Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.xml =================================================================== --- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.xml (revision 47321) +++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.xml (revision 47322) @@ -1,2766 +1,2764 @@ Grundlagen des UNIX Betriebssystems ChrisShumwayUmgeschrieben von UwePierauÜbersetzt von Übersicht Dieses Kapitel umfasst die grundlegenden Kommandos und Funktionsweisen des &os;-Betriebssystems. Viel von diesem Material gilt auch für jedes andere &unix;-artige System. Neue Benutzer von &os; sollten dieses Kapitel aufmerksam lesen. Dieser Abschnitt behandelt die folgenden Themen: virtuelle Konsolen, Zugriffsrechte unter &unix; sowie Datei-Flags unter &os;, Zugriffskontrolllisten für Dateisysteme, die Verzeichnisstruktur von &os;, Organisation von Dateisystemen unter &os;, Ein- und Abhängen von Dateisystemen, Prozesse, Dämonen und Signale, Shells und die Login-Umgebung, Texteditoren, Geräte und Gerätedateien, Binärformate unter &os; und wie Sie in den Manualpages nach weiteren Informationen suchen können. Virtuelle Konsolen und Terminals virtuelle Konsole Terminals Sie können &os; mit einem Terminal benutzen, der nur Text darstellen kann. Wenn Sie FreeBSD auf diese Weise benutzen, stehen Ihnen alle Möglichkeiten eines &unix; Betriebssystems zur Verfügung. Dieser Abschnitt beschreibt was Terminals und Konsolen sind und wie sie unter &os; eingesetzt werden. Die Konsole Konsole Wenn das &os;-System so konfiguriert wurde, dass es ohne eine grafische Benutzeroberfläche startet, wird das System nach dem Start einen Anmeldeprompt ausgeben, wie in diesem Beispiel zu sehen: FreeBSD/amd64 (pc3.example.org) (ttyv0) login: Die erste Zeile enthält einige Informationen über das System. amd64 zeigt an, dass auf dem System in diesem Beispiel eine 64-Bit Version von &os; läuft. Der Hostname ist pc3.example.org und ttyv0 gibt an, dass dies die Systemkonsole ist. Die zweite Zeile zeigt den Anmeldeprompt. Im nächsten Abschnitt wird beschrieben, wie Sie sich an diesem Prompt anmelden. Der Anmeldevorgang &os; ist ein Mehrbenutzersystem, das Multitasking unterstützt. Das heißt mehrere Benutzer können gleichzeitig viele Programme auf einem System laufen lassen. Jedes Mehrbenutzersystem muss die Benutzer voneinander unterscheiden können. Bei &os; und allen anderen &unix;-artigen Betriebssystemen wird dies dadurch erreicht, dass sich die Benutzer anmelden müssen, bevor sie Programme laufen lassen können. Jeder Benutzer besitzt einen eindeutigen Namen (den Account) und ein dazugehörendes Passwort. &os; wird beides abfragen, bevor es dem Benutzer ermöglicht Programme laufen zu lassen. Startskripten Wenn ein &os;-System startet, werden automatisch Startskripte ausgeführt, um das System vorzubereiten und entsprechend konfigurierte Dienste zu starten. Nachdem das System die Startskripte abgearbeitet hat, wird es einen Anmeldeprompt präsentieren: login: Geben Sie den Benutzernamen ein, der während der Systeminstallation konfiguriert wurde und drücken Sie Enter. Geben Sie dann das zum Benutzernamen zugeordnete Passwort ein und drücken Enter. Das Passwort wird aus Sicherheitsgründen nicht angezeigt. Sobald das richtige Passwort eingegeben wird, wird die Nachricht des Tages (MOTD) gefolgt von einer Eingabeaufforderung (dem Zeichen #, $ oder %) angezeigt. Sie sind nun an der &os;-Systemkonsole angemeldet und bereit, alle verfügbaren Kommandos zu probieren. Virtuelle Konsolen &os; kann so konfiguriert werden, dass viele virtuelle Konsolen zur Eingabe von Befehlen zur Verfügung stehen. Jede virtuelle Konsole verfügt über einen eigenen Anmeldeprompt und Ausgabekanal, und &os; kümmert sich um die ordnungsgemäße Umleitung von Tastatureingaben und Monitorausgaben, wenn Sie zwischen den virtuellen Konsolen umschalten. Zum Umschalten der Konsolen stellt &os; spezielle Tastenkombinationen bereit Lesen Sie &man.syscons.4;, &man.atkbd.4;, &man.vidcontrol.1; und &man.kbdcontrol.1; für eine recht technische Beschreibung der &os;-Konsole und der Tastatur-Treiber.. Benutzen Sie AltF1, AltF2 bis AltF8, um zwischen den verschiedenen virtuellen Konsolen umzuschalten. Wird von einer Konsole zur nächsten gewechselt, sichert &os; den Bildschirminhalt und gibt den Bildschirminhalt der neuen Konsole aus. Dies erzeugt die Illusion mehrerer Bildschirme und Tastaturen, an denen Kommandos abgesetzt werden können. Wenn eine Konsole nicht sichtbar ist, weil ein Benutzer auf eine andere Konsole gewechselt hat, laufen die dort abgesetzten Kommandos trotzdem weiter. <filename>/etc/ttys</filename> In der Voreinstellung startet &os; acht virtuelle Konsolen, deren Anzahl Sie leicht erhöhen oder verringern können. Die Anzahl und Art der Konsolen wird in /etc/ttys eingestellt. Jede Zeile in /etc/ttys, die nicht mit # anfängt, konfiguriert einen Terminal oder eine virtuelle Konsole. In der Voreinstellung werden neun virtuelle Konsolen definiert, von denen acht aktiviert sind. Die Zeilen, die mit ttyv beginnen, kennzeichnen die Konsolen: # name getty type status comments # ttyv0 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure # Virtual terminals ttyv1 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv2 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv3 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv4 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv5 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv6 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv7 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv8 "/usr/X11R6/bin/xdm -nodaemon" xterm off secure Die Manualpage &man.ttys.5; enthält eine ausführliche Beschreibung der Spalten dieser Datei und der verfügbaren Optionen für virtuelle Konsolen. Die Konsole im Single-User-Modus Eine eingehende Beschreibung des Single-User-Modus findet sich in . Im Single-User-Modus steht nur eine Konsole zur Verfügung. Die Einstellungen dieser Konsole befinden sich in diesem Abschnitt von /etc/ttys: # name getty type status comments # # If console is marked "insecure", then init will ask for the root password # when going to single-user mode. console none unknown off secure In der Zeile, die mit console beginnt, kann secure durch insecure ersetzt werden. Wenn danach in den Single-User-Modus gebootet wird, verlangt das System die Eingabe des root-Passworts. In der Standardeinstellung wird beim Betreten des Single-User-Modus kein Passwort verlangt. Setzen Sie insecure nicht leichtfertig ein. Wenn Sie das root-Passwort vergessen, wird es schwierig, in den Single-User-Modus zu gelangen, wenn man den Bootprozess von &os; nicht genau versteht. Den Videomodus der Konsole anpassen Der Standard-Videomodus der &os;-Konsole kann auf jeden Modus eingestellt werden, der von der Grafikkarte und dem Monitor unterstützt wird (beispielsweise 1024x768 oder 1280x1024). Um eine andere Einstellung zu verwenden, muss das VESA-Modul geladen werden: &prompt.root; kldload vesa Um festzustellen, welche Video-Modi von der Hardware unterstützt werden, nutzen Sie &man.vidcontrol.1;. Um eine Liste aller unterstützten Modi zu sehen, verwenden Sie diesen Befehl: &prompt.root; vidcontrol -i mode Die Ausgabe dieses Befehls listet alle Videomodi, die von der Hardware unterstützt werden. Um einen neuen Video-Modi zu wählen, wird der entsprechende Modus als root-Benutzer an &man.vidcontrol.1; übergeben: &prompt.root; vidcontrol MODE_279 Um diese Einstellung dauerhaft zu speichern, muss folgende Zeile in /etc/rc.conf hinzugefügt werden: allscreens_flags="MODE_279" Zugriffsrechte UNIX &os;, das ein direkter Abkömmling von BSD &unix; ist, stützt sich auf mehrere Grundkonzepte von &unix; Systemen. Das erste und ausgeprägteste: &os; ist ein Mehrbenutzer-Betriebssystem, das es ermöglicht, dass mehrere Benutzer gleichzeitig an völlig verschiedenen und unabhängigen Aufgaben arbeiten können. Es ist verantwortlich für eine gerechte Auf- und Zuteilung von Anfragen nach Hardware- und Peripheriegeräten, Speicher und CPU-Zeit unter den Benutzern. Da das System mehrere Benutzer unterstützt, hat alles, was das System verwaltet, einen Satz von Rechten, die bestimmen, wer die jeweilige Ressource lesen, schreiben oder ausführen darf. Diese Zugriffsrechte stehen in drei Achtergruppen, die in drei Teile unterteilt sind: einen für den Besitzer der Datei, einen für die Gruppe, zu der die Datei gehört und einen für alle anderen. Die numerische Darstellung sieht wie folgt aus: Zugriffsrechte Dateizugriffsrechte Wert Zugriffsrechte Auflistung im Verzeichnis 0 Kein Lesen, Kein Schreiben, Kein Ausführen --- 1 Kein Lesen, Kein Schreiben, Ausführen --x 2 Kein Lesen, Schreiben, Kein Ausführen -w- 3 Kein Lesen, Schreiben, Ausführen -wx 4 Lesen, Kein Schreiben, Kein Ausführen r-- 5 Lesen, Kein Schreiben, Ausführen r-x 6 Lesen, Schreiben, Kein Ausführen rw- 7 Lesen, Schreiben, Ausführen rwx ls Verzeichnisse Benutzen Sie das Argument mit &man.ls.1;, um eine ausführliche Verzeichnisauflistung zu sehen, die in einer Spalte die Zugriffsrechte für den Besitzer, die Gruppe und alle anderen enthält. Die Ausgabe von ls -l könnte wie folgt aussehen: &prompt.user; ls -l total 530 -rw-r--r-- 1 root wheel 512 Sep 5 12:31 myfile -rw-r--r-- 1 root wheel 512 Sep 5 12:31 otherfile -rw-r--r-- 1 root wheel 7680 Sep 5 12:31 email.txt Das erste Zeichen (ganz links) der ersten Spalte zeigt an, ob es sich um eine normale Datei, ein Verzeichnis, ein zeichenorientiertes Gerät, ein Socket oder irgendeine andere Pseudo-Datei handelt. In diesem Beispiel zeigt - eine normale Datei an. Die nächsten drei Zeichen, dargestellt als rw-, ergeben die Rechte für den Datei-Besitzer. Die drei Zeichen danach r-- die Rechte der Gruppe, zu der die Datei gehört. Die letzten drei Zeichen, r--, geben die Rechte für den Rest der Welt an. Ein Minus bedeutet, dass das Recht nicht gegeben ist. In diesem Beispiel sind die Zugriffsrechte also: der Eigentümer kann die Datei lesen und schreiben, die Gruppe kann lesen und alle anderen können auch nur lesen. Entsprechend obiger Tabelle wären die Zugriffsrechte für diese Datei 644, worin jede Ziffer die drei Teile der Zugriffsrechte dieser Datei verkörpert. Wie kontrolliert das System die Rechte von Hardware-Geräten? &os; behandelt die meisten Hardware-Geräte als Dateien, welche Programme öffnen, lesen und mit Daten beschreiben können. Diese speziellen Gerätedateien sind in /dev gespeichert. Verzeichnisse werden ebenfalls wie Dateien behandelt. Sie haben Lese-, Schreib- und Ausführ-Rechte. Das Ausführungs-Bit hat eine etwas andere Bedeutung für ein Verzeichnis als für eine Datei. Die Ausführbarkeit eines Verzeichnisses bedeutet, dass in das Verzeichnis, zum Beispiel mit cd, gewechselt werden kann. Das bedeutet auch, dass in dem Verzeichnis auf Dateien, deren Namen bekannt sind, zugegriffen werden kann, vorausgesetzt die Zugriffsrechte der Dateien lassen dies zu. Das Leserecht auf einem Verzeichnis erlaubt es, sich den Inhalt des Verzeichnisses anzeigen zu lassen. Um eine Datei mit bekanntem Namen in einem Verzeichnis zu löschen, müssen auf dem Verzeichnis Schreib- und Ausführ-Rechte gesetzt sein. Es gibt noch mehr Rechte, aber die werden vor allem in speziellen Umständen benutzt, wie zum Beispiel bei SetUID-Binaries und Verzeichnissen mit gesetztem Sticky-Bit. Mehr über Zugriffsrechte von Dateien und wie sie gesetzt werden, finden Sie in &man.chmod.1;. Symbolische Zugriffsrechte TomRhodesBeigesteuert von Zugriffsrechte symbolische Symbolische Zugriffsrechte verwenden Zeichen anstelle von oktalen Werten, um die Berechtigungen für Dateien oder Verzeichnisse festzulegen. Zugriffsrechte verwenden die Syntax Wer, Aktion und Berechtigung. Die folgenden Werte stehen zur Auswahl: Option Symbol Bedeutung Wer u Benutzer (user) Wer g Gruppe (group) Wer o Andere (other) Wer a Alle Aktion + Berechtigungen hinzufügen Aktion - Berechtigungen entziehen Aktion = Berechtigungen explizit setzen Berechtigung r lesen (read) Berechtigung w schreiben (write) Berechtigung x ausführen (execute) Berechtigung t Sticky-Bit Berechtigung s Set-UID oder Set-GID Diese symbolischen Werte werden zusammen mit &man.chmod.1; verwendet. Beispielsweise würde der folgende Befehl den Zugriff auf FILE für alle anderen Benutzer verbieten: &prompt.user; chmod go= FILE Wenn Sie mehr als eine Änderung der Rechte einer Datei vornehmen wollen, können Sie eine durch Kommata getrennte Liste der Rechte angeben. Das folgende Beispiel entzieht der Gruppe und der Welt die Schreibberechtigung auf FILE und fügt für jeden Ausführungsrechte hinzu: &prompt.user; chmod go-w,a+x FILE &os; Datei-Flags TomRhodesBeigetragen von Zusätzlich zu den Zugriffsrechten unterstützt &os; auch die Nutzung von Datei-Flags. Diese erhöhen die Sicherheit Ihres Systems, indem sie eine verbesserte Kontrolle von Dateien erlauben. Verzeichnisse werden allerdings nicht unterstützt. Mit dem Einsatz von Datei-Flags kann sogar root daran gehindert werden, Dateien zu löschen oder zu verändern. Datei-Flags werden mit &man.chflags.1; verändert. Um beispielsweise auf der Datei file1 das unlöschbar-Flag zu aktivieren, geben Sie folgenden Befehl ein: &prompt.root; chflags sunlink file1 Um dieses Flag zu deaktivieren, setzen Sie ein no vor : &prompt.root; chflags nosunlink file1 Um die Flags einer Datei anzuzeigen, verwenden Sie &man.ls.1; zusammen mit : &prompt.root; ls -lo file1 -rw-r--r-- 1 trhodes trhodes sunlnk 0 Mar 1 05:54 file1 Einige Datei-Flags können nur vom root-Benutzer gesetzt oder gelöscht werden. Andere wiederum können auch vom Eigentümer der Datei gesetzt werden. Weitere Informationen hierzu finden sich in &man.chflags.1; und &man.chflags.2;. Die Berechtigungen <literal>setuid</literal>, <literal>setgid</literal>, und <literal>sticky</literal> TomRhodesBeigetragen von Anders als die Berechtigungen, die bereits angesprochen wurden, existieren drei weitere Einstellungen, über die alle Administratoren Bescheid wissen sollten. Dies sind die Berechtigungen setuid, setgid und sticky. Diese Einstellungen sind wichtig für manche &unix;-Operationen, da sie Funktionalitäten zur Verfügung stellen, die normalerweise nicht an gewöhnliche Anwender vergeben wird. Um diese zu verstehen, muss der Unterschied zwischen der realen und der effektiven Benutzer-ID erwähnt werden. Die reale Benutzer-ID ist die UID, welche den Prozess besitzt oder gestartet hat. Die effektive UID ist diejenige, als die der Prozess läuft. Beispielsweise wird &man.passwd.1; mit der realen ID des Benutzers ausgeführt, der sein Passwort ändert. Um jedoch die Passwortdatenbank zu bearbeiten, wird es effektiv als root-Benutzer ausgeführt. Das ermöglicht es normalen Benutzern, ihr Passwort zu ändern, ohne einen Permission Denied-Fehler angezeigt zu bekommen. Die setuid-Berechtigung kann durch das Voranstellen bei einer Berechtigungsgruppe mit der Nummer Vier (4) gesetzt werden, wie im folgenden Beispiel gezeigt wird: &prompt.root; chmod 4755 suidexample.sh Die Berechtigungen auf suidexample.sh sehen jetzt wie folgt aus: -rwsr-xr-x 1 trhodes trhodes 63 Aug 29 06:36 suidexample.sh Beachten Sie, dass ein s jetzt Teil der Berechtigungen des Dateibesitzers geworden ist, welches das Ausführen-Bit ersetzt. Dies ermöglicht es Werkzeugen mit erhöhten Berechtigungen zu laufen, wie z.B. passwd. Die nosuid &man.mount.8;-Option bewirkt, dass solche Anwendungen stillschweigend scheitern, ohne den Anwender darüber zu informieren. Diese Option ist nicht völlig zuverlässig, da ein nosuid-Wrapper in der Lage wäre, dies zu umgehen. Um dies in Echtzeit zu beobachten, öffnen Sie zwei Terminals. Starten Sie auf einem den passwd-Prozess als normaler Benutzer. Während es auf die Passworteingabe wartet, überprüfen Sie die Prozesstabelle und sehen Sie sich die Informationen für passwd an. Im Terminal A: Changing local password for trhodes Old Password: Im Terminal B: &prompt.root; ps aux | grep passwd trhodes 5232 0.0 0.2 3420 1608 0 R+ 2:10AM 0:00.00 grep passwd root 5211 0.0 0.2 3620 1724 2 I+ 2:09AM 0:00.01 passwd Wie oben erwähnt, wird passwd von einem normalen Benutzer ausgeführt, benutzt aber die effektive UID von root. Die setgid-Berechtigung führt die gleiche Aktion wie die setuid-Berechtigung durch, allerdings verändert sie die Gruppenberechtigungen. Wenn eine Anwendung oder ein Werkzeug mit dieser Berechtigung ausgeführt wird, erhält es die Berechtigungen basierend auf der Gruppe, welche die Datei besitzt und nicht die des Benutzers, der den Prozess gestartet hat. Um die setgid-Berechtigung auf einer Datei zu setzen, geben Sie chmod eine führende Zwei (2) mit: &prompt.root; chmod 2755 sgidexample.sh Beachten Sie in der folgenden Auflistung, dass das s sich jetzt in dem Feld befindet, das für die Berechtigungen der Gruppe bestimmt ist: -rwxr-sr-x 1 trhodes trhodes 44 Aug 31 01:49 sgidexample.sh Obwohl es sich bei dem in diesen Beispielen gezeigten Shellskript um eine ausführbare Datei handelt, wird es nicht mit einer anderen EUID oder effektiven Benutzer-ID ausgeführt. Das ist so, weil Shellskripte keinen Zugriff auf &man.setuid.2;-Systemaufrufe erhalten. Die setuid und setgid Berechtigungs-Bits können die Systemsicherheit verringern, da sie erhöhte Rechte ermöglichen. Das dritte Berechtigungs-Bit, das sticky bit kann die Sicherheit eines Systems erhöhen. Wenn das sticky bit auf einem Verzeichnis angewendet wird, erlaubt es das Löschen von Dateien nur durch den Besitzer der Datei. Dies ist nützlich, um die Löschung von Dateien in öffentlichen Verzeichnissen wie /tmp, durch Benutzer denen diese Dateien nicht gehören, zu verhindern. Um diese Berechtigung anzuwenden, stellen Sie der Berechtigung eine Eins (1) voran: &prompt.root; chmod 1777 /tmp Das sticky bit kann anhand des t ganz am Ende der Berechtigungen abgelesen werden. &prompt.root; ls -al / | grep tmp drwxrwxrwt 10 root wheel 512 Aug 31 01:49 tmp Verzeichnis-Strukturen Verzeichnis Hierarchien Die &os;-Verzeichnishierarchie ist die Grundlage, um ein umfassendes Verständnis des Systems zu erlangen. Das wichtigste Verzeichnis ist das Root-Verzeichnis /. Dieses Verzeichnis ist das erste, das während des Bootens eingehangen wird. Es enthält das notwendige Basissystem, um das Betriebssystem in den Mehrbenutzerbetrieb zu bringen. Das Root-Verzeichnis enthält auch die Mountpunkte für Dateisysteme, die beim Wechsel in den Multiuser-Modus eingehängt werden. Ein Mountpunkt ist ein Verzeichnis, in das zusätzliche Dateisysteme (in der Regel unterhalb des Wurzelverzeichnisses) eingehängt werden können. Dieser Vorgang wird in ausführlich beschrieben. Standard-Mountpunkte sind /usr, /var, /tmp, /mnt sowie /cdrom. Auf diese Verzeichnisse verweisen üblicherweise Einträge in /etc/fstab. Diese Datei ist eine Tabelle mit verschiedenen Dateisystemen und Mountpunkten, vom System gelesen werden. Die meisten der Dateisysteme in /etc/fstab werden beim Booten automatisch durch das Skript &man.rc.8; gemountet, wenn die zugehörigen Einträge nicht mit versehen sind. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im . Eine vollständige Beschreibung der Dateisystem-Hierarchie finden Sie in &man.hier.7;. Die folgende Aufstellung gibt einen kurzen Überblick über die am häufigsten verwendeten Verzeichnisse: Verzeichnis Beschreibung / Wurzelverzeichnis des Dateisystems. /bin/ Grundlegende Werkzeuge für den Single-User-Modus sowie den Mehrbenutzerbetrieb. /boot/ Programme und Konfigurationsdateien, die während des Bootens benutzt werden. /boot/defaults/ Vorgaben für die Boot-Konfiguration. Weitere Details finden Sie in &man.loader.conf.5;. /dev/ Gerätedateien. Weitere Details finden Sie in &man.intro.4;. /etc/ Konfigurationsdateien und Skripten des Systems. /etc/defaults/ Vorgaben für die System Konfigurationsdateien. Weitere Details finden Sie in &man.rc.8;. /etc/mail/ Konfigurationsdateien von MTAs wie &man.sendmail.8;. /etc/namedb/ Konfigurationsdateien von named. Weitere Details finden Sie in &man.named.8;. /etc/periodic/ Täglich, wöchentlich oder monatlich laufende Skripte, die von &man.cron.8; gestartet werden. Weitere Details finden Sie in &man.periodic.8;. /etc/ppp/ Konfigurationsdateien von ppp, wie in &man.ppp.8; beschrieben. /mnt/ Ein leeres Verzeichnis, das von Systemadministratoren häufig als temporärer Mountpunkt genutzt wird. /proc/ Prozess Dateisystem. Weitere Details finden Sie in &man.procfs.5; und &man.mount.procfs.8;. /rescue/ Statisch gelinkte Programme zur Wiederherstellung des Systems, wie in &man.rescue.8; beschrieben. /root/ Home Verzeichnis von root. /sbin/ Systemprogramme und administrative Werkzeuge, die grundlegend für den Single-User-Modus und den Mehrbenutzerbetrieb sind. /tmp/ Temporäre Dateien, die für gewöhnlich bei einem Neustart des Systems verloren gehen. Häufig wird ein speicherbasiertes Dateisystem unter /tmp eingehängt. Dieser Vorgang kann automatisiert werden, wenn tmpmfs-bezogene Variablen von &man.rc.conf.5; verwendet werden, oder ein entsprechender Eintrag in /etc/fstab existiert. Weitere Informationen finden Sie in &man.mdmfs.8;. /usr/ Der Großteil der Benutzerprogramme und Anwendungen. /usr/bin/ Gebräuchliche Werkzeuge, Programmierhilfen und Anwendungen. /usr/include/ Standard C include-Dateien. /usr/lib/ Bibliotheken. /usr/libdata/ Daten verschiedener Werkzeuge. /usr/libexec/ System-Dämonen und System-Werkzeuge, die von anderen Programmen ausgeführt werden. /usr/local/ Lokale Programme und Bibliotheken. Die Ports-Sammlung von &os; benutzt dieses Verzeichnis als Zielverzeichnis für Anwendungen. Innerhalb von /usr/local sollte das von &man.hier.7; beschriebene Layout für /usr benutzt werden. Das man Verzeichnis wird direkt unter /usr/local anstelle unter /usr/local/share angelegt. Die Dokumentation der Ports findet sich in share/doc/port. /usr/obj/ Von der Architektur abhängiger Verzeichnisbaum, der durch das Bauen von /usr/src entsteht. /usr/ports/ Die &os;-Ports-Sammlung (optional). /usr/sbin/ System-Dämonen und System-Werkzeuge, die von Benutzern ausgeführt werden. /usr/share/ Von der Architektur unabhängige Dateien. /usr/src/ Quelldateien von BSD und/oder lokalen Ergänzungen. /var/ Wird für mehrere Zwecke genutzt und enthält Logdateien, temporäre Daten und Spooldateien. Manchmal wird ein speicherbasiertes Dateisystem unter /var eingehängt. Dieser Vorgang kann automatisiert werden, wenn die varmfs-bezogenen Variablen von &man.rc.conf.5; verwendet werden, oder ein entsprechender Eintrag in /etc/fstab existiert. Weitere Informationen finden Sie in &man.mdmfs.8;. /var/log/ Verschiedene Logdateien des Systems. /var/mail/ Postfächer der Benutzer. /var/spool/ Verschiedene Spool-Verzeichnisse der Drucker- und Mailsysteme. /var/tmp/ Temporäre Dateien, die in der Regel auch bei einem Neustart des Systems erhalten bleiben, es sei denn, bei /var handelt es sich um ein speicherbasiertes Dateisystem. /var/yp/ NIS maps. Festplatten, Slices und Partitionen &os; identifiziert Dateien anhand eines Dateinamens. In Dateinamen wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden: readme.txt und README.TXT bezeichnen daher zwei verschiedene Dateien. &os; benutzt keine Dateiendungen, um den Typ der Datei zu bestimmen, egal ob es sich um ein Programm, ein Dokument oder um andere Daten handelt. Dateien werden in Verzeichnissen gespeichert. In einem Verzeichnis können sich keine oder hunderte Dateien befinden. Ein Verzeichnis kann auch andere Verzeichnisse enthalten und so eine Hierarchie von Verzeichnissen aufbauen, die die Ablage von Daten erleichtert. In Dateinamen werden Verzeichnisse durch einen Schrägstrich (/, Slash) getrennt. Wenn z.B. das Verzeichnis foo ein Verzeichnis bar enthält, in dem sich die Datei readme.txt befindet, lautet der vollständige Name der Datei (oder der Pfad zur Datei) foo/bar/readme.txt. Beachten Sie, dass sich dies von &windows; unterscheidet, wo der \ (Backslash für die Trennung von Datei- und Verzeichnisnamen verwendet wird. &os; benutzt keine Laufwerkbuchstaben oder Laufwerknamen im Pfad. Beispielsweise würde man unter &os; nicht c:/foo/bar/readme.txt eingeben. Verzeichnisse und Dateien werden in einem Dateisystem gespeichert. Jedes Dateisystem besitzt genau ein Wurzelverzeichnis, das so genannte Root-Directory. Dieses Wurzelverzeichnis kann weitere Verzeichnisse enthalten. Ein Dateisystem wird als Wurzeldateisystem festgelegt, und jedes weitere Dateisystem wird unter dem Wurzeldateisystem eingehangen. Daher scheint jedes Verzeichnis, unabhängig von der Anzahl der Platten, auf der selben Platte zu liegen. Angenommen, Sie haben drei Dateisysteme A, B und C. Jedes Dateisystem besitzt ein eigenes Wurzelverzeichnis, das zwei andere Verzeichnisse enthält: A1, A2, B1, B2, C1 und C2. Das Wurzeldateisystem soll A sein. ls zeigt darin die beiden Verzeichnisse A1 und A2 an. Der Verzeichnisbaum sieht wie folgt aus: / | +--- A1 | `--- A2 Ein Dateisystem wird in einem Verzeichnis eines anderen Dateisystems eingehangen. Wir hängen nun das Dateisystem B in das Verzeichnis A1 ein. Das Wurzelverzeichnis von B ersetzt nun das Verzeichnis A1 und die Verzeichnisse des Dateisystems B werden sichtbar: / | +--- A1 | | | +--- B1 | | | `--- B2 | `--- A2 Jede Datei in den Verzeichnissen B1 oder B2 kann über den Pfad /A1/B1 oder /A1/B2 erreicht werden. Dateien aus dem Verzeichnis /A1 sind jetzt verborgen. Wenn das Dateisystem B wieder abgehangen wird (umount), erscheinen die verborgenen Dateien wieder. Wenn das Dateisystem B unter dem Verzeichnis A2 eingehangen würde, sähe der Verzeichnisbaum so aus: / | +--- A1 | `--- A2 | +--- B1 | `--- B2 Die Dateien des Dateisystems B wären unter den Pfaden /A2/B1 und /A2/B2 erreichbar. Dateisysteme können übereinander eingehangen werden. Der folgende Baum entsteht, wenn im letzten Beispiel das Dateisystem C in das Verzeichnis B1 des Dateisystems B eingehangen wird: / | +--- A1 | `--- A2 | +--- B1 | | | +--- C1 | | | `--- C2 | `--- B2 C könnte auch im Verzeichnis A1 eingehangen werden: / | +--- A1 | | | +--- C1 | | | `--- C2 | `--- A2 | +--- B1 | `--- B2 Der &ms-dos;-Befehl join kann Ähnliches bewirken. Normalerweise müssen Sie sich nicht mit Dateisystemen beschäftigen. Während der Installation von &os; werden die Dateisysteme und die Stellen, in der sie eingehangen werden, festgelegt. Dateisysteme müssen erst wieder angelegt werden, wenn Sie eine neue Platte hinzufügen. Sie können sogar mit nur einem großen Dateisystem auskommen. Dies hat mehrere Nachteile und einen Vorteil. Vorteile mehrerer Dateisysteme Die Dateisysteme können mit unterschiedlichen Optionen (mount options) eingehangen werden. Beispielsweise kann das Wurzeldateisystem schreibgeschützt eingehangen werden, sodass es für Benutzer nicht möglich ist, versehentlich kritische Dateien zu editieren oder zu löschen. Von Benutzern beschreibbare Dateisysteme wie /home können Sie mit der Option nosuid einhängen, wenn sie von anderen Dateisystemen getrennt sind. Die SUID- und GUID-Bits verlieren auf solchen Dateisystemen ihre Wirkung und die Sicherheit des Systems kann dadurch erhöht werden. Die Lage von Dateien im Dateisystem wird, abhängig vom Gebrauch des Dateisystems, automatisch von &os; optimiert. Ein Dateisystem mit vielen kleinen Dateien, die häufig geschrieben werden, wird anders behandelt als ein Dateisystem mit wenigen großen Dateien. Mit nur einem Dateisystem ist diese Optimierung unmöglich. In der Regel übersteht ein &os;-Dateisystem auch einen Stromausfall. Allerdings kann ein Stromausfall zu einem kritischen Zeitpunkt das Dateisystem beschädigen. Wenn die Daten über mehrere Dateisysteme verteilt sind, lässt sich das System mit hoher Wahrscheinlichkeit noch starten. Dies erleichtert das Zurückspielen von Datensicherungen. Vorteil eines einzelnen Dateisystems Dateisysteme haben eine festgelegte Größe. Es kann passieren, dass Sie eine Partition vergrößern müssen. Dies ist nicht leicht: Sie müssen die Daten sichern, das Dateisystem vergrößert anlegen und die gesicherten Daten zurückspielen. &os; kennt den Befehl &man.growfs.8;, mit dem man Dateisysteme im laufenden Betrieb vergrößern kann. Dateisysteme befinden sich in Partitionen (damit sind nicht die normalen &ms-dos;-Partitionen gemeint). Jede Partition wird mit einem Buchstaben von a bis h bezeichnet und kann nur ein Dateisystem enthalten. Dateisysteme können daher über ihren Mount-Point, den Punkt an dem sie eingehangen sind, oder den Buchstaben der Partition, in der sie liegen, identifiziert werden. &os; benutzt einen Teil der Platte für den Swap-Bereich, um virtuellen Speicher zur Verfügung zu stellen. Dadurch kann der Rechner Anwendungen mehr Speicher zur Verfügung stellen als tatsächlich eingebaut ist. Wenn der Speicher knapp wird, kann &os; nicht benutzte Daten in den Swap-Bereich auslagern. Die ausgelagerten Daten können später wieder in den Speicher geholt werden (dafür werden dann andere Daten ausgelagert). Für einige Partitionen gelten besondere Konventionen: Partition Konvention a Enthält normalerweise das Wurzeldateisystem. b Enthält normalerweise den Swap-Bereich. c Ist normalerweise genauso groß wie die Slice in der die Partition liegt. Werkzeuge, die auf der kompletten Slice arbeiten, wie ein Bad-Block-Scanner, können so die c-Partition benutzen. Für gewöhnlich legen Sie in dieser Partition kein Dateisystem an. d Früher hatte die d-Partition eine besondere Bedeutung. Heute ist dies nicht mehr der Fall und die Partition d kann wie jede andere Partition auch verwendet werden. Jede Partition, die ein Dateisystem enthält, wird in einer Slice angelegt. Slice ist der Begriff, den &os; für &ms-dos;-Partitionen verwendet. Slices werden von eins bis vier durchnummeriert. Slices Partitionen dangerously dedicated Die Slice-Nummern werden mit vorgestelltem s hinter den Gerätenamen gestellt: da0s1 ist die erste Slice auf dem ersten SCSI-Laufwerk. Auf einer Festplatte gibt es höchstens vier Slices. In einer Slice des passenden Typs kann es weitere logische Slices geben. Diese erweiterten Slices werden ab fünf durchnummeriert: ad0s5 ist die erste erweiterte Slice auf einer IDE-Platte. Diese Geräte werden von Dateisystemen benutzt, die sich in einer kompletten Slice befinden müssen. Slices, dangerously dedicated-Festplatten und andere Platten enthalten Partitionen, die mit Buchstaben von a bis h bezeichnet werden. Der Buchstabe wird an den Gerätenamen gehangen: da0a ist die a-Partition des ersten da-Laufwerks. Dieses Laufwerk ist dangerously dedicated. ad1s3e ist die fünfte Partition in der dritten Slice der zweiten IDE-Platte. Schließlich wird noch jede Festplatte des Systems eindeutig bezeichnet. Der Name einer Festplatte beginnt mit einem Code, der den Typ der Platte bezeichnet. Es folgt eine Nummer, die angibt, um welche Festplatte es sich handelt. Anders als bei Slices werden Festplatten von Null beginnend durchnummeriert. Gängige Festplatten-Namen sind in zusammengestellt. Wenn Sie eine Partition angeben, beinhaltet das den Plattennamen, s, die Slice-Nummer und den Buchstaben der Partition. Einige Beispiele finden Sie in . Der Aufbau einer Festplatte wird in dargestellt. Bei der Installation von &os; legen Sie Slices auf der Festplatte an, erstellen Partitionen für &os; innerhalb der Slice, erstellen ein Dateisystem oder Auslagerungsbereiche und entscheiden, welche Dateisysteme wo eingehangen werden. Laufwerk-Codes Code Bedeutung ad ATAPI (IDE) Festplatte da SCSI-Festplatte acd ATAPI (IDE) CD-ROM cd SCSI-CD-ROM fd Disketten-Laufwerk
Namen von Platten, Slices und Partitionen Name Bedeutung ad0s1a Die erste Partition (a) in der ersten Slice (s1) der ersten IDE-Festplatte (ad0). da1s2e Die fünfte Partition (e) der zweiten Slice (s2) auf der zweiten SCSI-Festplatte (da1). Aufteilung einer Festplatte Das folgende Diagramm zeigt die Sicht von &os; auf die erste IDE-Festplatte des Systems. Die Platte soll 4 GB groß sein und zwei Slices (&ms-dos;-Partitionen) mit je 2 GB besitzen. Die erste Slice enthält ein &ms-dos;-Laufwerk (C:), die zweite Slice wird von &os; benutzt. Die &os;-Installation in diesem Beispiel verwendet drei Datenpartitionen und einen Auslagerungsbereich. Jede der drei Partitionen enthält ein Dateisystem. Das Wurzeldateisystem ist die a-Partition. In der e-Partition befindet sich der /var-Verzeichnisbaum und in der f-Partition befindet sich der Verzeichnisbaum unterhalb von /usr. .-----------------. --. | | | | DOS / Windows | | : : > First slice, ad0s1 : : | | | | :=================: ==: --. | | | Partition a, mounted as / | | | > referred to as ad0s2a | | | | | :-----------------: ==: | | | | Partition b, used as swap | | | > referred to as ad0s2b | | | | | :-----------------: ==: | Partition c, no | | | Partition e, used as /var > file system, all | | > referred to as ad0s2e | of FreeBSD slice, | | | | ad0s2c :-----------------: ==: | | | | | : : | Partition f, used as /usr | : : > referred to as ad0s2f | : : | | | | | | | | --' | `-----------------' --'
Anhängen und Abhängen von Dateisystemen Ein Dateisystem wird am besten als ein Baum mit der Wurzel / veranschaulicht. /dev, /usr, und die anderen Verzeichnisse im Rootverzeichnis sind Zweige, die wiederum eigene Zweige wie /usr/local haben können. Root-Dateisystem Es gibt verschiedene Gründe, bestimmte dieser Verzeichnisse auf eigenen Dateisystemen anzulegen. /var enthält log/, spool/ sowie verschiedene andere temporäre Dateien und kann sich daher schnell füllen. Es empfiehlt sich, /var von / zu trennen, da es schlecht ist, wenn das Root-Dateisystem voll läuft. Ein weiterer Grund bestimmte Verzeichnisbäume auf andere Dateisysteme zu legen, ist gegeben, wenn sich die Verzeichnisbäume auf gesonderten physikalischen oder virtuellen Platten, wie Network File System oder CD-ROM-Laufwerken, befinden. Die <filename>fstab</filename> Datei Dateisysteme fstab Während des Boot-Prozesses werden in /etc/fstab aufgeführte Verzeichnisse, sofern sie nicht mit der Option versehen sind, automatisch angehangen. Diese Datei enthält Einträge in folgendem Format: device /mount-point fstype options dumpfreq passno device Ein existierender Gerätename wie in beschrieben. mount-point Ein existierendes Verzeichnis, auf dem das Dateisystem gemountet wird. fstype Der Typ des Dateisystems, der an &man.mount.8; weitergegeben wird. &os;s Standarddateisystem ist ufs. options Entweder für beschreibbare Dateisysteme oder für schreibgeschützte Dateisysteme, gefolgt von weiteren benötigten Optionen. Eine häufig verwendete Option ist für Dateisysteme, die während der normalen Bootsequenz nicht angehangen werden sollen. Weitere Optionen finden sich in &man.mount.8;. dumpfreq Wird von &man.dump.8; benutzt, um bestimmen zu können, welche Dateisysteme gesichert werden müssen. Fehlt der Wert, wird 0 angenommen. passno Bestimmt die Reihenfolge, in der die Dateisysteme überprüft werden sollen. Für Dateisysteme, die übersprungen werden sollen, ist passno auf 0 zu setzen. Für das Root-Dateisystem, das vor allen anderen überprüft werden muss, sollte der Wert von passno 1 betragen. Allen anderen Dateisystemen sollten Werte größer 1 zugewiesen werden. Wenn mehrere Dateisysteme den gleichen Wert besitzen, wird &man.fsck.8; versuchen, diese parallel zu überprüfen. Lesen Sie &man.fstab.5; für weitere Informationen über das Format von /etc/fstab und dessen Optionen. Das <command>mount</command> Kommando Dateisysteme anhängen Dateisysteme werden mit &man.mount.8; eingehängt. In der grundlegenden Form wird es wie folgt benutzt: &prompt.root; mount device mountpoint Dieser Befehl bietet viele Optionen, die in &man.mount.8; beschrieben werden. Die am häufigsten verwendeten Optionen sind: Optionen von <command>mount</command> Hängt alle Dateisysteme aus /etc/fstab an. Davon ausgenommen sind Dateisysteme, die mit noauto markiert sind, die mit der Option ausgeschlossen wurden und Dateisysteme, die schon angehangen sind. Führt alles bis auf den mount-Systemaufruf aus. Nützlich ist diese Option in Verbindung mit . Damit wird angezeigt, was &man.mount.8; tatsächlich versuchen würde, um das Dateisystem anzuhängen. Erzwingt das Anhängen eines unsauberen Dateisystems (riskant) oder die Rücknahme des Schreibzugriffs, wenn der Status des Dateisystems von beschreibbar auf schreibgeschützt geändert wird. Hängt das Dateisystem schreibgeschützt ein. Dies kann auch durch Angabe von erreicht werden. fstype Hängt das Dateisystem mit dem angegebenen Typ an, oder hängt nur Dateisysteme mit dem angegebenen Typ an, wenn angegeben wurde. ufs ist das Standarddateisystem. Aktualisiert die Mountoptionen des Dateisystems. Geschwätzig sein. Hängt das Dateisystem beschreibbar an. Die folgenden Optionen können durch eine Kommata separierte Liste an übergeben werden: noexec Verbietet das Ausführen von binären Dateien auf dem Dateisystem. Dies ist eine nützliche Sicherheitsfunktion. nosuid SetUID und SetGID Bits werden auf dem Dateisystem nicht beachtet. Dies ist eine nützliche Sicherheitsfunktion. Das <command>umount</command> Kommando Dateisysteme abhängen &man.umount.8; hängt ein Dateisysstem ab. Dieser Befehl akzeptiert als Parameter entweder einen Mountpoint, einen Gerätenamen, oder . Jede Form akzeptiert , um das Abhängen zu erzwingen, und , um etwas geschwätziger zu sein. Seien Sie bitte vorsichtig mit , da der Computer abstürzen kann oder es können Daten auf dem Dateisystem beschädigt werden. Um alle Dateisysteme abzuhängen, oder nur diejenigen, die mit gelistet werden, wird oder benutzt. Beachten Sie, dass das Root-Dateisystem nicht aushängt. Prozesse &os; ist ein Multitasking-Betriebssystem. Jedes Programm, das zu irgendeiner Zeit läuft wird als Prozess bezeichnet. Jedes laufende Kommando startet mindestens einen neuen Prozess. Dazu gibt es eine Reihe von Systemprozessen, die von &os; ausgeführt werden. Jeder Prozess wird durch eine eindeutige Nummer identifiziert, die Prozess-ID (PID) genannt wird. Prozesse haben ebenso wie Dateien einen Besitzer und eine Gruppe, die festlegen, welche Dateien und Geräte der Prozess benutzen kann. Die meisten Prozesse haben auch einen Elternprozess, der sie gestartet hat. Beispielsweise ist die Shell ein Prozess. Jedes in Shell gestartete Kommando ist dann ein neuer Prozess, der die Shell als Elternprozess besitzt. Die Ausnahme hiervon ist ein spezieller Prozess namens &man.init.8;, der beim booten immer als erstes gestartet wird und der immer die PID 1 hat. Um die Prozesse auf dem System zu sehen, benutzen Sie &man.ps.1; und &man.top.1;. Eine statische Liste der laufenden Prozesse, deren PID, Speicherverbauch und die Kommandozeile, mit der sie gestartet wurden, erhalten Sie mit &man.ps.1;. Um alle laufenden Prozesse in einer Anzeige zu sehen, die alle paar Sekunden aktualisiert wird, so dass Sie interaktiv sehen können was der Computer macht, benutzen Sie &man.top.1;. Normal zeigt ps nur die laufenden Prozesse, die dem Benutzer gehören. Zum Beispiel: &prompt.user; ps PID TT STAT TIME COMMAND 298 p0 Ss 0:01.10 tcsh 7078 p0 S 2:40.88 xemacs mdoc.xsl (xemacs-21.1.14) 37393 p0 I 0:03.11 xemacs freebsd.dsl (xemacs-21.1.14) -48630 p0 S 2:50.89 /usr/local/lib/netscape-linux/navigator-linux-4.77.bi 72210 p0 R+ 0:00.00 ps 390 p1 Is 0:01.14 tcsh 7059 p2 Is+ 1:36.18 /usr/local/bin/mutt -y 6688 p3 IWs 0:00.00 tcsh 10735 p4 IWs 0:00.00 tcsh 20256 p5 IWs 0:00.00 tcsh 262 v0 IWs 0:00.00 -tcsh (tcsh) 270 v0 IW+ 0:00.00 /bin/sh /usr/X11R6/bin/startx -- -bpp 16 280 v0 IW+ 0:00.00 xinit /home/nik/.xinitrc -- -bpp 16 284 v0 IW 0:00.00 /bin/sh /home/nik/.xinitrc 285 v0 S 0:38.45 /usr/X11R6/bin/sawfish Die Ausgabe von &man.ps.1; ist in einer Anzahl von Spalten organisiert. Die PID Splate zeigt die Prozess-ID. PIDs werden von 1 beginnend bis 99999 zugewiesen und fangen wieder von vorne an. Ist eine PID breits vergeben, wird diese allerdings nicht erneut vergeben. Die Spalte TT zeigt den Terminal, auf dem das Programm läuft. STAT zeigt den Status des Programms an und kann für die Zwecke dieser Diskussion ebenso wie TT ignoriert werden. TIME gibt die Zeit an, die das Programm auf der CPU gelaufen ist. Dies ist nicht unbedingt die Zeit, die seit dem Start des Programms vergangen ist, da die meisten Programme hauptsächlich auf bestimmte Dinge warten, bevor sie wirklich CPU-Zeit verbrauchen. Unter der Spalte COMMAND finden Sie schließlich die Kommandozeile, mit der das Programm gestartet wurde. &man.ps.1; besitzt viele Optionen, um die angezeigten Informationen zu beeinflussen. Eine nützliche Kombination ist auxww. zeigt Information über alle laufenden Prozesse aller Benutzer. Der Name des Besitzers des Prozesses, sowie Informationen über den Speicherverbrauch werden mit angezeigt. zeigt auch Dämonen-Prozesse an, und veranlasst &man.ps.1; die komplette Kommandozeile für jeden Befehl anzuzeigen, anstatt sie abzuschneiden, wenn sie zu lang für die Bildschirmausgabe wird. Die Ausgabe von &man.top.1; sieht ähnlich aus: &prompt.user; top last pid: 72257; load averages: 0.13, 0.09, 0.03 up 0+13:38:33 22:39:10 47 processes: 1 running, 46 sleeping CPU states: 12.6% user, 0.0% nice, 7.8% system, 0.0% interrupt, 79.7% idle Mem: 36M Active, 5256K Inact, 13M Wired, 6312K Cache, 15M Buf, 408K Free Swap: 256M Total, 38M Used, 217M Free, 15% Inuse PID USERNAME PRI NICE SIZE RES STATE TIME WCPU CPU COMMAND 72257 nik 28 0 1960K 1044K RUN 0:00 14.86% 1.42% top 7078 nik 2 0 15280K 10960K select 2:54 0.88% 0.88% xemacs-21.1.14 281 nik 2 0 18636K 7112K select 5:36 0.73% 0.73% XF86_SVGA 296 nik 2 0 3240K 1644K select 0:12 0.05% 0.05% xterm -48630 nik 2 0 29816K 9148K select 3:18 0.00% 0.00% navigator-linu 175 root 2 0 924K 252K select 1:41 0.00% 0.00% syslogd 7059 nik 2 0 7260K 4644K poll 1:38 0.00% 0.00% mutt ... Die Ausgabe ist in zwei Abschnitte geteilt. In den ersten fünf Kopfzeilen finden sich die zuletzt zugeteilte PID, die Systemauslastung (engl. load average), die Systemlaufzeit (die Zeit seit dem letzten Reboot) und die momentane Zeit. Die weiteren Zahlen im Kopf beschreiben wie viele Prozesse momentan laufen (im Beispiel 47), wie viel Speicher und Swap verbraucht wurde und wie viel Zeit das System in den verschiedenen CPU-Modi verbringt. Darunter befinden sich einige Spalten mit ähnlichen Informationen wie in der Ausgabe von &man.ps.1;, wie beispielsweise die PID, den Besitzer, die verbrauchte CPU-Zeit und das Kommando, das den Prozess gestartet hat. &man.top.1; zeigt auch den Speicherverbrauch des Prozesses an, der in zwei Spalten aufgeteilt ist. Die erste Spalte gibt den gesamten Speicherverbrauch des Prozesses an, in der zweiten Spalte wird der aktuelle Verbrauch angegeben. - &netscape; hat im gezeigten - Beispiel insgesamt 30 MB Speicher verbraucht. Momentan benutzt - es allerdings nur 9 MB. + mutt hat im gezeigten + Beispiel insgesamt 8 MB Speicher verbraucht. Momentan benutzt + es allerdings nur 5 MB. Die Anzeige wird von &man.top.1; automatisch alle zwei Sekunden aktualisiert. Ein anderer Intervall kann mit spezifiziert werden. Dämonen, Signale und Stoppen von Prozessen Wenn Sie einen Editor benutzen, können Sie ihn leicht bedienen und Dateien laden, weil der Editor dafür Vorsorge getroffen hat und auf einem Terminal läuft. Manche Programme erwarten keine Eingaben von einem Benutzer und lösen sich bei erster Gelegenheit von ihrem Terminal. Ein Webserver zum Beispiel antwortet auf Web-Anfragen und nicht auf Benutzereingaben. Mail-Server sind ein weiteres Beispiel für diesen Typ von Anwendungen. Diese Programme sind als Dämonen bekannt. Der Begriff Dämon stammt aus der griechischen Mythologie und bezeichnet ein Wesen, das weder gut noch böse ist und welches unsichtbar nützliche Aufgaben verrichtet. Deshalb ist das BSD Maskottchen dieser fröhlich aussehende Dämon mit Turnschuhen und Dreizack. Programme, die als Dämon laufen, werden entsprechend einer Konvention mit einem d am Ende benannt. BIND steht beispielsweise für Berkeley Internet Name Domain, das tatsächlich laufende Programm heißt aber named. Der Apache Webserver wird httpd genannt und der Druckerspool-Dämon heißt lpd. Dies ist allerdings nur eine Konvention. Der Dämon der Anwendung sendmail heißt beispielsweise sendmail und nicht maild. Eine Möglichkeit mit einem Dämon oder einem laufenden Prozess zu kommunizieren, ist über das Versenden von Signalen mittels &man.kill.1;. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Signalen. Manche haben eine feste Bedeutung, während andere in der Dokumentation der Anwendung beschrieben sind. Ein Benutzer kann ein Signal nur an einen Prozess senden, welcher ihm gehört. Wird versucht ein Signal an einen Prozess eines anderen Benutzers zu senden, resultiert dies in einem Zugriffsfehler mangels fehlender Berechtigungen. Die Ausnahme ist der root-Benutzer, welcher jedem Prozess Signale senden kann. &os; kann auch ein Signal an einen Prozess senden. Wenn eine Anwendung schlecht geschrieben ist und auf Speicher zugreift, auf den sie nicht zugreifen soll, so sendet &os; dem Prozess das Segmentation Violation Signal (SIGSEGV). Wenn eine Anwendung den &man.alarm.3; Systemaufruf benutzt hat, um nach einiger Zeit benachrichtigt zu werden, bekommt sie das Alarm Signal (SIGALRM) gesendet. Zwei Signale können benutzt werden, um einen Prozess zu stoppen: SIGTERM und SIGKILL. SIGTERM fordert den Prozess höflich zum Beenden auf. Der Prozess kann das Signal abfangen und hat dann Gelegenheit Logdateien zu schließen und die Aktion, die er durchführte, abzuschließen. In manchen Situationen kann der Prozess SIGTERM ignorieren, wenn er eine Aktion durchführt, die nicht unterbrochen werden darf. SIGKILL kann von keinem Prozess ignoriert werden. Das Signal lässt sich mit Mich interessiert nicht, was du gerade machst, hör sofort auf damit! umschreiben. Wird einem Prozess SIGKILL geschickt, dann wird &os; diesen sofort beenden Es gibt Fälle, in denen ein Prozess nicht unterbrochen werden kann. Wenn ein Prozess zum Beispiel eine Datei von einem anderen Rechner auf dem Netzwerk liest und dieser Rechner nicht erreichbar ist, dann ist der Prozess nicht zu unterbrechen. Wenn der Prozess den Lesezugriff nach einem Timeout von typischerweise zwei Minuten aufgibt, dann wird er beendet. . Andere häufig verwendete Signale sind SIGHUP, SIGUSR1 und SIGUSR2. Diese Signale sind für allgemeine Zwecke vorgesehen und verschiedene Anwendungen werden unterschiedlich auf diese Signale reagieren. Ändern Sie beispielsweise die Konfiguration eines Webservers, so muss dieser angewiesen werden, seine Konfiguration neu zu lesen. Ein Neustart von httpd würde dazu führen, dass der Server für kurze Zeit nicht erreichbar ist. Senden Sie dem Dämon stattdessen das SIGHUP-Signal. Es sei erwähnt, dass verschiedene Dämonen sich anders verhalten. Lesen Sie bitte die Dokumentation des entsprechenden Dämonen um zu überprüfen, ob der Dämon bei einem SIGHUP die gewünschten Ergebnisse erzielt. Verschicken von Signalen Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie &man.inetd.8; ein Signal schicken. Die Konfigurationsdatei von inetd ist /etc/inetd.conf. Diese Konfigurationsdatei liest inetd ein, wenn er SIGHUP empfängt. Suchen Sie mit &man.pgrep.1; die Prozess-ID des Prozesses, dem Sie ein Signal schicken wollen. In diesem Beispiel ist die PID von &man.inetd.8; 198: &prompt.user; pgrep -l inetd 198 inetd -wW Benutzen Sie &man.kill.1;, um ein Signal zu senden. Da &man.inetd.8; dem Benutzer root gehört, müssen Sie zuerst mit &man.su.1; root werden: &prompt.user; su Password: &prompt.root; /bin/kill -s HUP 198 &man.kill.1; wird, wie andere &unix; Kommandos auch, keine Ausgabe erzeugen, wenn das Kommando erfolgreich war. Wenn Sie versuchen, einem Prozess, der nicht Ihnen gehört, ein Signal zu senden, dann werden Sie die Meldung kill: PID: Operation not permitted sehen. Ein Tippfehler bei der Eingabe der PID führt dazu, dass das Signal an einen falschen Prozess gesendet wird, was zu negativen Ergebnissen führen kann, oder das Signal wird an eine PID gesendet die derzeit nicht in Gebrauch ist, was zu dem Fehler kill: PID: No such process führt. Warum sollte man <command>/bin/kill</command> benutzen? Viele Shells stellen kill als internes Kommando zur Verfügung, das heißt die Shell sendet das Signal direkt, anstatt /bin/kill zu starten. Beachten Sie, dass die unterschiedlichen Shells eine andere Syntax benutzen, um die Namen der Signale anzugeben. Anstatt jede Syntax zu lernen, kann es einfacher sein, /bin/kill ... direkt aufzurufen. Beim Versenden von anderen Signalen, ersetzen Sie TERM oder KILL in der Kommandozeile mit dem entsprechenden Signal. Das zufällige Beenden eines Prozesses kann gravierende Auswirkungen haben. Insbesondere &man.init.8;, mit der PID 1, ist ein Spezialfall. /bin/kill -s KILL 1 ist ein schneller, jedoch nicht empfohlener Weg, das System herunterzufahren. Überprüfen Sie die Argumente von &man.kill.1; immer zweimal bevor Sie Return drücken. Shells Shells Kommandozeile &os; stellt mit der Shell eine Kommandozeilen-Schnittstelle zur Verfügung. Eine Shell empfängt Befehle von einem Eingabekanal und führt diese aus. Viele Shells bieten bieten eingebaute Funktionen, die die tägliche Arbeit erleichtern, beispielsweise eine Dateiverwaltung, die Vervollständigung von Dateinamen (Globbing), Kommandozeilen-Editor, sowie Makros und Umgebungsvariablen. &os; enthält die Shells sh (Bourne Shell) und tcsh (verbesserte C-Shell) im Basissystem. Weitere Shells, wie zsh oder bash, befinden sich in der Ports-Sammlung. Die verwendete Shell ist letztlich eine Frage des Geschmacks. Ein C-Programmierer, findet vielleicht eine C-artige Shell wie tcsh angenehmer. Ein Linux-Benutzer bevorzugt vielleicht bash. Jede Shell hat ihre speziellen Eigenschaften, die mit der bevorzugten Arbeitsumgebung des Benutzers harmonieren kann oder nicht. Deshalb stehen mehrere Shells zur Auswahl. Ein verbreitetes Merkmal in Shells ist die Dateinamen-Vervollständigung. Nachdem der Benutzer einige Buchstaben eines Kommandos oder eines Dateinamen eingeben hat, vervollständigt die Shell den Rest automatisch durch drücken der Tab-Taste. Angenommen, Sie haben zwei Dateien foobar und foo.bar. Um foo.bar zu löschen, geben Sie folgendes ein: rm fo[Tab].[Tab] Die Shell sollte dann rm foo[BEEP].bar ausgeben. [BEEP] meint den Rechner-Piepser, den die Shell ausgibt um anzuzeigen, dass es den Dateinamen nicht vervollständigen konnte, da es mehrere Möglichkeiten gibt. Beide Dateien foobar und foo.bar beginnen mit fo. Nach der Eingabe von . und erneutem drücken der Tab-Taste, war die Shell in der Lage den Rest auszufüllen. Umgebungsvariablen Ein weiteres Merkmal der Shell ist der Gebrauch von Umgebungsvariablen. Dies sind veränderbare Schlüsselpaare im Umgebungsraum der Shell, die jedes von der Shell aufgerufene Programm lesen kann. Daher enthält der Umgebungsraum viele Konfigurationsdaten für Programme. Die folgende Liste zeigt verbreitete Umgebungsvariablen und deren Bedeutung: Variable Beschreibung USER Name des angemeldeten Benutzers. PATH Liste mit Verzeichnissen (getrennt durch Doppelpunkt) zum Suchen nach Programmen. DISPLAY Der Name des Xorg-Bildschirms, auf dem Ausgaben erfolgen sollen. SHELL Die aktuelle Shell. TERM Name des Terminaltyps des Benutzers. Benutzt, um die Fähigkeiten des Terminals zu bestimmen. TERMCAP Datenbankeintrag der Terminal Escape Codes, benötigt um verschieden Terminalfunktionen auszuführen. OSTYPE Typ des Betriebssystems. MACHTYPE Die CPU-Architektur des Systems. EDITOR Vom Benutzer bevorzugter Text-Editor. PAGER Vom Benutzer bevorzugter Text-Betrachter. MANPATH Liste mit Verzeichnissen (getrennt durch Doppelpunkt) zum Suchen nach Manualpages. Shells Bourne Shell Das Setzen von Umgebungsvariablen unterscheidet sich von Shell zu Shell. In tcsh und csh wird dazu setenv benutzt. sh und bash benutzen export um Umgebungsvariablen zu setzen. Dieses Beispiel für die tcsh-Shell setzt die Variable EDITOR auf /usr/local/bin/emacs: &prompt.user; setenv EDITOR /usr/local/bin/emacs Der entsprechende Befehl für bash wäre: &prompt.user; export EDITOR="/usr/local/bin/emacs" Um eine Umgebungsvariable zu expandieren, geben Sie in der Kommandozeile das Zeichen $ vor dessen Namen ein. Zum Beispiel gibt echo $TERM den aktuellen Wert von$TERM aus. Shells behandeln Spezialzeichen, so genannte Metazeichen, als besondere Darstellungen für Daten. Das häufigste Zeichen ist *, das eine beliebige Anzahl Zeichen in einem Dateinamen repräsentiert. Metazeichen können zur Vervollständigung von Dateinamen (Globbing) benutzt werden. Beispielsweise liefert echo * nahezu das gleiche wie ls, da die Shell alle Dateinamen die mit * übereinstimmen, an echo weitergibt. Um zu verhindern, dass die Shell ein Sonderzeichen interpretiert, schützt man es, indem man einen Backslash (\) voranstellt. Zum Beispiel zeigt echo $TERM die Einstellung des Terminals an, wohingegen echo \$TERM einfach die Zeichenfolge $TERM ausgibt. Ändern der Shell Der einfachste Weg die Standard Shell zu ändern, ist chsh zu benutzen. chsh startet den Editor, welcher durch die Umgebungsvariable EDITOR gesetzt ist. Standardmäßig ist dies vi. Tragen Sie in die Zeile die mit Shell: beginnt, den absoluten Pfad der neuen Shell ein. Alternativ setzt chsh -s die Shell, ohne dabei einen Editor aufzurufen. Um die Shell zum Beispiel auf bash zu ändern, geben Sie folgenden Befehl ein: &prompt.user; chsh -s /usr/local/bin/bash Die neue Shell muss in /etc/shells aufgeführt sein. Wurde die Shell aus der Ports-Sammlung installiert, sollte sie automatisch zu dieser Datei hinzugefügt worden sein. Wenn der Eintrag fehlt, nutzen Sie folgenden Befehl, und ersetzen Sie den Pfad mit dem Pfad zur gewünschten Shell: &prompt.root; echo "/usr/local/bin/bash" >> /etc/shells Danach können Sie chsh aufrufen. Text-Editoren Text Editoren Editoren Die meiste Konfiguration unter &os; wird durch das Editieren von Textdateien erledigt. Deshalb ist es eine gute Idee, mit einem Texteditor vertraut zu werden. &os; hat ein paar davon im Basissystem und sehr viel mehr in der Ports-Sammlung. ee Text Editoren ee Ein einfach zu erlernender Editor ist ee, was für easy editor steht. Um diesen Editor zu starten, gibt man in der Kommandozeile ee filename ein, wobei filename den Namen der zu editierenden Datei darstellt. Einmal im Editor, finden sich alle Editor-Funktionen oben im Display aufgelistet. Das Einschaltungszeichen ^ steht für die Ctrl (oder Strg) Taste, mit ^e ist also die Tastenkombination Ctrle gemeint. Um ee zu verlassen, drücken Sie Esc und wählen dann im Hauptmenü aus. Der Editor fragt nach, ob Sie speichern möchten, wenn die Datei verändert wurde. vi Text Editoren vi emacs Text Editoren emacs &os; verfügt über leistungsfähigere Editoren wie vi als Teil des Basissystems. Andere Editoren wie emacs und vim sind Teil der Ports-Sammlung. Diese Editoren bieten höhere Funktionalität, jedoch auf Kosten einer etwas schwierigeren Erlernbarkeit. Das Erlernen eines leistungsfähigeren Editors, wie vim oder Emacs, kann auf lange Sicht Zeit einsparen. Viele Anwendungen, die Dateien verändern oder Texteingabe erwarten, werden automatisch einen Texteditor öffnen. Um den Standardeditor zu ändern, wird die Umgebungsvariable EDITOR gesetzt, wie im Abschnitt Shells beschrieben. Geräte und Gerätedateien Der Begriff Gerät wird meist in Verbindung mit Hardware wie Laufwerken, Druckern, Grafikkarten oder Tastaturen gebraucht. Der Großteil der Meldungen, die beim Booten von &os; angezeigt werden, beziehen sich auf gefundene Geräte. Eine Kopie dieser Bootmeldungen wird in /var/run/dmesg.boot gespeichert. Jedes Gerät verfügt über einen Gerätenamen und Gerätenummer. Zum Beispiel steht acd0 für das erste IDE CD-ROM Laufwerk, während kbd0 die Tastatur repräsentiert. Auf die meisten Geräte wird unter &os; über spezielle Gerätedateien im /dev Verzeichnis zugegriffen. Anlegen von Gerätedateien Wenn sie ein neues Gerät zu Ihrem System hinzufügen, oder die Unterstützung für zusätzliche Geräte kompilieren, müssen ein oder mehrere Gerätedateien erstellt werden. <literal>DEVFS</literal> (Gerätedateisystem) Das Gerätedateisystem DEVFS ermöglicht durch den Namensraum des Dateisystems Zugriff auf den Namensraum der Geräte im Kernel. Damit müssen Gerätedateien nicht mehr extra angelegt werden, sondern werden von DEVFS automatisch verwaltet. Weitere Informationen finden Sie in &man.devfs.5;. Binärformate Um zu verstehen, warum &os; das Format &man.elf.5; benutzt, müssen zunächst die drei gegenwärtig dominanten ausführbaren Formate für &unix; beschrieben werden: &man.a.out.5; Das älteste und klassische Objektformat von &unix; Systemen. Es benutzt einen kurzen, kompakten Header mit einer &man.magic.5; number am Anfang, die oft benutzt wird, um das Format zu charakterisieren. Es enthält drei geladene Segmente: .text, .data und .bss, sowie eine Symboltabelle und eine Stringtabelle. COFF Das Objektformat von SVR3. Der Header enthält eine Sectiontable, die mehr enthalten kann als nur .text, .data und .bss Sektionen.. &man.elf.5; Der Nachfolger von COFF. Kennzeichnend sind mehrere Sections und mögliche 32-Bit- oder 64-Bit-Werte. Ein wesentlicher Nachteil ist, dass ELF unter der Annahme entworfen wurde, dass es nur eine ABI (Application Binary Interface) pro Systemarchitektur geben wird. Tatsächlich ist diese Annahme falsch, denn nicht einmal für die kommerzielle SYSV-Welt (in der es mindestens drei ABIs gibt: SVR4, Solaris, SCO) trifft sie zu. &os; versucht dieses Problem zu umgehen, indem ein Werkzeug bereitgestellt wird, um ausführbare Dateien im ELF-Format mit Informationen über die ABI zu versehen, zu der sie passen. Weitere Informationen finden Sie in &man.brandelf.1;. &os; kommt aus dem klassischen Lager und verwendete traditionell das Format &man.a.out.5;, eine Technik, die bereits über viele BSD-Releases hinweg eingesetzt und geprüft worden ist. Obwohl es bereits seit einiger Zeit möglich war, auf einem &os;-System auch Binaries (und Kernel) im ELF-Format zu erstellen und auszuführen, widersetzte &os; sich anfangs dem Druck, auf ELF als Standardformat umzusteigen. Warum? Nun, als Linux die schmerzhafte Umstellung auf ELF durchführte, weil der unflexible, auf Sprungtabellen basierte Mechanismus für Shared-Libraries der die Konstruktion von Shared-Libraries für Hersteller und Entwickler kompliziert machte. Da die verfügbaren ELF-Werkzeuge eine Lösung für das Problem mit den Shared-Libraries anboten und generell als ein Schritt vorwärts angesehen wurden, wurde der Aufwand für die Umstellung als notwendig akzeptiert und die Umstellung wurde durchgeführt. Unter &os; ist der Mechanismus von Shared-Libraries enger an den Stil des Shared-Library-Mechanismus von &sunos; angelehnt und einfacher zu verwenden. Ja, aber warum gibt es so viele unterschiedliche Formate? Damals zu Zeiten der PDP-11, als simple Hardware ein einfaches, kleines System unterstützte, war a.out absolut passend für die Aufgabe, Binaries darzustellen. Als &unix; portiert wurde, wurde auch das a.out-Format beibehalten, weil es für die frühen Portierungen auf Architekturen wie den Motorola 68k oder die VAX ausreichte. Dann dachte sich ein schlauer Hardware-Ingenieur, dass, wenn er Software zwingen könnte, einige Tricks anzustellen, es ihm möglich wäre, ein paar Gatter im Design zu sparen, und die CPU schneller zu machen. a.out war für diese neue Art von Hardware, bekannt als RISC, schlecht geeignet. Viele neue Formate wurden entwickelt, um eine bessere Leistung auf dieser Hardware zu erreichen, als mit dem begrenzten, simplen a.out-Format. COFF, ECOFF und einige andere wurden erdacht und ihre Grenzen untersucht, bevor man sich auf ELF festgelegt hat. Hinzu kam, dass die Größe von Programmen gewaltig wurde und Festplatten sowie physikalischer Speicher immer noch relativ klein waren. Also wurde das Konzept von Shared-Libraries geboren. Die virtuelle Speicherverwaltung wurde auch immer fortgeschrittener. Obwohl bei jedem dieser Fortschritte das a.out-Format benutzt worden ist, wurde sein Nutzen mit jedem neuen Merkmal mehr gedehnt. Zusätzlich wollte man Dinge dynamisch zur Ausführungszeit laden, oder Teile eines Programms nach der Initialisierung wegwerfen, um Hauptspeicher oder Swap-Speicher zu sparen. Programmiersprachen wurden immer fortschrittlicher und man wollte, dass Code automatisch vor der main-Funktion aufgerufen wird. Das a.out-Format wurde oft überarbeitet, um alle diese Dinge zu ermöglichen und sie funktionierten auch für einige Zeit. a.out konnte diese Probleme nicht ohne ein ständiges Ansteigen eines Overheads im Code und in der Komplexität handhaben. Obwohl ELF viele dieser Probleme löste, wäre es sehr aufwändig, ein System umzustellen, das im Grunde genommen funktionierte. Also musste ELF warten, bis es aufwändiger war, bei a.out zu bleiben, als zu ELF überzugehen. Im Laufe der Zeit haben sich die Erstellungswerkzeuge, von denen &os; seine Erstellungswerkzeuge abgeleitet hat, speziell der Assembler und der Loader, in zwei parallele Zweige entwickelt. Im &os;-Zweig wurden Shared-Libraries hinzugefügt und einige Fehler behoben. Das GNU-Team, das diese Programme ursprünglich geschrieben hat, hat sie umgeschrieben und eine simplere Unterstützung zur Erstellung von Cross-Compilern durch beliebiges Einschalten verschiedener Formate hinzugefügt. Viele Leute wollten Cross-Compiler für &os; erstellen, aber sie hatten kein Glück, denn &os;'s ältere Sourcen für as und ld waren hierzu nicht geeignet. Die neuen GNU-Werkzeuge (binutils) unterstützen Cross-Compilierung, ELF, Shared-Libraries und C++-Erweiterungen. Weiterhin geben viele Hersteller ELF-Binaries heraus und &os; sollte in der Lage sein, diese ausführen. ELF ist ausdrucksfähiger als a.out und gestattet eine bessere Erweiterbarkeit des Basissystems. Die ELF-Werkzeuge werden besser gewartet und bieten Unterstützung für Cross-Compilierung. ELF mag etwas langsamer sein, als a.out, aber zu versuchen, das zu messen, könnte schwierig werden. Es gibt unzählige Details, in denen sich die beiden Formate unterscheiden, wie sie Pages abbilden, oder Initialisierungscode handhaben. Irgendwann wird die Unterstützung für Programme im a.out-Format aus dem GENERIC-Kernel entfernt werden. Wenn es dann keinen oder kaum noch Bedarf für die Unterstützung dieses Formates gibt, werden die entsprechenden Routinen ganz entfernt werden. Weitere Informationen Manualpages Manualpages Die umfassendste Dokumentation rund um &os; gibt es in Form von Manualpages. Annähernd jedes Programm im System bringt eine kurze Referenzdokumentation mit, die die grundsätzliche Funktion und verschiedene Parameter erklärt. Diese Manuals können mit man eingesehen werden: &prompt.user; man Kommando Kommando ist der Name des Kommandos, über das Sie etwas erfahren wollen. Um beispielsweise mehr über das Kommando ls zu lernen, geben Sie ein: &prompt.user; man ls Die Online-Manuals sind in nummerierte Sektionen unterteilt: Benutzerkommandos. Systemaufrufe und Fehlernummern. Funktionen der C Bibliothek. Gerätetreiber. Dateiformate. Spiele und andere Unterhaltung. Verschiedene Informationen. Systemverwaltung und -Kommandos. Kernel Entwickler. In einigen Fällen kann dasselbe Thema in mehreren Sektionen auftauchen. Es gibt zum Beispiel ein chmod Benutzerkommando und einen chmod() Systemaufruf. Sie können man sagen, aus welcher Sektion Sie die Information erhalten möchten, indem Sie die Sektionsnummer mit angeben: &prompt.user; man 1 chmod Dies wird Ihnen die Manualpage für das Benutzerkommando chmod zeigen. Verweise auf eine Sektion der Manualpages werden traditionell in Klammern gesetzt. So bezieht sich &man.chmod.1; auf das Benutzerkommando chmod und mit &man.chmod.2; ist der Systemaufruf gemeint. Wenn Sie den Namen des Kommandos kennen, benutzen Sie man -k, um nach Schlüsselbegriffen in den Kommandobeschreibungen zu suchen: &prompt.user; man -k mail Dieser Befehl zeigt eine Liste von Kommandos, deren Beschreibung das Schlüsselwort mail enthält. Die gleiche Funktionalität erhalten Sie auch, wenn Sie &man.apropos.1; benutzen. Um herauszufinden, was die Kommandos in /usr/bin tun, geben Sie ein: &prompt.user; cd /usr/bin &prompt.user; man -f * Dasselbe erreichen Sie durch Eingabe von: &prompt.user; cd /usr/bin &prompt.user; whatis * GNU Info Dateien &os; enthält viele Anwendungen und Utilities der Free Software Foundation (FSF). Zusätzlich zu den Manualpages können diese Programme Hypertext-Dokumente enthalten, die info-Seiten genannt werden. Diese Dokumente können mit info ansehen kann. Wenn Sie editors/emacs installiert haben, können Sie auch den info-Modus von emacs benutzen. Um &man.info.1; zu benutzen, geben Sie ein: &prompt.user; info Eine kurze Einführung gibt es mit h; eine Befehlsreferenz erhalten Sie durch Eingabe von: ?.
Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.xml =================================================================== --- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.xml (revision 47321) +++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.xml (revision 47322) @@ -1,326 +1,325 @@ %chapters; %txtfiles; ]> Das &os;-Handbuch The FreeBSD German Documentation Project $FreeBSD$ $FreeBSD$ 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 The FreeBSD German Documentation Project &legalnotice; &tm-attrib.freebsd; &tm-attrib.3com; &tm-attrib.3ware; &tm-attrib.arm; &tm-attrib.adaptec; &tm-attrib.adobe; &tm-attrib.apple; &tm-attrib.corel; &tm-attrib.creative; &tm-attrib.google; &tm-attrib.heidelberger; &tm-attrib.ibm; &tm-attrib.ieee; &tm-attrib.intel; &tm-attrib.intuit; &tm-attrib.linux; &tm-attrib.lsilogic; &tm-attrib.microsoft; - &tm-attrib.netscape; &tm-attrib.opengroup; &tm-attrib.oracle; &tm-attrib.powerquest; &tm-attrib.realnetworks; &tm-attrib.redhat; &tm-attrib.sun; &tm-attrib.symantec; &tm-attrib.themathworks; &tm-attrib.thomson; &tm-attrib.usrobotics; &tm-attrib.vmware; &tm-attrib.waterloomaple; &tm-attrib.wolframresearch; &tm-attrib.xfree86; &tm-attrib.xiph; &tm-attrib.general; Willkommen bei &os;! Dieses Handbuch beschreibt die Installation und den täglichen Umgang mit &os; &rel3.current;-RELEASE, &rel2.current;-RELEASE und &os; &rel.current;-RELEASE. Das Handbuch ist jederzeit unter Bearbeitung und das Ergebnis der Arbeit vieler Einzelpersonen. Dies kann dazu führen, dass bestimmte Bereiche nicht mehr aktuell sind und auf den neuesten Stand gebracht werden müssen. Bei Unklarheiten empfiehlt es sich daher stets, die englische Originalversion des Handbuchs zu lesen. Wenn Sie bei der Übersetzung des Handbuchs mithelfen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. Die aktuelle Version des Handbuchs ist immer auf dem &os;-Webserver verfügbar und kann in verschiedenen Formaten und in komprimierter Form vom &os; FTP-Server oder einem der vielen Spiegel herunter geladen werden (ältere Versionen finden Sie hingegen unter http://docs.FreeBSD.org/doc/). Vielleicht möchten Sie das Handbuch aber auch durchsuchen. &chap.preface; Erste Schritte Dieser Teil des &os;-Handbuchs richtet sich an Benutzer und Administratoren für die &os; neu ist. Diese Kapitel geben Ihnen eine Einführung in &os;, geleiten Sie durch den Installationsprozess, erklären Ihnen die Grundlagen von &unix; Systemen, zeigen Ihnen, wie Sie die Fülle der erhältlichen Anwendungen Dritter installieren und führen Sie in X, der Benutzeroberfläche von &unix; Systemen ein. Es wird gezeigt, wie Sie den Desktop konfigurieren, um effektiver arbeiten zu können. Wir haben uns bemüht, Referenzen auf weiter vorne liegende Textteile auf ein Minimum zu beschränken, so dass Sie diesen Teil des Handbuchs ohne viel Blättern durcharbeiten können. &chap.introduction; &chap.install; &chap.bsdinstall; &chap.basics; &chap.ports; &chap.x11; Oft benutzte Funktionen Nach den Grundlagen beschäftigt sich das &os;-Handbuch mit oft benutzten Funktionen von &os;. Die Kapitel behandeln die nachstehenden Themen: Zeigen Ihnen beliebte und nützliche Werkzeuge wie Browser, Büroanwendungen und Programme zum Anzeigen von Dokumenten. Zeigen Ihnen Multimedia-Werkzeuge für &os;. Erklären den Bau eines angepassten &os;-Kernels, der die Systemfunktionen erweitert. Beschreiben ausführlich das Drucksystem, sowohl für direkt angeschlossene Drucker als auch für Netzwerkdrucker. Erläutern, wie Sie Linux-Anwendungen auf einem &os;-System laufen lassen. Damit Sie einige Kapitel verstehen, sollten Sie vorher andere Kapitel gelesen haben. Die Übersicht zu jedem Kapitel zählt die Voraussetzungen für das erolgreiche Durcharbeiten des Kapitels auf. &chap.desktop; &chap.multimedia; &chap.kernelconfig; &chap.printing; &chap.linuxemu; Systemadministration Die restlichen Kapitel behandeln alle Aspekte der &os; Systemadministration. Am Anfang jedes Kapitels finden Sie eine Zusammenfassung, die beschreibt, was Sie nach dem Durcharbeiten des Kapitels gelernt haben. Weiterhin werden die Voraussetzungen beschrieben, die für das Durcharbeiten des Kapitels erforderlich sind. Diese Kapitel sollten Sie lesen, wenn Sie die Informationen darin benötigen. Sie brauchen Sie nicht in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen, noch müssen Sie die Kapitel lesen, bevor Sie anfangen, &os; zu benutzen. &chap.config; &chap.boot; &chap.users; &chap.security; &chap.jails; &chap.mac; &chap.audit; &chap.disks; &chap.geom; &chap.zfs; &chap.filesystems; &chap.virtualization; &chap.l10n; &chap.cutting-edge; &chap.dtrace; Netzwerke &os; ist eins der meist benutzten Betriebssysteme für leistungsfähige Netzwerkserver. Die Kapitel in diesem Teil behandeln die nachstehenden Themen: Serielle Datenübertragung PPP und PPP over Ethernet Electronic-Mail Den Betrieb von Netzwerkdiensten Firewalls Weiterführende Netzwerkthemen Diese Kapitel sollten Sie lesen, wenn Sie die Informationen darin benötigen. Sie brauchen Sie nicht in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen, noch müssen Sie die Kapitel lesen, bevor Sie anfangen, &os; zu benutzen. &chap.serialcomms; &chap.ppp-and-slip; &chap.mail; &chap.network-servers; &chap.firewalls; &chap.advanced-networking; Anhang &chap.mirrors; &chap.bibliography; &chap.eresources; &chap.pgpkeys; &chap.freebsd-glossary; &chap.index; &chap.colophon; Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/x11/chapter.xml =================================================================== --- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/x11/chapter.xml (revision 47321) +++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/x11/chapter.xml (revision 47322) @@ -1,1789 +1,1789 @@ Das X-Window-System KenTomErweitert um X.Orgs X11-Server von MarcFonvieille MartinHeinenÜbersetzt von Übersicht Mit X11 steht unter &os; eine leistungsfähige frei verfügbare grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung, die in &xorg; (sowie in weiteren, hier nicht diskutierten Varianten) implementiert wurde. &xorg; von der X.Org Foundation ist der voreingestellte Standard-X11-Server, der unter einer Lizenz ähnlich der von &os; steht. Auskunft über von X11 unterstützte Video-Hardware gibt die Webseite &xorg;. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie die Komponenten des X-Window-Systems und ihr Zusammenspiel kennen. Wissen, wie X11 installiert und konfiguriert wird. Wissen, wie Sie verschiedene Window-Manager installieren und benutzen. Wissen, wie &truetype;-Schriftarten mit X11 benutzt werden. Wissen, wie Sie die grafische Anmeldung (XDM) einrichten. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie wissen, wie Sie Software Dritter installieren (). X-Grundlagen Anwendern anderer grafischer Benutzeroberflächen, wie µsoft.windows; oder &macos;, kommt X beim ersten Mal oft befremdlich vor. Man braucht kein weitreichendes Verständnis der X-Komponenten und Ihres Zusammenspiels, um X anzuwenden. Um die Stärken von X auszunutzen, sollten Sie allerdings die Grundlagen verstehen. Warum heißt es X? X ist nicht die erste grafische Benutzeroberfläche, die für &unix; geschrieben wurde. Die Entwickler von X arbeiteten vorher an einem anderen System, das W (von engl. window: Fenster) hieß. X ist schlicht der nächste Buchstabe im Alphabet. X wird X, X-Window-System oder X11 genannt. Sagen Sie bitte nicht X-Windows: das kommt bei einigen Leuten schlecht an (die Hilfeseite &man.X.7; führt dies näher aus). Das Client/Server-Modell von X X wurde von Anfang an netzwerktransparent entworfen und verwendet ein Client-Server-Modell. In diesem Modell läuft der Server auf dem Rechner, an dem die Tastatur, der Bildschirm und die Maus angeschlossen ist. Der Server ist für Dinge wie die Verwaltung des Bildschirms und die Verarbeitung von Tastatur- und Maus-Eingaben sowie anderer Ein- und Ausgabegeräte (beispielsweise könnte ein Tablet zur Eingabe oder ein Videoprojektor zur Ausgabe verwendet werden) verantwortlich. Jede X-Anwendung, beispielsweise ein XTerm oder Firefox ist ein Client. Der Client sendet dem Server Nachrichten wie Zeichne an diesen Koordinaten ein Fenster und der Server sendet dem Client Nachrichten der Art Der Benutzer hat gerade den Ok-Knopf gedrückt. In kleinen Umgebungen laufen der X-Server und die X-Clients auf demselben Rechner. Es ist aber durchaus möglich, den X-Server auf einem weniger leistungsfähigen Arbeitsplatzrechner laufen zu lassen und die X-Anwendungen (die Clients) auf dem leistungsfähigen und teuren Server der Arbeitsgruppe zu betreiben. In diesem Fall kommunizieren der X-Server und die X-Clients über das Netz. Dieses Modell verwirrt viele Leute, die erwarten, dass der X-Server der dicke Rechner im Maschinenraum und der X-Client ihr Arbeitsplatzrechner ist. Merken Sie sich einfach, dass der X-Server der Rechner mit dem Bildschirm und der Maus ist und die X-Clients Programme sind, die in den Fenstern laufen. Das X-Protokoll ist unabhängig vom verwendeten Betriebssystem und Rechnertyp. Ein X-Server kann durchaus auch unter µsoft.windows; oder Apples &macos; betrieben werden, wie viele kostenlose und kommerzielle Anwendungen zeigen. Der Window-Manager Die X-Philosophie Werkzeuge statt Richtlinien ist wie die UNIX-Philosophie. Es wird nicht vorgeschrieben, wie eine Aufgabe zu lösen ist, stattdessen erhält der Benutzer Werkzeuge, über die er frei verfügen kann. Dies geht so weit, dass X nicht bestimmt, wie Fenster auf dem Bildschirm auszusehen haben, wie sie mit der Maus zu verschieben sind, welche Tastenkombination benutzt werden muss, um zwischen den Fenstern zu wechseln (z.B. Alt Tab unter µsoft.windows;), oder ob die Fensterrahmen Schaltflächen zum Schließen haben. X gibt die Verantwortung für all diese Sachen an eine Anwendung ab, die Window-Manager genannt wird. Unter X gibt es zahlreiche Window-Manager. Jeder dieser Window-Manager sieht anders aus: Manche stellen virtuelle Bildschirme zur Verfügung, in anderen lassen sich die Tastenkombinationen zur Verwaltung des Bildschirms anpassen, einige besitzen eine Startleiste oder etwas Ähnliches und in manchen lässt sich das Aussehen und Verhalten über die Anwendung von Themes beliebig einstellen. Window-Manager finden Sie in der Kategorie x11-wm der Ports-Sammlung. Die grafischen Benutzeroberflächen KDE und GNOME besitzen eigene Window-Manager, die in den grafischen Arbeitsplatz integriert sind. Die Window-Manager werden unterschiedlich konfiguriert. Einige erwarten eine manuell erstellte Konfigurationsdatei, andere bieten grafische Werkzeuge für die meisten Konfigurationsarbeiten an. Die Konfigurationsdatei von Sawfish ist sogar in einem Lisp-Dialekt geschrieben. Fokus Der Window-Manager ist für die Methode, mit der ein Fenster den Fokus bekommt, verantwortlich. Jedes System, das Fenster verwendet, muss entscheiden, wie ein Fenster aktiviert wird, damit es Eingaben empfangen kann. Das aktive Fenster sollte zudem sichtbar gekennzeichnet werden. Eine geläufige Methode, den Fokus zu wechseln, wird click-to-focus genannt. Die Methode wird in µsoft.windows; benutzt: Ein Fenster wird aktiv, wenn es mit der Maus angeklickt wird. X legt nicht fest, wie der Fokus einzustellen ist, stattdessen bestimmt der Window-Manager welches Fenster den Fokus zu einem gegebenen Zeitpunkt erhält. Alle Window-Manager stellen die Methode click-to-focus bereit, die meisten stellen auch noch andere Methoden bereit. Verbreitete Methoden, den Fokus einzustellen, sind: focus-follows-mouse Den Fokus hat das Fenster, unter dem sich der Mauszeiger befindet. Das muss nicht unbedingt das Fenster, sein, das sich vorne befindet. Wird der Mauszeiger in ein anderes Fenster bewegt, so erhält dieses Fenster den Fokus, ohne das es angeklickt werden muss. sloppy-focus Diese Methode erweitert die Methode focus-follows-mouse. Wenn die Maus mit focus-follows-mouse aus dem Fenster auf die Oberfläche bewegt wird, verliert das aktive Fenster den Fokus. Da dann kein Fenster mehr den Fokus hat, gehen alle Eingaben verloren. Die Methode sloppy-focus wechselt den Fokus nur, wenn sich der Mauszeiger in ein neues Fenster bewegt und nicht, wenn er das aktive Fenster verlässt. click-to-focus Das aktive Fenster wird durch einen Mausklick festgelegt (dabei kann das Fenster vor alle anderen Fenster gesetzt werden). Alle Eingaben werden dann, unabhängig von der Position des Mauszeigers, dem aktiven Fenster zugeordnet. Viele Window-Manager unterstützen noch andere Methoden, so wie Abwandlungen der hier vorgestellten Methoden. Schauen Sie sich dazu bitte die Hilfeseiten Ihres Window-Managers an. Widgets Die X-Philosophie dehnt sich auch auf die Widgets aus, die von den Anwendungen benutzt werden. Ein Widget bezeichnet Objekte, die manipuliert werden können, wie buttons (Schaltflächen), check buttons (Mehrfachauswahlknopf), radio buttons (Einfachauswahlknopf), Icons und Auswahllisten. Unter µsoft.windows; werden Widgets Controls genannt. µsoft.windows; und Apples &macos; geben strenge Richtlinien für Widgets vor: Von den Entwicklern wird erwartet, dass Sie Anwendungen mit einheitlichem Aussehen und einheitlicher Bedienung (look and feel) entwickeln. X gibt weder einen Stil noch Widgets vor, die benutzt werden müssen. Erwarten Sie daher nicht, dass alle X-Anwendungen gleich aussehen oder sich gleich bedienen lassen. Es gibt mehrere verbreitete Widget-Sammlungen, einschließlich Qt, das von KDE benutzt wird, und GTK+, das von GNOME benutzt wird. Damit wird eine gewisse Einheitlichkeit in Bedienung und Aussehen des &unix;-Desktops erreicht, die sicher neuen Benutzern die Arbeit erleichtert. X11 installieren &xorg; ist der X-Server unter &os;. &xorg; ist der von der X.Org Foundation herausgegebene X-Server des Open-Source X Window Systems. &xorg; beruht auf &xfree86; 4.4RC2 und X11R6.6. Derzeit ist die Version &xorg.version; von &xorg; in der Ports-Sammlung vorhanden. Die nachstehenden Kommandos bauen und installieren &xorg; aus der Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/x11/xorg &prompt.root; make install clean Der komplette Bau von &xorg; benötigt mindestens 4 GB freien Plattenplatz. Mit &man.pkg.add.1; können Sie X11 direkt von fertigen Paketen installieren. Wenn &man.pkg.add.1; die Pakete herunterlädt, lassen Sie die Versionsnummer aus. &man.pkg.add.1; holt automatisch die aktuelle Version eines Pakets. Das &xorg;-Paket holen und installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r xorg Die obigen Beispiele installieren die vollständige X11-Distribution, die unter anderem Server, Clients und Fonts enthält. Für die einzelnen Teile der Distribution gibt es ebenfalls separate Pakete. Alternativ können Sie x11/xorg-minimal verwenden, um eine minimale X11-Distribution zu installieren. Der Rest dieses Kapitels erklärt, wie Sie X11 konfigurieren und sich eine Arbeitsumgebung einrichten. X11 konfigurieren ChristopherShumwayBeigetragen von &xorg; X11 Vorarbeiten In den meisten Fällen ist X11 selbstkonfigurierend. Für diejenigen, die ältere oder ungewöhnliche Hardware besitzen, kann es vor Beginn der Konfiguration hilfreich sein, einige Informationen zur Hardware zu sammeln. die Monitor-Synchronisationsfrequenzen den Grafikkarten-Chipsatz die Speichergröße der Grafikkarte horizontale Synchronisationsfrequenz horizontale Abtastrate horizontale Synchronisationsfrequenz Wiederholrate vertikale Synchronisationsfrequenz Wiederholrate vertikale Abtastrate Wiederholrate Bildschrimauflösung und Bildwiederholfrequenz werden durch die horizontale und vertikale Synchronisationsfrquenz des Monitors bestimmt. Fast alle Monitore unterstüzten die automatische Erkennung dieser Werte. Einige Monitore stellen keine Werte bereit, die Spezifikationen müssen aus dem Handbuch oder von der Hersteller-Webseite ermittelt werden. Der Chipsatz der Grafikkarte wird ebenfalls automatisch erkannt, um den richtigen Grafiktreiber zu bestimmen. Dennoch ist es für den Benutzer vorteilhaft, den installierten Chipsatz zu kennen, falls die automatische Erkennung nicht die gewünschten Ergebnisse liefert. Die Größe des Grafikspeichers bestimmt die maximale Auflösung und Farbtiefe, die angezeigt werden kann. X11 konfigurieren &xorg; verwendet HAL, um Tastaturen und Mäuse automatisch zu erkennen. Die Ports sysutils/hal und devel/dbus werden als Abhängigkeiten von x11/xorg installiert, müssen aber durch die folgenden Einträge in /etc/rc.conf aktiviert werden: hald_enable="YES" dbus_enable="YES" Diese Dienste sollten (entweder manuell oder durch einen Neustart) gestartet werden, bevor mit der weiteren Konfiguration oder Verwendung von &xorg; begonnen wird. &xorg; kann oft schon ohne weitere Konfigurationsschritte laufen, indem am Prompt folgendes eingegeben wird: &prompt.user; startx Die automatische Konfiguration kann mit bestimmter Hardware fehlschlagen oder gewisse Dinge nicht so einrichten, wie gewünscht. In diesen Fällen ist eine manuelle Konfiguration notwendig. Grafische Oberflächen wie GNOME, KDE oder Xfce besitzen eigene Werkzeuge, die es dem Benutzer erlauben, auf einfache Art und Weise die Bildschirmparameter wie die Auflösung zu ändern. Falls die Standardkonfiguration für Sie nicht akzeptabel ist und die Installation einer grafischen Oberfläche geplant ist, fahren Sie damit fort und benutzen Sie dann das entsprechende Werkzeug für die Bildschirmeinstellungen. Die X11 Konfiguration spielt sich in mehreren Schritten ab. Dazu erstellen Sie als erstes eine Vorgabe für die Konfigurationsdatei. Setzen Sie dazu als root den folgenden Befehl ab: &prompt.root; Xorg -configure Die Vorgabe-Konfiguration wird dann unter dem Namen xorg.conf.new im Verzeichnis /root gespeichert (das verwendete Verzeichnis wird durch die Umgebungsvariable $HOME bestimmt und hängt davon ab, wie Sie zu root gewechselt sind). X11 hat in diesem Schritt versucht, die Grafik-Hardware des Systems zu erkennen und eine Konfigurationsdatei ausgeschrieben, die zur Hardware passende Treiber lädt. Im nächsten Schritt wird geprüft, ob &xorg; die Grafik-Hardware des Systems verwenden kann. Setzen Sie dazu den folgenden Befehl ab: &prompt.root; Xorg -config xorg.conf.new -retro Wenn jetzt ein graues Raster und der X-Mauszeiger erscheinen, war die Konfiguration erfolgreich. Beenden Sie den Test, indem Sie auf die virtuelle Konsole wechseln, die Sie verwendet haben, um den Test zu starten, durch gleichzeitiges drücken von Ctrl Alt Fn (F1 für die erste virtuelle Konsole) und drücken anschliessend Ctrl C . Die Tastenkombination Ctrl Alt Backspace kann verwendet werden, um &xorg; zu beenden. Um diese zu aktivieren, fügen geben Sie entweder den folgenden Befehl von einem X-Terminalemulator ein: &prompt.user; setxkbmap -option terminate:ctrl_alt_bksp oder erstellen Sie eine Tastaturkonfigurationsdatei für hald, x11-input.fdi genannt, und legen Sie diese im Verzeichnis /usr/local/etc/hal/fdi/policy ab. Diese Datei sollte die folgenden Zeilen enthalten: <?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?> <deviceinfo version="0.2"> <device> <match key="info.capabilities" contains="input.keyboard"> <merge key="input.x11_XkbOptions" type="string">terminate:ctrl_alt_bksp</merge> </match> </device> </deviceinfo> Sie müssen anschliessend ihren Computer neu starten, um hald zu zwingen, diese Datei einzulesen. Die folgende Zeile muss ebenfalls zu xorg.conf.new hinzugefügt werden, entweder in den Abschnitt ServerLayout oder ServerFlags: Option "DontZap" "off" Wenn die Maus nicht funktioniert, prüfen Sie, ob die Maus konfiguriert wurde. Die Mauskonfiguration wird in im &os;-Installationskapitel beschrieben. In neueren &xorg;-Versionen werden die InputDevice-Abschnitte in xorg.conf ignoriert, um stattdessen die automatisch erkannten Geräte zu verwenden. Um das alte Verhalten wiederherzustellen, fügen Sie die folgende Zeile zum ServerLayout- oder dem ServerFlags-Abschnitt dieser Datei hinzu: Option "AutoAddDevices" "false" Eingabegeräte können dann wie in den vorherigen Versionen konfiguriert werden, zusammen mit anderen benötigen Optionen (z.B. wechseln des Tastaturlayouts). Wie zuvor erwähnt, wird standardmässig der hald-Dienst automatisch Ihre Tastatur erkennen. Es kann passieren, dass ihr Tastaturlayout oder das Modell nicht korrekt erkannt wird. Grafische Oberflächen wie GNOME, KDE oder Xfce stellen Werkzeuge für die Konfiguration der Tastatur bereit. Es ist allerdings auch möglich, die Tastatureigenschaften direkt zu setzen, entweder mit Hilfe von &man.setxkbmap.1; oder mit einer Konfigurationsregel von hald. Wenn Sie zum Beispiel eine PC 102-Tasten Tastatur mit französischem Layout verwenden möchten, mössen Sie eine Tastaturkonfigurationsdatei für hald, genannt x11-input.fdi, im Verzeichnis /usr/local/etc/hal/fdi/policy ablegen. Diese Datei sollte die folgenden Zeilen enthalten: <?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?> <deviceinfo version="0.2"> <device> <match key="info.capabilities" contains="input.keyboard"> <merge key="input.x11_options.XkbModel" type="string">pc102</merge> <merge key="input.x11_options.XkbLayout" type="string">fr</merge> </match> </device> </deviceinfo> Wenn diese Datei bereits existiert, kopieren Sie nur die Zeilen in diese Datei, welche die Tastaturkonfiguration betreffen. Sie mössen Ihren Computer neu starten, um hald zu zwingen, diese Datei einzulesen. Es ist möglich, die gleiche Konfiguration von einem X-Terminal oder einem Skript über den folgenden Befehl heraus zu tätigen: &prompt.user; setxkbmap -model pc102 -layout fr Die Datei /usr/local/share/X11/xkb/rules/base.lst listet die verschiedenen Tastatur- und Layoutoptionen auf, die Ihnen zur Verfügung stehen. X11 anpassen Die Konfigurationsdatei xorg.conf.new kann nun an bestimmte Bedürfnisse angepasst werden. Öffnen Sie die Datei in einem Editor, wie &man.emacs.1; oder &man.ee.1;. Falls der Monitor ein älteres oder ungewöhnliches Modell ist und keine automatische Erkennung unterstützt, können die Synchronisationsfrequenzen im Abschnitt "Monitor" der xorg.conf.new eingetragen werden. Section "Monitor" Identifier "Monitor0" VendorName "Monitor Vendor" ModelName "Monitor Model" HorizSync 30-107 VertRefresh 48-120 EndSection Die meisten Monitore unterstützen die automatische Erkennung der Synchronisationsfrequenzen, so dass eine manuelle Eingabe der Werte nicht erforderlich ist. Für die wenigen Monitore, die keine automatische Erkennung unterstützen, sollten nur Werte eingegeben werden, die durch den Hersteller zur Verfügung gestellt werden, um einen möglichen Schaden zu vermeiden. X unterstützt die Energiesparfunktionen (DPMS, Energy Star) Ihres Monitors. Mit &man.xset.1; können Sie Zeitschranken für die DPMS-Modi standby, suspend, off vorgeben, oder diese zwingend aktivieren. Die DPMS-Funktionen können Sie mit der nachstehenden Zeile im "Monitor"-Abschnitt aktivieren: Option "DPMS" xorg.conf Die gewünschte Auflösung und Farbtiefe stellen Sie im Abschnitt "Screen" ein: Section "Screen" Identifier "Screen0" Device "Card0" Monitor "Monitor0" DefaultDepth 24 SubSection "Display" Viewport 0 0 Depth 24 Modes "1024x768" EndSubSection EndSection Mit DefaultDepth wird die Farbtiefe des X-Servers vorgegeben. Mit der Option -depth von &man.Xorg.1; lässt sich die vorgegebene Farbtiefe überschreiben. Modes gibt die Auflösung für die angegebene Farbtiefe an. Die Farbtiefe im Beispiel beträgt 24 Bits pro Pixel, die zugehörige Auflösung ist 1024x768 Pixel. Beachten Sie, dass in der Voreinstellung nur Standard-VESA-Modi der Grafikkarte angegeben werden können. Sichern Sie die Konfigurationsdatei und testen Sie die Konfiguration wie oben beschrieben. Bei der Fehlersuche sind Ihnen die Protokolle des X11-Servers behilflich. In den Protokollen wird die gefundene Graphik-Hardware protokolliert. Die Protokolle von &xorg; heißen /var/log/Xorg.0.log. Die Dateinamen enthalten eine laufende Nummer, der Name variiert daher von Xorg.0.log zu Xorg.8.log. Wenn alles funktioniert hat, installieren Sie die Datei an einen Ort, an dem &man.Xorg.1; sie findet. Normalerweise wird die Konfigurationsdatei unter /etc/X11/xorg.conf oder /usr/local/etc/X11/xorg.conf gespeichert: &prompt.root; cp xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf Damit ist die X11-Konfiguration beendet und &xorg; kann nun mithilfe von &man.startx.1; gestartet werden. Alternativ können Sie X11 auch mit &man.xdm.1; starten. Spezielle Konfigurationen Konfiguration des &intel; <literal>i810</literal> Graphics Chipsets Intel i810 Chipset Der &intel; i810-Chipset benötigt den Treiber agpgart, die AGP-Schnittstelle von X11. Weitere Informationen finden sich in &man.agp.4;. Ab jetzt kann die Hardware wie jede andere Grafikkarte auch konfiguriert werden. Der Treiber &man.agp.4; kann nicht nachträglich mit &man.kldload.8; in einen laufenden Kernel geladen werden. Er muss entweder fest im Kernel eingebunden sein oder beim Systemstart über /boot/loader.conf geladen werden. Einen Widescreen-Monitor einsetzen Widescreen-Monitor, Konfiguration Dieser Abschnitt geht über die normalen Konfigurationsarbeiten hinaus und setzt einiges an Vorwissen voraus. Selbst wenn die Standardwerkzeuge zur X-Konfiguration bei diesen Geräten nicht zum Erfolg führen, sollten sich in den Logdateien genug Informationen finden, mit denen Sie letztlich doch einen funktionierenden X-Server konfigurieren können. Alles, was Sie dazu noch benötigen, ist ein Texteditor. Aktuelle Widescreen-Formate (wie WSXGA, WSXGA+, WUXGA, WXGA, WXGA+, und andere mehr) unterstützen Seitenverhältnisse wie 16:10 oder 10:9, die unter X Probleme verursachen können. Bei einem Seitenverhältnis von 16:10 sind beispielsweise folgende Auflösungen möglich: 2560x1600 1920x1200 1680x1050 1440x900 1280x800 Diese Konfiguration könnte so einfach sein wie das zusätzliche Anlegen eines Eintrags einer dieser Auflösungen als ein möglicher Mode in Section "Screen": Section "Screen" Identifier "Screen0" Device "Card0" Monitor "Monitor0" DefaultDepth 24 SubSection "Display" Viewport 0 0 Depth 24 Modes "1680x1050" EndSubSection EndSection &xorg; ist normalerweise intelligent genug, um die Informationen zu den erlaubten Auflösungen über I2C/DDC zu beziehen, und weiß daher, welche Auflösungen und Frequenzen Ihr Widescreen-Monitor unterstützt. Wenn diese ModeLines in den Treiberdateien nicht vorhanden sind, kann es sein, dass Sie &xorg; beim Finden der korrekten Werte unterstützen müssen. Dazu extrahieren Sie die benötigten Informationen aus der Datei /var/log/Xorg.0.log und erzeugen daraus eine funktionierende ModeLine. Dazu suchen Sie in dieser Datei nach Zeilen ähnlich den folgenden: (II) MGA(0): Supported additional Video Mode: (II) MGA(0): clock: 146.2 MHz Image Size: 433 x 271 mm (II) MGA(0): h_active: 1680 h_sync: 1784 h_sync_end 1960 h_blank_end 2240 h_border: 0 (II) MGA(0): v_active: 1050 v_sync: 1053 v_sync_end 1059 v_blanking: 1089 v_border: 0 (II) MGA(0): Ranges: V min: 48 V max: 85 Hz, H min: 30 H max: 94 kHz, PixClock max 170 MHz Diese Informationen werden auch als EDID-Informationen bezeichnet. Um daraus eine funktionierende ModeLine zu erzeugen, müssen Sie lediglich die Zahlen in die korrekte Reihenfolge bringen: ModeLine <name> <clock> <4 horiz. timings> <4 vert. timings> Die korrekte ModeLine in Section "Monitor" würde für dieses Beispiel folgendermaßen aussehen: Section "Monitor" Identifier "Monitor1" VendorName "Bigname" ModelName "BestModel" ModeLine "1680x1050" 146.2 1680 1784 1960 2240 1050 1053 1059 1089 Option "DPMS" EndSection Nachdem diese Äderungen durchgeführt sind, sollte X auch auf Ihrem neuen Widescreen-Monitor starten. Schriftarten in X11 benutzen MurrayStokelyBeigetragen von Type 1 Schriftarten Die Schriftarten, die mit X11 geliefert werden, eignen sich ganz und gar nicht für Desktop-Publishing-Anwendungen. Große Schriftarten zeigen bei Präsentationen deutliche Treppenstufen und die kleinen - Schriftarten in &netscape; sind fast + Schriftarten sind fast unleserlich. Es gibt allerdings mehrere hochwertige Type 1 Schriftarten (&postscript;), die mit X11 benutzt werden können. Beispielsweise enthalten die URW-Schriftarten (x11-fonts/urwfonts) hochwertige Versionen gängiger Type 1 Schriftarten (zum Beispiel Times Roman, Helvetica, Palatino). Die Sammlung Freefonts (x11-fonts/freefonts) enthält noch mehr Schriftarten, doch sind diese für den Einsatz in Grafik-Programmen wie The Gimp gedacht. Es fehlen auch einige Schriftarten, sodass sich die Sammlung nicht für den alltäglichen Gebrauch eignet. Weiterhin kann X11 leicht so konfiguriert werden, dass es &truetype;-Schriftarten verwendet. Mehr dazu erfahren Sie in der Hilfeseite &man.X.7; und im Abschnitt &truetype; Schriftarten. Die Type 1 Schriftarten lassen sich aus der Ports-Sammlung wie folgt installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/x11-fonts/urwfonts &prompt.root; make install clean Analog lassen sich Freefont und andere Sammlungen installieren. Die neuen Schriftarten müssen Sie in die Konfigurationsdatei des X-Servers im Verzeichnis /etc/X11 eintragen. Die Konfigurationsdatei von &xorg; heißt xorg.conf. Fügen Sie die folgende Zeile hinzu: FontPath "/usr/local/lib/X11/fonts/URW/" Sie können aber auch in der X-Sitzung das folgende Kommando absetzen: &prompt.user; xset fp+ /usr/local/lib/X11/fonts/URW &prompt.user; xset fp rehash Dann kennt der X-Server die neuen Schriftarten nur bis zum Ende der Sitzung. Wenn die Änderung dauerhaft sein soll, müssen Sie die Kommandos in ~/.xinitrc eintragen, wenn Sie X mit startx starten, oder in ~/.xsession, wenn Sie XDM benutzen. Sie können die Schriftarten auch in die neue Datei /usr/local/etc/fonts/local.conf, die im Abschnitt Anti-aliasing beschrieben wird, eintragen. &truetype;-Schriftarten TrueType-Schriftarten Schriftarten TrueType &xorg; kann &truetype;-Schriftarten mithilfe von zwei Modulen darstellen. Im folgenden Beispiel wird das Freetype-Modul benutzt, da es besser mit anderen Werkzeugen, die &truetype;-Schriftarten darstellen, übereinstimmt. Das Freetype-Modul aktivieren Sie im Abschnitt "Module" von /etc/X11/xorg.conf durch Einfügen der Zeile: Load "freetype" Erstellen Sie ein Verzeichnis für die &truetype;-Schriftarten (z.B. /usr/local/lib/X11/fonts/TrueType) und kopieren Sie alle Schriftarten dorthin. Die Schriftarten müssen im &unix;/&ms-dos;/&windows;-Format vorliegen, Schriftarten von einem &macintosh; können Sie nicht direkt übernehmen. Die Schriftarten müssen noch im Katalog fonts.dir erfasst werden. Den Katalog erzeugen Sie mit dem Kommando ttmkfdir aus dem Port x11-fonts/ttmkfdir: &prompt.root; cd /usr/local/lib/X11/fonts/TrueType &prompt.root; ttmkfdir -o fonts.dir Geben Sie dem System das &truetype;-Verzeichnis, wie im Abschnitt Type 1 Schriftarten beschrieben, bekannt: &prompt.user; xset fp+ /usr/local/lib/X11/fonts/TrueType &prompt.user; xset fp rehash Oder fügen Sie eine FontPath-Zeile in die Datei xorg.conf ein. - Das war's. Jetzt sollten &netscape;, - Gimp, &staroffice; + Das war's. Jetzt sollten Gimp, + Apache OpenOffice und alle anderen X-Anwendungen die &truetype;-Schriftarten benutzen. Extrem kleine Schriftarten (Webseiten, die mit hoher Auflösung betrachtet werden) und sehr große Schriftarten (in &staroffice;) sollten jetzt viel besser aussehen. Anti-aliasing Joe MarcusClarkeAktualisiert von Anti-aliasing Schriftarten Anti-aliasing Alle Schriftarten in X11, die in den Verzeichnissen /usr/local/lib/X11/fonts/ und ~/.fonts/ gefunden werden, werden automatisch für Anti-aliasing an Anwendungen zur Verfügung gestellt, die Xft beherrschen. Die meisten aktuellen Anwendungen beherrschen Xft, dazu gehören auch KDE, GNOME und Firefox. In der Datei /usr/local/etc/fonts/local.conf werden die Schriftarten, die mit dem Anti-aliasing-Verfahren benutzt werden sollen und die Eigenschaften des Verfahrens festgelegt. In diesem Abschnitt wird nur die grundlegende Konfiguration von Xft beschrieben. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.fonts-conf.5;. XML Die Datei local.conf ist ein XML-Dokument. Achten Sie beim Editieren der Datei daher auf die richtige Groß- und Kleinschreibung und darauf, dass alle Tags geschlossen sind. Die Datei beginnt mit der üblichen XML-Deklaration gefolgt von einer DOCTYPE-Definition und dem <fontconfig>-Tag: <?xml version="1.0"?> <!DOCTYPE fontconfig SYSTEM "fonts.dtd"> <fontconfig> Wie vorher erwähnt, stehen schon alle Schriftarten in /usr/local/lib/X11/fonts/ und ~/.fonts/ für Anwendungen, die Xft unterstützen, zur Verfügung. Wenn Sie ein Verzeichnis außerhalb dieser beiden Bäume benutzen wollen, fügen Sie eine Zeile wie die nachstehende zu /usr/local/etc/fonts/local.conf hinzu: <dir>/path/to/my/fonts</dir> Wenn Sie neue Schriftarten hinzugefügt haben, müssen Sie den Schriftarten-Cache neu aufbauen: &prompt.root; fc-cache -f Das Anti-aliasing-Verfahren zeichnet Ränder leicht unscharf, dadurch werden kleine Schriften besser lesbar und der Treppenstufen-Effekt bei wird großen Schriften vermieden. Auf normale Schriftgrößen sollte das Verfahren aber nicht angewendet werden, da dies die Augen zu sehr anstrengt. Um kleinere Schriftgrößen als 14 Punkt von dem Verfahren auszunehmen, fügen Sie in local.conf die nachstehenden Zeilen ein: <match target="font"> <test name="size" compare="less"> <double>14</double> </test> <edit name="antialias" mode="assign"> <bool>false</bool> </edit> </match> <match target="font"> <test name="pixelsize" compare="less" qual="any"> <double>14</double> </test> <edit mode="assign" name="antialias"> <bool>false</bool> </edit> </match> Schriftarten Abstände Das Anti-aliasing-Verfahren kann die Abstände einiger Fixschriften falsch darstellen, dies fällt besonders unter KDE auf. Sie können das Problem umgehen, indem Sie die Abstände dieser Schriften auf den Wert 100 festsetzen. Fügen Sie die nachstehenden Zeilen hinzu: <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>fixed</string> </test> <edit name="family" mode="assign"> <string>mono</string> </edit> </match> <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>console</string> </test> <edit name="family" mode="assign"> <string>mono</string> </edit> </match> Damit werden die Namen der gebräuchlichen Fixschriften auf "mono" abgebildet. Für diese Schriften setzen Sie dann den Abstand fest: <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>mono</string> </test> <edit name="spacing" mode="assign"> <int>100</int> </edit> </match> Bestimmte Schriftarten, wie Helvetica, können Probleme mit dem Anti-Aliasing-Verfahren verursachen. In der Regel erscheinen diese Schriftarten dann vertikal halbiert. Im schlimmsten Fall stürzen Anwendungen als Folge davon ab. Sie vermeiden dies, indem Sie betroffene Schriftarten in local.conf von dem Verfahren ausnehmen: <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>Helvetica</string> </test> <edit name="family" mode="assign"> <string>sans-serif</string> </edit> </match> Wenn Sie local.conf editiert haben, stellen Sie bitte sicher, dass die Datei mit dem Tag </fontconfig> endet. Ist das nicht der Fall, werden die Änderungen nicht berücksichtigt. Benutzer können eigene Einstellungen in der Datei ~/.fonts.conf vornehmen. Achten Sie auch hier auf die richtige XML-Syntax. LCD Schriftarten auf einem LCD Mit einem LCD können Sie sub-pixel sampling anstelle von Anti-aliasing einsetzen. Dieses Verfahren behandelt die horizontal getrennten Rot-, Grün- und Blau-Komponenten eines Pixels gesondert und verbessert damit (teilweise sehr wirksam) die horizontale Auflösung. Die nachstehende Zeile in local.conf aktiviert diese Funktion: <match target="font"> <test qual="all" name="rgba"> <const>unknown</const> </test> <edit name="rgba" mode="assign"> <const>rgb</const> </edit> </match> Abhängig von der Art Ihres Bildschirms müssen Sie anstelle von rgb eines der folgenden verwenden: bgr, vrgb oder vbgr. Experimentieren Sie und vergleichen, was besser aussieht. Der X-Display-Manager SethKingsleyBeigetragen von Einführung X-Display-Manager Der X-Display-Manager (XDM), eine optionale Komponente des X-Window-Systems, verwaltet Sitzungen. Er kann mit vielen Komponenten, wie minimal ausgestatteten X-Terminals, Arbeitsplatz-Rechnern und leistungsfähigen Netzwerkservern, nutzbringend eingesetzt werden. Da das X-Window-System netzwerktransparent ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, X-Clients und X-Server auf unterschiedlichen Rechnern im Netz laufen zu lassen. XDM stellt eine grafische Anmeldemaske zur Verfügung, in der Sie den Rechner, auf dem eine Sitzung laufen soll, auswählen können und in der Sie die nötigen Autorisierungs-Informationen, wie Benutzername und Passwort, eingeben können. Die Funktion des X-Display-Managers lässt sich mit der von &man.getty.8; (siehe ) vergleichen. Er meldet den Benutzer am ausgesuchten System an, startet ein Programm (meist einen Window-Manager) und wartet darauf, dass dieses Programm beendet wird, das heißt der Benutzer die Sitzung beendet hat. Nachdem die Sitzung beendet ist, zeigt XDM den grafischen Anmeldebildschirm für den nächsten Benutzer an. XDM einrichten Um XDM verwenden zu können, installieren Sie den Port x11/xdm (dieser wird standardmässig nicht in aktuellen &xorg;-Versionen mitinstalliert). Der XDM-Dæmon befindet sich dann in /usr/local/bin/xdm und kann jederzeit von root gestartet werden. Er verwaltet dann den X-Bildschirm des lokalen Rechners. XDM lässt sich bequem mit einem Eintrag in /etc/ttys (siehe ) bei jedem Start des Rechners aktivieren. In /etc/ttys sollte schon der nachstehende Eintrag vorhanden sein: ttyv8 "/usr/local/bin/xdm -nodaemon" xterm off secure In der Voreinstellung ist dieser Eintrag nicht aktiv. Um den Eintrag zu aktivieren, ändern Sie den Wert in Feld 5 von off zu on und starten Sie &man.init.8; entsprechend der Anleitung in neu. Das erste Feld gibt den Namen des Terminals an, auf dem das Programm läuft. Im Beispiel wird ttyv8 verwendet, das heißt XDM läuft auf dem neunten virtuellen Terminal. XDM konfigurieren Das Verhalten und Aussehen von XDM steuern Sie mit Konfigurationsdateien, die im Verzeichnis /usr/local/lib/X11/xdm stehen. Üblicherweise finden Sie dort die folgenden Dateien vor: Datei Beschreibung Xaccess Regelsatz, der zur Autorisierung von Clients benutzt wird. Xresources Vorgabewerte für X-Ressourcen. Xservers Liste mit lokalen und entfernten Bildschirmen, die verwaltet werden. Xsession Vorgabe für das Startskript der Sitzung. Xsetup_* Skript, das dazu dient, Anwendungen vor der Anmeldung zu starten. xdm-config Konfiguration für alle auf der Maschine verwalteten Bildschirme. xdm-errors Fehlermeldungen des Servers. xdm-pid Die Prozess-ID des gerade laufenden XDM-Prozesses. Im Verzeichnis /usr/local/lib/X11/xdm befinden sich auch noch Skripten und Programme, die zum Einrichten der XDM-Oberfläche dienen. Der Zweck dieser Dateien und der Umgang mit ihnen wird in der Hilfeseite &man.xdm.1; erklärt. Wir gehen im Folgenden nur kurz auf ein paar der Dateien ein. Die vorgegebene Einstellung zeigt ein rechteckiges Anmeldefenster, in dem der Rechnername in großer Schrift steht. Darunter befinden sich die Eingabeaufforderungen Login: und Password:. Mit dieser Maske können Sie anfangen, wenn Sie das Erscheinungsbild von XDM verändern wollen. Xaccess Verbindungen zu XDM werden über das X Display Manager Connection Protocol (XDMCP) hergestellt. XDMCP-Verbindungen von entfernten Maschinen werden über den Regelsatz in Xaccess kontrolliert. Diese Datei wird allerdings ignoriert, wenn in xdm-config keine Verbindungen entfernter Maschinen erlaubt sind (dies ist auch die Voreinstellung). Xresources In dieser Datei kann das Erscheinungsbild der Bildschirmauswahl und der Anmeldemasken festgelegt werden. Das Format entspricht den Dateien im Verzeichnis app-defaults, die in der X11-Dokumentation beschrieben sind. Xservers Diese Datei enthält eine Liste entfernter Maschinen, die in der Bildschirmauswahl angeboten werden. Xsession Dieses Skript wird vom XDM aufgerufen, nachdem sich ein Benutzer erfolgreich angemeldet hat. Üblicherweise besitzt jeder Benutzer eine angepasste Version dieses Skripts in ~/.xsession, das dann anstelle von Xsession ausgeführt wird. Xsetup_* Diese Skripten werden automatisch ausgeführt bevor die Bildschirmauswahl oder die Anmeldemasken angezeigt werden. Für jeden lokalen Bildschirm gibt es ein Skript, dessen Namen aus Xsetup_ gefolgt von der Bildschirmnummer gebildet wird (zum Beispiel Xsetup_0). Normalerweise werden damit ein oder zwei Programme, wie xconsole, im Hintergrund gestartet. xdm-config Diese Datei enthält Einstellungen, die für jeden verwalteten Bildschirm zutreffen. Das Format entspricht dem der Dateien aus app-defaults. xdm-errors Die Ausgaben jedes X-Servers, den XDM versucht zu starten, werden in dieser Datei gesammelt. Wenn ein von XDM verwalteter Bildschirm aus unbekannten Gründen hängen bleibt, sollten Sie in dieser Datei nach Fehlermeldungen suchen. Für jede Sitzung werden die Meldungen auch in die Datei ~/.xsession-errors des Benutzers geschrieben. Einrichten eines Bildschirm-Servers auf dem Netzwerk Damit sich Clients mit dem Bildschirm-Server verbinden können, muss der Zugriffsregelsatz editiert und der Listener aktiviert werden. Die Vorgabewerte sind sehr restriktiv eingestellt. Damit XDM Verbindungen annimmt, kommentieren Sie eine Zeile in der xdm-config Datei aus: ! SECURITY: do not listen for XDMCP or Chooser requests ! Comment out this line if you want to manage X terminals with xdm DisplayManager.requestPort: 0 Starten Sie danach XDM neu. Beachten Sie, dass Kommentare in den Ressourcen-Konfigurationsdateien mit einem ! anstelle des sonst üblichen Zeichens # beginnen. Wenn Sie strengere Zugriffskontrollen einrichten wollen, sehen Sie sich die Beispiele in Xaccess und die Hilfeseite &man.xdm.1; an. XDM ersetzen Es gibt mehrere Anwendungen, die XDM ersetzen können, zum Beispiel KDM, der Teil von KDE ist und später in diesem Kapitel besprochen wird. KDM ist ansprechender gestaltet und bietet neben einigen Schnörkeln die Möglichkeit, den zu verwendenden Window-Manager bei der Anmeldung auszuwählen. Grafische Oberflächen ValentinoVaschettoBeigetragen von Dieser Abschnitt beschreibt verschiedene grafische Oberflächen, die es für X unter FreeBSD gibt. Eine Oberfläche (desktop environment) kann alles von einem einfachen Window-Manager bis hin zu kompletten Anwendungen wie KDE oder GNOME sein. GNOME Über GNOME GNOME GNOME ist eine benutzerfreundliche Oberfläche, mit der Rechner leicht benutzt und konfiguriert werden können. GNOME besitzt eine Leiste, mit der Anwendungen gestartet werden und die Statusinformationen anzeigen kann. Programme und Daten können auf der Oberfläche abgelegt werden und Standardwerkzeuge stehen zur Verfügung. Es gibt Konventionen, die es Anwendungen leicht machen, zusammenzuarbeiten und ein konsistentes Erscheinungsbild garantieren. Benutzer anderer Betriebssysteme oder anderer Arbeitsumgebungen sollten mit der leistungsfähigen grafischen Oberfläche von GNOME sehr gut zurechtkommen. Auf der Webseite FreeBSD GNOME Project finden Sie weitere Informationen über GNOME auf FreeBSD. Zusätzlich finden Sie dort umfassende FAQs zur Installation, Konfiguration und zum Betrieb von GNOME. GNOME installieren Am einfachsten installieren Sie GNOME als Paket oder über die Ports-Sammlung. Wenn Sie das GNOME-Paket über das Netz installieren wollen, setzen Sie den nachstehenden Befehl ab: &prompt.root; pkg_add -r gnome2 Wenn Sie den Quellcode von GNOME übersetzen wollen, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/x11/gnome2 &prompt.root; make install clean Damit GNOME korrekt funktioniert, muss das /proc-Dateisystem eingehängt sein. Fügen Sie daher die folgende Zeile in /etc/fstab ein, damit &man.procfs.5; beim Systemstart automatisch eingehängt wird: proc /proc procfs rw 0 0 Nachdem GNOME installiert ist, muss der X-Server GNOME anstelle eines Window-Managers starten. Der einfachste Weg, GNOME zu starten, ist GDM, der GNOME Display Manager. GDM wird zwar als Teil des GNOME-Desktops installiert, ist aber in der Voreinstellung deaktiviert. Um GDM zu aktivieren, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: gdm_enable="YES" Nach einem Systemneustart wird GDM ab sofort automatisch gestartet. In der Regel ist es ratsam, alle GNOME-Dienste beim Start von GDM zu aktivieren. Um dies zu erreichen, fügen Sie die folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: gnome_enable="YES" GNOME kann auch von der Kommandozeile gestartet werden, wenn Sie eine entsprechend konfigurierte .xinitrc in Ihrem Heimatverzeichnis besitzen. Existiert eine solche Version, ersetzen Sie den Aufruf des Window-Managers durch /usr/local/bin/gnome-session. Wenn .xinitrc nicht gesondert angepasst wurde, reicht es, den nachstehenden Befehl abzusetzen: &prompt.user; echo "/usr/local/bin/gnome-session" > ~/.xinitrc Rufen Sie danach startx auf, um die GNOME Oberfläche zu starten. Wenn Sie einen älteren Display-Manager wie XDM verwenden, müssen Sie anders vorgehen. Legen Sie eine ausführbare .xsession an, die das Kommando zum Start von GNOME enthält. Ersetzen Sie dazu den Start des Window-Managers durch /usr/local/bin/gnome-session: &prompt.user; echo "#!/bin/sh" > ~/.xsession &prompt.user; echo "/usr/local/bin/gnome-session" >> ~/.xsession &prompt.user; chmod +x ~/.xsession Sie können den Display-Manager auch so konfigurieren, dass der Window-Manager beim Anmelden gewählt werden kann. Im Abschnitt Details zu KDE wird das für KDM, den Display-Manager von KDE erklärt. KDE Über KDE KDE KDE ist eine moderne, leicht zu benutzende Oberfläche, die unter anderem Folgendes bietet: eine schöne und moderne Oberfläche, eine Oberfläche, die völlig netzwerktransparent ist, ein integriertes Hilfesystem, das bequem und konsistent Hilfestellungen bezüglich der Bedienung der KDE-Oberfläche und ihrer Anwendungen gibt, ein konstantes Erscheinungsbild (look and feel) aller KDE-Anwendungen, einheitliche Menüs, Werkzeugleisten, Tastenkombinationen und Farbschemata, Internationalisierung: KDE ist in mehr als 55 Sprachen erhältlich, durch Dialoge gesteuerte zentrale Konfiguration der Oberfläche, viele nützliche KDE-Anwendungen. In KDE ist mit Konqueror auch ein Webbrowser enthalten, der sich durchaus mit anderen Webbrowsern auf &unix;-Systemen messen kann. Weitere Informationen über KDE erhalten Sie auf den KDE-Webseiten. Auf der Webseite KDE/FreeBSD Initiative finden Sie weitere FreeBSD-spezifische Informationen über KDE. Es sind zwei Versionen von KDE unter &os; verfügbar. Version 3 ist schon seit einiger Zeit erhältlich und immer noch über die Ports-Sammlung verfügbar, obwohl es nicht mehr gepflegt wird und teilweise kaputt ist. Version 4 wird punktuell aktualisiert und ist die Standardauswahl für KDE Benutzer. Beide Versionen können sogar gleichzeitig installiert werden. KDE installieren Am einfachsten installieren Sie KDE, wie jede andere grafische Oberfläche auch, als Paket oder über die Ports-Sammlung. Um KDE 3 über das Netz zu installieren, setzen Sie den nachstehenden Befehl ab: &prompt.root; pkg_add -r kde Um KDE 4 über das Netzwerk zu installieren, geben Sie folgendes ein: &prompt.root; pkg_add -r kde4 &man.pkg.add.1; installiert automatisch die neuste Version einer Anwendung. Benutzen Sie die Ports-Sammlung, wenn Sie den Quellcode von KDE 3 übersetzen wollen: &prompt.root; cd /usr/ports/x11/kde3 &prompt.root; make install clean Um KDE 4 aus dem Quellcode zu übersetzen, geben Sie folgendes ein: &prompt.root; cd /usr/ports/x11/kde4 &prompt.root; make install clean Nachdem KDE installiert ist, muss der X-Server KDE anstelle eines Window-Managers starten. Legen Sie dazu die Datei .xinitrc an: Für KDE 3: &prompt.user; echo "exec startkde" > ~/.xinitrc Für KDE 4: &prompt.user; echo "exec /usr/local/kde4/bin/startkde" > ~/.xinitrc Wenn das X-Window-System danach mit startx gestartet wird, erscheint die KDE-Oberfläche. Wird ein Display-Manager wie XDM benutzt, muss .xsession angepasst werden. Eine Anleitung für KDM folgt gleich in diesem Kapitel. Details zu KDE Wenn KDE erst einmal installiert ist, erschließen sich die meisten Sachen durch das Hilfesystem oder durch Ausprobieren. Benutzer von Windows oder &macos; werden sich sehr schnell zurecht finden. Die beste Referenz für KDE ist die Online-Dokumentation. KDE besitzt einen eigenen Webbrowser, sehr viele nützliche Anwendungen und ausführliche Dokumentation. Der Rest dieses Abschnitts beschäftigt sich daher mit Dingen, die schlecht durch einfaches Ausprobieren erlernbar sind. Der KDE-Display-Manager KDE Display-Manager Der Administrator eines Mehrbenutzersystems will den Benutzern vielleicht eine grafische Anmeldung wie mit XDM ermöglichen. KDE besitzt mit KDM einen alternativen Display-Manager, der schöner aussieht und auch über mehr Optionen verfügt. Insbesondere können sich die Benutzer die Oberfläche für die Sitzung (beispielsweise KDE oder GNOME) aussuchen. Die Art und Weise, wie KDM aktiviert wird, hängt dabei von der von Ihnen eingesetzten KDE-Version ab. Für KDE 3 müssen die ttyv8-Zeile in /etc/ttys wie folgt anpassen: ttyv8 "/usr/local/bin/kdm -nodaemon" xterm on secure Verwenden Sie hingegen KDE 4, müssen Sie folgende Zeilen in /etc/rc.conf aufnehmen: kdm4_enable="YES" Xfce Über Xfce Xfce ist eine grafische Oberfläche, die auf den GTK+-Bibliotheken, die auch von GNOME benutzt werden, beruht. Die Oberfläche ist allerdings weniger aufwändig und für diejenigen gedacht, die eine schlichte und effiziente Oberfläche wollen, die dennoch einfach zu benutzen und zu konfigurieren ist. Die Oberfläche sieht ähnlich wie CDE aus, das in kommerziellen &unix; Systemen verwendet wird. Einige Merkmale von Xfce sind: eine schlichte einfach zu benutzende Oberfläche, vollständig mit Mausoperationen konfigurierbar, Unterstützung von drag and drop, ähnliche Hauptleiste wie CDE, die Menüs enthält und über die Anwendungen gestartet werden können, integrierter Window-Manager, Datei-Manager und Sound-Manager, GNOME-compliance-Modul, mit Themes anpassbar (da GTK+ benutzt wird), schnell, leicht und effizient: ideal für ältere oder langsamere Maschinen oder Maschinen mit wenig Speicher. Weitere Information über Xfce erhalten Sie auf der Xfce-Webseite. Xfce installieren Das Xfce-Paket installieren Sie mit dem nachstehenden Kommando: &prompt.root; pkg_add -r xfce4 Mit der Ports-Sammlung können Sie auch den Quellcode übersetzen: &prompt.root; cd /usr/ports/x11-wm/xfce4 &prompt.root; make install clean Damit beim nächsten Start des X-Servers Xfce benutzt wird, setzen Sie das folgende Kommando ab: &prompt.user; echo "/usr/local/bin/startxfce4" > ~/.xinitrc Wenn Sie einen Display-Manager benutzen, erstellen Sie die Datei .xsession, wie im GNOME Abschnitt beschrieben. Verwenden Sie jetzt allerdings das Kommando /usr/local/bin/startxfce4. Sie können auch den Display-Manager wie im kdm Abschnitt beschrieben, so konfigurieren, dass die Oberfläche für die Sitzung ausgewählt werden kann.