Index: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.xml =================================================================== --- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.xml (revision 46709) +++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.xml (revision 46710) @@ -1,997 +1,1003 @@ Lokalisierung – I18N/L10N einrichten und benutzen AndreyChernovBeigesteuert von Michael C.WuÜberarbeitet von AlexanderLangerÜbersetzt von MartinHeinen Übersicht FreeBSD ist ein über die ganze Welt verteiltes Projekt. Dieses Kapitel behandelt die Internationalisierung und Lokalisierung von FreeBSD, mit denen nicht englisch sprechende Benutzer FreeBSD an ihre Bedürfnisse anpassen können. Die Internationalisierung betrifft sowohl die System- als auch die Anwendungsebene, daher wird im Laufe des Texts auf genauere Anwendungsdokumentationen verwiesen. Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, werden Sie wissen wie verschiedene Sprachen und Lokalisierungen in modernen Betriebssystemen codiert werden, wie Sie die Locale Ihrer Login-Shell setzen, wie Sie die Konsole für nicht-englische Sprachen konfigurieren, wie Sie das X Window System mit verschiedenen Sprachen benutzen, wo Sie mehr Informationen über das Erstellen von I18N-konformen Anwendungen erhalten. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie wissen, wie Sie zusätzliche Anwendungen installieren (). Grundlagen Was ist I18N/L10N? Internationalisierung Lokalisierung Lokalisierung Entwickler kürzen das Wort internationalization (englisch für Internationalisierung) mit I18N ab, weil sich zwischen dem ersten und letzten Buchstaben des Worts 18 Buchstaben befinden. L10N benutzt die gleiche Namensgebung und ist eine Abkürzung des Worts localization (englisch für Lokalisierung). Mit I18N/L10N-Methoden, -Protokollen und -Anwendungen können Benutzer eine Sprache ihrer Wahl verwenden. I18N-Anwendungen werden mit Hilfe von I18N-Bibliotheken programmiert. Diese erlauben es Entwicklern, eine einfache Sprachdatei zu schreiben und Menüs und Texte an jede Sprache anzupassen. Wir möchten Programmierern empfehlen, für ihre eigenen Anwendungen auf diese Techniken zurückzugreifen. Wieso soll ich I18N/L10N benutzen? I18N/L10N wird immer dann benutzt, wenn Sie Daten in anderen Sprachen als Englisch anzeigen, eingeben oder verarbeiten möchten. Welche Sprachen werden von I18N unterstützt? I18N und L10N sind nichts FreeBSD spezifisches. Momentan können Sie unter den meisten der verbreitetsten Sprachen der Welt wählen, unter anderen Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Französisch, Russisch und Deutsch. Lokale Anpassungen benutzen In seiner ganzen Schönheit ist L10N nichts, was auf FreeBSD alleine beschränkt ist, im Gegenteil, es ist eine Konvention, an die sich viele Programme für verschiedene Betriebssysteme halten. Wir möchten Sie anregen, FreeBSD bei der Unterstützung dieser Konvention zu helfen. Locale Lokale Anpassungen werden durch die Angabe von drei Werten erreicht: dem Sprachcode, dem Ländercode und der Codierung. Die Zusammenfassung dieser Werte wird Locale genannt und sieht wie folgt aus: Sprachcode_Ländercode.Codierung Sprach- und Ländercodes Sprachcodes Ländercodes Um FreeBSD (oder ein anderes &unix; System, das I18N unterstützt) an lokale Gegebenheiten und Sprachen anzupassen, muss der Benutzer herausfinden, welche Codes für sein Land und seine Sprache benutzt werden. Ländercodes geben den Anwendungen dabei vor, welche Variation einer bestimmten Sprache zu benutzen ist. Eine Variation von Deutsch wäre zum Beispiel de_CH, das eine lokale Anpassung an das in der Schweiz gesprochene Deutsch meint. Außerdem benutzen Webbrowser, SMTP/POP Server, Webserver usw. diese, um Entscheidungen über die Sprache zu fällen. Im Folgenden sind einige Beispiele für Sprach- und Ländercodes aufgelistet: Sprachcode/Ländercode Beschreibung en_US Englisch - USA ru_RU Russisch für Russland zh_TW Traditionelles Chinesisch für Taiwan + + Eine vollständige Liste der verfügbaren Lokalisierungen + erhalten Sie durch die Eingabe von: + + &prompt.user; locale -a + Codierungen Codierungen ASCII Einige Sprachen benutzen Codierungen, die nicht dem 7-Bit breitem ASCII-Standard entsprechen, wie 8-Bit Codierungen, Wide- oder Multibyte Zeichen (&man.multibyte.3; geht darauf näher ein). Ältere Anwendungen erkennen diese Zeichen nicht und halten sie fälschlicherweise für Steuerzeichen. Neuere Anwendungen erkennen für gewöhnlich 8-Bit Zeichen. Es hängt allerdings von der Implementierung ab, ob man eine Anwendung neu kompilieren muss, um in den Genuss von lokalen Zeichensätzen zu kommen, oder ob man es sie nur nachträglich konfigurieren muss. Um es möglich zu machen, Wide- oder Multibyte-Zeichen einzugeben und zu verarbeiten, unterstützt die FreeBSD-Ports-Sammlung verschiedene Sprachen für diverse Programme. Bitte konsultieren Sie die I18N-Dokumentation des entsprechenden FreeBSD-Ports. In den meisten Fällen muss der Benutzer in die Dokumentation des Programms schauen, um herauszufinden, wie man es entsprechend für die eigene Sprache und den eigenen Zeichensatz konfiguriert, oder welche Optionen beim Übersetzen anzugeben sind. Einige Dinge, die man im Hinterkopf behalten sollte, sind: Sprachbezogene C-char Zeichensätze Mit C-char Zeichensätzen werden Zeichensätze bezeichnet, die zur Codierung den C-Datentyp char verwenden. (siehe &man.multibyte.3;), zum Beispiel ISO8859-1, ISO8859-15, KOI8-R, CP437. Wide- oder Multibyte-Codierungen, zum Beispiel EUC, Big5. Eine aktuelle Liste der Zeichensätze ist in der IANA Registry. verfügbar. Ab &os; 4.5 werden X11-kompatible Codierungen verwendet. I18N-Anwendungen Im FreeBSD-Ports- und Paket-System werden I18N-Anwendungen mit einem I18N im Namen gekennzeichnet, damit man sie leicht identifizieren kann. Trotzdem kann es vorkommen, dass die benötigte Sprache nicht immer unterstützt wird. Einstellen der Locale Zum Aktivieren der Lokalisierung reicht es, die Umgebungsvariable LANG in Ihrer Login-Shell auf den Wert der Locale zu setzen und die Variable zu exportieren. Dies geschieht normalerweise in Ihrer ~/.login_conf oder der Startdatei Ihrer Shell (~/.profile, ~/.bashrc, ~/.cshrc). Wenn LANG gesetzt ist, brauchen die speziellen Variablen wie LC_CTYPE oder LC_CTIME in der Regel nicht gesetzt zu werden. Sie sollten sprachbezogene FreeBSD-Dokumentation zu Rate ziehen, wenn Sie mehr Informationen wünschen. Setzen Sie die zwei folgenden Umgebungsvariablen in Ihren Konfigurationsdateien: POSIX LANG für Funktionen der &posix; &man.setlocale.3; Familie MIME MM_CHARSET gibt den den MIME Zeichensatz von Anwendungen an Damit ist die Locale für die Shell, jede Anwendung und X11 eingestellt. Verfahren zum Einstellen der Locale Locale Login-Klasse Es gibt zwei Wege, die Locale zu setzen, die im Folgenden beschrieben werden. Die erste und empfohlene Methode ist, die Umgebungsvariablen in der Login-Klasse zu setzen, die zweite ist, sie in den Startdateien der Shell zu setzen. Lokalisierung in der Login-Klasse Wenn Sie diese Methode verwenden, werden die Umgebungsvariablen für die Locale und den MIME Zeichensatz einmal für alle Shells, anstatt einzeln für jede Shell, gesetzt. Die Lokalisierung kann von einem Benutzer selbst oder von einem Administrator mit Superuser-Rechten für alle eingestellt werden. Einrichten als Benutzer .login_conf im Heimatverzeichnis eines Benutzers sollte mindestens die folgenden Einträge enthalten, damit beide Variablen für den Gebrauch der Latin-1 Codierung gesetzt werden: me:\ :charset=ISO-8859-1:\ :lang=de_DE.ISO8859-1: traditionelles Chinesisch BIG-5 Codierung Damit traditionelles Chinesisch (BIG-5 Codierung) verwendet werden kann, sind in .login_conf die nachstehenden Ergänzungen vorzunehmen. Einige Programme behandeln die Lokalisierung für Chinesisch, Japanisch und Koreanisch falsch, daher müssen mehr Variablen als üblich gesetzt werden: #Users who do not wish to use monetary units or time formats #of Taiwan can manually change each variable me:\ :lang=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_ALL=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_COLLATE=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_CTYPE=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_MESSAGES=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_MONETARY=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_NUMERIC=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_TIME=zh_TW.Big5:\ :charset=big5:\ :xmodifiers="@im=gcin": #Set gcin as the XIM Input Server Weitere Informationen entnehmen Sie bitte &man.login.conf.5;. Einrichten als Administrator Stellen Sie sicher, dass in der Login-Klasse der Benutzer in /etc/login.conf die richtige Sprache eingestellt ist. Die folgenden Einstellungen müssen in /etc/login.conf vorgenommen werden: Sprache|Account-Typ-Beschreibung:\ :charset=MIME_Zeichensatz:\ :lang=Locale:\ :tc=default: Die für Latin-1 erforderlichen Einträge sehen wie folgt aus: german|German Users Accounts:\ :charset=ISO-8859-1:\ :lang=de_DE.ISO8859-1:\ :tc=default: Bevor Sie die Login-Klasse eines Benutzers ändern, müssen Sie den folgenden Befehl ausführen: &prompt.root; cap_mkdb /etc/login.conf Erst danach werden Ihre Änderungen in /etc/login.conf im System sichtbar. Ändern der Login-Klasse mit &man.vipw.8; vipw Wenn Sie neue Accounts mit vipw anlegen, erstellen Sie Einträge in folgender Art: user:password:1111:11:Sprache:0:0:Benutzername:/home/user:/bin/sh Ändern der Login-Klasse mit &man.adduser.8; adduser Login-Klasse Wenn Sie neue Accounts mit adduser anlegen, stehen Ihnen die folgenden Möglichkeiten zur Verfügung: Geben Sie in /etc/adduser.conf mit defaultclass = Sprache eine Sprache vor. In diesem Fall müssen Sie für Benutzer anderer Sprachen eine andere Login-Klasse angeben. Geben Sie die Sprache jedes Mal ein, wenn Sie dazu von &man.adduser.8; aufgefordert werden: Enter login class: default []: Sie können die Login-Klasse auch auf der Kommandozeile von &man.adduser.8; übergeben: &prompt.root; adduser -class Sprache Ändern der Login-Klasse mit &man.pw.8; pw Wenn Sie neue Accounts mit &man.pw.8; anlegen, benutzen Sie die folgende Kommandozeile: &prompt.root; pw useradd Account -L Sprache Lokalisierung in den Startdateien der Shells Da Sie jede Shell unterschiedlich einrichten müssen, sollten Sie diese Methode nicht verwenden. Benutzen Sie stattdessen bitte Login-Klassen. MIME Locale Um die Locale und den MIME Zeichensatz anzugeben, setzen Sie die unten aufgeführten Variablen in den Startdateien der Shells (/etc/profile und /etc/csh.login). In den folgenden Beispielen verwenden wir die deutsche Sprache. Einstellungen in /etc/profile: LANG=de_DE.ISO8859-1; export LANG MM_CHARSET=ISO-8859-1; export MM_CHARSET Einstellungen in /etc/csh.login: setenv LANG de_DE.ISO8859-1 setenv MM_CHARSET ISO-8859-1 Alternativ können Sie die Einstellungen in den Vorgabedateien der Shells vornehmen. Die oben gezeigten Einstellungen aus /etc/profile tragen Sie dann in /usr/share/skel/dot.profile und die Einstellungen aus /etc/csh.login in /usr/share/skel/dot.login ein. Die Einstellungen für X11 in $HOME/.xinitrc sind von der verwendeten Login-Shell abhängig. Mit Bourne Shells verwenden Sie den folgenden Eintrag: LANG=de_DE.ISO8859-1; export LANG Mit C-Shells verwenden Sie den nachstehenden Eintrag: setenv LANG de_DE.ISO8859-1 Einrichten der Konsole Wenn Sie C-char Zeichensätze verwenden, müssen Sie die richtigen Zeichensätze für die gewählte Sprache in /etc/rc.conf angeben: font8x16=Zeichensatz font8x14=Zeichensatz font8x8=Zeichensatz Dabei ist Zeichensatz der Name der passenden Datei aus /usr/share/syscons/fonts ohne die Endung .fnt. sysinstall keymap screenmap Setzen Sie bei Bedarf die richtige Tasten- und Bildschirmzuordnung (keymap und screenmap). Dies können Sie in sysinstall einstellen, indem Sie Configure und dann Console wählen. Sie können die Zuordnungen aber auch direkt in /etc/rc.conf angeben: scrnmap=screenmap_name keymap=keymap_name keychange="fkey_number sequence" screenmap_name ist der Name einer Datei aus /usr/share/syscons/scrnmaps ohne die Endung .scm. Eine Bildschirmzuordnung und der zugehörige Zeichensatz verbreitert die Zeichenmatrix von VGA Karten im Pseudographik Modus von 8 Bit auf 9 Bit. Sie wird benötigt, wenn der Zeichensatz des Bildschirms 8 Bit verwendet. Lesen Sie den nächsten Absatz, wenn Sie in /etc/rc.conf den moused Dæmon mit der nachstehenden Anweisung aktiviert haben: moused_enable="YES" moused Der Mauszeiger des &man.syscons.4; Treibers belegt in der Voreinstellung den Bereich von 0xd0 bis 0xd3 des Zeichensatzes. Wenn dieser Bereich ebenfalls von der eingestellten Sprache benötigt wird, müssen Sie den Mauszeiger verschieben. Dazu fügen Sie die folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein: mousechar_start=3 keymap_name ist der Name einer Datei aus /usr/share/syscons/keymaps ohne die Endung .kbd. Welche Tastenzuordnung Sie benutzen müssen, können Sie ohne einen Neustart mit &man.kbdmap.1; ausprobieren. Mit keychange können die Funktionstasten so programmiert werden, dass Sie zu dem ausgesuchten Terminal passen. Die Sequenzen der Funktionstasten können nicht in Tastenzuordnungen definiert werden. Stellen Sie sicher, dass der richtige Terminaltyp für die ttyv* Konsolen in /etc/ttys angegeben ist. Momentan sind die folgenden Terminaltypen definiert: Zeichensatz Terminaltyp ISO8859-1 oder ISO8859-15 cons25l1 ISO8859-2 cons25l2 ISO8859-7 cons25l7 KOI8-R cons25r KOI8-U cons25u CP437 (VGA default) cons25 US-ASCII cons25w Mit Wide- oder Multibyte-Zeichensätzen müssen Sie den richtigen Port aus dem Verzeichnis /usr/ports/Sprache verwenden. Einige Ports erscheinen als Konsolen werden aber vom System als serielle vtty's betrachtet. Achten Sie daher darauf, dass Sie genügend vtty's für X11 und die Pseudo-seriellen Konsolen definiert haben. Nachstehend finden Sie eine unvollständige Liste der Ports, die eine andere Sprache als Englisch auf der Konsole verwenden: Sprache Port traditionelles Chinesisch (BIG-5) chinese/big5con Japanisch japanese/kon2-16dot oder japanese/mule-freewnn Koreanisch korean/han Einrichten von X11 Obwohl X11 nicht Teil des FreeBSD Projects ist, stellen wir hier einige Hinweise für FreeBSD-Benutzer zusammen. Weitere Details entnehmen Sie bitte der &xorg; Website oder der Dokumentation Ihres X11 Servers. Anwendungsspezifische I18N-Einstellungen (Zeichensätze, Menüs, usw.) können Sie in ~/.Xresources vornehmen. Zeichensätze X11 True Type Font-Server Installieren Sie den &xorg;-Server (x11-servers/xorg-server) und die &truetype; Zeichensätze Ihrer Sprache. Wenn Sie die Locale gesetzt haben, sollten die Menüs in Ihrer Sprache erscheinen. Eingabe von nicht-englischen Zeichen X11 Input Method (XIM) Das X11 Input Method (XIM) Protokoll ist ein neuer Standard für alle X11-Clients. Jede X11-Anwendung sollte als XIM-Client, der Eingaben von einem XIM-Server entgegen nimmt, implementiert sein. XIM-Server sind für verschiedene Sprachen erhältlich. Einrichten eines Druckers Drucker verfügen normalerweise schon über einige C-char Zeichensätze. Wide- oder Multibyte-Zeichensätze müssen gesondert eingerichtet werden. Wir empfehlen Ihnen, dazu apsfilter zu benutzen. Weiterhin können Sie mit sprachspezifischen Konvertern Ihre Dokumente auch in &postscript; oder PDF umwandeln. Kernel und Dateisysteme Das FreeBSD-Dateisystem (FFS) unterstützt 8-Bit, so dass es mit C-char Zeichensätzen (siehe &man.multibyte.3;) verwendet werden kann. Der Zeichensatz wird allerdings nicht im Dateisystem gespeichert, das heißt es werden nur die 8-Bit Werte gespeichert und die Codierung wird nicht berücksichtigt. Offiziell werden Wide- oder Multibyte-Zeichensätze noch nicht unterstützt, für einige Zeichensätze existieren Patche, die eine solche Unterstützung aktivieren. Sie sind allerdings nicht im Quelltext enthalten, da sie nur schwer pflegbare Übergangslösungen sind. Die Patche und weitere Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der betreffenden Sprache. DOS Unicode Das &ms-dos; Dateisystem von FreeBSD kann von &ms-dos;- und Unicode-Zeichensätzen nach frei wählbaren FreeBSD Zeichensätzen konvertieren. Weitere Details entnehmen Sie bitte &man.mount.msdosfs.8;. I18N-Programme übersetzen Viele FreeBSD-Ports besitzen I18N-Unterstützung, einige davon enthalten -I18N im Namen. Für diese und viele andere Programme ist keine spezielle Konfiguration notwendig. MySQL Einige Anwendungen wie MySQL müssen allerdings speziell für einen Zeichensatz in ihrem Makefile konfiguriert werden. Normalerweise wird dazu das Makefile angepasst oder configure mit einem speziellen Parameter aufgerufen. Lokalisierung für einzelne Sprachen Russisch (KOI8-R Codierung) AndreyChernovBeigetragen von Lokalisierung russisch Weitere Informationen über die KOI8-R Codierung erhalten Sie auf der Webseite KOI8-R References (Russian Net Character Set). Einrichten der Locale Fügen Sie die folgenden Zeilen in ~/.login_conf ein: me:My Account:\ :charset=KOI8-R:\ :lang=ru_RU.KOI8-R: Weitere Erklärungen finden Sie in Einstellen der Locale. Einrichten der Konsole Fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: mousechar_start=3 Nehmen Sie zusätzlich die folgenden Einstellungen in /etc/rc.conf auf: keymap="ru.koi8-r" scrnmap="koi8-r2cp866" font8x16="cp866b-8x16" font8x14="cp866-8x14" font8x8="cp866-8x8" Benutzen Sie cons25r als Terminaltyp für jeden ttyv* Eintrag in /etc/ttys. Weitere Beispiele finden Sie in Einrichten der Konsole. Einrichten eines Druckers Drucker Die meisten Drucker mit russischen Zeichen besitzen die Codetabelle CP866, so dass ein spezielles Programm zur Übersetzung von KOI8-R nach CP866 benötigt wird. Zu diesem Zweck ist /usr/libexec/lpr/ru/koi2alt im Basissystem enthalten. Der Eintrag für einen Drucker mit russischer Sprachunterstützung in /etc/printcap sieht wie folgt aus: lp|Russian local line printer:\ :sh:of=/usr/libexec/lpr/ru/koi2alt:\ :lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/output/lpd:lf=/var/log/lpd-errs: Näheres erfahren Sie in &man.printcap.5;. &ms-dos; Dateisystem und russische Dateinamen Russische Dateinamen auf &ms-dos; Dateisystemen werden mit dem folgenden Eintrag in /etc/fstab erkannt: /dev/ad0s2 /dos/c msdos rw,-Wkoi2dos,-Lru_RU.KOI8-R 0 0 Die Option legt die Locale fest. Die Option legt die Zeichenumwandlung fest. Stellen Sie sicher, dass /usr eingehangen ist, bevor Sie die &ms-dos;-Partition einhängen, da die Tabellen zur Zeichenumwandlung in /usr/libdata/msdosfs liegen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Hilfeseite &man.mount.msdosfs.8;. Einrichten von X11 Richten Sie zunächst die normale Lokalisierung ein. Wenn Sie &xorg; verwenden, installieren Sie den Port x11-fonts/xorg-fonts-cyrillic. Im Abschnitt "Files" von /etc/X11/xorg.conf fügen Sie den folgende Eintrag vor allen anderen FontPath Einträgen ein: FontPath "/usr/local/lib/X11/fonts/cyrillic" Zusätzliche kyrillische Schriftarten finden Sie in der Ports-Sammlung. Die Unterstützung für eine russische Tastatur aktivieren Sie im "Keyboard" Abschnitt von xorg.conf: Option "XkbLayout" "us,ru" Option "XkbOptions" "grp:toggle" Stellen Sie zudem sicher, dass XkbDisable deaktiviert (auskommentiert) ist. Beim Einsatz von grp:toggle können Sie mit Right Alt (Alt Gr) zwischen dem RUS- und LAT-Modus wechseln, verwenden Sie hingegen grp:ctrl_shift_toggle, so erfolgt der Wechsel mit Ctrl Shift . Für grp:caps_toggle ist zum Wechseln des RUS/LAT-Modus CapsLock zuständig. Die alte Funktion von CapsLock steht nur im LAT-Modus mit der Tastenkombination Shift CapsLock zur Verfügung. grp:caps_toggle funktioniert aus unbekannten Gründen unter &xorg; nicht. Wenn Ihre Tastatur &windows;-Tasten besitzt und nicht-alphanumerische Tasten im RUS-Modus nicht funktionieren, fügen Sie die folgende Zeile in xorg.conf ein: Option "XkbVariant" ",winkeys" Die russische XKB-Tastatur funktioniert vielleicht nicht mit nicht-lokalisierten Anwendungen. Lokalisierte Anwendungen sollten mindestens die Funktion XtSetLanguageProc (NULL, NULL, NULL); frühzeitig aufrufen. Weitere Informationen über die Lokalisierung von X11-Anwendungen erhalten Sie auf der Webseite KOI8-R for X Window. Traditionell chinesische Lokalisierung für Taiwan Lokalisierung traditionell chinesisch Das taiwanesische FreeBSD Project stellt ein Tutorium unter http://netlab.cse.yzu.edu.tw/~statue/freebsd/zh-tut/ zur Verfügung, das viele chinesische Anwendungen benutzt. Der Editor des FreeBSD Chinese HOWTOs ist Shen Chuan-Hsing statue@freebsd.sinica.edu.tw. Chuan-Hsing Shen statue@freebsd.sinica.edu.tw hat mithilfe des Tutoriums die Chinese FreeBSD Collection (CFC) geschaffen. Die Pakete und Skripten stehen unter ftp://freebsd.csie.nctu.edu.tw/pub/taiwan/CFC/. Deutsche Lokalisierung (für alle ISO 8859-1 Sprachen) Lokalisierung deutsch Von Slaven Rezic eserte@cs.tu-berlin.de stammt ein Tutorium, das die Benutzung von Umlauten mit FreeBSD beschreibt. Das Tutorium ist in Deutsch verfasst und unter http://user.cs.tu-berlin.de/~eserte/FreeBSD/doc/umlaute/umlaute.html verfügbar. Griechische Lokalisierung Lokalisierung griechisch Nikos Kokkalis nickkokkalis@gmail.com hat einen ganzen Artikel über die Griechisch-Unterstützung in &os; geschrieben. Er ist als Teil der offiziellen &os; Dokumentation auf Griechisch erhältlich unter http://www.freebsd.org/doc/el_GR.ISO8859-7/articles/greek-language-support/index.html. Bitte beachten Sie, dass dies nur für Griechisch gilt. Japanische und koreanische Lokalisierung Lokalisierung japanisch Lokalisierung koreanisch Informationen über die japanische Lokalisierung entnehmen Sie bitte http://www.jp.FreeBSD.org/, Informationen über die koreanische Lokalisierung erhalten Sie unter http://www.kr.FreeBSD.org/. Nicht-englische FreeBSD-Dokumentation Teile vor FreeBSD Dokumentation wurden in andere Sprachen übersetzt. Folgen Sie bitte den Links auf der FreeBSD-Webseite oder schauen Sie in /usr/share/doc nach.