchmail die Server alle
600 Sekunden ab:&prompt.user; fetchmail -d 600Mehr über fetchmail erfahren Sie
auf der Seite
http://www.fetchmail.info/.E-Mails mit procmail
filternMarcSilverBeigetragen von procmailprocmail ist ein mächtiges
Werkzeug, mit dem sich eingehende E-Mails filtern lassen.
Benutzer können Regeln für eingehende E-Mails definieren, die
E-Mails zu anderen Postfächern oder anderen E-Mail-Adressen
umleiten. procmail befindet
sich im Port mail/procmail.
procmail kann leicht in die
meisten MTAs integriert werden. Lesen
Sie dazu bitte die Dokumentation des verwendeten
MTAs. Alternativ kann
procmail in das E-Mail-System
eingebunden werden, indem die nachstehende Zeile in
die Datei .forward im Heimatverzeichnis
eines Benutzers eingefügt wird:"|exec /usr/local/bin/procmail || exit 75"Der folgende Abschnitt zeigt einige einfache
procmail-Regeln sowie eine kurze
Beschreibung dessen, was sie tun. Regeln müssen in
.procmailrc im Heimatverzeichnis des
Benutzers eingefügt werden.Den Großteil dieser Regeln finden Sie auch
in &man.procmailex.5;.Um E-Mails von user@example.com
an die externe Adresse goodmail@example2.com
weiterzuleiten::0
* ^From.*user@example.com
! goodmail@example2.comUm E-Mails, die kürzer als 1000 Bytes
sind, an goodmail@example2.com
weiterzuleiten::0
* < 1000
! goodmail@example2.comUm E-Mails, die an alternate@example.com
geschickt werden, im Postfach alternate zu
speichern::0
* ^TOalternate@example.com
alternateUm E-Mails, die im Betreff Spam
enthalten, nach /dev/null zu
verschieben::0
^Subject:.*Spam
/dev/nullZuletzt ein nützliches Rezept, das eingehende E-Mails
von den &os;.org-Mailinglisten
in ein separates Postfach für jede Liste einsortiert::0
* ^Sender:.owner-freebsd-\/[^@]+@FreeBSD.ORG
{
LISTNAME=${MATCH}
:0
* LISTNAME??^\/[^@]+
FreeBSD-${MATCH}
}